Der Duft der Vorweihnachtszeit

In der Weihnachtszeit ist das Räuchern in aller Munde. Es werden mittlerweile  sogar sehr viele Räucherseminare angeboten und für einige ist dies auch ein interessanter und ertragreicher Geschäftszweig geworden ….

Bei uns am Bauernhof wird auch geräuchert, nicht nur in den Rauhnächten in der Weihnachtszeit. So kann es schon mal sein, wenn der Briefträger Markus kommt oder Gäste anreisen, dass eine kleine Rauchwolke und besondere Düfte im Zittrauerhof zu vernehmen sind und geschmunzelt wird. Die Kräuterhexe Katharina ist unterwegs…. Die Gäste nehmen es meist sehr angenehm auf und freuen sich über diese besonderen Düfte.

Ich liebe während des Jahres den Duft von Rosenweihrauch oder Mischungen vom heimischen Wald Tanne, Wacholder, Latschen oder anderen Hölzern. Oder in der Adventzeit sogar Pfefferkörner, Vanilleschote oder getrockneten Orangenschalen als besondere Duftnote. Wenn jemand krank ist oder Gäste bereits krank anreisen oder eine Grippewelle in Anmarsch ist, mache ich eine wöchentliche, reinigende Räucherung mit Wacholder und Salbei, räuchere auch die Ecken des Zimmers, lasse den Räucherduft dann bei geschlossenem Fenster einige Zeit „ziehen“ und im Anschluss werden die Fenster und Türen komplett geöffnet und die „schlechte Energie“ zieht (hoffentlich) hinaus.

räuchern in der weihnachtszeit
foto rauchtum
Bei einem Räucherseminar von Naturgeladen in Bad Hofgastein kann man sehr gute und hochwertige Kräutermischungen beziehen, die man selbst nicht vorrätig hat.

Zur Weihnachtszeit gehört auch das Kekse backen – eine meiner Lieblingsrezepte hier in meinen Bauernhofgeschichten – für jene, die noch Lust auf eine neue Keksart haben.

Die Nutella-Kekserl – gutes Gelingen und einen schönen 3. Adventsonntag-Abend.

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bei 170 – 180 Grad ca. 15-20 min backen.
Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof

 

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Marzipan und Vanille …

Herrlichstes Wetter mit viel Sonne. Skipisten, die teilweise schon geöffnet sind  – heute ist schon der 2. Adventsonntag –  die Zeit vergeht wie im Flug! Wenn zwischendurch Zeit ist, dann backe ich am liebsten Kekse mit den Kindern. Es ist eine schöne, gemeinsame Beschäftigung und gehört zu Weihnachten für mich einfach dazu. Inzwischen ist es halt so, dass im Hintergrund keine Weihnachtsgeschichten oder Lieder zu hören sind, sondern die neuesten Bravo-Hits oder mit höchster Lautstärke Ö3, weil die Kinder in dem Alter sind – aber das ist Nebensache 🙂  Schön ist, dass man gemeinsam was macht und das Kekse backen den Kindern immer noch Freude bereitet.

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Besonders gerne machen wir die Marzipanmuscheln, sie sind einfach zu machen und gut. Wie fast alle Rezepte aus dem Kochbuch „Niederösterreichische Mehlspeisenträume – köstlich und erprobt“  – welches ich dank einem lieben Stammgast und inzwischen sehr guten Freundin bekommen habe. Also, wenn jemand gerne bäckt, dieses Kochbuch kann ich wirklich als Geschenk empfehlen.

Marzipanmuscheln

100 g Marzipan, 300 g Butter (weich, am Vortag rausgeben oder eben Zimmertemperatur), 120 g Staubzucker, 350 g Mehl, 2 Eiklar, 1 Prise Salz, 1 Pkg. Vanillezucker, Zitronenschale. Marillenmarmelade, Schokoglasur

Eiklar schlagen, bis es „steif“ ist. Marzipan mit Zucker gut verkneten, weiche Butter und mit gesiebtem Staubzucker und den Aromen richtig schaumig rühren (ich lass es mind. 15 min rühren). Nach und nach das geschlagene Eiklar zugeben und das Mehl einrühren. Sofort in einem Spritzsack mit Sterntüle füllen und kleine Muscheln auf ein (kaltes) Blech spritzen – Backpapier drunter. Hell backen bei ca. 180 Grad. 2 Stück mit Marillenmarmelade zusammensetzen, wenn sie ausgekühlt sind und die Spitzen in Schokoglasur eintauchen. Wichtig ist, dass die Masse sofort in den Spritzsack kommt, sonst wird sie zu hart und man braucht viel Kraft und viel mehr Zeit 🙂

Vanillekipferl – ein sicheres Rezept

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350 g glattes Mehl, 210 g Butter oder Margerine, 110 g Staubzucker, 110 g fein geriebene Walnüsse oder Haselnüsse, 2 Dotter. Staubzucker und Vanillezucker zum Wälzen.

Alle Zutaten rasch zu einem Mürbteig verarbeiten (ich geb einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine) und kühl eine halbe Stunde rasten lassen. Ich geb den Mürbteig in den Kühlschrank für eine halbe Stunde. Aus dem Teig dünnere Rollen formen und von diesen kleine möglichst gleich große Stücke abschneiden und zu Kipferln wälzen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Rohr bei ca. 180 Grad etwa 8 Minuten hell backen. Noch heiß in ein Gemisch aus Staubzucker und Vanillezucker geben und auskühlen lassen.

Essen hält Leib und Seele zusammen

„Mmmmmmh, hier riecht es aber lecker“ oder „Ooooooh das sieht aber köstlich aus“ bekomme ich hier am Hof manchmal gesagt. Ob beim Frühstück, bei der Zubereitung von unseren Hofprodukten oder einfach bei unseren eigenen Mahlzeiten gilt stets und ständig:

Essen hält Leib und Seele zusammen!

Mein besonderes Anliegen hierbei ist nicht nur, dass es mit wertvollen Zutaten gemacht wird, gut schmeckt und riecht, sondern auch noch schön aussieht. So wird das Gästefrühstück mit liebevollen Dekorationen aus dem Garten verschönert, damit sich unsere Gäste auch mit dem Auge am Frühstückstisch erfreuen können.

Das eine oder andere Mal wird man dann auch schon nach Rezepten gefragt, um sich den Urlaub noch mit nach Hause zu nehmen. Aber das ist gar nicht mal so einfach bei uns Bäuerinnen. Denn meist sind die Rezepte nicht mit Maßangaben festgehalten, sondern wurden von Mama und Schwiegermutter mündlich weitergegeben, ganz nach dem Motto: Die Übung macht den Meister und schau einfach zu!

Aber die Bäuerin von heute will ja nicht nur mit Omas Rezepten kochen, sondern auch mal etwas Neues ausprobieren und sich ständig fortbilden. Am liebsten lerne ich Neues zum Thema Kräuter, Räuchern und Spezialgebiete beim Kochen.

Und weil das Kochen und die Arbeit in der Küche für mich etwas ganz Besonderes ist und mir viel Spaß bringt, möchte ich das ein oder andere Rezept aus den besuchten Kochseminaren mit meinen Lesern teilen. Natürlich gibt es nicht irgendein Rezept, sondern immer etwas, was wir in der Familie selbst sehr gerne essen oder trinken und erprobt ist.

Jetzt im Herbst finde ich glücklicherweise häufiger die Zeit, ein bißchen Jausengebäck zu backen. Eine schöne Abwechslung zum selbstgemachten Sauerteigbrot, welches es immer bei uns gibt. Ein besonderer Liebling unserer Kinder sind die „Salzstangerl“ (ich nehm aber immer mind. die doppelte Menge für unseren Haushalt 🙂

Zutaten (reicht für ca. 15 Stk.)

 500 g Weizenmehl
1/2 Becher Sauerrahm

20 g Germ (Hefe)
1/4 lt. Milch
70 g Fett
1 TL Salz
1 TL Brotgewürz 
Kümmel und Salz oder Mohn, Sesam etc.
1 Ei zum bestreichen

In eine Schüssel Mehl, Brotgewürze reingeben, ebenso die gut warme Butter, Sauerrahm, das Salz am Außenrand des Teiges geben, in der Mitte der Schüssel eine kleine Grube machen und die Germ sowie die lauwarme Milch rein. Dann gut verrühren und idealerweise auf einem Brett kneten. Der Teig braucht nicht zu gehen. Weiter geht´s – man teilt den Teig in drei Teile, kreisförmig ausrollen, schneidet ihn wie eine Torte in 8 Stücke und rollt dann die einzelnen Stücke von der breiten Seite her auf. Wenn man will, kann man einzelne Stangerl jetzt mit Schinken und Käse einrollen. Mit Wasser bestreichen und 15 min gehen lassen. Anschließend 2 x mit Ei bestreichen, Salz oder Kümmel, Mohn, Sesam oder gar nichts draufstreuen. 5 Min gehen lassen. 

Die Salzstangerl bei 220 Grad ca. 20 Minuten backen bis sie schön goldbraun und knusprig sind. Danach vom Blech runter und auf ein Gitter legen, damit sie schön ausdampfen können. Will man die Salzstangerl würzig, so gebe ich einen guten Bauernschinken und einen würzigen Käse als Fülle in die Stangerl und wickle es einfach mit rein. Schmeckt wunderbar mit frischem Salat oder zu einem Aufstrich dazu.

salzstangerl (1)

Doch es wird nicht nur gebacken und was gutes zum Essen hergestellt, auch zum Trinken gibt es was feines. Grade im Winter ist es wichtig, den Körper fit und gesund zu halten. Hierbei hilft der Ingwerpunsch. Gerne von allen getrunken, hält fit und ist super haltbar!

Zutaten

Ingwer 100 g frisch geschnitten oder gerieben
Salbeiblüten
100 ml Zitronensaft
200 g Rohrzucker
100 ml Wasser

Alles aufkochen und auf die Seite stellen. Zitronensalbei, Zitronenverbene oder sonst ein gut riechendes Kraut dazu , Melisse usw. Abseihen und etwas abkühlen lassen. In eine saubere Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen. Man gibt dann einen Schluck davon in heißes Wasser, man kann den Punschansatz auch mit heißem Apfelsaft aufgießen, schmeckt herrlich und wärmt! Ggf. auch ein Stamperl Rum dazu 🙂

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkommen und -backen und freue mich über Fotos eurer Kreationen!

Eure Katharina