Glücks-Schweinchen

Jedes Jahr am Silvestertag mache ich mit den Kindern die Glücks-Schweinchen aus Germteig – sie sind ein Teil von diesem Abend. Sie eignen sich nicht nur für den Neujahrstag, sondern auch für Kindergeburtstage oder als Frühstücksgebäck für einen Bauernhof. Gutes Gelingen und ein gutes, gesundes, neues Jahr 2018.

Zutaten für ca. 20 – 25 Schweinchen:

500 g lauwarme Milch, 2 Würfeln Germ (Hefe), 200 g Zucker, 14 g Salz, 1250 g Weizenmehl, 2 Eier, 200 g Butter ebenso warm.

Milch mit Butter aufwärmen, im Weizenmehl eine Grube machen, Germ, Zucker und ein bisschen vom Butter-Milchgemisch dazu, Germ ein bisschen gehen lassen, restliche Zutaten hinein und Germteig fest kneten und rasten lassen (mind. 40 min, am besten abgedeckt, sodass er nicht austrocknet.

Bei 180 Grad ca. 15-25 backen, je nach Backofen, goldbraun.

Anschließend den Teig ca. 5-7 mm dick ausrollen und pro Schweinchen braucht man einen Kreis mit 8-9 cm und 2 Kreise mit 4,5 cm ausstechen. Der große Kreis dient als Gesicht, bei einem kleinen Kreis zwei Nasenlöcher ausstechen und den zweiten kleinen Kreis in der Mitte auseinanderschneiden (für die Ohren). Ein Ei verquirlen und mit einem Pinsel den größten Kreis bepinseln, die Ohren und die Schnauze fest draufstecken und als Augen nimmt man zwei Rosinen, die man ebenso fest auf den grössten Kreis drückt. Rasch verarbeiten und die fertigen Schweinchen gleich ins vorgeheizte Rohr backen. Sind die Schweinchen fertig, auf einem Rost rausgeben und leicht auskühlen lassen. Am besten gleich frisch verzehren oder noch lauwarm einfrieren.

zittraueralm im winter

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Gesundheit, Freude und Zuversicht für das Jahr 2018. Eure Bäuerin Katharina

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Der Duft der Vorweihnachtszeit

In der Weihnachtszeit ist das Räuchern in aller Munde. Es werden mittlerweile  sogar sehr viele Räucherseminare angeboten und für einige ist dies auch ein interessanter und ertragreicher Geschäftszweig geworden ….

Bei uns am Bauernhof wird auch geräuchert, nicht nur in den Rauhnächten in der Weihnachtszeit. So kann es schon mal sein, wenn der Briefträger Markus kommt oder Gäste anreisen, dass eine kleine Rauchwolke und besondere Düfte im Zittrauerhof zu vernehmen sind und geschmunzelt wird. Die Kräuterhexe Katharina ist unterwegs…. Die Gäste nehmen es meist sehr angenehm auf und freuen sich über diese besonderen Düfte.

Ich liebe während des Jahres den Duft von Rosenweihrauch oder Mischungen vom heimischen Wald Tanne, Wacholder, Latschen oder anderen Hölzern. Oder in der Adventzeit sogar Pfefferkörner, Vanilleschote oder getrockneten Orangenschalen als besondere Duftnote. Wenn jemand krank ist oder Gäste bereits krank anreisen oder eine Grippewelle in Anmarsch ist, mache ich eine wöchentliche, reinigende Räucherung mit Wacholder und Salbei, räuchere auch die Ecken des Zimmers, lasse den Räucherduft dann bei geschlossenem Fenster einige Zeit „ziehen“ und im Anschluss werden die Fenster und Türen komplett geöffnet und die „schlechte Energie“ zieht (hoffentlich) hinaus.

räuchern in der weihnachtszeit
foto rauchtum
Bei einem Räucherseminar von Naturgeladen in Bad Hofgastein kann man sehr gute und hochwertige Kräutermischungen beziehen, die man selbst nicht vorrätig hat.

Zur Weihnachtszeit gehört auch das Kekse backen – eine meiner Lieblingsrezepte hier in meinen Bauernhofgeschichten – für jene, die noch Lust auf eine neue Keksart haben.

Die Nutella-Kekserl – gutes Gelingen und einen schönen 3. Adventsonntag-Abend.

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bei 170 – 180 Grad ca. 15-20 min backen.
Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof

 

Der Adventkranz ..

Schöner kann der Advent wettermässig wohl nicht beginnen. Im Gasteinertal ist es traumhaft winterlich, die Sonne scheint, klirrende Kälte, die ersten Skibegeisterten tummeln sich schon auf der Piste und die ersten Adventmärkte haben auch schon ihre Pforten geöffnet.

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Willkommen im Advent !

Was wird auf den Bauernhöfen traditionell in dieser Zeit gemacht ? Der Balkon und Hauseingang wird geschmückt, meist wird noch ein eigener Adventkranz gefertigt, die ersten Plätzchen / Kekse für die Adventzeit gemacht.  Üblich ist es auch, dass am Samstag abend oder Sonntag mit den Kindern rund um den Adventkranz gebetet und gesungen wird und man das eine oder andere Kartenspiel macht. Früher – als Kind – haben wir immer mit meinen Eltern Rosenkranz gebetet und es gab erst kurz vor Weihnachten die Kekse. Ich finde, gerade in der jetzigen Zeit muss man sich diese besonderen, gemeinsamen Momente oft „stehlen“, doch genau diese besonderen Tätigkeiten im Advent machen für mich die Weihnachtszeit aus. Dass man Zeit füreinander findet, die Traditionen bewahrt und die Geschenke wieder in den Hintergrund geraten.

Wie macht man den Adventkranz ?  Wer einen Adventkranz selber machen möchte, hier ein paar kurze Anleitungen, so wie ich es von meiner Mama und Oma gelernt habe. Man braucht einen guten Draht, einen Rohling, schöne Tannenzweige, Wacholder, Efeu, Schwarzbeer-Stauden – was einem gefällt. Zuerst schneidet man sich die Zweige (Ästchen wenn möglich immer wie abgebildet schneiden), dann fixiert man den Draht am Adventkranz und beginnt ein „Sträußchen“ Tannenzweige ganz links zu binden, umwickelt es mit dem Draht, dann ein weiteres Sträußchen weiter rechts usw., bis man die Reihe fertig hat. Danach fängt man wieder links an. Der Schluss ist ein bisschen schwieriger – man versucht, die Zweige so in die bestehenden reinzustecken, damit man nicht den Anfang und das Ende des Bindens sieht. Hat man den Kranz fertig, kann man ihn noch schön mit einer Efeuranke umranden. Sehr schön sind die Adventkränze, wenn sie zwischendurch mit Wacholderstauden oder Schwarzbeerstauden gebunden werden. Auch für Gestecke sehr gut geeignet. Ist der Kranz fertig, nimmt man Untersetzer für die Kerzen, fixiert sie mit einem dicken Draht und dekoriert den Adventkranz mit Naturmaterialien oder Kugeln, was einem selbst am besten gefällt.  Ich glaub, das wär mal einen Kurs wert für alle Interessierten und ein nettes Beisammensein noch dazu.

 

Bei den nächsten Bauernhof-Geschichten wird es dann ein paar gute Rezepte für die Weihnachtszeit geben, sofern nicht alle schon vor mir mit dem Backen fertig sind. 🙂

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Einen schönen Adventbeginn und jeden Tag ein bisschen Ruhe für sich selber – das wünscht euch von Herzen, Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof