Maulwurf-Torte

Heute ist es mal wieder Zeit für ein neues Rezept. Ich habe dieses Rezept aus zwei Gründen besonders gern: 1. Schmeckt diese Torte einfach unglaublich lecker und 2. habe ich es von Ursula, einer Freundin aus Deutschland, die das Gasteinertal in den letzten Jahren sehr liebgewonnen hat, bekommen.

250 g Margarine oder Butter
250 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
6 Eier
100 g Mehl
1 Packung Backpulver ( die kleine mit einigen wenigen Gramm für „normale“ Haushalte)
25 g Speisestärke Maizena
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Schokolade ( ich schmelze sie immer einfach auf dem Herd, geht einfacher)

Alle Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten (Eier mit Zucker flaumig rühren, Vanillezucker dazu, Maizena, Nüsse, Schoko und zum Schluß löfelweise das Mehl und Backpulver) und bei 175 Grad Umluft 50 Minuten backen. Die Tortenform einfetten und mit Brösel oder Mehl einstauben.

Torte erkalten lassen, dann aushöhlen (also Rand und Boden stehen lassen und alles andere mit einem Löffel rausschaben). Den weggenommenen Teig mit den Händen zerkrümeln. Eine Tasse Brösel beiseite stellen.

3 Becher Schlagobers (Sahne) mit 2 Packungen Sahnesteif steif schlagen und mit Bröseln und 2 Esslöffel Kakao vermengen. (Statt Schlagobers kann man auch 1-2 Quimic und 1 x Becher 250 ml Sahne nehmen),

Masse in ausgehöhlten Kuchen geben und mit den beiseite gestellten Bröseln bedecken. Anschließend kalt stellen! Vor dem Servieren kann der Kuchen noch mit Puderzucker bestreut werden

Die Torte ist sehr saftig und bleibt mehrere Tage frisch. Sie wird sogar, wenn sie für einen Tag im Kühlschrank steht noch besser, weil sie gut durchziehen kann.

Gutes Gelingen und vor allem Guten Appetit !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

 

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Ostern steht vor der Tür

Wie fast jeder weiß, ist es bei uns und in vielen anderen Ländern Brauch und Tradition für das Osterfest Eier zu färben.

Und so kommt es, dass auch wir hier jedes Jahr aufs Neue an Gründonnerstag die Küche in eine Ostereier-Werkstatt verwandeln. Auf Bauernhöfen wird auch heute noch oft mit Kräutern gefärbt und auch wir führen diese Tradition weiter. Um das große Eierfärben zu beginnen, benötigt man: Kräuter (es eignen sich Kresse, Schlüsselblumen, Veilchen, Farne…) und wer möchte Faschings- oder Gummibänder, alte Strumpfhosen, Bänder, Schere, Gummihandschuhe, Farben, alte Dosen.

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Zuerst die Eier kochen – in lauwarmes Wasser geben, Schuss Essig dazu, dann gibt man die Eier rein. Dann 6 Minuten kochen lassen und mehrmals mit kaltem Wasser abschrecken. So springen weniger Eier und sie lassen sich später besser abschälen.

Dann nimmt man eine Strumpfhose und bindet sie auf einer Seite fest zu. Das Ei feucht machen und die Kräuter auf das Ei „aufkleben“, in die Strumpfhosen rein, fest zubinden und in die Farbe geben (1-2 Sackerl gute Farbe , Schuss Essig, heisses Wasser), je nach Belieben lässt man sie drinnen und holt sie dann mit einem alten Löffel raus. Die Strumpfhose mit Gummihandschuhen öffnen, die Eier heraus holen und mit Küchenpapier abtupfen. Anschließend legt man sie auf ein Eideggerl. Zum Schluss noch mit Speckschwarte einschmieren, damit sie schön glänzen.

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Die besonders schönen Ostereier nehmen wir für die Osterweihe am Sonntag. Für die Osterzeit machen wir auch besonders leckere Österliche Törtchen, das Rezept folgt morgen auf Facebook vom Zittrauerhof.

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Osterfest!
Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Wenn der Frühling kommt

Der ein oder andere mag vielleicht schon die Geräusche und die Gerüche des bäuerlichen Frühlings wahrgenommen haben, denn es scheint so, als würde der Frühling bald in seiner vollen Pracht Einzug halten im schönen Gasteinertal! Und so kommt es nun auch bei uns am Zittrauerhof, dass die Arbeit Tag für Tag draußen mehr wird und alles aus der Winterruhe erwacht (natürlich gibt es auch im Winter einiges zu tun, doch merkt man die zusätzliche Arbeit ab dem Frühling doch sehr 😉 ).

Und so fahren die Männer wieder vermehrt mit den Traktoren durch die Gegend, um die anstehenden Arbeiten auf den Feldern zu verrichten.

Wir hören oft, wie schön grün doch unsere Wiesen im Tal sind und so satt und saftig aussehen. Das finden wir auch! Aber wie es zu diesen schönen grün kommt, mag der ein oder anderen empfindlichen Nase nicht so gefallen… Denn im Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Gülle. Diese wird auf den Wiesen und Feldern verteilt, um den Boden zu düngen und so den satten Farbton grüner Wiesen zu erhalten. Dieser Frühlingsgeruch überzeugt zwar nicht jede Nase, ist aber doch sehr wichtig für unsere tägliche Hofarbeit!

Die Wiesen werden allerdings nicht nur gedüngt, um sie zu nähren, sondern auch Säuberungsarbeiten stehen an. Ist der Schnee geschmolzen, tauchen so einige Sachen auf den Wiesen auf. Neben Stöcken und Ästen, die der Wind hergetragen hat, findet sich auch einiges an Müll, Glasscherben, Hundesackerl und Plastik, die entfernt werden müssen! Eine mühsame und zeitaufwendige Arbeit, aber sie muss eben gemacht werden.

Und dann gibt es auch besonders schöne Frühjahrsarbeiten hier am Hof.  Viel Spaß habe ich dabei, die Beete umzustechen und die ersten Pflanzen zu setzen, damit der Duftgarten und die vielen Beete am Hof auch dieses Jahr wieder ihr buntes Kleid tragen können! Und wenn man dann eh schon um das Haus und den Garten herumwerkelt, kann auch gleich hier Ordnung geschaffen und Äste weggeräumt werden. Sind die Aufräum-, Pflanz- und Pflegearbeiten beendet, ist jetzt auch Zeit für das Dekorieren – gerade vor Ostern hat man danach schon große Sehnsucht.

Besonders im Stall zeigt der Frühling seine schönsten Momente. Denn sobald das Wetter schön ist, darf auch unser Nachwuchs das erste Mal die eigenen vier Wände verlassen und die große Welt draußen entdecken. Zeigen sich also die ersten Sonnenstrahlen bei frühlingshaften Temperaturen, sieht man unsere jüngsten Hofbewohner über die Felder turnen – in jedem Jahr wieder eine Freude!!!

Auch die Häsin Magret hat vor ein paar Tagen ihre Jungen bekommen und wir freuen uns schon, wenn die Kleinen rauskommen und sich zeigen werden. Über die nächsten Arbeiten im Frühling werde ich euch demnächst berichten.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof