Apfel-Time ….

Nun sind die Äpfel alle geerntet und zu Maische und Apfelsaft verarbeitet. Auch die guten Lederäpfel sind für den Strudel eingelagert und für die verschiedensten Mehlspeisen parat. Besonders beliebt sind bei unserer Familie nachfolgende Rezepte, die ich gerne bei meinen Bauernhofgeschichten für die Leser teile:

 

Katharinas Bedeckter Apfelkuchen:

Zutaten: 20 dag Margarine oder butter, 10 dag Zucker, 4 Dotter, 30 dag Weizenmehl, 1 Pkg. Backpulver, 1 Packung Vanillezucker, 1 Prise Salz, 10 Esslöffel Milch, 1-1,5 kg fruchtige Äpfel mit Schale, 1/8 lt. Most oder Wein oder Wasser, 2-3 Esslöffel Zucker, 4 Eiklar, 15 dag Zucker.

Zubereitung: Butter, Zucker und Dotter schaumig rühren. Mehl, Backpulver und Milch abwechselnd dazugeben, auf Backblech bei 180 Grad fast fertig backen. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und mit Wein bzw. Wasser und evt. Zucker dünsten. Eiklar mit Zucker aufschlagen. Auf den fast fertig gebackenen Kuchenboden Äpfel verteilen und darüber den Schnee geben. So lange backen, bis die Baiser hellbraun ist. Schmeckt einfach lecker und hält sich auch ein paar Tage. Sehr saftig.

auch ein sehr gutes Rezept zum Nachmachen gibt es von „Backen mit Christina“ – ein gedeckter Apfelkuchen, der sehr einfach und schnell geht.

http://www.backenmitchristina.at/gedeckter-apfelkuchen/

(Foto von Christina Bauer)

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Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen. Liebe Grüße vom Zittrauerhof im Gasteinertal, Katharina Schwaiger. http://www.gasteinurlaub.com

 

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Schwarzbeeren – eine Wucht !

Endlich ist es soweit – wenn die Schwarzbeeren auf der Alm reif werden, kribbelt es in meinen Händen und ich freu mich auf ein Zeitfenster, wenn ich Schwarzbeeren (Heidelbeeren) brocken –  „riffeln“ gehen kann. Gut gelaunt und bepackt mit Kübeln, Riffeln, einer guten Jause und Regenjacke geht es Richtung Stubnerkogel hinauf. Fenster auf und den herrlichen Ausblick genießen, die Bergschuhe anziehen und rauf auf den „Bichel“ (Hügel).

Da es in der Früh geregnet hat, war es ein bisschen rutschig. Was für eine Freude, auf diesem Platzerl war noch niemand und die Arbeit konnte losgehen. Eigentlich ist das Schwarzbeer-Brockeb für mich eine schöne Auszeit – Entspannung und keine Arbeit. Zwischendurch ein Päuschen, sich hinlegen für ein paar Minuten, den Wolken und den Bäumen zuschauen, wie sie sich bewegen – einfach schön. Nur wenige Kilometer vom Bauernhof entfernt, ist man in einer ganz anderen Welt und kann so gut abschalten.

Hat man die Kübel fertig geriffelt oder eben nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, dann gibt man den Deckel auf den Kübel und geht vorsichtig wieder runter zum Fahrzeug. Dass nur ja nicht die Beeren ausgeschüttet werden, wär schade um die viele mühsame Klauberei. 🙂

Mit blauen Fingern und blauer Zunge kommen wir heim und strahlen. Kurz ein paar Minuten umziehen und ausrasten, dann werden die Heidelbeeren gleich gereinigt und von den Blättern befreit. Wir haben dazu ein Holzbrett, das seitlich eine Begrenzung hat, auf einer Seite wird das Brett erhöht und auf der anderen Seite kommt die Schüssel rein, das hat den Vorteil dass die Schwarzbeeren runterkullern und die Blätter eher am Brett kleben bleiben, das geht eigentlich dann ganz flott.

Die Blätter werfen wir nicht weg, wir trocknen sie und geben sie den Kälbern, wenn Durchfall droht. Sind die Heidelbeeren ausgeklaubt, verarbeiten wir sie zu einer guten Heidelbeermarmelade oder trocknen sie für uns und es gibt fürs tägliche Bauernhoffrühstück frische Schwarzbeeren ins Joghurt und einen leckeren Kuchen.

Sehr erfrischend und wirklich schnell gemacht, ist die Joghurt-Heidelbeer-Schnitte oder die beliebten Schwarzbeer-Nocken. Doch bevor ich Fotos machen konnte, war der Blechkuchen schon gegessen, das kommt dann bei den nächsten Bauernhofgeschichten. Dann widme ich mich guten, einfachen Rezepten rund um die Schwarzbeeren/Heidelbeeren.

 

Liebe Grüße vom Zittrauerhof

Eure Bäuerin Katharina

das beste Rezept …

In der neuen Bauernküche am Zittrauerhof macht das Backen einfach noch mehr Spaß und ich habe für meine Blogleser nun ein Rezept, das ich sehr gerne und oft mache – ich finde, es ist das beste Topfenguglhupf-Rezept überhaupt. Lauwarm gegessen ist es am besten und dazu noch ein Häferl Kaffee  :- ) Mahlzeit !

Man braucht für meinen Lieblings-Topfen-Guglhupf:

250 g Topfen (am besten einen selbstgemachten), 250 g Staub oder Feinkristallzucker, 250 g Butter, 270 g Weizenmehl, 30 g Stärkemehl, 5 Eier, 1 Packung Backpulver, 1 Packung Vanillezucker, Zesten von einer Zitrone.

Zuerst rührt man die Butter schaumig und gibt den Dotter nach und nach dazu, dann die Zeste und Zuckergemisch einrühren. Anschließend den cremigen Topfen löffelweise hinzugeben. Als Abschluß das Backpulver und Stärkemehl sowie Backpulver löffelweise ebenso in die Masse geben und den steif geschlagenen Schnee unterheben.

 

Den Teig dann in eine befettete Guglhupf-Form füllen und ca. 60 Minuten bei 160 Grad backen. Einfach genießen und gleich lauwarm ausprobieren. Gutes Gelingen Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof Gastein.

P.S: Dieser Guglhupf eignet sich auch gut zum Einfrieren :- ))

 

 

Erholung für die Seele

Meine Lieben, auch wenn eigentlich überhaupt keine Zeit dafür ist und die Putz- und Räumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gestern war herrlichstes Wetter und da muss man seiner Seele einfach was gönnen.

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Mir tut der Garten sooo gut und so stapfte ich nach dem nötigsten Arbeiten zu den Hochbeeten, betrachtete den wunderschön blühenden Obstgarten und empfand sofort eine kleine Auszeit für mich. Wem geht es auch so??

Ich gewinne durch das Graben in der Erde, das Einpflanzen und das Ernten eine innere Ruhe; erfreue mich an dem herrlichen Duft, wenn man die Kräuter jätet und berührt. Man ist dann ein bisschen weg von allem und tankt auf. Eine ehemalige Praktikantin sagte zu mir nach dem Sommer, Katharina – das ist Meditation für mich und lächelte.

Damit der Beitrag nicht zu philosophisch wird, hab ich auch einen Tipp für das Ansetzen von Salat. Ich setze den Salat immer nur beim abnehmenden Mond, bei aufnehmenden Mond schießen die Salatköpfe leichter aus und schauen dann aus wie Bäume;). Wenn Interesse besteht, schreibe ich gerne mal einen Beitrag, welche Pflanzen man nebeneinander setzen soll und welche nicht (Bsp. Schnittlauch und Petersilie).

Der Pflücksalat ist einfach ein Hit und ich pflanze im Frühling ganz viel davon zwischen den Kopfsalat. Man hat sehr lange davon und der Pflücksalat wächst immer nach. Eine herrliche Gabe der Natur. Bei uns wird jetzt in den Bauerngärten die Wachstums- und Schutzfolie von den Pflanzen gegeben, da der Frost vorbei ist und nun alle Pflanzen die volle Sonnenkraft zum Wachsen benötigen. Zu Muttertag hab ich meistens den ersten Salat und darauf freu ich mich immer besonders:

Viel Spaß beim Garteln wünscht euch Bäuerin  Katharina vom Zittrauerhof. http://www.gasteinurlaub.com

 

„Bauer unser“ …

In Kürze kommt ein neuer Kinofilm heraus – „Bauer unser“,  in diesem Kinofilm geht es mal um die  Landwirtschaft, alle Facetten werden beleuchtet und kritisch betrachtet. Bin schon neugierig, wieviele Bauern sich die Zeit nehmen, sich in die Kinostühle zu setzen und nicht erst warten, bis der Film im Fernsehen zu sehen ist..

Je schneller die Zeit zu laufen scheint, desto kostbarer wird der Beruf Bauer werden, da bin ich überzeugt und stolz darauf, zu dieser Berufsgruppe zu gehören.  Ich bin dankbar, noch zu wissen, wie unsere Tiere gehalten werden, die Tiere in unseren Gegenden noch Namen haben und der Bauer noch einen Bezug zum Tier hat. Auch wenn in diesem Film-Trailer dokumentiert wird, dass man grösser werden muss, um überleben zu können, bin ich überzeugt, dass die kleinstrukturierten Landwirtschaften in Österreich gute „Überlegens-Chancen“ haben.  Im Gasteinertal haben wir das Glück, dass die Landwirtschaft gut mit dem Tourismus kombiniert werden kann und die Tourismusträger wiederum das Alm- und Bauernhofleben als Urlaubserlebnis gut vermarkten können.

Mit meinem Bauernhof-Geschichten-Blog  möchte ich auch einen Einblick hinter den Kulissen geben,  mit welchen Tätigkeiten sich Bauern während des Jahres beschäftigen, welche Köstlichkeiten sie herstellen, welche erfreulichen Erlebnisse es gibt und wieviel harte Arbeit dahinter steckt, damit das alles halbwegs funktioniert und bewältigen kann.

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Bekommt man Rückmeldungen von Lesern, freut einem das besonders. Immer wieder erhalten wir auch Bilder von Familien, die bei uns Tiere gekauft haben und berichten, wie es ihnen geht. Gestern bekam ich von einem kleinen Jungen aus dem Burgenland eine schöne Mail, er hat sich von seiner Mama unser Shetlandpony-Hengstfohlen gewünscht und arbeitet schon fest mit ihm.  Danke für die netten Zeilen und alles Gute weiterhin.

Danke der Nachfrage, uns geht es sehr, sehr gut…
Der Kleine „Baily“, so hat ihn mein Sohn getauft, ist nun seit knapp zwei Wochen bei uns und er macht sich super toll. Er ist so schön und bav, einen lieben Charakter hat er – der kleine. Die beiden verstehen sich super und mögen sich sehr.

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Baily mit seinem neuen Besitzer

Er ist nicht scheu, sehr neugierig, keine Angst (vor was und wem auch immer…), er ist lärmresistent und sehr zutraulich. Ab den ersten Tag putzen und striegeln wir täglich, auch wenn er mal nicht so schmutzig ist, aber damit er sich daran gewöhnt, dass das auch dazugehört. Auch Hufeheben gehört zur „Lerneinheit“ dazu. Anfangs noch recht zappelig und stürmisch, aber mit jeden Tag besser und längeren Huf halten.
Gestern hatte ich für meinen Friesen den Hufschmid im Haus und das Zwergerl hat gestern auch gleich seine erste „Pediküre“ bekommen.


Wir gehen entweder spazieren, alleine oder mit seinem „großen Bruder“ oder ich nehme ihn als Handpferd mit, wenn ich reiten gehe. Das haben wir mittlerweile dreimal gemacht und er spaziert brav und munter neben uns her. Dabei handelt es sich um kleine „Schrittrunden“ durchs Dorf oder auf den Feldwegen oder durch Wald.
Verkehrstechnisch habe ich auch keine Probleme mit ihm und wir hatten schon einiges im Angebot…. LKW, kleine und große Traktoren, Busse, Motorräder, Sattelschlepper usw. ……. “

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Baily und seine Spaziergänge

Danke für den Bericht. Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend noch.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

P.S: Vielleicht sieht man sich ja im Kino mit 3D Brille in St. Johann bei „Bauer unser“. https://www.filmladen.at/film/bauer-unser/