Ich bin dann mal weg!

Lust einfach mal das Bauernhofleben kennen zu lernen? Freude an körperlicher Arbeit? Keine Lust mehr auf den Büro-Job oder einfach mal ganz was anderes als bisher machen? Verbinden Sie Ihren Auszeit-Urlaubsaufenthalt mit neuen Erfahrungen. IMG_3744

Das ist am Zittrauerhof im Gasteiner-Tal möglich. Fern von Stress und Alltag, kann man erstmal in Ruhe die Seele baumeln lassen und sich an unserem Hof einleben.

 „Es sind die einfachen, natürlichen und sinnvollen Dinge, die man hier macht, ganz anders als mein Bürojob, der jeden Tag gleich abläuft!“

Schon ab dem ersten Tag ist man eingebunden! Und dabei wird es einem nie langweilig!!!

Der morgendliche Gang in den Kinderstall und zum Milchholen gehört zum Alltag in unserer Familie. Frische Luft, ein wunderbares Alpenpanorama und Energie und Kraft in jedes Körperteil.

Im Laufe des Tages beschäftigt man sich mit den unterschiedlichsten Dingen. Ob Kochen, Sauber machen, Unkraut jäten, Kühe treiben, Heu rechen oder Sirup herstellen, für jeden ist etwas dabei.IMG_3824

Während einer Auszeit an unserem Hof kommt man der Natur näher und lernt im Einklang mit ihr zu leben. So wie unsere Familie es schon seit Generationen tut. Man erlebt, wie Tiere kommen und gehen, wie Pflanzen sprießen und geerntet werden.

„Die Arbeit ist wie Meditation“. Besonders bei der Gartenarbeit kann man die Seele baumeln lassen und den Kopf frei kriegen. Die Flucht aus dem Alltag hat schon so manch einem geholfen, wieder neuen Schwung ins Leben zu bringen und mit neuer Energie in den Tag zu starten. IMG_3787

„Anfangs war ich abends total müde und erschöpft, aber ich bin immer glücklich und zufrieden eingeschlafen“ 

Nach einem langen Arbeitstag kann man den angestrengten Körper in der Gasteiner Alpentherme verwöhnen oder den Sonnenuntergang in einem wunderschönen Alpenpanorama bewundern, bevor am nächsten Tag wieder der Wecker klingelt und es heißt: Aufstehen, die Tiere und Arbeit ruft !

Wer Interesse an einer Auszeit an unserem Bauernhof hat, kann sich gerne bei uns melden. IMG_4138

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Kleine Tierliebhaber entdecken den Kinderstall

Dass sich die Gäste bei einem Bauernhof-Urlaub Tiere erwarten, ist uns als Vermieter bewusst. Ich habe bei unseren Kindern und Gästekindern gesehen, wie wichtig der Kontakt mit Tieren ist. Wieviel Freude Tiere uns bereiten können,  Ruhe ausstrahlen und die Seelen glücklich machen. Viele unserer Gäste kommen aus der Stadt oder aus Regionen, wo Landwirtschaft keine große Rolle mehr spielt und gar nicht so genau wissen, wie das Leben mit und von der Natur eigentlich möglich ist. Welche Tierarten es gibt, was sie mögen und fressen, wie lange sie trächtig sind usw.

 maria mit mona kind mit Minischwein bella

Und so hatten wir im letzten Frühling die Idee, einen einzigartigen „Kinderstall“ zu gestalten, der die Heimat unserer Kleintiere werden soll. Doch wo fängt man an? Was muss man beachten? Und was wollten wir überhaupt genau? Um diese Fragen zu klären, haben wir mit Lisa, einer pädagogischen Fachkraft, unserer treuen Stammgastdame Sabine, meinen Mann und dem ideenreichen Opa Hias ein Konzept für das neue Vorhaben erstellt.

kind mit hasen

Der so entstandene Kinderstall ermöglicht einen guten und spielerischen Einstieg in die Tierwelt und ist exklusiv für unsere Hausgäste zugänglich. Es gibt viel Wissenswertes zu entdecken und so manches Tier darf eigenständig gefüttert und gepflegt werden. Dabei handelt es sich aber nicht um einen gewöhnlichen Streichelzoo, sonder das richtige Stallleben wird hautnah erlebt. Ob beim Füttern der Ziege, dem Pflegen der Hasen oder dem Spaziergang der Mini-Schweine über den Hof, für Spaß und neue Erfahrungen ist im Kinderstall garantiert! Auch an Sichtfenster für Kinder, die den Abstand zum Tier noch brauchen und aus der Ferne betrachten wollen, hat mein Mann gedacht. Die viele Arbeit, die enstandenden Kosten und die Zeit, die wir für die Errichtung benötigt haben, hat sich ausgezahlt.

Doch das Leben mit den Tieren spielt sich nicht nur im Stall ab! Tagsüber kann man Tier und Natur rund um den Hof erleben. So kann man beispielsweise die Turnkünste der Ziegen auf ihrem eigenen Ziegenspielplatz sehen und erforschen oder die fleißigen Laufenten bei ihren täglichen Runden über den Hof begleiten. Sieht, wie Nelly mit dem Opa die Kühe reintreibt oder ein Kälbchen getränkt wird. Und wenn man Glück hat, erlebt man sogar wie ein neuer Hofbewohner das Licht der Welt erblickt.

maria und mama beim Kuscheln vom Hasen2015-09 Jacky Jaqueline (9 mit Molly   SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Die weiße Winterdecke des Duftgartens

„Ruhepause“… so lädt die Bank in unserem Duftgarten ein, sich eine kleine Weile zu entspannen und für einen kurzen Moment alles rundherum zu vergessen.IMG_3744

Die Düfte verschiedener Kräuter und Pflanzen, welche die Landschaftsgärtnerin Resi und ich mit viel Sorgfalt ausgesucht und gepflanzt hat, regen die Sinne an, entspannen und wirken positiv auf unsere Gefühle! Doch nicht nur für unseren Geruchssinn ist der Duftgarten etwas ganz Besonderes, sonder auch das Auge bekommt einiges zu sehen. Im Jahresverlauf blühen die verschiedensten Blumen und lassen den gemütlich angelegten Duftgarten immer wieder anders aussehen. Die Vielfalt der Blumen und das Arrangement der Wege sind ein wahrer Hingucker.

IMG_3753Durch den Duft des Gartens wird die ein oder andere Biene, Hummel und Schmetterling angelockt und verzaubert das Auge mit der Schönheit der Natur.

Um das ganze Spektrum des Duftgartens und so manches Hausmittel kennen zu lernen, haben unsere Gäste die Möglichkeit bei der Hofführung mit mir teilzunehmen, welche einem die Schönheit und den Nutzen des Gartens näher bringt.

Doch der Winter kam mit Macht! Es war bereits der zweite Wintereinbruch in dieser IMG_3981Jahreshälfte. Die Schilder sind verräumt, die meisten Kräuter und Salatköpfe geerntet und die Pflanzen gehen in ihre Winterpause, um im nächsten Jahr wieder mit voller Energie zu blühen und zu duften.

Der Duftgarten schließt nun seine Pforten und heißt bald seine weiße Winterdecke willkommen!

Wisch und weg…

…ganz so einfach ist das Putzen am Zittrauerhof aber nicht! Heute möchte ich euch aus der Sicht einer Praktikantin über einen Teil der Arbeit hier am Hof berichten.

„Nach dem Praktikum kannst du in jedem 5 Sterne Hotel anfangen“, meinte Katharina schmunzelnd schon gleich zu Beginn. Anfangs habe ich ihr das nicht so recht geglaubt. Ich dachte: Zimmer putzen kann doch jeder. Ok, das Bad ist vielleicht noch eine Sache für sich, aber der Rest – kein Problem! Falsch gedacht!!! Ich war erstaunt, was es alles zu beachten gibt. Jede Ecke, jede Schublade und jede noch so kleine Lampe muss geputzt werden. Und vor allem das Bettenmachen ist eine Wissenschaft für sich. Denn Bett ist nicht gleich Bett. Ich habe die verschiedensten Techniken gelernt, wie man Atmosphäre in die Zimmer bekommt. Ob Herz oder Rolle, ich kann nun schöne Betten zaubern, in die sich jeder gerne reinlegen würde. Und zum Schluss kommt noch ein Heukissen dazu, damit man bei frischem Kräutergeruch ins Traumland abschweifen kann.

Und jetzt stecken wir mitten im großen Herbstputz. Da heißt es dann Grundreinigung. Ich dachte, mehr putzen geht eigentlich kaum noch. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Zusätzlich zu den normalen Putzarbeiten werden nun auch noch die Auflagen, Matratzen und Kissen tiefengereinigt und die Bettwäsche mit einem Hygiene-Reiniger durch die Waschmaschine gejagt. Lampen werden geöffnet und jedes noch so kleine Glas aus den Schränken wird im Tageslicht betrachtet und poliert. Und auch das Bad kommt nicht zu kurz! Mit einem speziellen Hochdruckreiniger wird jede noch so kleine Fuge sauber gemacht und strahlt danach wie neu.

Doch mit der Reinigung der Zimmer ist es noch lange nicht getan. Täglich wird das komplette Haus und der Hof gekehrt, damit schon der erste Eindruck ein Gefühl des Wohlbefindens auslöst.

Und auch das Aufdecken des Frühstückgeschirrs ist eine Frage der Ordnung und Sauberkeit. Das Besteck muss poliert, die Serviette sauber gefaltet und das Geschirr ordentlich hingestellt sein. Das wichtigste Utensil ist hierbei ein leicht feuchtes Poliertuch. Damit erwischt man jeden noch so kleinen Fingerabdruck.

Doch woher weiß Katharina eigentlich alles über das Saubermachen? Keine Hausfrau kann einfach so einen riesigen Wissensspeicher über die Putzdetails in seinem Kopf haben! Doch nach und nach klärte sich dieses Phänomen auf:

Katharina hat die Hotelfachschule erfolgreich absolviert und ist mit dem Hof in dem Verein „Urlaub am Bauernhof“. Dort werden eigene Seminare über das Putzen und herrichten von Zimmern und Höfen veranstaltet. Und dabei geht es nicht nur um die Sauberkeit des Hauses sondern auch des Stalls. Somit klärt sich auch die Frage, warum wöchentlich der komplette Kinderstall vom Boden bis zur Decke sauber gemacht werden muss. Und nur wer die Kriterien des Vereins erfüllt, darf die Auszeichnung der Blumen am Hof anbringen. Und ich bin sehr stolz, auf dem höchsten Niveau – nämlilch vier Blumen – arbeiten zu können!

Leider haben viele Menschen das Vorurteil, dass es am Bauernhof dreckig und schmutzig ist. Doch genau diese Stereotypen gilt es zu durchbrechen, denn egal ob Nobelhotel oder Bauernhof: Es muss sauber sein, damit man sich wohlfühlt!

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In einem 5 Sterne Hotel möchte ich zwar nicht anfangen, wenn ich mit meinem Praktikum fertig bin, doch trotzdem kann ich mir sagen: Ich bin durch eine harte, aber gute Schule gegangen!

Das Licht der Welt zu erblicken…

…ist am Zittrauerhof momentan ein großes Thema.

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Rund 19 Kühe am Hof kalben einmal pro Jahr. Und gerade im Spätherbst heißt es regelmäßig: Das Kalb kommt vielleicht heute nacht. Kühe suchen sich für die Geburt meist einen ruhigen Ort, abgeschieden von der Herde, oder die Nacht um das Kalb in Ruhe zur Welt zu bringen. Bauer Matthias weiß die Zeichen einer bevorstehenden Geburt sehr gut zu deuten und kann sich somit auf die bevorstehende Arbeit vorbereiten. So wie er die Zeichen zu deuten weiß, hat er sich über die Jahre am Hof hinweg auch angelernt, welche Griffe er während der Geburt ausführen muss, und was es zu beachten gibt. Gibt es extreme schwere Geburten, wird der Tierarzt geholt, meist ist Matthias jedoch der Geburtshelfer 🙂

Sobald die Geburt rum ist, geht es an die Erstversorgung des Neugeborenen: Wasser in die Ohren des Kalbes, Schleim aus dem Mund und homöopathische Geburtsmittel für Kalb und Kuh. Anschließend ist es wichtig, dass die Kuh aufsteht und viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Hierfür bekommt sie  warmes Wasser, soviel wie sie will, gemischt mit Cola.

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Besonders groß ist die Freude, wenn es ein Kus-Kaibi (weibliches Kalb) ist, da Bauer Matthias die Tiere zur Zucht nehmen möchte und Stier-Kälber hierbei nicht von Nutzem sind.

Anschließendwird das Kalb von der Mutter abgeschleckt und wir desinfizieren den Nabel des Kleinen. Kalb und Kuh bekommen dann von uns noch drei Tage homöopathische Mittel zur Stärkung einerseits, zum Zurückbilden der Gebärmutter andererseits.

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Anschließend kommt das Kleine in die Kälberbox und wird mittels eines Trinkeimers mit der Muttermilch versorgt. Und wie beim Menschen auch, ist die Kolostralmilch von den ersten Melkeinheiten von besonders wichtiger Bedeutung und sehr kostbar! Bei uns heißt diese Milch „Biestmilch“. Die von den ältesten Kühen wird eingefroren und aufgehoben, um sie für Notfälle auf Vorrat zu haben. Dies macht allerdings nur Sinn bei der Milch der ältesten Kühe, weil diese mit den Keimen des Stalls besser vertraut sind.

Wir freuen uns über jedes neue Hofmitglied aufs Neue! Hauptsache gesund!!!