Nachwuchs im Kinderstall

Wir haben lange drauf gewartet und die ganze Zeit drauf gehofft, dass alles gut geht! Und nun ist es endlich soweit. Gestern wurde unsere liebe Molly zum ersten Mal Mama!

29.2. 2016 schaf molly nachwuchs
Molly und ihr kleines Lämmchen geniessen die Stunden zu zweit.

Für die, die Molly noch nicht kennen: Sie ist unser zuckersüßes Brillenschaf. Brillenschafe gehören zu den gefährdeten Schafrassen, obwohl sie sehr viele Vorzüge haben, da sie sehr robust und anspruchslos sind. Erkennen tut man Brillenschafe an den typischen Ringen um die Augen und den Schlappohren. Mit ihrer ruhigen und gemütlichen Art lässt Molly jedes Herz höher schlagen. Ob bei Gästen oder Hofbewohnern. Ganz egal, wir haben sie einfach so lieb.

2015-09 Jacky Jaqueline (9 mit Molly.jpg

Letztes Jahr im Oktober brachten wir Molly zum Jura-Widder am Biohof Maurachgut meiner Schwester, in der Hoffnung, dass es 5 Monate später Nachwuchs gibt. Und auch der Herr Papa hat als Eigenschaft eine robuste und widerstandsfähige Art.

Während den fünf Monaten Tragezeit musste Molly allerdings nicht einfach nur im Stall stehen und sich ausruhen. Sie wurde ganz viel von unseren Gästekindern spazieren geführt und ordentlich gepflegt. Einer werdenden Mama soll es ja auch gut gehen :-)) Die „Schwangerschaftsgymnastik“ hat ihr offensichtlich gut getan.

Gestern war es soweit. Und damit alles in Ruhe ablaufen konnte und niemand Molly bei der Geburt stört, hat sich Opa Hias immer wieder vor der Kinderstall-Tür hingestellt und erstmals Ruhe angeordnet.

Diese Fotos wurden kurz nach der Geburt gemacht – einfach liab oder ?

IMG_5439

IMG_5441 Jetzt haben wir zwar ein so schönes Lamm, aber noch keinen Namen…
Vielleicht hat ja jemand eine Idee! Über kreative Ideen an info@gasteinurlaub.com oder per Facebook würden wir uns sehr freuen! Es sollte, gleich wie die Mama mit M beginnen und für ein Weibchen passen. Maja oder Mimi sind schon mal deponiert 🙂

Eure Bäuerin Katharina

Advertisements

Olga´s neue Heimat

Seit vielen Jahrzehnten werden am Zittrauerhof Noriker Pferde gezüchtet. Die Noriker werden zwar nicht mehr wie früher für die Heuernte und Waldarbeiten eingesetzt, trotzdem ist es wichtig, dass man von klein auf – wie bei allen anderen Tieren auch – sich mit ihnen abgibt, sie erzieht und trainiert.

olga nah - Bauernhaus
Olga liebt es im Schnee zu laufen

Olga – eine schöne, bald 7jährige Noriker Rappstute, haben wir im Jänner verkauft und eine richtige Pferdeliebhaberin für sie gefunden. Besonders freuen sich die neuen Besitzer auf das Fohlen, welches im Frühling geboren wird.

olga bei felsen

Gerne möchten wir über Olgas neue Heimat erzählen. Mein Mann hat die Stute persönlich zu Margit Ripper nach Stuhlfelden gebracht und Opa war natürlich auch mit bei der Verladung – er liebt ja die Noriker ganz besonders.

olga mit Hias vor dem Wegfahren

Margit Ripper hat uns ein bisschen was über sich und Ihr Bauernhof-Leben erzählt:

Rudi und ich sind seit 15 Jahren ein Paar und seit 2004 verheiratet, wir haben zwei Mädels. Ich bin seit Kindertagen ein Pferdenarr, bereits als Kinder hatten wir das erste Pony, als ich älter wurde folgte das erste Reitpferd. Durch einen tragischen Unfall ist mein Vater ums Leben gekommen, das Pferd wurde leider verkauft. Als ich dann meinen Mann kennen gelernt habe, kaufte ich mir sofort wieder ein Pferd und habe es bei ihm eingestellt. Dieses Pferd gibt es heute noch und ist ein treuer Begleiter von mir geworden. Ich stamme von einem kleinen Bergbauernhof und lernte Rudi beim Praktikum zu meinem Facharbeiter kennen. Er hat bereits mit 17 Jahren seinen elterlichen Hof übernommen, da sein Vater verstarb. Bis Anfang der 90 er Jahre hatten Rudis Eltern immer 2  Noriker Rotfuchsen, die zur Heuernte eingesetzt wurden. Da der Bauernhof in Zone 3 liegt, es wurde Mist mit den Pferden ausgebracht…..Also haben wir beide einen starken Bezug zu den Pferden.

Seit 20 Jahren ist der Unterhaslachhof Spitzname „Jaggeihof“ Mitglied des Rinderzuchtverbandes und ein Milchviehbetrieb. Derzeit werden 12 Kühe gemolken und auch Kalbinnen aufgezogen. Wir sind ein Biobetrieb mit Hühnern, Hund, Hasen…..Seit 2 Jahren bin ich Betriebsführerin, vorher Krankenschwester, und mein Mann geht Vollzeit arbeiten. Mit meinem Traberpferd reite ich sooft wie möglich, auch meine beiden Mädels reiten. Das Reiten ist auch ihre große Leidenschaft geworden.

Olga 2015 (8)

Ein Norikerpferd ist seit Jahren ein großer Wunsch von mir und ich habe lange danach gesucht. Ich hoffe, dass sich Olga gut an uns gewöhnt. Mein Mann hat für sie noch eine große Box gebaut. Und alles weitere wird die Zeit bringen, mein Bestreben ist es, Olga zu reiten und mich mit ihr zu beschäftigen. Man merkt, dass sie gerne im Freien ist.

ausblick vom Hof ripper
Ausblick von unserem Bauernhof

In der Früh kann sie es kaum erwarten, bis ich ihr die Türe öffne und sie in den Auslauf kann. Auf jeden Fall hat sie einen guten Platz bekommen, wo sich die ganze Familie um sie kümmert. Im Sommer kommt sie dann mit den anderen Tieren auf die Alm und im Herbst solange wie möglich auf die Weide.

Wir sind sehr froh, ein so schönes zu Hause für unsere liebe Olga gefunden zu haben und freuen uns schon auf weitere Geschichten aus ihrer neuen Heimat!

Eure Bäuerin Katharina

Traditionen leben

Jedes Jahr im Februar ist ein ganz besonderer Moment für die Bauernhöfe in unserer Gegend. Und so findet auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Lichtmess mit allen zugehörigen Bräuchen statt. An Mariä Lichtmess verschwinden alle Zeichen von Weihnachten aus den Wohnungen und Häusern und kündigen den Frühling an. Zu diesem Anlass findet auch in unserer schönen Kirche heute um 19 Uhr am 02.02.2016 ein schöner Fest-Gottesdienst statt. Es ist auch ein „Feiertag“ in der Bauernschaft und man kocht an diesem Tag was besonders Gutes und arbeitet an diesem Tag ein bisschen weniger 🙂

Und so war es früher so, dass an diesem besonderen Tag alle Mägde und Knechte die Höfe wechselten und ihre Arbeit an einem neuen Ort begannen oder blieben. Und um diesen Umzug und Neubeginn zu feiern, kam es zu den heute bekannten „Schlenkerfahrten“ wie im Großarltal, die ebenfalls schon Tradition geworden sind.

Schlenkerfahrt_2010_21
Schlenkerfahrt im Grossarltal

 

Es ziehen die Kutschen am Blasiustag durch die Landschaft und man widmet seine Gedanken und Gebete auch an lieb gewordene „Mitarbeiter“. Und auch wir am Hof hatten einen Knecht, der uns allen im Herzen geblieben ist und bleiben wird. Er verbrachte mehrere Jahrzehnte hier am Zittrauerhof.

Unser lieber Willi war und ist ein ganz besonderer Mensch für uns und wir werden ihn immer in Gedenken halten so wie viele Gäste von uns auch.

neu willi1
unvergessen – sein Lachen, sein Fleiß und seine Herzlichkeit