Gutes aus der Bauernküche

Am Bauernhof ist im Sommer sehr viel zu tun: der Garten, die Ernte am Feld, die Herstellung von Marmeladen, Säften und das Jäten im Garten, die Herstellung der Produkte für die  und den Bauernhof in Schuss zu halten.

Einer meiner Lieblingsorte ist und bleibt einfach meine Bauernküche. Besonders im Sommer finden sich allerlei Leckereien im Garten, auf den Feldern oder am Berg, die sich hervorragend verarbeiten lassen. Deshalb gibt es heute drei Rezept für saisonales Schmankerl, die momentan zubereitet werden können.

 

Ribislsaft

  • 1 Liter Ribisl mit 2 Liter Wasser aufkochen
  • 1,5 kg Zucker in die heisse Masse einrühren
  • erkalten lassen und dann 5 dag Zitronensäure einrühren
  • nach 24 h Saft abfüllen
  • (zur besseren Konservierung kann man den Saft nochmal erhitzen)

 

Ribisel-Rhabarber Kuchen

Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 5 Eier
  • 1/8 Liter Öl
  • 1/8 Liter Milch
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Pkg Backpulver
  • 150 g Ribisel (meine waren tiefgefroren)
  • 150 g Rhabarber (meiner war frisch & in kleine Würfel geschnitten)

Zubereitung

Als erstes die Eier trennen und aus dem Eiklar einen steifen Schnee schlagen. Danach Dotter und Zucker sehr schaumig rühren. Jetzt das Öl langsam einfließen lassen.

Weizenmehl, Backpulver und Milch dazugeben und alles noch einmal kurz durchrühren. Am Schluss den steif geschlagenen Schnee vorsichtig unterheben.

Die Masse auf ein Backblech streichen und abschließend die Ribisel und den Rhabarber darauf verteilen.

Den Kuchen bei 180 Grad 25 Minuten backen.

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Ribiselschaumschnitte

Für den Teig

  • 15dagStaubzucker
  • 1Pkg.Vanillezucker
  • 3 Dotter
  • 5dag Butter
  • 3 Eßl. Wassser
  • 25dag Mehl
  • 1/2 Pkg. Backpulver
  • 1/16 l Milch

Für den Belag

  • 3 Eiklar
  • 20dag Kristallzucker
  • 1 Pkg.Vanillezucker
  • 30dag Ribisel

Zubereitung

  • Vanillezucker, Dotter, Zucker und Wasser schaumig schlagen
  • Nach und nach die zerlassene Butter einrühren.
  • Mehl, Backpulver und Milch beigeben.
  • Masse auf ein Blech geben und bei mittlerer Hitze ca. 5 – 10 min backen.
  • Eiklar schlagen, in den steif geschlagenen Schnee Vanillezucker und Zucker einrühren
  • Ribisel darunterheben
  • Masse auf den Kuchen streichen und bei geringer Hitze fertigbacken bis der Schaum leicht braun wird

 

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbacken und Einkochen!

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

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Die Küche voll im Griff

Zeit für ein neues Rezept, oder? Weil ich ein Fan von einfachen und schnellen Kuchen bin, hier ein Rezept von meiner Freundin Annika. Ein Tag und ein ganzes Blech war aufgegessen!

Schwiegermutterkuchen

Für den Knetteig:
150g Mehl
65g Butter
65g Zucker
1 ganzes Ei
1 Tl Backpulver

Für den Rührteig:
100g Butter
200g Zucker
3  ganze Eier
175g gemahlene Nüsse
50g Mehl
1,5 Tl Backpulver

1 Glas eingelegte Kirsche, am besten entkernt (gut abtropfen lassen)
Schokoladenglasur

Zubereitung:
Den Knetteig in eine Springform geben, glatt ausrollen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die gut abgetropften Kirschen darauf verteilen. Dann den Rührteig gleichmäßig über die Kirschen geben.

Umluft: 150°C, eine Stunde backen

Abkühlen lassen und mit Schokoladenglasur überziehen.

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Und das Beste an dem Kuchen? Er wurde in meiner neuen Bauernküche gebacken. Die letzten Wochen herrschte ein wahres Chaos hier im Bauernhof; überall standen Kisten und Kübeln herum und täglich gingen Handwerker ein und aus. Aber nun ist die Küche fertig, fast komplett eingeräumt und mein geliebter Ofen ist schon eingeheizt.

Ich bin so glücklich über meine neue Küche (wie wenn mein Mann einen neuen Traktor bekommt) und sage: DANKE! an alle Arbeiter und Helfer. Ein besonderer Dank gilt der Tischlerei Rudigier und Elektrotechnik Grechenig für die grandiose Arbeit und Unterstützung unserer Ideen!

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Neues aus der Bauernküche!

Heute ist es mal wieder Zeit, ein bisschen was aus der Küche zu erzählen!

Die Küche ist für mich der wichtigste Raum in unserem 400 Jahre alten Bauernhaus. Hier trifft sich die Familie mehrmals täglich – ob zum Essen, Kochen, Spielen, Schulaufgaben machen, Musizieren oder einfach nur zum Zusammensitzen.

Sehr beliebt bei uns am Zittrauerhof ist unser frischer Natur-Joghurt! Ein bis zwei Mal in der Woche bereiten wir diesen frisch zu, damit alle Hofbewohner und Gäste ihn genießen können.

Diese Art der Joghurtzubereitung habe ich von meiner Schwiegermutter Rosemarie gelernt und seither so gemacht – und genauso gebe ich das Rezept an Euch weiter, wenn ihr an der Zubereitung interessiert seid ! Ideal ist es, wenn man aus hygienischen Gründen für die Milchverarbeitung immer die gleichen Töpfe, Schneebesen etc. verwendet und diese Kochutensilien eben nur für die Milchverarbeitung 🙂

  1. Frische Vollmilch auf 90 Grad erhitzen (ich nehme meistens 5 Liter) – ab und zu umrühren und mit Thermometer messen)
  2. Bei 90 Grad vom Herd nehmen und auf 45 Grad abkühlen lassen (entweder auf einen Rost geben und von selbst abkühlen lassen oder wenn man es eilig hat, Topf ins Waschbecken geben und ein kühles Wasser vorab reinlaufen lassen),
  3. Ist die Temperatur erreicht, werden die Joghurtkulturen hinzugegeben. Ich nehme eine Portion von der Größe einer Erbse. Dann zügig umrühren!

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  1. Direkt in 6 große halb-Liter-Gläser füllen (Gläser zuerst sauber waschen und ggf. kurz ins Backrohr zum Desinfizieren), befüllen mit Milch und verschließen
  2. Gläser in einen großen Topf stellen, dessen Wasser 45 Grad hat. Mit Deckel zudecken und für 10-12 Stunden ruhen lassen. Idealerweise am Rand vom Holzherd 10 -12 Std. stehen lassen, dann bleibt die Temperatur konstant. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man auch ab und an warmes Wasser wieder reingeben, sodass die Temperatur erhalten bleibt. Wichtig ist beim Joghurt, dass die Gläser fast bis zum Deckel im warmen Wasser sind.
  3. Meist mach ich das Joghurt am Morgen und am Abend, nach ca. 10 Stunden, geb ich die Gläser in den Kühlschrank, dann können sie noch „ziehen“ und am nächsten Morgen ist der Joghurt fertig. Mahlzeit !!

Ich serviere meinen Joghurt am liebsten mit Apfelmus und einer Prise Zimt. Aber auch Hollerblütengelee oder Wipferlhonig (eher dünnflüssig) und andere Marmeladen eignen sich hervorragend! Einfach mal ausprobieren und die Lieblingsmischung finden. Kleiner Tipp: An heißen Sommertagen erfrischt Naturjoghurt pur sehr gut!

Oder hier eine aktuelle Kreation: Joghurt mit Erdbeermarmelade und Zimt!!!

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P.S: Die Joghurtkultur bestell ich meistens bei http://www.hoeller-marketing.at oder bei http://www.bhg.co.at. Die Kulturen bewahrt man dann im Gefrierfach auf, beim Verwenden einfach benötigte Menge rausnehmen und dann gleich wieder ins Gefrierfach geben. Mit einem solchen Packerl wie oben abgebildet, kommt man lange aus. Wir bestellen meist die Kulturen für Topfen, Joghurt, Frischkäse etc. für ein Jahr auf einmal oder bestellen gemeinsam mit anderen Bäuerinnen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachkochen,

Eure Bäuerin Katharina

Zeit für ein gutes Gebäck!

Wenn das Wetter regnerisch ist, hab ich ein bisschen mehr Zeit, mehr zu backen. Besonders gerne mag unsere Familie die Laugenstangerl – ideal als süßes und saures Gebäck und gar nicht schwer.

Die unten angeführte Menge reicht für ca. 25 Stück

1000 g Weizenmehl
2 Würfel Germ
80 g Butter (weich)
500 ml Wasser
2 Esslöffel Zucker
2 Teelöffel Salz

Für die Lauge

1 lt. Wasser
2 Esslöffel Natron

Zubereitung

Alle Zutaten in die Schüssel geben, zu einem schönen Teig verarbeiten, länger durchkneten (je länger geknetet, desto feiner wird der Teig), mit Mehl bestreuen und an einem warmen Ort gehen lassen.IMG_6353
Anschließend runde Knödel formen und daraus Stangerl oder Knöpfe oder Brezen oder Fußbälle machen. Und nochmals 15 min rasten lassen.

Mit wenig Mehl am Brett Teig formen, dann sieht man die Lauge besser beim Gebäck. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron (1 Packung , bzw. 2 Esslöffel) kurz aufkochen und ein bisschen abkühlen lassen. Das Gebäck auf beiden Seiten kurz in die Laugenflüssigkeit eintauchen und auf das vorbereitete Blech bei 200 Grad ca. 20 min backen. Die Lauge kann ein weiteres Mal verwendet werden, hält im Kühlschrank einige Tage. Unbedingt auf das Blech ein Backpapier auflegen, dass die Lauge nicht das Blech angreift.
Besonders gerne mach ich Fußbälle bzw. Blumenformen – hier nimmt man den Apfelspalter, taucht ihn kurz ins Mehl (ganz wenig) und sticht einmal in den Teig, dreht den runden Teig dann um, sodaß die Apfelteiler-Seite unten ist. Erst beim Raufgeben aufs Blech bzw. in die Lauge, dreht man das Gebäck um.
Bei 200 Grad ca. 20-30 min backen. Auf ein Blechgitter rausgeben, wenn es eine schöne Farbe erhält und auskühlen lassen.IMG_6352
Guten Appetit. Dazu ein frischer Topfenaufstrich mit Schnittlauch, das schmeckt herrlich !

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Wochenende.

Eure Bäuerin Katharina

Ein Schmankerl zum Frühling

In dieser Jahreszeit geht´s auf allen Bauernhöfen rund! Es gibt viel zu tun, egal ob im, am oder um das Haus und Stall. Doch darf man während der ganzen Arbeit nicht vergessen, dass was „Gscheites“ zum Essen auf den Tisch kommt. Unsere Familie mag sehr gerne die bäuerliche Hausmannskost wie zum Beispiel Polsterzipf oder auch Hasenöhrl genannt. Nach der Schrift Hasenohren – aber keine Angst – bei unseren Tieren ist noch alles dran 🙂 Der Name kommt vom Aussehen, weil man es ausradeln kann wie einen Polster oder spitz wie ein Zipf oder ein Hasenohr 🙂

Neulich hat unser Sohn ein ganz tolles Rezept nach Hause gebracht und ich musste es gleich ausprobieren – absolut empfehlenswert.

Das Rezept für diese leckeren „Hasenöhrl“ möchte ich gerne mit euch teilen:

Zutaten: (reicht für ca. 5 Personen – je nach Hunger)
  • 30 dag Mehl
  • 25 dag Topfen
  • 1/8 Schlagobers
  • 1 Ei
  • Salz
Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem glatten Teig rühren (Knethaken). Anschließend noch mit der Hand weiter kneten. Wenn der Teig zu fest ist, noch etwas Rahm oder Joghurt dazu geben, sodass man den Teig gut auswalken kann.
Den Teig ca. 1 Stunde rasten lassen, danach dünn auswalken und Hasenöhrl  ausradeln. In gutem Fett oder Butterschmalz (es sollte ganz heiß sein) schwimmend backen. Umdrehen und dann auf einem Küchenkrepp abtropfen, warm stellen und gleich essen 🙂IMG_6326

Die fertigen Hasenöhrl kann man mit Staubzucker zum Kaffee servieren oder als Hauptspeise zu Sauerkraut essen.

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gebackene Polsterzipf

Ich wünsche viel Spaß und einen guten Appetit!

Eure Bäuerin Katharina