Apfelsegen

Die Zeit der Apfelernte hat begonnen. Auch am Zittrauerhof war es soweit, dass die reifen Früchte von den Bäumen geholt wurden. Wir sind sehr froh, dass es in diesem Jahr eine zahlreiche Ernte von sehr süßen Äpfeln wurde.

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Doch was bedeutet die Arbeit mit Apfelbäumen eigentlich? Nach dem jährlichen Baumschnitt werden Bienen zur Bestäubung der Bäume geholt bzw. kommen sie, wenn alles blüht, von selbst. Im Laufe des Sommers reifen die Früchte heran und bereichern den schönen Anblick unseres Gartens. Sobald die ersten Äpfel von den Bäumen fallen, muss jeden Tag der Garten abgelaufen werden, um diese aufzusammeln.

Zur Erleichterung dieser Arbeit haben wir uns einen Apfel-Blitz zugelegt. Dieser Roller sammelt in Null-Komma-Nichts die Äpfel auf und schont den Rücken. IMG-20191006-WA0012.jpg

Jetzt war es dann soweit: Johannes und Matthias machten sich bereit, um auf die Bäume zu steigen und die Äpfel abzuschütteln und zu klopfen und Hias und wir Frauen sammelten sie dann am Boden ein, hierbei ist es besonders wichtig, dass die faulen Äpfel aussortiert werden. Das ganze passiert natürlich nicht einfach nur so zum Spaß, weil man gerne auf Bäume klettert oder Sachen vom Boden aufheben mag. Die Äpfel werden anschießend zur Herstellung von Saft, Schnaps und Most verwendet.

Ein Teil der Äpfel wird zu Apfelsaft weiterverarbeitet und bringt uns und unseren Gästen somit Apfelsaft für das ganze Jahr. Heuer können auch erstmals unsere Gäste oder Interessierte 5lt. Bags zum Mitnehmen kaufen.

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Ein weiterer Teil der Ernte wird zur Herstellung von Schnaps genommen, welchen unser Opa alljährlich brennt. Und die besonders schönen Äpfel werden in Steigen gelegt und eingelagert, wodurch man den ganzen Winter eigene Äpfel zum Essen, Kochen und Backen hat.
Somit ist das Obst ein wahrer Schatz über das ganze Jahr!

Ganz liebe Grüße vom Zittrauerhof, Katharina Schwaiger.

Apfelfreuden

Im Frühjahr diesen Jahres haben alle Apfelbesitzer gebangt und gehofft, dass es nicht ganz so schlimm wird, wie es im ersten Moment wirkte. Die Frühjahrsmonate brachten nochmal ordentlich Frost und es sah aus, als sei die herbstliche Apfelernte nicht mehr zu retten. Schade, denn bereits im letzten Jahr ist alles erfroren und es gab keine süßen Früchte zu ernten.

Doch wir hatten Glück! Einige Bäume haben wohl noch nicht geblüht, als der Frost kam und zeigten sich in voller Pracht. Umso größer ist nun die Freude, denn vergangene Woche konnten wir dann die schönen, saftigen Äpfel ernten.

Bei schönstem Herbstwetter kletterten die Kinder auf die Bäume und schüttelten Ast für Ast. Früchte, die einfach nicht abgeschüttelten werden wollten, schlugen wir mit langen Stöcken ab. Auf der Erde konnten dann alle Helfer fleißig sammeln und die leckere Ernte einsammeln!

Mit Hilfe vom Apfelroller-Blitz geht auch das „Aufklauben“ vom Boden schnell und einfach. Für jene, die sich das nützliche Gerät anschaffen wollen, es zahlt sich wirklich aus und man hat es Jahre (erhältlich bei Faie „Rollblitz“ und sämtlichen anderen Anbietern). Nächste Woche werden jene Äpfel, die für Apfelsaft eingeplant sind, noch runtergeholt und zur Obstpresse gebracht. Somit ist auch der naturtrübe Apfelsaft für das Bauernhoffrühstück gesichert. Mit den bisher gesammelten Äpfeln wird die Maische für den Schnaps angesetzt und leckeres Apfelmus, Mehlspeisen und Kompott gemacht.  Wer das Apfelmus nachkochen möchte, findet hier das Rezept:

Katharinas Apfelmus

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Zutaten:
Saftige Äpfel, Zimt, Zucker, Zitronensäure

Zubereitung: Äpfel sammeln und mit Apfelentkerner oder mit kleinem Obstmesser in Spalten schneiden (mit der Schale). Das Gehäuse bzw. Reste bekommen bei uns die Tiere (lecker…). In einem Kochtopf ein bißchen Wasser reingeben und die geschnittenen Äpfel. Langsam erhitzen und zugedeckt köcheln lassen. Wenn die Äpfel dann „zerfallen“ und mürbe werden, immer zwischendurch umrühren, dann mit einem Passierstab fein rühren und wieder auf den Ofen stellen. Anschließend je nach Süße der Äpfel Feinkristallzucker hinzugeben, ein bisschen Zimt und einkochen lassen. Will man das Apfelmus fest haben, gibt man anstatt des Kristallzuckers Gelierzucker hinzu. Nach der Gelierprobe das fertige Apfelmus abschmecken (ggf. noch Zucker hinzu, ein bisschen Zitronensäure (damit die Farbe der Apfelmarmelade länger anhält) Zimt und wenn man will einen Schuss Bauernobstler) in saubere Gläser abfüllen, Deckel drauf und Glas stürzen für 10 min. Dann das Glas wieder umdrehen und beschriften. Fertig ist das leckere Apfelmus. Unsere Gäste mögen das Apfelmus zum Frühstück besonders in Kombination mit dem Naturjoghurt sehr. So hat man auch im Winter einen Vitaminstoss 🙂 aus dem eigenen Garten. Gutes Gelingen.

Einen schönen Herbst-Sonntag wünscht Bäuerin
Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal