Vom Frühling im Stall und auf der Weide

Das Frühjahr bringt immer wieder viel Neues hier bei uns am Zittrauerhof im Gasteinertal. Ob Umbauten, neue Gartenideen oder neue Stallbewohner!

Das Frühjahr ist Zeit der Geburten bei uns am Hof. Unsere Kälber sind bereits alle zur Welt gekommen und auch in unserem Kinderstall sind alle Geburten vorüber. Aber ein neuer Hofbewohner hat uns erst in der letzten Woche beglückt und wir sind sehr froh, dass es diesmal nur freudige Nachrichten gibt.

Auch dieses Mal kommt die Meldung aus unserem Pferdestall, denn unsere Noriker Stute Perl ist wirklich eine gute Ammenmutter und die Kleine gedeiht prächtig.

Besonders erfreulich ist, dass die schöne Islandstute Kelly ihr erstes Fohlen zur Welt gebracht hat. Kelly selbst ist auch schon am Zittrauerhof geboren und wir sind ganz stolz auf sie, dass sie uns nun auch Nachwuchs geschenkt hat!

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Bereits im letzten Jahr berichteten wir, dass Kellys Mutter Kria nicht mehr bei uns am Hof lebt, sondern nach Norddeutschland zog, um dort trotz ihrer Krankheit noch ein paar schöne Jahre erleben zu können. Es geht ihr gut und sie hat keine Beschwerden mehr durch das Meeresklima.

Aber nicht nur im Pferdestall passiert einiges, auch im Kuhstall ist einiges los und seit den letzten Tagen sieht man unsere Kühe wieder glücklich über die Weiden stapfen, denn die winterlichen Stalltage sind vorüber! Ein schöner Anblick, die eigenen Tiere wieder auf den saftigen grünen Wiesen zu sehen und wie sie auf die Wiese sprinten.

Und schon die Bilder zeigen nicht nur das saftige Gras, sondern auch den strahlenden Löwenzahn. Und natürlich konnte ich nicht wiederstehen auch in diesem Jahr wieder ein paar leckere und gesunde Sachen daraus zu zaubern.


Hat jemand Interesse an Rezepten zu Löwenzahn? Dann kommentiert doch hier oder auf unserem Instagram-Account @zittrauerhof .

Ganz neu übrigens für unsere Hofgäste: Wer selbst auf Instagram aktiv ist, kann uns gerne auf den Fotos verlinken und den Hashtag #kuhlerurlaub verwenden. Wir freuen uns über alle Urlaubserinnerungen unserer Gäste und reposten sie gerne in unserem Feed 😉 Diese Idee stammt von Annika und sie wird das auch betreuen, ich bin dahingehend kein Profi 🙂  Eure Katharina vom Zittrauerhof

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

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Wetzstoa und Gebackene Mäuse

Es ist nun wieder mal an der Zeit, ein traditionelles Schmankerl aus der bäuerlichen Küche zu posten. Früher für viele Bauernmärkte gemacht, heute als Nachtisch für die Bauarbeiter : Wetzstoa (sind länglich) und Gebackene Mäuse. Es ist ein einfaches Germteig-Rezept, das man dann mit dem Löffel raussticht und ins heisse Fett gibt. die Wetzstoa Nudeln sind länglich, man sticht einen Teig aus der Schüssel und formt den Teig länglich wie einen kleinen Strutzen. Der Name Wetzstoa kommt von „Wetzstein“ – beim Sensenmähen hat man einen Wetzstein zum Schleifen der Sense und daher kommt wohl der Name, weil die längliche Mehlspeise auch dann so aussieht wie der Wetzstoa beim Sensen wetzen 🙂

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In das Mehl in der Mitte eine kleine Grube machen, eine Packung Trockengerm oder eine halbes Hefewürferl sowie den Zucker mit reingeben, lauwarme Milch in die Grube dazu und ein bisschen umrühren, gehen lassen für ein paar Minuten. Das Salz auf der Seite dazu und die Eier ebenso reingeben. Den Teig gut verkneten und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen. Man nimmt Weizenmehl für dieses Rezept.

Anschliessend erhitzt man Öl oder Butterschmalz und sticht, wenn das Fett ca. 160 Grad hat, mit dem Löffel in die Masse und gibt einen Löffel voll in das heisse Fett. Durch das einfache Reinstechen entsteht eine „Maus“ oft auch mit einem Schwanzerl dabei. Daher dieser Name bei dieser Mehlspeise. Langsam rausbacken und ab und zu drehen. Auf jeden Fall kann man mit einem Spiess kurz reinstechen und hat so die Kontrolle, ob innen der Teig auch komplett durch ist. Bleibt nichts „picken“, so kann die Mehlspeise raus auf ein Blech mit Küchenrolle. So rinnt das Fett ab. Die Gebackenen Mäuse oder Wetzstoa dann mit Staubzucker bestreuen und geniessen. Man kann diese Mehlspeise auch super einfrieren und ein anderes Mal zum Frühstück verwenden.

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Mahlzeit und viel Spass beim Probieren wünscht euch Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

Möchtet Ihr bei der nächsten Bauernhof-Geschichte wieder etwas über unsere Tiere erfahren ? Inzwischen gibt es einen ganz süßen Nachwuchs 🙂

 

 

Tierflüsterin Rosi

Heute möchte ich bei den Bauernhofgeschichten über meine „kleine“ Schwester Rosi Schuster vom Biohof Maurachgut schreiben. Sie hat viele besondere Fähigkeiten, eine davon ist ihr persönlicher Umgang mit den Tieren. Mit einer Seelenruhe geht sie ohne Strick mit Kälbchen, Schaf und Ziege zugleich spazieren und schenkt den Tieren das Vertrauen,  dass sie bei ihr bleiben und ihr gehorchen.

Kommt man nach Maishofen zur Versteigerung, sieht man sie auch des öfteren im Ring mit einer Kuh. Als Kind hat sie schon mit ihren Lieblingen, den Noriker Pferden, gespielt und ist auch des öfteren den Weg zu Fuß zum Hengst – Stubnerbauer runter gegangen. Hab ich sie begleitet, wurde ich von der Norikerstute Tina öfters an den Straßenrand gedrückt –  Rosi hat mit einer Freude und Selbstsicherheit das Pferd geschnappt und gelacht. Für mich ist sie ein großes Vorbild. So zierlich und doch so stark.20170529_104353 rosi mit ihren Tieren

Aber nicht nur zu Pferden hat sie einen besonderen Draht. Ist die Ziege bockig, sieht sie das und geht mit ihren Kindern und der Ziege zu Fuß zum Ziegenbock – entweder zum Nachbarhof Brandnerbauer oder runter nach Wieden zum „Kaiser“ und die Ziege wird belegt. Dann spaziert sie mit der Ziege und den Kindern wieder nach Hause und erledigt ist die „Gschicht“. Einen Bock braucht sie nicht zum Probieren, sie kennt das und lacht, wenn ich sie drauf anspreche.2018-04-11-PHOTO-00001461

Kommen Lämmer auf die Welt und werden von der Mutter verstossen oder das Schaf hat nicht für alle genug Milch, hat sie ein gutes Händchen, dass sie die Kleinen mit der Flasche aufzieht.

Früher, als Tina, unsere Noriker Stute, noch Fohlen bekam, schlief Rosi und  ihr Mann Werner in der Ziegenbox nebenbei, um die Geburt nicht zu versäumen und bei ihrer Tina mit dabei sein zu können.

Für mich ist meine Schwester Rosi eine wahre Tier-Flüstererin !

Bis zur nächsten Bauernhofgeschichte. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Manchmal kommt alles anders…..

…. als man denkt. Die grösste Freude im Stall hat ein Bauer, wenn die Geburten gut vorüber gehen und alle gesund sind. Ist das Neugeborene dann noch weiblich, springt das bäuerliche Herz in die Höhe.

Unsere Rappstute Perl brachte am 24.3. ein süßes Stutfohlen auf die Welt. Wir durften diese schönen Momente miterleben und waren ihr dabei behilflich. Dass Fohlen sich anfangs mit dem Trinken schwer tun, weil sie die Zitzen nicht richtig greifen und begreifen können, kann jede Mutter verstehen (beim Menschen ist es auch nicht viel anders). Auch unser Fohlen Jedenfalls war sowohl mit Fläschchen, als auch direkt bei der Stute nicht möglich.

 

Meinem Mann fiel auf, dass die Zunge sehr kurz ist und so riefen wir den Tierarzt und auch eine Tierklinik an, um nach Rat zu fragen.. Traurige Nachrichten fielen ins Haus – keine Rettung in Sicht, das Fohlen wird nie trinken oder fressen können. Wir mussten uns vom Fohlen verabschieden. Eine solche Situation bricht einem das Herz.

Zwei Tage darauf meldete sich der Pferdezuchtverband mit einer Suche nach einer Ammenstute, weil ein Fohlen dringend eine „Mutter“ bräuchte. Die Fohlen müssen beim händischen Aufziehen alle zwei Stunden gefüttert und versorgt werden. Wir meldeten uns, da Perl ja eine gute, erfahrene Mutter ist und wir sahen, wie sehr sie unter dem Verlust des Kleinen litt. Eine nette Pinzgauer Familie kam angefahren und zeigte uns stolz ihr Tigerfohlen, dessen Mutter gestorben ist. Wir besprühten beide mit Parfum und gaben ihnen Globoli – anfangs konnten sie sich gar nicht riechen, Perl zeigte sich nach fast 1,5 Stunden als gute Ersatzmama und ging der kleinen Ramona schon hinterher.

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Opa Hias gab der kleinen Ramona dann noch ein bisschen Hafer auf den Rücken, sodass Perl leichter begann, sie abzuschlecken und ganz langsam – anfangs sehr zögerlich und widerwillig, begann sie die Kleine trinken zu lassen. Schliesslich gaben sie die Männer in eine Box. Da ja Perl zwei Tage von ihrem Fohlen schon getrennt war, ging automatisch auch die Stutenmilch-Menge zurück und das Fohlen bekam zu wenig. Tierarzt Dr. Christ wusste auch hier einen Rat mit homöopathischen Mitteln und es wurde von Tag zu Tag besser. So hoffen wir jetzt einfach, dass es so bleibt und die beiden glücklich und ohne Komplikationen weiterleben 🙂

 

Auch wenn Ramona unser Fohlen nicht ersetzen kann und wir das Tigerfohlen nach dem Sommer wieder zurückgeben müssen, ist es doch schön, dass das Fohlen bestmöglichst versorgt wird und Perl in ihrer Lieblingsrolle – nämlich als Mama – aufgehen kann.

Alles Liebe vom Zittrauerhof im Gasteinertal und bis zur nächsten Bauernhofgeschichte. Katharina Schwaiger.

Österliche Törtchen … lecker !

Wie versprochen, gibt es heuer ein besonderes Rezept von unserer Mama Katharina Leiter vom Biohof Maurachgut für das Osterfest. Die ÖSTERLICHEN TÖRTCHEN – liebevoll gemacht und im Nest vom Osterhasen entdeckt. Es ist ein dunkler Linzerteig, mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Schokoglasur und kleinen Eiern verziert. Gutes Gelingen.

ZUTATEN: 20 dag Butter, 30 dag Mehl, 10 dag Zucker, 5 dag Nüsse, 5 dag Kakao, 2 Dotter

Mürbteig herstellen, rasten lassen ca. 30 min (kühl stellen) 0,5 cm dick ausrollen, ausstechen in Osterformen oder runden Ausstechern und backen bei 180 Grad.

Auskühlen lassen, mit Marmelade zusammensetzen, in Schokoglasur tunken und mit Ostereier… verzieren!

521FB064-7AE6-425E-BDBE-02306AFBA158viel Freude damit – am besten gleich die doppelte Masse machen, denn zumindest bei uns verschwindet die Hälfte bis zum Ostersonntag. Guten Appetit.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

 

Meine Freundin Hilde

Das Osterfest naht und gerade am Bauernhof ist dieser Zeitraum mit vielen Bräuchen verbunden. Ich hab meine Freundin Hilde aus Embach, eine ganz liebe, lustige Altbäuerin gefragt, wie das Osterfest in ihrer Kindheit war und freue mich sehr, dass wir fast alle Rituale in der heutigen Zeit auch noch kennen und „leben“!

Hilde erzählt:

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„Ich erinnere mich sehr gerne an Ostern. Das Eierfärben war besonders schön, damals gab es ja noch keine Farben und so haben wir Zwiebelschalen und Kräuter gesammelt. Die Zwiebelschalen wurden klein zusammengeschnitten, Schlüsselblumen drunter. Zum Fixieren der Kräuter und der Zwiebelschalen haben wir dann alte Seidenstrumpfhosen zerschnitten und die Eier darin reingegeben und an beiden Seiten fest zusammengebunden.

Die verschiedenen Tage in der Karwoche wurden natürlich mit dem Aufstehen auch noch sehr ernstgenommen. Jeder Tag hat seine besondere Bezeichnung: Wer am Palmsonntag als letzter zum Frühstück kam, wurde der „Palmesel“. Bis hin zum Ostersonntag „Osterlamm“ und Montagstier am Ostermontag. Das Palmbuschenbinden war auch immer schön. Die Osternesterl durften wir am Karsamstag abends suchen, entweder im Garten oder bei viel Schnee oder schlechtem Wetter in der Scheune oder im Bauernhaus.  Natürlich wurde uns Kindern immer Märchen vom Osterhasen erzählt. Ich kann mich erinnern, dass meine Brüder ein bisschen Angst hatten vorm Osterhasen und sie sich anfangs nicht zu suchen trauten, des war schon lustig. Am Ostersonntag gingen wir dann in die Kirche mit der Osterweihe, eine schöne Erinnerung.

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ich hab den Osterhasen schon gefunden…

Auch an meine Godn erinnere ich mich liebevoll – sie hat mir, als ich 6 Jahre alt war, eine schöne Kleiderschürze mit Rüschen in Pepitastoff und roten Zickzackborte und dazu weisse Stutzen zu Ostern geschenkt, da war ich besonders stolz drauf, das war so ein schönes Kleid. „

DANKE Hilde für diese schönen Erinnerungen. Ich hoffe, wir kriegen bald wieder eine Kurzgeschichte von dir 🙂  Wir wünschen allen Lesern ein schönes Osterfest, ein gemütliches Beisammensein und Freude an den Messen in der Kirche und beim Nesterlsuchen.

Hilde aus Embach und Katharina vom Zittrauerhof in Gastein. Bei den nächsten Bauernhofgeschichten gibt es noch ein leckeres Rezept von meiner Mama – die österlichen Törtchen, meine Lieblinge zu Ostern.

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Von Zicklein, Kälbern und Fohlen

Im Frühjahr geht es hoch her am Hof, denn jedes Jahr aufs Neue stehen in dieser Zeit viele Geburten ins Haus – wobei, wohl eher in den Stall. Diese Zeit bringt viel Freude, da wir jeden neuen Hofbewohner gerne willkommen heißen. Sobald klar ist, dass eine Geburt kurz bevor steht, sind wir wachsam, damit wir den Tieren bestmöglich helfen können. Am schönsten und auch am einfachsten ist es, wenn die Geburt ohne Hilfe vonstatten geht und auch das Trinken und die Annahme Mutter-Kind von „Natur“ aus funktioniert.

In diesen Tagen konnten wir schöne Momente im Kinderstall erleben und freuen uns nun über unseren Ziegen- und Kuhnachwuchs. Beide Ziegen Lady und Fiona haben jeweils ein Kitzlein auf die Welt gebracht und die Geburt ohne fremde Hilfe gut geschafft. Im Kinder- und Kuhstall haben wir nun die heiße Phase der Geburten erstmal überstanden und erfreuen uns jeden Tag an unseren Zicklein und Kälbern.

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Als nächstes erwarten wir noch Nachwuchs im Pferdestall und bei der Häsin Magret und sind schon ganz gespannt und werden Euch hier und auf Instagram auf dem Laufenden halten.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Frühling auf den Teller

Jetzt, wo ab und an schon der Frühling über die  Gasteiner Bergen schaut, bekommt man doch schon richtig Lust auf leckere Frühlingsrezept, die den Gaumen erfreuen.

Besonders Lust hatte ich in den letzten Tagen auf frisches, selbstgemachtes Laugengebäck und eine Käse-Rolle mit Radieschen-Topfen-Füllung! Wem läuft jetzt grade schon das Wasser im Mund zusammen? Also hier ganz schnell das Rezept zum Nachmachen!

Käserolle nach Katharinas Art:

  • ca. 9-12 Scheiben Gouda Käse oder Tilsiter (kein Käse mit grossen Löchern, nicht zu dünn schneiden)
  • ca. 9 – 12 Scheiben Schinken
  • 150 g Topfen
  • Joghurt
  • Radieschen gerieben oder fein geschnitten
  • Radieschenblätter, Jungzwiebel, Kräutersalz

Käsescheiben auf ein Backblech inkl. Backpapier auflegen (überlappend) und bei ca. 70 Grad ein paar Minuten anschmelzen lassen, sodass der Käse die Käseblätter ein grosses „Blatt“ wird. Ein bisschen abkühlen lassen, danach den Schinken auch drauflegen und die Fülle aus Topfen, Joghurt, Salz, kleingeschnittene Radieschen, Blätter von den Radieschen, kleingeschnittene Jungzwiebel draufstreichen und wie eine Biskuitroulade einrollen. Auf einen flachen Teller oder Tablett geben und rein in den Kühlschrank zum Durchziehen. Mit Zick-Zackmesser nach ein paar Stunden runterschneiden und genießen.

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Dazu passt super gut frisches Laugengebäck 😉

Laugengebäck selbstgemacht: (15 – 20 Stk.)

  • 1000 g Weizenmehl
  • 2 Würfel frische Germ
  • 8 dag weiche Butter oder Öl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  •  Für die Lauge: 1 lt. Wasser, 2 Esslöffel (1 Packerl) Natron.
  1. Weizenmehl in eine Schüssel geben und am Rand salzen.
  2. In die Mitte eine Grube machen und die Germ,  Zucker  und ein bisschen vom lauwarmen Wasser hinzugeben
  3. Germ, Wasser und Zucker in der Mitte mit einem Löffel kurz verrühren und ein paar Minuten stehen lassen, bis die Germ geht. Dann die restliche Flüssigkeit sowie Butter oder Öl dazugeben und den gesamten Teig mit der Maschine kneten.
    (Es tut dem Teig gut, wenn er länger geknetet wird, dann wird er feiner.)
  4. An einem warmen Ort ein bisschen gehen lassen und aus dem Teig 15-20 Stk. runterschneiden, schleifen und nochmals für ca. 15 min gehen lassen.
    (Ob Knöpfe, Striezel oder Kugeln sind jedem selbst überlassen)
  5. Habt Ihr einen Apfelspalter zuhause? Dann einfach kurz bevor die 15 min um sind, bei den runden mit dem Apfelspalter runterdrücken und umdrehen (sodass das Muster unten ist) und noch ein bisschen gehen lassen.
  6. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron aufkochen, das Gebäck kurz eintauchen (beidseitig) und mit einem Hausfreund auf das Blech (inkl. Backpapier!!) geben. Mit dieser Musterung schauen die Laugenbrötchen dann wie Fussbälle aus. Lässt man sie länger in der Lauge, werden sie dunkler oder gibt man mehr Natron in das Wasser, wie jeder will. Unsere Kinder haben es lieber, wenn es zwar knusprig, aber nicht so dunkel ist.
  7. Bei 200 Grad ca. 15-20 min backen. Klingt die Unterseite hohl beim Draufklopfen, ist das Gebäck fertig. Man kann auch einen Teelöffel Backmalz hinzugeben bei der Masse, dann wird das Gebäck noch knuspriger und erhält eine schöne Bräune.

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Mahlzeit. Alles Liebe und gutes Gelingen. Katharina vom Zittrauerhof

Wenn irgendwas nicht so verständlich ist, einfach melden. Beim nächsten Rezept werden die Schritte wieder abfotografiert, dieses Mal war dafür kein Fotoapparat in der Nähe 🙂

 

 

Sommertraum

Die Kuhglocken läuten irgendwo in der Nähe, die Sonne wagt es noch nicht ganz über die Berggipfel und der Duft von sommerlichen Bergtagen liegt in der Luft – genau so ist es, wenn man den Sommer auf der Alm verbringt und morgens die Augen öffnet.

Noch sind unsere schönen Gasteiner Berge voller Schnee und von Frühling oder Sommer ist noch nicht viel zu erahnen, aber dennoch wollen wir uns einem kleinen Tagtraum hingeben und an den kommenden Sommer denken. Man kann schon fast die Tage zählen, bis aus den Tagträumen wieder das alltägliche Leben wird. Und unser Opa Hias, zählt wahrscheinlich bereits, denn vor allem ihm fällt die schwere Arbeit auf der Alm in drei Monaten zu. Sobald die Tiere aufgetrieben sind, verbringt auch er die Tage und Nächte am Stubnerkogel und kümmert sich um alle anfallenden Arbeiten. Er versorgt die Kühe, melkt morgens und abends, bringt die Milch ins Tal und was sonst noch alles anfällt. Aber er ist natürlich nicht ganz alleine dort oben. In den Sommerferien wird er liebend gerne von seinen Enkelkindern begleitet, die tatkräftig mit anpacken.

Jedes Jahr aufs Neue bringen wir die Tiere auf den Stubnerkogel und holen sie Ende des Sommers wieder ins Tal. Man mag meinen, dass das doch irgendwann langweilig werden müsste, aber ganz im Gegenteil. Kein Tag gleicht dem anderen und kein Jahr gleicht vorherigen! Auch in diesem Jahr gibt es schon jetzt eine Neuerung auf unserer schönen Zittraueralm:

In diesem Sommer wird unsere Alm wieder bewirtschaftet! Besonders unsere Gäste freuen sich darüber, wenn sie dem Opa wieder besuchen können und nebenbei auch noch eine gute Brettljause bekommen. Wir freuen uns sehr auf die Zeit mit Christiane, Tanja und Christian. Sie werden voraussichtlich ab Mitte Mai  die Alm selbstständig bewirtschaften, dem Opa bei den Arbeiten behilflich sein und für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Christiane hat jahrelang die Böckfeldalm bewirtschaftet und jeder, der sie kennt, weiß, dass es ihr wichtig ist, dass die „Speisekarte“ auf einer Alm einfach bleibt und die Preise moderat. Freuen wir uns auf ihren selbstgepressten Apfelsaft, Most, Pofesen und viele andere landwirtschaftliche Produkte.

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(Christina und Tanja werden den Ausschank machen)

Jetzt genießen wir noch die warmen Winter-Tage, aber die Zeit bis zum ersten Almtag wird sowieso wie im Flug vergehen. Bis dahin träumen wir weiter von saftigen Almwiesen, dem Plätschern von Bergbächen und der warmen Sommersonne auf der Haut, während man die wundervolle Bergwelt des Gasteinertals betrachtet.

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Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof, Gasteinertal. http://www.gasteinurlaub.com

 

Molly – in lieber Erinnerung

DSCN1930Dass am Bauernhof die Tiere auf die Welt kommen, gezüchtet werden und teilweise dann verkauft und geschlachtet werden, gehört zum Leben am Bauernhof dazu. Zu manchen Tieren hat man eine besondere Beziehung, man hängt besonders an diesen Tieren. Es ist dann ungefähr so, wie wenn eine Familie eine Hauskatze oder einen Hund hat, der sie täglich begleitet, Liebe schenkt und eben etwas ganz „Besonderes“ ist. Eines dieser Tiere, die so eine besondere Seele hatten, war unser Brillenschaf Molly. Vor drei Jahren als Weihnachtsgeschenk für unsere Kinder kam sie zu unserem Bauernhof – so zahm, lieb und gutmütig war sie und auch unseren Gästen ein besonderer Seelentröster und Spielgefährte.

Mein Mann Matthias war jedes Jahr bei den Geburten von ihr dabei und auch ihre Lämmer,  inzwischen zu schönen Schafen herangewachsenen, haben ihren Charakter geerbt.

Heuer ist die Geburt leider unter keinen guten Stern gestanden. Trotz der Hilfe von Matthias und unserem Tierarzt Dr. Christ ist sie gestern verstorben und das Lämmchen einige Stunden nach der Geburt. Auch ein frisch geborenes Kälbchen hatte eine Darmverschlingung und konnte nicht gerettet werden.

Opa sagt zu solchen Fällen immer, dass es „trotz allem ein rauher Fuß ist“. Er hat recht, dennoch war es für uns sehr traurig, weil Molly eines unserer liebsten Hoftiere und treuer Begleiter des Bauernhoflebens war.

Molly fehlt uns schon heute und ich hab mich besonders gefreut, als ich von lieben Gästekindern Zeichnungen und Fotos von letzter Woche bekommen habe und wir noch das Glück hatten, mit ihr ein paar schöne Spaziergänge machen zu können.

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Hoffen wir, dass wir in nächster Zeit wieder mehr Glück im Stall haben und unsere Tiere gesund bleiben können.

 

Liebe Grüße vom Zittrauerhof im Gasteinertal
eure Bäuerin Katharina