Frühling auf den Teller

Jetzt, wo ab und an schon der Frühling über die  Gasteiner Bergen schaut, bekommt man doch schon richtig Lust auf leckere Frühlingsrezept, die den Gaumen erfreuen.

Besonders Lust hatte ich in den letzten Tagen auf frisches, selbstgemachtes Laugengebäck und eine Käse-Rolle mit Radieschen-Topfen-Füllung! Wem läuft jetzt grade schon das Wasser im Mund zusammen? Also hier ganz schnell das Rezept zum Nachmachen!

Käserolle nach Katharinas Art:

  • ca. 9-12 Scheiben Gouda Käse oder Tilsiter (kein Käse mit grossen Löchern, nicht zu dünn schneiden)
  • ca. 9 – 12 Scheiben Schinken
  • 150 g Topfen
  • Joghurt
  • Radieschen gerieben oder fein geschnitten
  • Radieschenblätter, Jungzwiebel, Kräutersalz

Käsescheiben auf ein Backblech inkl. Backpapier auflegen (überlappend) und bei ca. 70 Grad ein paar Minuten anschmelzen lassen, sodass der Käse die Käseblätter ein grosses „Blatt“ wird. Ein bisschen abkühlen lassen, danach den Schinken auch drauflegen und die Fülle aus Topfen, Joghurt, Salz, kleingeschnittene Radieschen, Blätter von den Radieschen, kleingeschnittene Jungzwiebel draufstreichen und wie eine Biskuitroulade einrollen. Auf einen flachen Teller oder Tablett geben und rein in den Kühlschrank zum Durchziehen. Mit Zick-Zackmesser nach ein paar Stunden runterschneiden und genießen.

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Dazu passt super gut frisches Laugengebäck 😉

Laugengebäck selbstgemacht: (15 – 20 Stk.)

  • 1000 g Weizenmehl
  • 2 Würfel frische Germ
  • 8 dag weiche Butter oder Öl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  •  Für die Lauge: 1 lt. Wasser, 2 Esslöffel (1 Packerl) Natron.
  1. Weizenmehl in eine Schüssel geben und am Rand salzen.
  2. In die Mitte eine Grube machen und die Germ,  Zucker  und ein bisschen vom lauwarmen Wasser hinzugeben
  3. Germ, Wasser und Zucker in der Mitte mit einem Löffel kurz verrühren und ein paar Minuten stehen lassen, bis die Germ geht. Dann die restliche Flüssigkeit sowie Butter oder Öl dazugeben und den gesamten Teig mit der Maschine kneten.
    (Es tut dem Teig gut, wenn er länger geknetet wird, dann wird er feiner.)
  4. An einem warmen Ort ein bisschen gehen lassen und aus dem Teig 15-20 Stk. runterschneiden, schleifen und nochmals für ca. 15 min gehen lassen.
    (Ob Knöpfe, Striezel oder Kugeln sind jedem selbst überlassen)
  5. Habt Ihr einen Apfelspalter zuhause? Dann einfach kurz bevor die 15 min um sind, bei den runden mit dem Apfelspalter runterdrücken und umdrehen (sodass das Muster unten ist) und noch ein bisschen gehen lassen.
  6. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron aufkochen, das Gebäck kurz eintauchen (beidseitig) und mit einem Hausfreund auf das Blech (inkl. Backpapier!!) geben. Mit dieser Musterung schauen die Laugenbrötchen dann wie Fussbälle aus. Lässt man sie länger in der Lauge, werden sie dunkler oder gibt man mehr Natron in das Wasser, wie jeder will. Unsere Kinder haben es lieber, wenn es zwar knusprig, aber nicht so dunkel ist.
  7. Bei 200 Grad ca. 15-20 min backen. Klingt die Unterseite hohl beim Draufklopfen, ist das Gebäck fertig. Man kann auch einen Teelöffel Backmalz hinzugeben bei der Masse, dann wird das Gebäck noch knuspriger und erhält eine schöne Bräune.

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Mahlzeit. Alles Liebe und gutes Gelingen. Katharina vom Zittrauerhof

Wenn irgendwas nicht so verständlich ist, einfach melden. Beim nächsten Rezept werden die Schritte wieder abfotografiert, dieses Mal war dafür kein Fotoapparat in der Nähe 🙂

 

 

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das beste Rezept …

In der neuen Bauernküche am Zittrauerhof macht das Backen einfach noch mehr Spaß und ich habe für meine Blogleser nun ein Rezept, das ich sehr gerne und oft mache – ich finde, es ist das beste Topfenguglhupf-Rezept überhaupt. Lauwarm gegessen ist es am besten und dazu noch ein Häferl Kaffee  :- ) Mahlzeit !

Man braucht für meinen Lieblings-Topfen-Guglhupf:

250 g Topfen (am besten einen selbstgemachten), 250 g Staub oder Feinkristallzucker, 250 g Butter, 270 g Weizenmehl, 30 g Stärkemehl, 5 Eier, 1 Packung Backpulver, 1 Packung Vanillezucker, Zesten von einer Zitrone.

Zuerst rührt man die Butter schaumig und gibt den Dotter nach und nach dazu, dann die Zeste und Zuckergemisch einrühren. Anschließend den cremigen Topfen löffelweise hinzugeben. Als Abschluß das Backpulver und Stärkemehl sowie Backpulver löffelweise ebenso in die Masse geben und den steif geschlagenen Schnee unterheben.

 

Den Teig dann in eine befettete Guglhupf-Form füllen und ca. 60 Minuten bei 160 Grad backen. Einfach genießen und gleich lauwarm ausprobieren. Gutes Gelingen Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof Gastein.

P.S: Dieser Guglhupf eignet sich auch gut zum Einfrieren :- ))

 

 

Maulwurf-Torte

Heute ist es mal wieder Zeit für ein neues Rezept. Ich habe dieses Rezept aus zwei Gründen besonders gern: 1. Schmeckt diese Torte einfach unglaublich lecker und 2. habe ich es von Ursula, einer Freundin aus Deutschland, die das Gasteinertal in den letzten Jahren sehr liebgewonnen hat, bekommen.

250 g Margarine oder Butter
250 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
6 Eier
100 g Mehl
1 Packung Backpulver ( die kleine mit einigen wenigen Gramm für „normale“ Haushalte)
25 g Speisestärke Maizena
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Schokolade ( ich schmelze sie immer einfach auf dem Herd, geht einfacher)

Alle Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten (Eier mit Zucker flaumig rühren, Vanillezucker dazu, Maizena, Nüsse, Schoko und zum Schluß löfelweise das Mehl und Backpulver) und bei 175 Grad Umluft 50 Minuten backen. Die Tortenform einfetten und mit Brösel oder Mehl einstauben.

Torte erkalten lassen, dann aushöhlen (also Rand und Boden stehen lassen und alles andere mit einem Löffel rausschaben). Den weggenommenen Teig mit den Händen zerkrümeln. Eine Tasse Brösel beiseite stellen.

3 Becher Schlagobers (Sahne) mit 2 Packungen Sahnesteif steif schlagen und mit Bröseln und 2 Esslöffel Kakao vermengen. (Statt Schlagobers kann man auch 1-2 Quimic und 1 x Becher 250 ml Sahne nehmen),

Masse in ausgehöhlten Kuchen geben und mit den beiseite gestellten Bröseln bedecken. Anschließend kalt stellen! Vor dem Servieren kann der Kuchen noch mit Puderzucker bestreut werden

Die Torte ist sehr saftig und bleibt mehrere Tage frisch. Sie wird sogar, wenn sie für einen Tag im Kühlschrank steht noch besser, weil sie gut durchziehen kann.

Gutes Gelingen und vor allem Guten Appetit !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

 

Hollerblütensaft – Muatas Rezept

Nachdem uns allen wunderschöne Tage mit herrlichem Sonnenschein geschenkt wurden, haben sicherlich alle Bauern die Chance für eine gute Heu-Ernte genützt. Das trockene Wetter ist auch ideal zum Abernten von Kräutern und zum Ansetzen von Säften unter anderem vom Hollunder. Der Hollunderstrauch ist einer meiner Lieblinge, als Tee, als gebackene Nachspeise, als Gelee, als Ergänzung in Marmeladen oder als Hollerblütensaft.

20160621_164426 hollerblüten nah.jpgDie Maurach-Muata, meine Oma, hat uns ein wirklich gutes Rezept gelehrt, das gut hält und einfach zu machen ist. Gerne geb ich das Rezept weiter und wünsche gutes Gelingen.

Hollunderblüten-Sirup

20160625_ hollerblütensaft flasche
zum Frühstück selbstgemachte Säfte !

Zutaten: 40 große Hollunderblüten (es können auch 10 Stk. mehr sein), 4 lt. Wasser, 6 kg Feinkristallzucker, 6 Biozitronen (gut gewaschen) oder man mischt Zitronen mit Orangen und 125 g Zitronensäure. Bei trockenem Wetter – idealerweise in der Mittagszeit Hollerblüten ernten, ich zwick es immer gleich nach der Blüte ab, dass fast kein Stengel dabei ist. Also man gibt in einem 10 lt. Kübel oder sonstigem sauberen Gefäß 4 lt. Wasser rein, 6 kg Zucker sowie geschnittene Zitronen und die Zitronensäure, rührt es einige Male um und gibt zum Schluss die trockenen Hollunderblüten rein. Dann wieder fest umrühren. Täglich (3-6 Tage lang) rührt man den Saft mind. 1 x täglich um. Rührt man mehrmals täglich und hat der Saft schon einen guten Geschmack, so kann man den Hollundersaft auch schon nach drei Tagen abfüllen. Er wird durch ein Sieb und eine Windel durchgeseiht und in sauberen Flaschen abgefüllt. Wir pressen die Windel erst zum Schluss aus und verwenden diesen ausgepressten Sirup (also das „Resterl“) gleich zum Trinken. Die abgefüllten Flaschen halten super gut ein Jahr oder länger. Wir lagern sie im Keller, gut verschrauben. Wenn man will, kann man den Hollundersaft auch kurz abkochen und ein bisschen Einsiedehilfe beifügen, allerdings der Saft hält auch sehr gut, wenn er kalt angesetzt ist und alles nach o.a. Anleitung gemacht wurde. Man bekommt ca. 7 lt. Hollunderblütensirup von der o.a. Menge. Gutes Gelingen und morgen einen schönen Sonntag !