Für unsere kleinen Gäste

Urlaub am Bauernhof – natürlich ist das auch was für die Erwachsenen unter uns, denn wer schläft nicht gerne in einem gemütlichen Bauernhaus, wacht mit Blick auf Kühe und Felder auf oder genießt die Anwesenheit der Tiere?!

gockel Toni im Kinderstall

Aber vor allem für unsere kleinen Gäste ist Urlaub am Bauernhof ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Kinder haben noch nie zuvor einen richtigen Bauernhof gesehen oder gar ein Kalb angefasst. Wie funkeln oft Kinderaugen, wenn sie mit den Tieren zusammen sind, sie berühren und sie liebkosen.

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Aber ein familienfreundlicher Hof zeichnet sich nicht nur damit aus, dass Familien dort in ihren Ferien wohnen dürfen. So ist es für die Bauersleute immer wieder eine Herausforderung, neue Ideen zu sammeln, Erfahrungen aufzugreifen und Dinge zu verbessern.

Ein besonderes Highlight an unserem Hof ist der Kinderstall. Ich habe schon öfter darüber geschrieben und fleißige Leser wissen bereits, was es dort zu sehen gibt. Ob Hasen zum Streicheln, Brillenschaf Molly zum Spazierengehen oder unsere Minischweine, für jeden ist etwas dabei. Und für Kinder, die lieber spielen, gibt es auch jede Menge. Wer also gerne mal im Sand Bagger fahren mag oder schaukelnd die Umgebung betrachten will, ist in unserer Baumeister-Spielstraße oder auf dem Spielplatz herzlich willkommen!

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit von unserem Hof! Und tadaaaaa…. hier ist sie nun seit Juli 2016 : unsere Kinderseilbahn-Rutsche!

Seilbahnrutsche Zittrauerhof

Besonders gern helfen die Kinder wochentags beim Reinbringen der Tiere mit und dürfen beim Füttern nachmittags mithelfen. Auch der Gießkannenlauf ist für die Kinder im Hochsommer – ob Groß oder Klein – ein Heidenspaß- Mehr Infos unter http://www.gasteinurlaub.com

Urlaub am Bauernhof ist für Gäste, die das Miterleben am Bauernhof suchen, eine ideale Urlaubsform. Viele tolle Sachen für Groß und Klein zu entdecken.

Eure Bäuerin Katharina

Lavendelduft liegt in der Luft …

Passend zum Sommer hab ich heute ein schönes Rezept für all jene, die die blumige Note des Lavendels lieben. Der Lavendelsirup eignet sich besonders gut zum Aufpritzen mit kühlem Mineralwasser, Sekt oder Weißwein. Viel Spass beim Nachmachen und gutes Gelingen ! Für den Sirup kann man je nach Geschmack bzw. Jahreszeit frische oder getrocknete Blüten des Lavendels verwenden.

Man benötigt: (am besten gleich mehrfache Masse machen) 
200 g Zucker
150 ml Wasser
3 EL Zitronensaft (oder ein bisschen Zitronensäure)
2 EL Lavendel, getrocknet oder frisch:

Zubereitung:

Zucker, Wasser und Zitronensaft unter Rühren in einem Topf erhitzen
5 Minuten leicht köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen und die Lavendelblüten unterrühren. Topf luftdicht mit Folie abschließen und 3 Tage ziehen lassen, bei getrocknetem Lavendel reichen einige Stunden.

Nach 3 Tagen abseihen und in saubere gut ausgespülte Schraubflaschen oder im Backrohr desinfizierte Flaschen abfüllen. Den fertigen Lavendelsirup kühl lagern.
Schmeckt ganz toll zu Sekt und über Eis! Köstlich!

 

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Viel Spaß beim Nachmachen und gutes Gelingen !

Eure Bäuerin Katharina

 

 

 

 

 

… auf die Plätze – fertig – los – zum Heign is!!

Wenn der Löwenzahn verblüht ist, haben die Bauern ein besonderes Kribbeln in den Beinen, die Wetterberichte werden intensiver beobachtet und man schaut auf die alten Zeichen, die die Natur uns preis gibt. Wann gehts los mit der Mäherei ? Mein Tati (Papa)  hatte sehr lange ein besonderes Gespür dafür, schaute auf seinen Südtiroler Barometer und ging oft noch bei Regen ausmähen und wusste, jetzt wird es schön!! Da hiess es dann oft, „wenn der Jakob mäht, dann gemma a“.  🙂

tati beim mähen
Unser Tati beim Mähen

Es wäre jetzt auch Zeit zu mähen und die Wiesen sind reif für die Ernte. Nur macht einem das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung und es wird in den letzten Jahren immer schwieriger, den Silo bzw. das Heu „trocken“ ohne Regengüsse einzubringen. Auch die ganze Technik kann einem die Entscheidung nicht abnehmen, ob es tatsächlich „halten wird oder nicht“. Passt dann endlich das Wetter so wie am 7. Juni – hört man schon früh morgends die Mäher laufen, die Traktoren auf den Straßen fahren und man weiss, die nächsten Stunden gibts jede Menge zu tun. Ich liebe den Geruch von frisch gemähtem Gras, ihr sicherlich auch oder ? 

Im Frühling werden die ganzen Traktoren, Maschinen, Kräne gewartet, kontrolliert, die Messer ausgewechselt, geschliffen und geputzt. die Sensen „gedongelt“. Damit man dann, wenn das Wetter passt, schnell reagieren kann. Für jene Bauernhof-Geschichtenleser, die noch nie bei einer Heu-Ernte dabei waren, möchte ich gerne schreiben, wie es bei uns abläuft, wenn gemäht wird.

155_5511Passt das Wetter, muss zuerst mit dem Mäher und der Sense „ausgemäht“ werden, wir haben zwar viele flache Wiesen, aber es sind viele Gräben dazwischen. Es ist wichtig, dass die Wassergräben immer gemäht und geheut werden, sonst wächst alles zu. Ist dann ausgemäht, fährt mein Mann mit dem Traktor und mäht die Wiesen mit dem Mähwerk. In Gastein wird im Sommer meist dreimal gemäht, das erste Mal nennt man „Vorgras“ und wir geben diesen ersten Schnitt meist in die Silage. Ist alles gemäht, sausen wir aufs Feld und rechen händisch mit der Hand die  Feldränder und heuen die Gräben aus. Dann kommt Opa Hias oder im Sommer auch unser Praktikant Thomas Scheiblbrandner und wendet mit dem Kreisel-Heuer das Gras, damit es abtrocknen kann.

siloballen verkaufFür die Silage braucht man einen sonnigen Tag, für das Heu mindestens zwei. Mähen wir ein steiles Stück, man sagt in Gastein, eine Leitn, so kehrt man manche Teile, die man mit den Maschinen nicht erwischt, mit der Hand um, dass sie trocknen können. Der Duft, wenn das Gras am Boden liegt, ist einfach fantastisch.  Wenn man länger am Feld ist, nimmt man sich eine Wasserflasche mit. Bei mir daheim war es so, dass das kleinste Kind immer der Wasserträger war und die grösseren haben geheut. Auf den Bergbauernhöfen muss trotz spezieller Maschinen noch sehr viel per Hand gemäht und geheut, umgekehrt werden, dazu gehört viel Wertschätzung und Achtung!  Es ist bewundernswert und schön, dass in unserem Tal noch so viel gemäht wird und dass die Familien zusammenhelfen, gerade wenn viel mit der Hand zu heuen ist. Drängt das Wetter, muss man noch einen Zahn zulegen und schneller heuen. Hat die Sonne das Gras bzw. Heu wunschgemäß getrocknet, wird das Gras zu „Riedeln“ zusammengeschlagen, damit der Traktor mit dem Ladewagen oder der Siloballenpresser das Gras aufheben kann. Soll das Gras zu Heu werden, muss es mehrmals gewendet werden, es braucht mind. 2 Sonnentage. Einige Bauernhöfe haben inzwischen Belüftungsanlagen, sodaß man das Heu auch wenn es noch nicht ganz trocken ist, ernten kann und belüftet es im Anschluß in der Hien (Scheune).Bei dem wechselhaften Wetter sicherlich die beste Investition.

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unser unvergeßlicher Willi beim Einfutter-Mähen

 

Auf jeden Fall ist die Heu-Ernte immer wieder schön und es gibt für keinen Bauern mehr Freude, wenn alles trocken geheut werden konnte und nichts angeregnet wurde. Regnet es einem dazwischen, muss die ganze Arbeit nochmals gemacht werden und zusätzlich hat man den Nachteil, dass das Futter an Wert verliert. Hat man Pech, liegt das Gras tagelang,  und wird dann bei den Bauern als „Fuchs“ bezeichnet… Dann hoffen wir mal, dass das Wetter entgegen der Prognosen besser wird und wir Bauern wieder zur Heu-Ernte starten können. Einen schönen Vatertag euch allen ! Katharina

 

Muuuuh… das geht auf die Kuh !

Wär hätte es gedacht, aber heute geht es um unsere Kühe. Wobei falsch, viel mehr geht es um das, was unsere Kühe uns geben! Die Milch… Manch einer mag jetzt vielleicht schon denken: Was will Katharina denn jetzt??? Ich weiß, dass das Thema Milch momentan in aller Munde ist, doch es bestimmt und beeinflusst ja auch unser Leben hier am Hof. Schließlich waren und sind wir seit Jahrzehnten ein Milchbetrieb und möchten es auch bleiben – wie viele andere Bauern auch !!! Der derzeitige Milchpreis, der Vermarktungspreis für die Kühe stimmt jedoch allgemein sehr bedenklich.

Grasende Kühe inmitten der Naturlandschaft
alle Milchviehbetriebe bekommen die Dumping-Preise im Supermarkt zu spüren

Ich möchte einfach diese Woche mal meine Gedanken mit euch teilen, vielleicht kennt jemand auch Antworten auf Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann…

Milch ist bei uns, als auch bei anderen im Haushalt allgegenwärtig. Ob beim Frühstück, Mittag oder Abendessen; zum Backen, Kochen oder einfach so zum Verzehr; in frischen Produkten oder in Fertigwaren im Supermarkt, überall findet man Milch. Bewusst oder unbewußt wird sie täglich benützt. Und doch ist man nicht bereit mehr für ein Päckchen oder eine Flasche Milch zu zahlen? Oder würden die Menschen sogar mehr zahlen für dieses kostbare LEBENSmittel? Ich weiß es nicht…

Gerade weil Milch in so vielen Produkten enthalten ist und regelmäßig verwendet wird, sollte es doch eigentlich ein Bewusstsein bei allen geben, das auch wertzuschätzen. Vier Euro für einen Energydrink bezahlen, aber bei einem Liter Milch knausern? Ich finde das kann doch einfach nicht sein.

Joghurt

Vielleicht sehen viele Menschen auch gar nicht, was eigentlich hinter der Milch steckt oder sie kennen einfach nicht den Geschmack von richtig guter Vollmilch frisch vom Hof. Eine Praktikantin aus Deutschland sagte mir mal: „Katharina, ich habe diese Woche das erste Mal wieder Milch zu Hause probiert. Und sie hat einfach nicht geschmeckt. Früher war der Geschmack für mich normal, aber nach Wochen mit frischer Alpenmilch von euch ist das einfach kein Vergleich mehr“.

Und ja man kann sagen: Milch ist nicht gleich Milch! Man schmeckt den Unterschied. Ob frisch zum Trinken oder im Joghurt. Unsere Kühe gehen jeden Sommer hoch auf die Alm und fressen saftiges Almgras und Alpenkräuter. Und ich behaupte und das ist auch bei den Molkerei-Ergebnissen Fakt, dass man das schmeckt ;).

Und jetzt hab ich Lust auf ein Glas Milch! Ihr auch? Dann geht doch mal zum Bauern um die Ecke oder kauft die gute SalzburgerLand Milch im Geschäft. Super lecker, super gesund und einfach gut! Ich bin mal positiv gestimmt und hoffe, dass der eine oder andere dies beherzigt und sich etwas Gutes gönnt – sei es in Form von Käse, Milch, Joghurt, Kuchen, Aufstriche, Topfen usw. – jeder einzelne ist wichtig. Auch wenn nachfolgendes Plakat eine andere Tier-Rasse darstellt, stimmt der Beitrag voll und ganz.

milchpreis

Eure Bäuerin Katharina

 

Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

almeindrücke

Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina

 

jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

kühe namensschilder
Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .

Ein Schmankerl zum Frühling

In dieser Jahreszeit geht´s auf allen Bauernhöfen rund! Es gibt viel zu tun, egal ob im, am oder um das Haus und Stall. Doch darf man während der ganzen Arbeit nicht vergessen, dass was „Gscheites“ zum Essen auf den Tisch kommt. Unsere Familie mag sehr gerne die bäuerliche Hausmannskost wie zum Beispiel Polsterzipf oder auch Hasenöhrl genannt. Nach der Schrift Hasenohren – aber keine Angst – bei unseren Tieren ist noch alles dran 🙂 Der Name kommt vom Aussehen, weil man es ausradeln kann wie einen Polster oder spitz wie ein Zipf oder ein Hasenohr 🙂

Neulich hat unser Sohn ein ganz tolles Rezept nach Hause gebracht und ich musste es gleich ausprobieren – absolut empfehlenswert.

Das Rezept für diese leckeren „Hasenöhrl“ möchte ich gerne mit euch teilen:

Zutaten: (reicht für ca. 5 Personen – je nach Hunger)
  • 30 dag Mehl
  • 25 dag Topfen
  • 1/8 Schlagobers
  • 1 Ei
  • Salz
Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem glatten Teig rühren (Knethaken). Anschließend noch mit der Hand weiter kneten. Wenn der Teig zu fest ist, noch etwas Rahm oder Joghurt dazu geben, sodass man den Teig gut auswalken kann.
Den Teig ca. 1 Stunde rasten lassen, danach dünn auswalken und Hasenöhrl  ausradeln. In gutem Fett oder Butterschmalz (es sollte ganz heiß sein) schwimmend backen. Umdrehen und dann auf einem Küchenkrepp abtropfen, warm stellen und gleich essen 🙂IMG_6326

Die fertigen Hasenöhrl kann man mit Staubzucker zum Kaffee servieren oder als Hauptspeise zu Sauerkraut essen.

gebackene-polsterzipf
gebackene Polsterzipf

Ich wünsche viel Spaß und einen guten Appetit!

Eure Bäuerin Katharina

Das Frühjahr hat es in sich …

… in den kommenden Tagen werden wir über die Außenarbeiten am Bauernhof berichten. Einiges ist sicher bekannt, einiges für viele neu. Damit man einfach weiß, was alles an Arbeit dahintersteckt. Da jetzt die Generalreinigung nach der Saison auch wieder losgeht, möchte ich einen Artikel veröffentlichen, der zwar schon mal online war, aber sehr lesenswert ist. Geschrieben von einer ganz rührigen Praktikantin, die immer wieder von sich hören läßt und ihren Weg meistert.

…ganz so einfach ist das Putzen am Zittrauerhof aber nicht! Heute möchte ich euch aus der Sicht einer Praktikantin über einen Teil der Arbeit hier am Hof berichten.

„Nach dem Praktikum kannst du in jedem 5 Sterne Hotel anfangen“, meinte Katharina schmunzelnd schon gleich zu Beginn. Anfangs habe ich ihr das nicht so recht geglaubt. Ich dachte: Zimmer putzen kann doch jeder. Ok, das Bad ist vielleicht noch eine Sache für sich, aber der Rest – kein Problem! Falsch gedacht!!! Ich war erstaunt, was es alles zu beachten gibt. Jede Ecke, jede Schublade und jede noch so kleine Lampe muss geputzt werden. Und vor allem das Bettenmachen ist eine Wissenschaft für sich. Denn Bett ist nicht gleich Bett. Ich habe die verschiedensten Techniken gelernt, wie man Atmosphäre in die Zimmer bekommt. Ob Herz oder Rolle, ich kann nun schöne Betten zaubern, in die sich jeder gerne reinlegen würde. Und zum Schluss kommt noch ein Heukissen dazu, damit man bei frischem Kräutergeruch ins Traumland abschweifen kann.

Und jetzt stecken wir mitten im großen Herbstputz. Da heißt es dann Grundreinigung. Ich dachte, mehr putzen geht eigentlich kaum noch. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Zusätzlich zu den normalen Putzarbeiten werden nun auch noch die Auflagen, Matratzen und Kissen tiefengereinigt und die Bettwäsche mit einem Hygiene-Reiniger durch die Waschmaschine gejagt. Lampen werden geöffnet und jedes noch so kleine Glas aus den Schränken wird im Tageslicht betrachtet und poliert. Und auch das Bad kommt nicht zu kurz! Mit einem speziellen Hochdruckreiniger wird jede noch so kleine Fuge sauber gemacht und strahlt danach wie neu.

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unser neues Zirbenholz-Schlafzimmer

Doch mit der Reinigung der Zimmer ist es noch lange nicht getan. Täglich wird das komplette Haus und der Hof gekehrt, damit schon der erste Eindruck ein Gefühl des Wohlbefindens auslöst.

Und auch das Aufdecken des Frühstückgeschirrs ist eine Frage der Ordnung und Sauberkeit. Das Besteck muss poliert, die Serviette sauber gefaltet und das Geschirr ordentlich hingestellt sein. Das wichtigste Utensil ist hierbei ein leicht feuchtes Poliertuch. Damit erwischt man jeden noch so kleinen Fingerabdruck.

Doch woher weiß Katharina eigentlich alles über das Saubermachen? Keine Hausfrau kann einfach so einen riesigen Wissensspeicher über die Putzdetails in seinem Kopf haben! Doch nach und nach klärte sich dieses Phänomen auf:

Katharina hat die Hotelfachschule erfolgreich absolviert und ist mit dem Hof in dem Verein „Urlaub am Bauernhof“. Dort werden eigene Seminare über das Putzen und herrichten von Zimmern und Höfen veranstaltet. Und dabei geht es nicht nur um die Sauberkeit des Hauses sondern auch des Stalls. Somit klärt sich auch die Frage, warum wöchentlich der komplette Kinderstall vom Boden bis zur Decke sauber gemacht werden muss. Und nur wer die Kriterien des Vereins erfüllt, darf die Auszeichnung der Blumen am Hof anbringen. Und ich bin sehr stolz, auf dem höchsten Niveau – nämlilch vier Blumen – arbeiten zu können!

Leider haben viele Menschen das Vorurteil, dass es am Bauernhof dreckig und schmutzig ist. Doch genau diese Stereotypen gilt es zu durchbrechen, denn egal ob Nobelhotel oder Bauernhof: Es muss sauber sein, damit man sich wohlfühlt!

birkenappartement (5)

In einem 5 Sterne Hotel möchte ich zwar nicht anfangen, wenn ich mit meinem Praktikum fertig bin, doch trotzdem kann ich mir sagen: Ich bin durch eine harte, aber gute Schule gegangen!

Den Frühling ins Haus holen

Grad wenn so frühlingshafte Temperaturen sind, habe wohl einige den Drang, besonders viel draußen zu sein und die Luft, den Wind, die Natur zu sehen und zu spüren. Geht es euch auch so ??

Jedes Jahr freue ich mich auf die vielseitigen Aufgaben, die der Frühling so bringt. Auch wenn bei uns im Gebirge noch nicht viel aus der Erde rausschaut und der Schnee vom Berg runterschaut, muss man doch das eine oder andere Kräuterl schon ins Haus holen und verarbeiten. 🙂

Besonders gerne im Frühling mach ich das Brennesselbrot, es geht aber auch super mit Bärlauch, wenn jemand welchen hat. Am besten ist es junge Brennesseltriebe ohne Stengel bzw. Bärlauch zu ernten, mit Handschuhen gibt es auch kein Kribbeln …

Bärlauchbrot ODER Brennnesselbrot:

  • 500 g griffiges Weizenmehl
  • 100 g gekochte Erdäpfel (Kartoffeln)
  • 10 g Salz
  • 130 g frische Brennesseln  oder Bärlauch, fein geschnitten
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Germ (Hefe) und 25 g Zucker
  • 1 Esslöffel gehackte Zwiebel
  • 1 Esslöffel Butter und 3 cl Olivenöl
  • 160 g lauwarmes Wasser (oder den Saft von den ausgedrückten Brennesseln)

Wenn man will, kann man auch Kürbiskernöl hinzugeben statt Olivenöl, dann wird der Teig noch ein bisschen grüner.

Zubereitung

Hefe und Zucker verrühren, währenddessen Zwiebel in Butter anschwitzen, Brennesseln Bärlauch) blanchieren und im Anschluss gut ausdrücken, schneiden und mit dem Zwiebel andünsten.

Für das Brot die trockenen Zutaten (Mehl, Sonnenblumenkerne, Salz) in eine Rührschüssel geben, das Germ-Gemisch dazu und danach die restlichen Zutaten, zum Schluß die angedünsteten Zwiebeln und Brennesseln sowie gekochte Kartoffeln dazu. Alles gut zu einem Germteig verkneten und gehen lassen. Den feinen Teig ca. 20-30 min gehen lassen. Danach den Teig halbieren (Teig reicht für 2 Strutzen) und zwei Brote formen. In eine befettete Kastenform reingeben, den Teig mit der Hand leicht niederdrücken, sodass keine Löcher im Brot entstehen und wieder gehen lassen. Mit Wasser das Brot besprühen und anschließend im vorgeheizten Rohr bei 190 -200 Grad ca. 30 Minuten backen. Man kann auch auf den Teig, bevor er geht, noch ein paar Sonnenblumenkerne raufgeben, wenn man will.

Hat das Brot eine schöne Farbe und ist fertig, dann aus der Kastenform rausgeben und auskühlen lassen. Schmeckt herrlich mit Butter oder bei einer Jause und ist sehr gesund.

brennesselbrot

Gutes Gelingen, Eure Bäuerin Katharina  !

 

Lust auf Bauernkrapfen…

C Michel Gerhard

Grad in letzter Zeit hat mich öfter die Lust gepackt, Bauernkrapfen zu machen. In Gastein werden sie ja entweder mit Sauerkraut gefüllt oder mit guter Marillen- oder Preiselbeer-Marmelade gegessen.

Beim letzten Mal hab ich ein paar Fotos gemacht, damit man sich beim Nachmachen ein wenig leichter tut. Am besten sind sie ganz frisch rausgebacken !

Rezept für ca. 20 Bauernkrapfen:

Man braucht:

  • 750 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 45 g Zucker
  • 5 Dotter und 1 ganzes Ei
  • 1 Schuss Rum oder Schnaps (dann säuft sich der Teig nicht an beim Rausbacken)
  • 90 g Butter
  • 480 ml Milch 1 Würfel Germ (2 Pkg. Trockengerm)

Aus den angegebenen Zutaten einen Germteig zubereiten. Anschließend 30 min gehen lassen und danach mit einem grossen Esslöffel Teigstücke abstechen und auf einer Arbeitsplatte oder Brett runde Kugeln daraus schleifen.

2016 Bauernkrapfen
Kugeln formen

Mit einem sauberen Hangerl (Küchentuch) zudecken und wieder ca. 15 min gehen lassen. Inzwischen das Butterschmalz / oder gutes Öl (ich mische Hälfte Butterschmalz, Hälfte Rapsöl) heiß machen und ein Blech Küchenpapier vorbereiten.

Sind die Kugeln dann schön gegangen, einfach ausziehen und kurz im heißen Fett rausbacken, bis sie schön goldbraun sind. Bei der ersten Seite geb ich kurz einen Deckel auf die Pfanne, dann gehen sie schöner auf.

2016 - bauernkrapfen rausbacken
im heissen Fett rausbacken

Auf dem vorbereiten Küchenpapier die fertigen Krapfen abtropfen lassen und entweder mit Sauerkraut oder mit Staubzucker und Marmelade servieren.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob das Fett heiss genug ist, dann gibt man eine Prise Mehl ins Fett, brutzelt es dann gut, weiss man, jetzt gehören die Krapfen rein

Ich freue mich über Rezepte anderer Bäuerinnen, denn es gibt ja so viele gute Rezepte und hoffe, dass auch andere die „Geheimrezepte“ weitergeben.

Gutes Gelingen und liebe Grüße. Katharina

P.S: Das Foto vom „fertigen“ Krapfen hat übrigends Gerhard Michel gemacht 🙂