das beste Rezept …

In der neuen Bauernküche am Zittrauerhof macht das Backen einfach noch mehr Spaß und ich habe für meine Blogleser nun ein Rezept, das ich sehr gerne und oft mache – ich finde, es ist das beste Topfenguglhupf-Rezept überhaupt. Lauwarm gegessen ist es am besten und dazu noch ein Häferl Kaffee  :- ) Mahlzeit !

Man braucht für meinen Lieblings-Topfen-Guglhupf:

250 g Topfen (am besten einen selbstgemachten), 250 g Staub oder Feinkristallzucker, 250 g Butter, 270 g Weizenmehl, 30 g Stärkemehl, 5 Eier, 1 Packung Backpulver, 1 Packung Vanillezucker, Zesten von einer Zitrone.

Zuerst rührt man die Butter schaumig und gibt den Dotter nach und nach dazu, dann die Zeste und Zuckergemisch einrühren. Anschließend den cremigen Topfen löffelweise hinzugeben. Als Abschluß das Backpulver und Stärkemehl sowie Backpulver löffelweise ebenso in die Masse geben und den steif geschlagenen Schnee unterheben.

 

Den Teig dann in eine befettete Guglhupf-Form füllen und ca. 60 Minuten bei 160 Grad backen. Einfach genießen und gleich lauwarm ausprobieren. Gutes Gelingen Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof Gastein.

P.S: Dieser Guglhupf eignet sich auch gut zum Einfrieren :- ))

 

 

Hinter den Kulissen

Auf den Bauernhöfen gibt es immer Arbeiten, die von außen gut sichtbar sind und manchmal auch ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wie in den letzten Wochen der Almauftrieb der Kühe, Pferde oder Kalbinnen oder das Heuen der Wiesen. Manchmal aber, da sind es die kleinen Aufgaben, die das bäuerliche Leben füllen und nur dann gesehen werden, wenn sie nicht gemacht werden :- ) Und über genau diese möchte ich heute berichten!

Da gibt es Arbeiten, die das ganze Jahr über geschehen müssen, um die Lebensqualität von Tier und Mensch zu erhalten. Dazu zählen auch die Ställe, die die Bauern während der Sommermonate gründlich reinigen, da in dieser Zeit der Großteil der Tiere auf der Alm oder auf der Weide sind. Der Stall wird vorgewaschen und danach mit dem Hochdruckreiniger sauber gereinigt und im Anschluß alles „rausgeweißelt“, sodass die Tiere, wenn sie im Herbst wieder einen sauberen Stall beziehen.

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Julia beim Reinigen im Kuhstall

 

Eine besondere Aufgabe ist die zweimal jährliche Reinigung im Kinderstall: Farben beim Maler geholt, geht es nach den Reinigungsarbeiten ans Werk, alles nachzumalen, was an Farben verloren hat.

Im normalen Alltag wird der Kinderstall gefegt, die Boxen täglich ausgemistet und wenn irgendwo ein bisschen Unordnung herrscht, aufgeräumt. Es gibt aber auch die besonderen Putztage im Kinderstall. Wenn die Putzeimer, Fetzen und Staubwedel zu den Ziegen, Schafen und Schweinen gebracht werden, dann heißt es am Freitag: Auf das Putzen, fertig und LOS! Dabei werden die Wandfließen runderherum feucht abgewischt, alle Flächen abgestaubt, die Tierbeschreibungen abgestaubt und die Decke von unseren achtbeinigen Freunden befreit. Also falls mal jemand in den Kinderstall kommt und eine Praktikantin oder die Bäuerin auf den Mauern zwischen den Ställen rumturnt und einen Besen schwingt, dann braucht man sich keine Sorgen machen! Sie sind nicht zu Hexen geworden, sondern machen die Decke sauber ;).

Neben diesen durchgehenden Arbeiten, findet man aber auch noch saisonal bedingte Tätigkeiten am Hof. Die Bauern machen die Wassergräben sauber und lassen sie ausbaggern, damit bei großen Regenmengen keine Überschwemmungen drohen. Das Holz wird für den Winter gehackt und bei trockenem Wetter zum Hof gebracht. Und der Opa sorgt auf der Alm neben der vielen Arbeit bei den Tieren stets für das Zerkleinern vom Holz, damit der Ofen angeheizt werden kann.

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Im Sommer bin ich als Bäuerin auch nur vormittags im Haus anzutreffen, nachmittags finden die Arbeiten meist im Freien statt und helfen mir,  die Seele baumeln zu lassen. Momentan müssen wir unsere Pflanzen, Blumen und Gewächse stets jäten und sind auch schon mittendrin beim Ernten der Blüten, Brennesselsamen und Brotkleesamen, um diese für unsere Kräutertees, Heukissen zu trocknen. Aber auch Beeren wachsen bei uns und wir freuen uns schon, frische Marmeladen und Säfte daraus zuzubereiten.

Das Leben am Bauernhof besteht zwar aus sehr viel Arbeit und es kommen immer wieder neue Sachen dazu, aber dennoch ist es wichtig, dass sich jeder Hofbewohner auch mal eine kleine Auszeit gönnt. Sei es mit einem kleinen Mittagsschlaf in der Sonne, einer Tasse Kaffee am Fischteich, Zeit mit den Kindern, ein bisschen länger schlafen oder einem kleinen Spaziergang. Aber das empfiehlt sich nicht nur für das Bauernhofleben, sondern jedem, auch wenn es nur eine Viertelstunde ist! Wenn es immer nur so einfach wär :- )  Eine schöne Zeit an alle meine Bauernhofgeschichten-Leser !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Erholung für die Seele

Meine Lieben, auch wenn eigentlich überhaupt keine Zeit dafür ist und die Putz- und Räumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gestern war herrlichstes Wetter und da muss man seiner Seele einfach was gönnen.

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Mir tut der Garten sooo gut und so stapfte ich nach dem nötigsten Arbeiten zu den Hochbeeten, betrachtete den wunderschön blühenden Obstgarten und empfand sofort eine kleine Auszeit für mich. Wem geht es auch so??

Ich gewinne durch das Graben in der Erde, das Einpflanzen und das Ernten eine innere Ruhe; erfreue mich an dem herrlichen Duft, wenn man die Kräuter jätet und berührt. Man ist dann ein bisschen weg von allem und tankt auf. Eine ehemalige Praktikantin sagte zu mir nach dem Sommer, Katharina – das ist Meditation für mich und lächelte.

Damit der Beitrag nicht zu philosophisch wird, hab ich auch einen Tipp für das Ansetzen von Salat. Ich setze den Salat immer nur beim abnehmenden Mond, bei aufnehmenden Mond schießen die Salatköpfe leichter aus und schauen dann aus wie Bäume;). Wenn Interesse besteht, schreibe ich gerne mal einen Beitrag, welche Pflanzen man nebeneinander setzen soll und welche nicht (Bsp. Schnittlauch und Petersilie).

Der Pflücksalat ist einfach ein Hit und ich pflanze im Frühling ganz viel davon zwischen den Kopfsalat. Man hat sehr lange davon und der Pflücksalat wächst immer nach. Eine herrliche Gabe der Natur. Bei uns wird jetzt in den Bauerngärten die Wachstums- und Schutzfolie von den Pflanzen gegeben, da der Frost vorbei ist und nun alle Pflanzen die volle Sonnenkraft zum Wachsen benötigen. Zu Muttertag hab ich meistens den ersten Salat und darauf freu ich mich immer besonders:

Viel Spaß beim Garteln wünscht euch Bäuerin  Katharina vom Zittrauerhof. http://www.gasteinurlaub.com

 

Die Küche voll im Griff

Zeit für ein neues Rezept, oder? Weil ich ein Fan von einfachen und schnellen Kuchen bin, hier ein Rezept von meiner Freundin Annika. Ein Tag und ein ganzes Blech war aufgegessen!

Schwiegermutterkuchen

Für den Knetteig:
150g Mehl
65g Butter
65g Zucker
1 ganzes Ei
1 Tl Backpulver

Für den Rührteig:
100g Butter
200g Zucker
3  ganze Eier
175g gemahlene Nüsse
50g Mehl
1,5 Tl Backpulver

1 Glas eingelegte Kirsche, am besten entkernt (gut abtropfen lassen)
Schokoladenglasur

Zubereitung:
Den Knetteig in eine Springform geben, glatt ausrollen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die gut abgetropften Kirschen darauf verteilen. Dann den Rührteig gleichmäßig über die Kirschen geben.

Umluft: 150°C, eine Stunde backen

Abkühlen lassen und mit Schokoladenglasur überziehen.

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Und das Beste an dem Kuchen? Er wurde in meiner neuen Bauernküche gebacken. Die letzten Wochen herrschte ein wahres Chaos hier im Bauernhof; überall standen Kisten und Kübeln herum und täglich gingen Handwerker ein und aus. Aber nun ist die Küche fertig, fast komplett eingeräumt und mein geliebter Ofen ist schon eingeheizt.

Ich bin so glücklich über meine neue Küche (wie wenn mein Mann einen neuen Traktor bekommt) und sage: DANKE! an alle Arbeiter und Helfer. Ein besonderer Dank gilt der Tischlerei Rudigier und Elektrotechnik Grechenig für die grandiose Arbeit und Unterstützung unserer Ideen!

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Den Bergen näher kommen …

Es scheint so, als kündigt sich jetzt doch der Sommer so langsam an. Und mit dem Sommer kommt die Wanderzeit. Heute war ein richtig sonniger Tag, welcher dazu aufforderte, die Wanderschuhe anzuziehen und los zu marschieren. In Hinkunft wird bei den Bauernhof-Geschichten auch Ausflugs- und Wandertipps mit dabei sein. Und hier kommt heute ein Wandertipp von Annika aus dem schönen Gasteinertal:

Los geht es am Hoteldorf Grüner Baum in Bad Gastein. Am besten fährt man mit dem Bus dort hin, dann ist man auf dem Rückweg flexibler mit der Strecke. Gleich gegenüber der Bushaltestelle geht es auf den Wanderweg Richtung Poserhöhe. Diese soll das Zwischenziel der Tour sein. Die erste Stunde bis dorthin ist wirklich ein bißchen anstrengend, denn es geht steil bergauf und auch ein wenig Trittfestigkeit ist gefragt. Vorbei an manch einem Wasserfall und Bergbach erreicht man dann die Poserhöhe. Die Hütte lädt mit ihren Leckereien und kalten (und warmen) Getränken zum Verweilen ein. Bei einem leckeren Kaiserschmarrn oder einen kühlen Radler kann man die Aussicht auf die Hohen Tauern genießen.

Nach der Stärkung gibt es verschiedene Möglichkeiten für den weiteren Weg. Weiter den Berg hinauf kommt man zum Gamskarkogel, unterhalb der Poseralm geht ein Wanderweg Richtung Café Gamskar am Gasteiner Höhenweg (die beste Variante um ggf. zum Auto am Grünen Baum zurück zu kehren). Der dritte Weg führt oberhalb der Hütte entlang und schlängelt sich durch verspielte Wiesen und urige Wälder, vorbei an stürzenden Wasserfällen und über kleine Holzbrücken. Die dritte Variante kann ich wärmstens empfehlen. Nach ca. 1,5 Stunden gelangt man auf den Höhenweg oberhalb von Gadaunern, mit bestem Blick über das Gasteiner Tal. Runter nach Gadaunern kommt man grade zurück zu uns an den Hof. Oder man läuft weiter nach Hofgastein und verbringt noch ein paar schöne Momente im Ort.

Wer jetzt Lust auf diesen Ausflug hat, kann sich schon mal jetzt an ein paar Impressionen erfreuen!

 

Eure Bäuerin Katharina und Annika vom Zittrauerhof

Maulwurf-Torte

Heute ist es mal wieder Zeit für ein neues Rezept. Ich habe dieses Rezept aus zwei Gründen besonders gern: 1. Schmeckt diese Torte einfach unglaublich lecker und 2. habe ich es von Ursula, einer Freundin aus Deutschland, die das Gasteinertal in den letzten Jahren sehr liebgewonnen hat, bekommen.

250 g Margarine oder Butter
250 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
6 Eier
100 g Mehl
1 Packung Backpulver ( die kleine mit einigen wenigen Gramm für „normale“ Haushalte)
25 g Speisestärke Maizena
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Schokolade ( ich schmelze sie immer einfach auf dem Herd, geht einfacher)

Alle Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten (Eier mit Zucker flaumig rühren, Vanillezucker dazu, Maizena, Nüsse, Schoko und zum Schluß löfelweise das Mehl und Backpulver) und bei 175 Grad Umluft 50 Minuten backen. Die Tortenform einfetten und mit Brösel oder Mehl einstauben.

Torte erkalten lassen, dann aushöhlen (also Rand und Boden stehen lassen und alles andere mit einem Löffel rausschaben). Den weggenommenen Teig mit den Händen zerkrümeln. Eine Tasse Brösel beiseite stellen.

3 Becher Schlagobers (Sahne) mit 2 Packungen Sahnesteif steif schlagen und mit Bröseln und 2 Esslöffel Kakao vermengen. (Statt Schlagobers kann man auch 1-2 Quimic und 1 x Becher 250 ml Sahne nehmen),

Masse in ausgehöhlten Kuchen geben und mit den beiseite gestellten Bröseln bedecken. Anschließend kalt stellen! Vor dem Servieren kann der Kuchen noch mit Puderzucker bestreut werden

Die Torte ist sehr saftig und bleibt mehrere Tage frisch. Sie wird sogar, wenn sie für einen Tag im Kühlschrank steht noch besser, weil sie gut durchziehen kann.

Gutes Gelingen und vor allem Guten Appetit !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

 

Wenn der Frühling kommt

Der ein oder andere mag vielleicht schon die Geräusche und die Gerüche des bäuerlichen Frühlings wahrgenommen haben, denn es scheint so, als würde der Frühling bald in seiner vollen Pracht Einzug halten im schönen Gasteinertal! Und so kommt es nun auch bei uns am Zittrauerhof, dass die Arbeit Tag für Tag draußen mehr wird und alles aus der Winterruhe erwacht (natürlich gibt es auch im Winter einiges zu tun, doch merkt man die zusätzliche Arbeit ab dem Frühling doch sehr 😉 ).

Und so fahren die Männer wieder vermehrt mit den Traktoren durch die Gegend, um die anstehenden Arbeiten auf den Feldern zu verrichten.

Wir hören oft, wie schön grün doch unsere Wiesen im Tal sind und so satt und saftig aussehen. Das finden wir auch! Aber wie es zu diesen schönen grün kommt, mag der ein oder anderen empfindlichen Nase nicht so gefallen… Denn im Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Gülle. Diese wird auf den Wiesen und Feldern verteilt, um den Boden zu düngen und so den satten Farbton grüner Wiesen zu erhalten. Dieser Frühlingsgeruch überzeugt zwar nicht jede Nase, ist aber doch sehr wichtig für unsere tägliche Hofarbeit!

Die Wiesen werden allerdings nicht nur gedüngt, um sie zu nähren, sondern auch Säuberungsarbeiten stehen an. Ist der Schnee geschmolzen, tauchen so einige Sachen auf den Wiesen auf. Neben Stöcken und Ästen, die der Wind hergetragen hat, findet sich auch einiges an Müll, Glasscherben, Hundesackerl und Plastik, die entfernt werden müssen! Eine mühsame und zeitaufwendige Arbeit, aber sie muss eben gemacht werden.

Und dann gibt es auch besonders schöne Frühjahrsarbeiten hier am Hof.  Viel Spaß habe ich dabei, die Beete umzustechen und die ersten Pflanzen zu setzen, damit der Duftgarten und die vielen Beete am Hof auch dieses Jahr wieder ihr buntes Kleid tragen können! Und wenn man dann eh schon um das Haus und den Garten herumwerkelt, kann auch gleich hier Ordnung geschaffen und Äste weggeräumt werden. Sind die Aufräum-, Pflanz- und Pflegearbeiten beendet, ist jetzt auch Zeit für das Dekorieren – gerade vor Ostern hat man danach schon große Sehnsucht.

Besonders im Stall zeigt der Frühling seine schönsten Momente. Denn sobald das Wetter schön ist, darf auch unser Nachwuchs das erste Mal die eigenen vier Wände verlassen und die große Welt draußen entdecken. Zeigen sich also die ersten Sonnenstrahlen bei frühlingshaften Temperaturen, sieht man unsere jüngsten Hofbewohner über die Felder turnen – in jedem Jahr wieder eine Freude!!!

Auch die Häsin Magret hat vor ein paar Tagen ihre Jungen bekommen und wir freuen uns schon, wenn die Kleinen rauskommen und sich zeigen werden. Über die nächsten Arbeiten im Frühling werde ich euch demnächst berichten.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Neues aus der Bauernküche!

Heute ist es mal wieder Zeit, ein bisschen was aus der Küche zu erzählen!

Die Küche ist für mich der wichtigste Raum in unserem 400 Jahre alten Bauernhaus. Hier trifft sich die Familie mehrmals täglich – ob zum Essen, Kochen, Spielen, Schulaufgaben machen, Musizieren oder einfach nur zum Zusammensitzen.

Sehr beliebt bei uns am Zittrauerhof ist unser frischer Natur-Joghurt! Ein bis zwei Mal in der Woche bereiten wir diesen frisch zu, damit alle Hofbewohner und Gäste ihn genießen können.

Diese Art der Joghurtzubereitung habe ich von meiner Schwiegermutter Rosemarie gelernt und seither so gemacht – und genauso gebe ich das Rezept an Euch weiter, wenn ihr an der Zubereitung interessiert seid ! Ideal ist es, wenn man aus hygienischen Gründen für die Milchverarbeitung immer die gleichen Töpfe, Schneebesen etc. verwendet und diese Kochutensilien eben nur für die Milchverarbeitung 🙂

  1. Frische Vollmilch auf 90 Grad erhitzen (ich nehme meistens 5 Liter) – ab und zu umrühren und mit Thermometer messen)
  2. Bei 90 Grad vom Herd nehmen und auf 45 Grad abkühlen lassen (entweder auf einen Rost geben und von selbst abkühlen lassen oder wenn man es eilig hat, Topf ins Waschbecken geben und ein kühles Wasser vorab reinlaufen lassen),
  3. Ist die Temperatur erreicht, werden die Joghurtkulturen hinzugegeben. Ich nehme eine Portion von der Größe einer Erbse. Dann zügig umrühren!

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  1. Direkt in 6 große halb-Liter-Gläser füllen (Gläser zuerst sauber waschen und ggf. kurz ins Backrohr zum Desinfizieren), befüllen mit Milch und verschließen
  2. Gläser in einen großen Topf stellen, dessen Wasser 45 Grad hat. Mit Deckel zudecken und für 10-12 Stunden ruhen lassen. Idealerweise am Rand vom Holzherd 10 -12 Std. stehen lassen, dann bleibt die Temperatur konstant. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man auch ab und an warmes Wasser wieder reingeben, sodass die Temperatur erhalten bleibt. Wichtig ist beim Joghurt, dass die Gläser fast bis zum Deckel im warmen Wasser sind.
  3. Meist mach ich das Joghurt am Morgen und am Abend, nach ca. 10 Stunden, geb ich die Gläser in den Kühlschrank, dann können sie noch „ziehen“ und am nächsten Morgen ist der Joghurt fertig. Mahlzeit !!

Ich serviere meinen Joghurt am liebsten mit Apfelmus und einer Prise Zimt. Aber auch Hollerblütengelee oder Wipferlhonig (eher dünnflüssig) und andere Marmeladen eignen sich hervorragend! Einfach mal ausprobieren und die Lieblingsmischung finden. Kleiner Tipp: An heißen Sommertagen erfrischt Naturjoghurt pur sehr gut!

Oder hier eine aktuelle Kreation: Joghurt mit Erdbeermarmelade und Zimt!!!

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P.S: Die Joghurtkultur bestell ich meistens bei http://www.hoeller-marketing.at oder bei http://www.bhg.co.at. Die Kulturen bewahrt man dann im Gefrierfach auf, beim Verwenden einfach benötigte Menge rausnehmen und dann gleich wieder ins Gefrierfach geben. Mit einem solchen Packerl wie oben abgebildet, kommt man lange aus. Wir bestellen meist die Kulturen für Topfen, Joghurt, Frischkäse etc. für ein Jahr auf einmal oder bestellen gemeinsam mit anderen Bäuerinnen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachkochen,

Eure Bäuerin Katharina

Etwas Süßes am Faschingsdienstag ..

biskuitroulade.jpgMeine Mama und meine Schwester vom Biohof Maurachgut backen – egal, welche zusätzlichen Arbeiten am Hof auch an diesem Tag anfallen – immer ihre Faschingskrapfen am heutigen Tage. Das ist schon Tradition und alle im Haus erfreuen sich daran ! Einfach lecker sind sie.

faschingskrapfen-maurachgut

Ich hatte heute richtig Lust auf eine frische Biskuitroulade, gefüllt mit Erdbeeren und Schlagobers, bei diesem frühlingshaften Wetter ein bisschen was Erfrischendes. Kommt jemand überraschend zu Besuch, ist dies auch ein herrliches Rezept, weil es auch sehr schnell geht und auch am nächsten Tag noch gut schmeckt. Viel Spaß beim Nachbacken.

Zutaten: 3 große Eier, 100 – 120 Kristall oder Staubzucker, 4 Esslöffel Mineral oder Wasser, 120 g Weizenmehl (sieben), 1/2 Packung Backpulver. Bei 200 Grad je nach Backofen ca. 12 min backen. Zum Füllen: Erdbeeren, Schlagobers ODER eine gute Marillenmarmelade – idealerweise mit einem Schuss Rum vermischt.

Die Eier trennen, Eiklar mit dem Zucker stichfest schlagen, anschließend den Dotter  mit Mineral oder Wasser schaumig schlagen, danach löffelweise das gesiebte Weizenmehl rein (zuvor mit Backpulver vermischen) und zwischendurch vom fest geschlagenen Schnee ab und an einen Löffel dazu. Wenn das Mehl reinkommt, nicht mehr mit vollem Turbo schlagen.  Zum Schluss Rest des geschlagenen Eiklars unterheben und auf ein Blech (Backpapier) regelmässig draufstreichen. Zuvor Backrohr schon auf 200 Grad erhitzen. Den Teig für 10 Minuten backen. Inzwischen ein weiteres Backpapier auf die Arbeitsfläche hinlegen, ein bisschen Zucker draufstreuen und einen nassen Fetzen (nasses Küchentuch) vorbereiten. Ist die Biskuitroulade fertig, aus dem Backrohr geben und auf das vorbereitete Backpapier stürzen.

roulade-mit-fetzen-eingewickeltAuf die Oberfläche vom Backpapier das feuchte Küchentuch rauflegen, so löst es sich schnell und einfach und lässt sich super einrollen. Gleich mit dem Küchentuch einrollen und wenn die Roulade ausgekühlt ist, kann sie mit Marmelade oder mit Erdbeeren-Schlagobers befüllt werden.

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Gutes Gelingen und viel Freude beim Nachbacken !

Bei den nächsten Bauernhofgeschichten kommt wieder mal was Tierisches vom Zittrauerhof. Schöne Grüße und einen angenehmen Faschingsdienstag an alle !

Eure Bäuerin Katharina

 

Zum Hirschflüsterer ins Angertal

EIN NATURSCHAUSPIEL der BESONDEREN ART

Heute möchte ich über eine Begegnung der besonderen Art bei meinen Bauernhofgeschichten berichten.

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Da unsere Gäste und Freunde vom Ausflug zum Hirschflüsterer ins Angertal so schwärmten, machten wir uns selbst auf den Weg, mit Thomas Tscherne zur schönst gelegenen Futterstelle ins romantische Angertal zu fahren. Allein die Auffahrt war für uns schon ein Erlebnis, bei schönstem Wetter und herrlichem Panorama fuhren wir mit dem Spezialfahrzeug gemächlich zur Alm hinauf. Zweimal täglich wird das Rotwild dort auf fast 1.800 m von ihm gefüttert – aus nächster Nähe und in freier Wildbahn sitzen wir auf Bänken inmitten der Futterstelle.

20170214_111054 hirschfütterung angertal.jpgThomas beruhigende Worte, täglich diesselben Geräusche beim Füttern, das Klopfen mit der Schaufel und immer derselbe Fütterungsablauf zur gleichen Zeit geben den Tieren Sicherheit und die Tiere schenken Thomas ihr Vertrauen – nach jahrelanger Annäherung und unendlich viel Geduld.

Und so erzählt Thomas während der Fütterung so manche Geschichte über seine Lieblingshirsche – wie der Klassensprecher zu seinem Namen kam, die Eigenheiten von Feignuss und Bambi usw.

Auch wenn man mit der Jagerei nichts am Hut hat, es ist für jeden, der Tiere und Natur liebt, ein unverfälschtes, besonderes Erlebnis und auf jeden Fall sein Geld wert. Einige schöne Fotos hab ich auch auf der Plattform von Gerhard Michel http://www.gasteinertal.com/fotos/hirschfuetterung/ gefunden, er dürfte auch schon bei Thomas oben gewesen sein. Und bei Servus TV gibt es tolles Kurz-Video, damit man sieht, wie es dort oben wirklich ist. http://www.servustv.com/at/Medien/Wintermomente/Der-Hirschfluesterer-von-Bad-Hofgastein

Es ist eine Möglichkeit, runter zu kommen, abzuschalten, zu genießen und einfach an einem unverfälschtem Naturschauspiel teilnehmen zu dürfen. Man sollte jedoch nicht unter Zeitdruck stehen, denn das Rotwild kommt nicht auf Pfiff, es sind nach wie vor Wildtiere, die selbst bestimmen, wann sie kommen, ob sie kommen und wie lange sie bleiben wollen. Viel Freude und ein ebenso schönes Erlebnis wünscht euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.