Alle meine Tiere!

Ob Olga, Katja oder Bella, jedes Tier an unserem Hof hat einen ganz besonderen Platz in unserem Leben. Jedes noch so kleine Lebewesen bekommt von uns einen Namen. Die meisten ziehen wir von klein an auf und entwickeln eine ganz besondere Beziehung zu ihnen. Und da ist es auch egal, ob Hase, Schwein oder Kuh, jedes noch so kleine oder große Tier ist bei uns willkommen.

Doch an so einem Bauernhof kann man nicht immer nur Tiere aufnehmen, willkommen heißen oder das Leben schenken. Auch der Abschied gehört dazu. So ist es immer wieder ein aufregendes Ereignis, wenn es zu Auktionen oder Versteigerungen geht. In diesem Jahr wurde daraus ein ganz besonderes Ereignis.

Es war im September und mein Mann Matthias fuhr mit unserem Hengst-Fohlen nach Maishofen, in der Hoffnung, als Zuchthengst ausgewählt zu werden.

Doch es kam alles ganz anders. Ersteigert hat Vulkan dann letztendlich Annrei, der Hengst kommt nach England. Doch diese Geschichte, warum sie extra nach Maishofen kam, wird Annrei selbst erzählen.

„Über Vulkan und michANNREI

Mein Name ist Annrei, ich arbeite als Führungskräftetrainer, Mediator und bin Musikerin. 

Durch einen Newsletter von „Animal spirit“, einer Tierhilfsschutzorganisation, war ich auf Maishofen als Auktionsort aufmerksam geworden. Ich fand die Unterkünfte und Begegnungen mit den zu versteigernden Pferden dort vorbildlich, und hatte also Zeit, mich auf die Tiere vor Ort einzulassen – jedes betrachtete ich und ersuchte Kontakt. Alle Pferde reagieren unterschiedlich. Drei mochte ich, das eine wäre allerdings nicht folgsam gewesen, das zweite hatte kein besonderes Interesse am Menschen als Partner, nur das -tatsächlich!- allerletzte, in einer zweiten Stallhälfte, ein sehr hübscher Junghengst, lies sich vertrauend auf mich ein. Ich bat darum, es halten zu dürfen, und es folgte mir ohne Misstrauen. Erstaunlich, fand ich. Ein so junges Tier, das sich auf mich einlassen kann, und Führung akzeptiert. Im Besonderen hatte das Pferd die Eigenschaft, sich ranghöher zu positionieren, und dennoch die Bedürfnisse des Gegenübers als leitend zu akzeptieren. Das ist eine Weisheit, die ich in Firmen zu unterrichten versuche. – So kam es jedenfalls, dass ich, ganz gegen meinen vorherigen Plan, mich als Mitbietender in die Auktion setzte und Vulkan ersteigerte. 

Sein Besitzer bot an, die kommende Nacht beim Zittrauerhof statt in der Schänke vor Ort zu verbringen – und von dort den Transport des jungen Tieres zu organisieren.  Also machte ich mich nützlich, so gut ich konnte, half bei der Apfelernte, pflegte das Pferdegeschirr und war eingeladen, die Mahlzeiten mit der aufgeschlossenen Familie zu teilen.  ..Vulkan ist nun in Bergisch Gladbach, und in ein paar Monaten wird er nach England kommen, mir immer „vor der Haustüre“ stehen, sodass ich ihn im täglichen Umgang zum Therapiepferd ausbilden kann.“

Und so nimmt nicht nur Vulkans neues Leben seinen neuen Lauf. Jedes Jahr finden mehrere Tiere unseres Hofes ein neues Zuhause und es ist für uns immer schön, eine Email oder Fotos zu bekommen, wie es den Tieren geht.

Eure Bäuerin Katharina

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