Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

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Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina

 

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Endlich mal offline …

Heute möchte ich über eine Freundin von mir erzählen, die meinen Schwiegervater letztes Jahr für ein paar Wochen auf der Alm unterstützt hat.  Sie ist Profi-Musikerin in Düsseldorf, ein besonders liebenswerter Mensch – bodenständig, herzlich, naturverbunden – letzten Sommer hat sie dann die Liebe zum Almleben entdeckt. Ihre Eindrücke möchte ich gerne teilen, weil sie vieles widerspiegelt, warum eine Alm einem so viel fürs Herz geben kann, auch wenn es arbeitsintensiv ist. Viel Spaß beim Lesen. Katharina 

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Meine Auszeit auf der Alm

Nach unglaublich turbulenten, lauten und kommunikationsintensiven Wochen in meinem Großstadtleben sehnte ich mich nach frischer Landluft, Stille und einem atemberaubend weiten Blick über die Berge. Einsamkeit spüren und mir die Welt einmal von oben anzuschauen, so mein Plan…

Ich hatte das große Glück, in diesem Sommer ein paar Wochen mit Hias, dem Almöhi und Nelli dem Hütehund, auf der auf 1872 Höhenmetern gelegenen Zittraueralm zu Leben und vor allem auch zu arbeiten.

Ein Almaufenthalt ist definitiv nichts für Langschläfer oder Morgenmuffel, denn der arbeitsreiche Tag beginnt mit dem Aufgehen der Sonne und einer kurzen Katzenwäsche am Brunnen in aller Frühe.

Da Hias die Stallarbeiten alleine verrichtet hat, war ich am Morgen nach dem meist gemeinsamen Reintreiben der Kühe für den reibungslosen Ablauf des Haushaltes verantwortlich: Holz holen, Anfeuern zum Wärmen der Stube und zum Erhitzen des Wassers, Säubern der urigen Hütte, Blumen gießen und anschließendes Bereiten des Frühstückes waren meine ersten Aufgaben des Tages.

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit selbst gefertigten Produkten wie Schinken, verschiedenen Marmeladen, selbst gebackenem Brot und auf dem Holzofen gebrühtem Filterkaffee, standen je nach Wetterlage unterschiedliche Aufgaben an wie: Holzhacken, Kräutersammeln, Schwenden  … bis dann am Nachmittag die Tiere zum Melken erneut vom Berg zur Hütte getrieben werden mussten.

Während Hias die Tiere im Stall versorgte, bereitete ich nach erneutem Anfeuern ein Abendessen, das wir oft müde, aber mit großem Appetit genüsslich verspeisten.

So früh wie ein Tag auf einer Almhütte beginnt, so früh endet er meist auch. Von frischer Luft, Sonne und viel körperlicher Arbeit erschöpft, schläft man früh am Abend seelenruhig ein.

Für mich war der Aufenthalt auf der Zittraueralm genau richtig: keine Angst vor Einsamkeit, Mückenstichen, matschigen Klamotten, dem ein oder anderen Splitter vom Holzhacken oder einer Blase am Fuß vom zu engen Bergschuh und sehnend nach Menschenleere, Ruhe und Entschleunigung im zauberhaft schönen Bergidyll – einfach herrlich.

 

Opa Hias ist spitze !

Heute will ich euch mal wieder ein Mitglieder des Zittrauerhofs vorstellen. Es geht um „Opa Hias“, meinen Schwiegervater. Früher selbst der Besitzer des Hofes unterstützt er uns heute immer noch, wo er kann. Er ist mit Herzblut Bauer, Alm-Öhi und Opa und lebt für die Arbeit am Hof.

Aber diesmal soll es nicht um „Opa und die Arbeit gehen“. Denn viel wichtiger ist „Opa und seine Enkel„, denn jeder hier am Hof kennt das Bild, wenn Hias von seinen Enkeln umzingelt oder begleitet wird.

Für unsere Kinder und Neffen ist Hias nicht einfach nur ein Opa, er ist ein guter Wegbegleiter und Lehrmeister. Er bringt ihnen das Leben früher und heute am Hof näher und ist für sie da, wenn sie Freude oder Sorgen haben oder einfach nur mal mitteilungsbedürftig sind.
Wenn er erzählt oder erklärt, kann man neugierige Kinderaugen beobachten. Irgendwie ist er ja auch ein Lehrer. Von ihm erfahren die Kinder, wie viele Arbeiten am Hof oder der Alm verrichtet werden oder was man beachten muss, damit es allen Tieren am Hof gut und keine Maschine kaputt geht.

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Seine Enkel verbringen so gerne Zeit mit ihrem Opa Hias, egal ob Kartenspielen, Hofarbeit oder einfach nur rumalbern, doch ganz besonders freut sich jedes der Kinder auf die gemeinsame Zeit auf der Alm. Wenn Opa Hias die Sommermonate auf der Alm verbringt, darf jedes der Enkelkinder mal bei ihm schlafen und natürlich mithelfen. Doch diese Zeit erfordert auch ein wenig Planung, bevor alles losgeht. Denn auch wenn alle Kinder gerne gemeinsam auf der Alm sein würden, geht es der Reihe nach, sodass Opa Hias immer eine helfende Hand zur Seite hat und nicht zuviele Kinder auf einmal oben sind. Jedes Kind weiß genau, wann was zu tun ist. Und auch wenn Opa sehr streng sein kann, ist die Zeit mit ihm immer etwas Besonderes und wird in den Köpfen der Kinder bleiben.

Hias hat das Herz am rechten Fleck und macht besonders den Kindern mit unerwarteten Geschenken eine sehr große Freude …. Und ab und an passiert es dann, dass seine Enkel als Dank oder Aufmerksamkeit einen Esel geschenkt bekommen oder auf einmal ein Kindermoped auf dem Hof steht oder er ein paar Fußball-Pickerl mit heimbringt. Denn seine Enkel sind für ihn das Größte, genau wie er für seine Enkel.

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Zeit für ein gutes Gebäck!

Wenn das Wetter regnerisch ist, hab ich ein bisschen mehr Zeit, mehr zu backen. Besonders gerne mag unsere Familie die Laugenstangerl – ideal als süßes und saures Gebäck und gar nicht schwer.

Die unten angeführte Menge reicht für ca. 25 Stück

1000 g Weizenmehl
2 Würfel Germ
80 g Butter (weich)
500 ml Wasser
2 Esslöffel Zucker
2 Teelöffel Salz

Für die Lauge

1 lt. Wasser
2 Esslöffel Natron

Zubereitung

Alle Zutaten in die Schüssel geben, zu einem schönen Teig verarbeiten, länger durchkneten (je länger geknetet, desto feiner wird der Teig), mit Mehl bestreuen und an einem warmen Ort gehen lassen.IMG_6353
Anschließend runde Knödel formen und daraus Stangerl oder Knöpfe oder Brezen oder Fußbälle machen. Und nochmals 15 min rasten lassen.

Mit wenig Mehl am Brett Teig formen, dann sieht man die Lauge besser beim Gebäck. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron (1 Packung , bzw. 2 Esslöffel) kurz aufkochen und ein bisschen abkühlen lassen. Das Gebäck auf beiden Seiten kurz in die Laugenflüssigkeit eintauchen und auf das vorbereitete Blech bei 200 Grad ca. 20 min backen. Die Lauge kann ein weiteres Mal verwendet werden, hält im Kühlschrank einige Tage. Unbedingt auf das Blech ein Backpapier auflegen, dass die Lauge nicht das Blech angreift.
Besonders gerne mach ich Fußbälle bzw. Blumenformen – hier nimmt man den Apfelspalter, taucht ihn kurz ins Mehl (ganz wenig) und sticht einmal in den Teig, dreht den runden Teig dann um, sodaß die Apfelteiler-Seite unten ist. Erst beim Raufgeben aufs Blech bzw. in die Lauge, dreht man das Gebäck um.
Bei 200 Grad ca. 20-30 min backen. Auf ein Blechgitter rausgeben, wenn es eine schöne Farbe erhält und auskühlen lassen.IMG_6352
Guten Appetit. Dazu ein frischer Topfenaufstrich mit Schnittlauch, das schmeckt herrlich !

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Wochenende.

Eure Bäuerin Katharina

jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

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Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .

Die unscheinbare Heilpflanze – die auf jedem Bauernhof reichlich zu finden ist.

Viele ärgern sich über die Brennessel und wollen sie im Garten oder in Haus-Nähe gar nicht gerne betrachten. Resi und ich haben eine Freude damit und verwerten sie. Resi Schafflinger vom Streitberggut in Gastein hat wieder einen ganz tollen Bericht geschrieben mit vielen nützlichen Tipps und Rezepten rund um die Brennessel. Viel Spaß beim Lesen.

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Die Brennessel  große ( Urtica dioica ) kleine ( Urtica  urens  ) gehört zu den  Brennesselgewächsen

( Familie der Urticacea ). Beide werden arzneilich genutzt.

Sie wird  50 – 150cm hoch und hat einen winterharten Wurzelstock. Sät sich selbst aus, Vermehrung  durch Wurzelstock. Die Blätter sind länglich und an den Rändern grob gesägt. Die ganze Pflanze ist mit Brennhaaren überzogen,  Ihre grünlich – weißen Blüten hängen in kleinen Rispen.

Die Blütezeit ist von Juni bis September.  Die Brennessel wächst bevorzugt in der Nähe menschlicher Behausung in Gärten, an Zäunen, Gräbenrändern,  auf Schuttplätzen und Ödland.

Die Brennessel ist eine Zeigerpflanze. Wo sie besonders üppig wächst ist ein besonders nährstoffreicher Boden.

Sammelzeit : Junge Blätter von März bis Oktober, Wurzel von Frühjahr bis Herbst

Verwendetet Teile : Blätter, Samen und Wurzel

Inhaltsstoffe : Kieselsäure, Gerbstoffe, Histamin, Ameisensäure, Essigsäure, Kaffeesäuren,       Magnesium, Eisen, Kalium, Silicium, Natrium, Chlorophylle , Karotinoide, Vitamin B, Enzyme  Eigenschaften:  hautreizend, blutbildend, stoffwechselanregend, blutdrucksenkend, schleimlösend, wassertreibend, stärkend, blutreinigend, cholesteinsenkend

Konservieren / Aufbewahren: Ganze Pflanze abschneiden, bündeln und kopfüber im Halbschatten trocknen, die Blätter abstreifen und in Stoff- oder Papiersäckchen aufbewahren, Wurzeln – säubern- zerkleinern –sehr gut  trocknen- in Gläsern aufbewahren – Samen ernten trocknen – in Gläsern aufbewahren

Die Brennessel wird zu Unrecht aufgrund der schmerzhafte Brennhaare als Unkraut gesehen. Was viele nicht wissen, es handelt sich hierbei um eine altbewährte und sehr vielseitig einsetzbare Heilpflanze sowie universell einsetzbar :

Als Arzneimittel in vielen Variationen : Tee, Tinkturen, Öle….

In der Küche : Aufgrund der oben genannten Inhaltsstoffe ein wertvolles Geschenk der Natur.

Zahlreiche Gerichte mit Brennessel  bringen Abwechslung  und gesundes Essen auf den Tisch.

Brennhaare werden vernichtet, wenn man das Kraut zwischen zwei feuchten Tüchern walkt oder kurz überbrüht, bzw. sehr klein hackt

Futterzusatz für Tiere:  Pferde, Kühe, Hühner, Hund und Katz

Körperpflege :  Bäder und Dampfbäder, Haarpflege

Düngemittel und gegen Blattläuse: Brennesseljauche in verschiedener Beschaffenheit

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die kostbaren Brennessel-Samen

Damit Sie diese tolle Pflanze auch nutzen, ein paar Anregungen

Gesichtsdampfbad : Gut bei Akne und großporiger Haut

5 Eßlöffel Brennesselkraut mit 1 Liter heißes Wasser aufgießen und 10 Minuten ein Dampfbad genießen , leicht trockentupfen

Tintur gegen Schuppen: In die Kopfhaut einmassieren

250g Brennessel klein geschnitten mit 500ml Alkohol  bis 60%vol übergießen und 2 Wochen

ziehen – zwischendurch schütteln- filtern und in dunkle Flaschen abfüllen

 

Kulinarisch :

Brennessel  Chips  als Nascherei  oder Beilage

Brennesselblätter, je nach Bedarf mit dem Nudelholz walken, durch den hausüblichen Palatschinkenteig ziehen und in Fett ausbacken,  auf Küchenkrepp abtropfen und genießen.

Brennelessel  Fritatten  gesunde Suppeneinlage

Zum restlichen Palatschinkenteig fein gekackte Brennessel  dazugeben , dünne Palatschinken machen und wie gewohnt schneiden.

Brennesselsamen  ins Müsli, in Aufstriche, auf Salate oder In Teige einarbeiten ergibt wertvolle Gerichte für die ganze Familie

 

Zum Schluß wünsch ich noch viel Spaß  beim Ausprobieren  und dass niemand in einen Brennesselhaufen  fällt, das kann eine schlaflose Nacht geben – spreche aus Erfahrung

Resi Schafflinger

klein, aber oho !

Vor ein paar Monaten haben wir den schönen Shetland-Tigerhengst vom Zuchtbetrieb Rupert Schartner aus St. Johann-Alpendorf gekauft. Amigo – wir haben den Namen beibehalten, hat ein Stockmaß von 1 m und ist 5 Jahre alt. Unsere Stuten waren anfangs ein wenig unruhig, als Amigo auch aus einer Box rausschaute und wieherte, aber inzwischen haben sie sich ein bißchen an die neue Situation gewöhnt.

hias mit Pferden

Für jene, die keine Pferde halten, stellt sich wohl die Frage. Wozu braucht man einen Hengst auf einem Bauernhof, wenn es Hengststationen gibt? Derzeit haben wir zwei Noriker-Zuchtstuten, die zu belegen sind. Dabei erweist es sich als praktisch und zeitsparend, denn mit Hilfe von Amigo kann die Rosse schneller festgestellt werden. Sonst müsste man jedes Mal mit der Stute zum Norikerhengst fahren und das ist doch ein ziemlicher Zeitaufwand. So fahren wir nur dann zum Deckhengst, wenn die Pferde in der Rosse sind und belegt werden können.

Außerdem wird Amigo ab und an jetzt Damenbesuch bekommen, seit ein paar Tagen ist die erste Shetlandponystute bei ihm und wenn das Fohlen von Kria, unserer Islandstute, etwas grösser ist, kommt Amigo auch zu ihnen auf die Weide.

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Heute haben wir auch die Norikerstuten das erste Mal auf die Weide gebracht und hoffen, dass nicht wieder ein Schneefall bis ins Tal für Änderungen sorgt.

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Einen schönen ersten Mal und liebe Grüße vom Zittrauerhof

Bäuerin Katharina