Abschied nehmen ..

  • Tiere zu verkaufen gehört zum Bauern-Sein dazu – stimmt.
  • Es ist ein Teil unseres Jobs – stimmt.
  • Wir verdienen damit unser Geld – stimmt.
  • Aber dennoch fällt der Abschied bei manchen Tieren besonders schwer und das Herz fängt ein bisschen an zu weinen.

So ist das mit unserer Kria – der 18jährigen Islandstute – auf unserem Hof. Sie leidet seit letztem Winter an „Dämpfigkeit“ und erholt sich erst, wenn es draußen wieder grün wird. Auf Anraten haben wir uns nun auf die Suche nach einem Platz am Meer gemacht und dank Frau Haussmann vom Tierschutzverein Auf dem Weg ins Glück auch einen gefunden.

2016-04 Kria mit Hengstfohlen

Kria hat einige Jahre bei uns am Zittrauerhof gelebt, wir haben sie aufwachsen sehen und jeder Hofbewohner und Feriengast kann sich an schöne Momente mit unserer Islandstute erinnern. Kria hat unserem Hof so viel Positives gegeben und stets Kinderaugen und -herzen zum Lachen gebracht!

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Kria – für jeden Spaß zu haben

Gerne würden wir sie auch weiter behalten und uns um sie sorgen, doch leider ist dies bei unserem rauhen Klima im Winter nur unter ständiger Einnahme von Medikamenten und Spezialfütterung möglich.

Am Mittwoch war der Tag, an dem Kria den Weg nach Norddeutschland aufgenommen hat. Aber wir sind sehr glücklich, dass sie auf Brittas Ranch noch ihre weiteren Lebensjahre verbringen kann, inmitten von Pferden sein darf und von Pferdeliebhabern betreut und umsorgt wird. Sie wird dort unter ähnlich erkrankten Pferden leben und nach genau ihren Bedürfnissen versorgt werden. Vielleicht sehen wir sogar in den nächsten Tagen noch das ein oder andere Foto von ihr oder bekommen ab und an mal einen Zwischenbericht über Krias Leben im hohen Norden Deutschlands. Darauf freuen wir uns schon. Alles Liebe vom Zittrauerhof, Katharina Schwaiger.

so sieht Krias neue Heimat aus:

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das beste Rezept …

In der neuen Bauernküche am Zittrauerhof macht das Backen einfach noch mehr Spaß und ich habe für meine Blogleser nun ein Rezept, das ich sehr gerne und oft mache – ich finde, es ist das beste Topfenguglhupf-Rezept überhaupt. Lauwarm gegessen ist es am besten und dazu noch ein Häferl Kaffee  :- ) Mahlzeit !

Man braucht für meinen Lieblings-Topfen-Guglhupf:

250 g Topfen (am besten einen selbstgemachten), 250 g Staub oder Feinkristallzucker, 250 g Butter, 270 g Weizenmehl, 30 g Stärkemehl, 5 Eier, 1 Packung Backpulver, 1 Packung Vanillezucker, Zesten von einer Zitrone.

Zuerst rührt man die Butter schaumig und gibt den Dotter nach und nach dazu, dann die Zeste und Zuckergemisch einrühren. Anschließend den cremigen Topfen löffelweise hinzugeben. Als Abschluß das Backpulver und Stärkemehl sowie Backpulver löffelweise ebenso in die Masse geben und den steif geschlagenen Schnee unterheben.

 

Den Teig dann in eine befettete Guglhupf-Form füllen und ca. 60 Minuten bei 160 Grad backen. Einfach genießen und gleich lauwarm ausprobieren. Gutes Gelingen Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof Gastein.

P.S: Dieser Guglhupf eignet sich auch gut zum Einfrieren :- ))

 

 

Zeit für Löwenzahn ..

Zum Frühling gehört auch der Löwenzahn dazu, er ist so vielseitig verwendbar und besonders lecker auch in der Küche. Mein Lieblingsrezept ist, vom Löwenzahn einen Honig zu erzeugen. Gerne teile ich mit euch das Rezept. Der Löwenzahnhonig eignet sich besonders gut als Beigabe für ein Naturjoghurt, als Süßungsmittel bei Kräutertees oder bei trockenem Husten den Löwenzahnsirup oder Wipferlsirup löffelweise einnehmen. Will man ihn auf ein Butterbrot schmieren, koch in den Honig länger ein oder lass ihn stehen und koch ihn am nächsten Tag nochmals ein, dann wird er auch dickflüssiger.

löwenzahn frühling

Rezept:

300 g Löwenzahn – Blütenköpfe, an einem trockenen Tag gepflückt, mittags
2 kg Feinkristallzucker oder Gelierzucker
2 Bio-Zitrone(n), ein bisschen Zitronensäure
1 Liter Quell-Wasser

Zubereitung

Die Blüten an einem trockenen Tag pflücken, idealerweise in der Mittagszeit. Nur die Blüten, nicht die Stengel. 1 Liter Wasser, 30 min köcheln lassen und zum Schluss die in Scheiben geschnittenen Zitronen hinzugeben. Auf die Seite ziehen und den Sud am nächsten Tag (ich lass es 12 Stunden stehen) durch ein Stofftuch (saubere Molton-Windel) pressen oder mittels Sieb. Mit Zucker 1 -4 Stunden langsam köcheln, ich nehme immer 50 % Feinkristall und 50% Gelierzucker.  Vorsicht – kann überschäumen!!! Gelierprobe machen!  Wenn die Konsistenz passt, in heisse Gläser abfüllen und verschließen. Gelierprobe: man nimmt einen flachen Teller, spült ihn kalt ab und gibt dann mit einem Löffel den Löwenzahnhonig drauf. Lässt es ein bisschen stehen und nach kurzer Zeit überprüft man, ob der Honig vom Teller runterrinnt oder nicht.

Viel Spaß beim Nachmachen und schöne heiße Frühlingstage, der nächste Bericht ist von unserer ersten Heuernte. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

PS: Dieses Grundrezept verwende ich auch für die Herstellung von Frühlingskräuterhonigsorten oder meinen Fichtenwipfelhonig.

 

Den Bergen näher kommen …

Es scheint so, als kündigt sich jetzt doch der Sommer so langsam an. Und mit dem Sommer kommt die Wanderzeit. Heute war ein richtig sonniger Tag, welcher dazu aufforderte, die Wanderschuhe anzuziehen und los zu marschieren. In Hinkunft wird bei den Bauernhof-Geschichten auch Ausflugs- und Wandertipps mit dabei sein. Und hier kommt heute ein Wandertipp von Annika aus dem schönen Gasteinertal:

Los geht es am Hoteldorf Grüner Baum in Bad Gastein. Am besten fährt man mit dem Bus dort hin, dann ist man auf dem Rückweg flexibler mit der Strecke. Gleich gegenüber der Bushaltestelle geht es auf den Wanderweg Richtung Poserhöhe. Diese soll das Zwischenziel der Tour sein. Die erste Stunde bis dorthin ist wirklich ein bißchen anstrengend, denn es geht steil bergauf und auch ein wenig Trittfestigkeit ist gefragt. Vorbei an manch einem Wasserfall und Bergbach erreicht man dann die Poserhöhe. Die Hütte lädt mit ihren Leckereien und kalten (und warmen) Getränken zum Verweilen ein. Bei einem leckeren Kaiserschmarrn oder einen kühlen Radler kann man die Aussicht auf die Hohen Tauern genießen.

Nach der Stärkung gibt es verschiedene Möglichkeiten für den weiteren Weg. Weiter den Berg hinauf kommt man zum Gamskarkogel, unterhalb der Poseralm geht ein Wanderweg Richtung Café Gamskar am Gasteiner Höhenweg (die beste Variante um ggf. zum Auto am Grünen Baum zurück zu kehren). Der dritte Weg führt oberhalb der Hütte entlang und schlängelt sich durch verspielte Wiesen und urige Wälder, vorbei an stürzenden Wasserfällen und über kleine Holzbrücken. Die dritte Variante kann ich wärmstens empfehlen. Nach ca. 1,5 Stunden gelangt man auf den Höhenweg oberhalb von Gadaunern, mit bestem Blick über das Gasteiner Tal. Runter nach Gadaunern kommt man grade zurück zu uns an den Hof. Oder man läuft weiter nach Hofgastein und verbringt noch ein paar schöne Momente im Ort.

Wer jetzt Lust auf diesen Ausflug hat, kann sich schon mal jetzt an ein paar Impressionen erfreuen!

 

Eure Bäuerin Katharina und Annika vom Zittrauerhof

…. wenn dich der Pferdevirus erwischt ….

… ich freue mich, im heutigen Blog eine Geschichte von Salzmann Sepp, Spenglerei-Meister in Bad Hofgastein, zu veröffentlichen. Er hat sich die Zeit genommen und schreibt über das Hobby Pferd, welches für viele in unserem Tal einen so einen hohen Stellenwert hat, Kraft und Freude gibt.

Meine Liebe zu den Tieren begann schon in den 70igern….. fleißig gespart und mit dem Vater nach Maishofen zur Schafversteigerung, wo wir uns 4 Schafe ersteigert haben. …wir züchteten in den folgenden Jahren zuerst Texel Schafe, dann Tiroler Bergschafe und bis vor ein paar Jahren noch Schwarzkopfschafe. Mitte der 90iger kam es durch einen witzigen Zufall dazu, dass ich mit ein paar Freunden beim Haitzing Hias einen Ausritt mit seinen Pferden machte und ich meine Liebe zu den Pferden entdeckte. Wir nahmen dann gemeinsam übern Winter beim Hias Reitstunden und schlossen dann im Frühjahr mit dem Reiterpass ab….. Es dauerte natürlich nicht lange und ich wollte ein eigenes Pferd. Nach einer Warmblutstute und später einen Wallach ergab es sich, dass ich die Möglichkeit bekam, meine grosse Leidenschaft, das Westernreiten zu erlernen. Mit meiner Quarter Horse Stute Elly lernte ich diese pferdefreundliche Reitweise zu lieben und hatte viele Jahre tolle Erlebnisse mit ihr.

sepp-salzmann-pferdeliebhaber

 In diesen Jahren kam noch der schwarz-weiss gefleckte Paint Hengst Black Contynentel dazu. salzmann sepp.jpg Ich züchtete mit den Beiden den wunderschönen Buck Skin Hengst „Jaconty v.d. Salty Ranch“, mein ganzer Stolz, den ich aufzog, zum Teil selber ausbildete und mit 3 Jahren an den bekannten Pat Parelli Instructor Michael Grohmann verkaufte.

sepp-stolzDie Arbeit mit meinen Westernpferden machte mir viel Freude und ich genoß die Ausritte mit Freunden und Urlaube mit meiner Reiterrunde. Diese Reiterrunde und Freundschaft verbindet uns jetzt schon über 20 Jahre und wir machen immer noch unseren jährlich Reitausflug, der uns schon bis nach Montana brachte, wo wir eine Woche auf einer Ranch mit Cowboys gearbeitet haben.

Da diese Leidenschaft doch zeitintensiv ist und leider der Punkt kam, wo die Zeit nicht mehr reichte, entschloss ich mich, von meinen Quarters zu trennen und suchte und fand tolle Plätze für sie bei „Pferdemenschen“ wo es ihnen gut gehen sollte.

Nur…..wenn einem die „Leidenschaft Pferd“ einmal infiziert hat, ist sie unheilbar….! Es ging natürlich nicht lange ohne Pferde und so kam ich vor 7 Jahren auf meine kleinen Rasenmäher…..den Mini Pferden.

sepp-und-seine-miniponys-kopieWinzig klein und doch ein Pferd. Seit dem züchte ich die kleinen Zwerge und habe mittlerweile eine nette bunte Herde beisammen. Ihnen abends beim Fressen und unbeschwertem Herumtollen zuzusehen, gibt einem das Gefühl, dass die Probleme des Tages eigentlich gar nicht mehr so groß sind und daß die Natur und die Tiere eine der schönsten Dinge im Leben sind, die wir haben.

Das vergessen wir leider viel zu oft. …..in diesem Sinne, liebe Freunde, geniesst das Leben und gebt Acht, dass euch der Pferde Virus nicht erwischt….weil der ist unheilbar!! Liebe Grüsse Sepp Salzmann „Salty Ranch“

Danke Sepp für diesen schönen Beitrag !!  Viel Spass beim Lesen liebe Pferdefreunde.

Weihnachtsduft liegt in der Luft …

Die vierte Kerze im Adventskranz wurde bereits vor einer Woche entzündet und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Die Weihnachtsstimmung ist aufgezogen und die wohl für jeden liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Nicht nur wir Menschen am Zittrauerhof feiern bei uns Weihnachten – auch die Tiere. So ist es bei uns Tradition, dass auch der Kinderstall geschmückt und ein eigener Weihnachtsbaum  für unsere tierischen Hofbewohner aufgestellt wird. So verbreitet sich die Weihnachtsstimmung bis in das kleinste Eck an unserem Hof.

Und wie es die Tradition des Stallschmückens gibt, gibt es noch viele weitere. So ist es bei uns Brauch, dass Opa mit den Kindern in den Wald fährt, um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden, zu fällen und aufzustellen. Natürlich macht man das nur, um dem Christkind Arbeit zu ersparen, schließlich es hat ja schon genug zu tun und muss sich nicht auch noch um einen Baum kümmern!

Und wenn es dann soweit ist, wenn Heiligabend vor der Tür steht, kehrt Ruhe und Stille am Hof ein. Man besinnt sich auf das Wesentliche im Leben und gedenkt einmal mehr noch denen, die nicht mehr bei uns sind.

Besonders der heilige Abend ist geprägt von Traditionen und Ritualen, die jeder hier am Hof kennt. In einem meiner ersten Beiträge habe ich über den Erbhof geschrieben, und dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, alte Traditionen und Bräuche am Leben zu halten. Und so führen wir auch die Tradition des Räucherns weiter. So gehen wir durch Bauernhaus, Stall und über den Hof und räuchern mit Kräutern und Weihrauch, um böse Geister zu vertreiben, und Krankheit sowie Unheil vom Hof zu verbannen. Wir füllen Ofenglut in eine große Räucherpfanne und geben Weihrauch darauf.

 Es ist ein uralter Brauch und ein wichtiges Ritual für uns in der Weihnachtszeit.

Und nun möchte ich allen Lesern und lieben Stammgästen, die die Bauernhof-Geschichten lesen, besonders schöne Weihnachtsfeiertage wünschen und jeder das bekommt, was er verdient und sich wirklich vom Christkind gewünscht hat. Einen herzlichen Händedruck, eine Umarmung, Verständnis, Lachen, die Familie beisammen zu haben und Geschenke, die mit Herz ausgesucht wurden.

Eure Bäuerin Katharina

Der Winter naht!

Das weiße Kleid des Winters legte in den letzten Tagen seine Pracht über die Berge, Wälder und Wiesen. Kaum zu glauben, dass  es bald schon wieder Winter im Gasteinertal wird.  Die Schneeflocken tanzten aus den Wolken hervor und zuckerten unseren Hof bins ins Tal an. Gerhard Michel von http://www.gasteinertal.com hat das herrliche Beitragsbild vom Schareck aus aufgenommen – danke !

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Wie jedes Jahr bringt der erste Schnee eine ganz besondere Faszination für Groß und Klein mit sich und die ersten Wintersportler decken sich schon mit Skiausrüstungen und Bergbahnkarten ein, um bei Öffnung der Skigebiete gleich ihr Können auf der Piste zu zeigen.

Bei uns am Hof geht nun alles in die Wintervorbereitung und Felder, Hof und Alm werden schneefest gemacht. Der Schnee ist im Talboden zwar wieder weg, allerdings werden auch die Tiere bald „eingestellt“, das heißt, sie werden geschert und in den Stall gebracht und dort gefüttert und kommen nicht mehr täglich auf die Weide. Was dann mit den Wiesen in nächster Zeit geschieht, folgt bei der nächsten Bauernhof-Geschichte.

Nach getaner Arbeit im Stall und am Hof freut man sich sehr über ein warmes Getränk, um den Körper wieder zu wärmen. Ein Rezept möchte ich gerne teilen, da es nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist, einfach und schnell zu machen geht und den Körper für die kalten Tage stärkt!

INGWER PUNSCH

Ingwer 100 g frisch geschnitten oder gerieben

Salbeiblüten

100 ml Zitronensaft

200 g Rohrzucker

100 ml Wasser

Alles aufkochen und auf die Seite stellen. Zitronensalbei, Zitronenverbene oder  ein anderes gut riechendes Kraut dazu geben.

Abseihen und etwas abkühlen lassen.

In Flaschen füllen und in den  Kühlschrank stellen.

Punschansatz mit heißem Wasser oder Apfelsaft aufgießen – fertig.

Für die Großen kann nach Belieben etwas Rum dazu gegeben werden!

Dieser Ingwerpunsch ist einfach praktisch, wenn Besuch kommt, man hat ihn immer im Kühlschrank und braucht ihn nur mit heißem Apfelsaft aufgießen – fertig ! Was wärmt euch an kalten Wintertagen am Besten auf?

Eure Bäuerin Katharina

Herbst liegt in der Luft …

Der Herbst ist für uns auch eine Zeit zum Aufräumen, zum Ernten, zum Wegräumen …  Beim Zusammenräumen im Haus ist mir ein Buch in die Hände gekommen von den Mumins, diese liebenswerte Fabelwesen, die ich als Kind sehr gern mochte. Wer kann sich noch an die niedlichen Nilpferd-Figuren erinnern ?

mumins

Als Erwachsener haben die Bücher immer noch ihren besonderen Wert, aber man sieht die Texte mit anderen Augen.

 Die Geschichten der Tove Jansson sind verspielt, doch zugleich auch ernsthaft, manchmal melancholisch und sehr traurig, mit einem guten Ende, doch sind sie immer sehr liebevoll erzählt. Ihre Geschichten sind jedoch keineswegs nur Märchen, die eine heile Welt vorgaukeln.

„Der friedliche Übergang des Herbstes zum Winter ist keine schlechte Zeit. Es ist eine Zeit, in der man aufbewahrt und Vorräte sammelt, soviel man kann. Es ist schön, wenn man alles sammelt, was man ganz nah bei sich hat, seine Wärme und seine Gedanken, und wenn man sich weit innen einen sicheren Ort gräbt, wo man das verteidigt, was wichtig ist und kostbar und was man besitzt. Dann können Kälte und Stürme und die Dunkelheit kommen, soviel sie nur wollen. Sie tasten über die Wände und suchen nach einem Eingang, doch alles ist verschlossen.“herbstfoto.JPG

Aus Tove Janssons „Herbst im Mumintal“

Es grüßt euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

 

Ein Rezept für Topfen-Liebhaber

Ein Produkt, das ich sehr vielseitig verwende und wirklich schätze, ist der selbstgemachte Topfen oder auch Quark genannt. Ob für die Gesundheit als Topfenwickel, bei Insekten-Stichen zum Auflegen oder für die Küche – einfach ein Genuß. Dieses Mal möchte ich für Suppen-Tiger ein Rezept reinstellen. Für jene, die gerne den Topfen mit einbinden – ein einfaches und sicheres Koch-Erlebnis.

topfen natur.jpg

Das Rezept ist zudem auch schnell gemacht. Gerade, wenn man in der Früh vorbereiten kann, vormittags weg muss und mittags wenig Zeit hat, das Gericht fertig zu machen, ideal ! Denn die Zubereitungszeit dauert nur ca. 20 min. Einen frischen Salat dazu – fertig ist ein gutes Gericht.

Topfen-Nockerl als Suppen-Einlage

für ca. 4-6 Personen – nur 20 min Zubereitungszeit (ohne Kühlzeit)

ZUTATEN:

  • 250 g Topfen
  • 50 g Sauerrahm
  • 709 g Grieß
  • 1 ganzes Ei
  • 1 Eidotter
  • Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

ZUBEREITUNG:

Alle Zutaten zusammenrühren und ca. 2 Stunden in den Kühlschrank geben und rasten lassen. Nockerl danach formen (mit Kaffee- oder Esslöffel, je nachdem wie groß man sie haben möchte) und in leicht siedendes Wasser oder in die bereits fertige Rind-Suppe einkochen. Nachdem die Nockerl „raufkommen“, 1/4 lt. kaltes Wasser hinzugeben, nochmals leicht aufkochen und 10 min ziehen lassen. Guten Appetit vom Zittrauerhof.

Muuuuh… das geht auf die Kuh !

Wär hätte es gedacht, aber heute geht es um unsere Kühe. Wobei falsch, viel mehr geht es um das, was unsere Kühe uns geben! Die Milch… Manch einer mag jetzt vielleicht schon denken: Was will Katharina denn jetzt??? Ich weiß, dass das Thema Milch momentan in aller Munde ist, doch es bestimmt und beeinflusst ja auch unser Leben hier am Hof. Schließlich waren und sind wir seit Jahrzehnten ein Milchbetrieb und möchten es auch bleiben – wie viele andere Bauern auch !!! Der derzeitige Milchpreis, der Vermarktungspreis für die Kühe stimmt jedoch allgemein sehr bedenklich.

Grasende Kühe inmitten der Naturlandschaft
alle Milchviehbetriebe bekommen die Dumping-Preise im Supermarkt zu spüren

Ich möchte einfach diese Woche mal meine Gedanken mit euch teilen, vielleicht kennt jemand auch Antworten auf Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann…

Milch ist bei uns, als auch bei anderen im Haushalt allgegenwärtig. Ob beim Frühstück, Mittag oder Abendessen; zum Backen, Kochen oder einfach so zum Verzehr; in frischen Produkten oder in Fertigwaren im Supermarkt, überall findet man Milch. Bewusst oder unbewußt wird sie täglich benützt. Und doch ist man nicht bereit mehr für ein Päckchen oder eine Flasche Milch zu zahlen? Oder würden die Menschen sogar mehr zahlen für dieses kostbare LEBENSmittel? Ich weiß es nicht…

Gerade weil Milch in so vielen Produkten enthalten ist und regelmäßig verwendet wird, sollte es doch eigentlich ein Bewusstsein bei allen geben, das auch wertzuschätzen. Vier Euro für einen Energydrink bezahlen, aber bei einem Liter Milch knausern? Ich finde das kann doch einfach nicht sein.

Joghurt

Vielleicht sehen viele Menschen auch gar nicht, was eigentlich hinter der Milch steckt oder sie kennen einfach nicht den Geschmack von richtig guter Vollmilch frisch vom Hof. Eine Praktikantin aus Deutschland sagte mir mal: „Katharina, ich habe diese Woche das erste Mal wieder Milch zu Hause probiert. Und sie hat einfach nicht geschmeckt. Früher war der Geschmack für mich normal, aber nach Wochen mit frischer Alpenmilch von euch ist das einfach kein Vergleich mehr“.

Und ja man kann sagen: Milch ist nicht gleich Milch! Man schmeckt den Unterschied. Ob frisch zum Trinken oder im Joghurt. Unsere Kühe gehen jeden Sommer hoch auf die Alm und fressen saftiges Almgras und Alpenkräuter. Und ich behaupte und das ist auch bei den Molkerei-Ergebnissen Fakt, dass man das schmeckt ;).

Und jetzt hab ich Lust auf ein Glas Milch! Ihr auch? Dann geht doch mal zum Bauern um die Ecke oder kauft die gute SalzburgerLand Milch im Geschäft. Super lecker, super gesund und einfach gut! Ich bin mal positiv gestimmt und hoffe, dass der eine oder andere dies beherzigt und sich etwas Gutes gönnt – sei es in Form von Käse, Milch, Joghurt, Kuchen, Aufstriche, Topfen usw. – jeder einzelne ist wichtig. Auch wenn nachfolgendes Plakat eine andere Tier-Rasse darstellt, stimmt der Beitrag voll und ganz.

milchpreis

Eure Bäuerin Katharina