Der Mond hat es in sich ….

Im Frühling sind die Bauern und Bäuerinnen mit Arbeit eingedeckt und es kehrt wieder richtig Leben auf dem Hof ein. Im Haus, im Aussenbereich, auf den Feldern sowie im Garten gibt es allerhand zu tun. Dennoch ist es eine Freude, wieder mehr in der Natur zu sein, die Vögel zu hören, die vielen Traktoren und Landmaschinen auf den Straßen und Feldern zu sehen. Ein Zeichen, dass die Landwirtschaft lebt und mit Begeisterung ihre Arbeit verrichten.

Der Mond spielt bei vielen Arbeiten in der Landwirtschaft eine Rolle. Da wir gerade abnehmenden Mond hatten, möchte ich euch kurz erzählen, was wir bei uns am Zittrauerhof stets bei abnehmenden Mond machen: Der Schmied kommt ins Haus und richtet den Pferden die Hufe und auch die Kühe erhalten ihre Pediküre. Aber nicht nur Kühe und Pferde wollen mit einem schönen Äußeren in den Frühling starten.

IMG_6051Auch die Kleintiere wie Ponys, unsere Eselin Angelina und unser Neuzuwachs der Ponyhengst wollen schön gemacht werden. Die Späne, die dadurch entstehen, verwerte ich dann im Garten als Dünger.IMG_6012

Im Frühling bringt man auch die Gülle oder den Mist aus, ideal auch bei abnehmenden Mond, denn dann soll es besser in die Erde gehen. So wurde es über Jahrzehnte von Generation zu Generation weitergegeben. Wenn man Zeit hat und das Wetter passt, richtet man sich auch das Mistbeet im Garten und setzt den ersten Salat.

Am Feld ist das Säubern unbedingt nötig, man geht mit der Scheibtruhe oder wenn es große Felder sind, mit dem Traktor auf die Wiese und hebt alles auf, was nichts auf einer Wiese zu suchen hat. Man glaubt einfach nicht, welche Abfälle in die Wiesen geworfen werden: Dosen, Plastik, Glasscherben, Hundesackerl …  Dass dies eine Gefahr für die Tiere darstellt, ist vielen nicht bewusst.

Um die Zäune auf der Alm und am Hof machen zu können, braucht man jedes Jahr viele Lärchenstempel. Wir kaufen das Lärchenholz und es macht sehr viel Arbeit diese anschließend mit der Maschine zu spitzen und schön aufzuschlichten. Kommen die Männer mit dem Arbeitsgewand dann zum Mittagessen, riecht die ganze Küche bei dieser Arbeit nach frischem Holz – ich liebe diesen Geruch.IMG_6015

Bei abnehmenden Mond sollte man auch die Sträucher und Apfelbäume schneiden, damit sie schön austreiben und sie richtig wachsen können. Plant man ein Hochbeet, oder will es wieder aufschütten, kann man die Äste super dafür verwenden.

Trotz der vielen Arbeit ist es wichtig, dass man ab und zu auch sich einfach hinsetzt und sieht, welche Wunder die Natur bietet und in welchem Paradies wir leben dürfen.

Ich wünsche euch viel Spaß und wenn ihr demnächst einen Bauer überholt, der gerade Mist liefert oder Gülle, dann rümpft nicht die Nase, denn ohne diese Fahrten werden die Wiesen in den kommenden Monaten nicht in einem so satten Grün strahlen.

Eure Bäuerin Katharina

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