Lavendelduft liegt in der Luft …

Passend zum Sommer hab ich heute ein schönes Rezept für all jene, die die blumige Note des Lavendels lieben. Der Lavendelsirup eignet sich besonders gut zum Aufpritzen mit kühlem Mineralwasser, Sekt oder Weißwein. Viel Spass beim Nachmachen und gutes Gelingen ! Für den Sirup kann man je nach Geschmack bzw. Jahreszeit frische oder getrocknete Blüten des Lavendels verwenden.

Man benötigt: (am besten gleich mehrfache Masse machen) 
200 g Zucker
150 ml Wasser
3 EL Zitronensaft (oder ein bisschen Zitronensäure)
2 EL Lavendel, getrocknet oder frisch:

Zubereitung:

Zucker, Wasser und Zitronensaft unter Rühren in einem Topf erhitzen
5 Minuten leicht köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen und die Lavendelblüten unterrühren. Topf luftdicht mit Folie abschließen und 3 Tage ziehen lassen, bei getrocknetem Lavendel reichen einige Stunden.

Nach 3 Tagen abseihen und in saubere gut ausgespülte Schraubflaschen oder im Backrohr desinfizierte Flaschen abfüllen. Den fertigen Lavendelsirup kühl lagern.
Schmeckt ganz toll zu Sekt und über Eis! Köstlich!

 

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Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen !

Eure Bäuerin Katharina

 

 

 

 

 

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i bin die neue Sennerin ..

In den letzten Bauernhofgeschichten hab ich schon über Opa Hias, meinen Schwiegervater, berichtet, der mit Leib und Seele ein Senner ist. Viel Arbeit, Fleiß und Liebe zur Almarbeit stecken dahinter. Dieses Jahr wird die Zittraueralm erstmals wieder bewirtschaftet – Nicole aus Tirol ist für den Ausschank der Gäste zuständig und geht Hias bei der täglichen Arbeit tatkräftig zur Hand.

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Mein Schwiegervater Hias und Nicole

Eine besondere Attraktion sind ihre Ziegen, die sie mit auf die Alm genommen hat. In den nächsten Zeilen möchte sich Nicole vorstellen und ein bisschen was über sich, ihre Liebe zur Alm und zur Arbeit auf den Bergen erzählen.

Als älteste von 5 Kindern auf einem Bergbauernhof (1600m) in Tirol am Kaunerberg geboren, mussten wir schon früh am Hof mithelfen. Bei uns wurde bis vor ca. 10 Jahren noch viel von Hand erledigt – Heuernte, Holzarbeit und noch so einiges mehr. Wir haben unsere drei Kühe im Sommer immer auf die Alm getrieben und mein Vater und ich besuchten sie fast jeden Sonntag, um sie zu salzen und den Käse und die Butter abzuholen. Diese Almzeit hat mich geprägt und mir ist die Liebe zur Sennerei geblieben. 2008 ging ich das erste Mal im Verwall als Sennerin auf die Alm. Zu zweit haben wir 56 Kühe gemolken – es war anstrengend, aber unvergeßlich. Dort lernte ich auch meinen jetzigen Freund kennen. Wir leben nun gemeinsam in Adnet bei Hallein und bewirtschaften einen Bauernhof. Die letzten zwei Almsommer war ich nach 11jähriger Pause wieder in den Höhen – auf der Seiser Alm in Südtirol. Dort gab es 20 Kühe und 30 Ziegen… Apropos ZIEGEN – die haben es mir so angetan, dass ich mir im Herbst  eine kleine Herde Pinzgauer Goaß mit Ziegenbock Bertl gekauft habe. Wenn alles klappt, wird es in diesem Hochsommer Nachwuchs geben auf der Alm geben 🙂

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Ziegenbock Bertl
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Eintracht zwischen den Kühen und Ziegen

Die Zittraueralm kenne ich durch unsere zwei Pferde (Mohrenköpfe), welche seit 10 Jahren zur Sommerfrische auf die Zittraueralm kommen. Seit Mitte Juni bin ich nun Sennerin auf der Zittraueralm und es gefällt mir sehr gut. Es ist fast wie zuhause und lässt auch das manchmal aufkommende Heimweh schnell wieder verschwinden ! Nicht nur meine Ziegenherde begleitet mich am Berg, sondern auch meinen lieben Hund Maxi durfte ich mitnehmen.

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Maxi und Nelly verstehen sich gut

Ich liebe das Almleben, das gemeinsame Melken der Kühe, die Ruhe der Almabende und das Plätschern des Brunnens. Auch wenn der Tag früh beginnt, ist das Melken  eine der schönsten Tätigkeiten auf der Alm. Ein ganz persönliches Highlight ist für mich die Pflanzenvielfalt direkt vor der (Alm-)Haustür. So hat man alles da, was man für leckere Schmankerl aus der Küche braucht. Ich serviere auf der Alm nur einfache Sachen, die eben typisch für eine schöne, alte urige Hütte sind. So entstehen in der Küche der Almhütte Joghurt mit frischen Beeren, Topfen, Sauermilch und Frischkäse mit Kräutern. Ganz nach dem Motto:  Gutes von der Alm auf der Alm. Ich lege Wert darauf, dass die Produkte direkt vom Bauern kommen und richte alles so her, wie ich es gerne bekommen möchte.

An meinem eigenen Hof möchte ich in Zukunft gerne eine Hofkäserei errichten, in welcher ich aus Ziegen- und Kuhmilch frischen handgefertigten Käse produziere.

Ich freue mich über den ein oder anderen interessierten Leser, welcher den Weg zu Hias und mir auf die Alm findet. Alles Liebe,

eure Nicole von der Zittraueralm.

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Kuschelfaktor

Heute gibt es mal wieder etwas aus unserem Kinderstall am Zittrauerhof zu berichten. Denn unsere Nachwuchs-Saison ist noch nicht vorbei.

In diesen Wochen wurde unsere liebe Schneeflocke zum ersten Mal in ihrem Hasenleben stolze Mama. Anfangs noch ein wenig überfordert, hat sie sich in den letzten Tagen daran gewöhnt, vier kleine Wollknäuel um sich zu haben und diese zu pflegen. Die anfängliche Fotoscheu und die Angst um alles herum hat sie nun auch schon überwunden und wir konnten unsern Nachwuchs begutachten!DSCN5784

Doch wie ist das eigentlich mit diesem Nachwuchs bei Hasen?
Wenn man bemerkt, dass eine Häsin schwanger ist, dauert es meist nicht lang, bis die Geburt ins Haus steht, denn bereits nach 28 – 30 Tagen Schwangerschaft wollen die Kleinen das Licht der Welt erblicken. Meist merkt man den tatsächlichen Geburtstermin erst, wenn die Häsin anfängt ihr Nest zu bauen. Ja, richtig gelesen: ihr Nest! Nein, wir reden nicht von Vögeln, auch andere Tiere bauen sich Nester. Ein solches Nest wird aus Heu und Stroh zusammengebaut und anschließend von der werdenden Mutter mit Fell gepolstert, welches sie sich ausrupft. Die Kleinen sollen es ja schön warm und kuschlig haben!

Bei der Geburt ist der Nachwuchs nackt, blind und taub, weswegen sie versteckt und gut geschützt die ersten Tage in ihrem Nest verbringen. Nach vier Tagen bildet sich ein dünnes Fell und nach 9 – 14 Tagen öffnen sich die kleinen Augen. Wichtig ist, dass sie erst berührt und gestreichelt werden, wenn die Kleinen selbst das Nest verlassen. Werden sie noch im Nest berührt, so kann es passieren, dass sie die Hasenmama nicht mehr säugt, weil sie den fremden Geruch bemerkt und das bedeutet den Tod für die Kleinen.

Wir freuen uns schon sehr, wenn unser Nachwuchs bald über die Wiesen hoppeln kann und besonders unsere kleinsten Gäste erfreut!

Eure Bäuerin Katharina