Schwarzbeeren – eine Wucht !

Endlich ist es soweit – wenn die Schwarzbeeren auf der Alm reif werden, kribbelt es in meinen Händen und ich freu mich auf ein Zeitfenster, wenn ich Schwarzbeeren (Heidelbeeren) brocken –  „riffeln“ gehen kann. Gut gelaunt und bepackt mit Kübeln, Riffeln, einer guten Jause und Regenjacke geht es Richtung Stubnerkogel hinauf. Fenster auf und den herrlichen Ausblick genießen, die Bergschuhe anziehen und rauf auf den „Bichel“ (Hügel).

Da es in der Früh geregnet hat, war es ein bisschen rutschig. Was für eine Freude, auf diesem Platzerl war noch niemand und die Arbeit konnte losgehen. Eigentlich ist das Schwarzbeer-Brockeb für mich eine schöne Auszeit – Entspannung und keine Arbeit. Zwischendurch ein Päuschen, sich hinlegen für ein paar Minuten, den Wolken und den Bäumen zuschauen, wie sie sich bewegen – einfach schön. Nur wenige Kilometer vom Bauernhof entfernt, ist man in einer ganz anderen Welt und kann so gut abschalten.

Hat man die Kübel fertig geriffelt oder eben nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung, dann gibt man den Deckel auf den Kübel und geht vorsichtig wieder runter zum Fahrzeug. Dass nur ja nicht die Beeren ausgeschüttet werden, wär schade um die viele mühsame Klauberei. 🙂

Mit blauen Fingern und blauer Zunge kommen wir heim und strahlen. Kurz ein paar Minuten umziehen und ausrasten, dann werden die Heidelbeeren gleich gereinigt und von den Blättern befreit. Wir haben dazu ein Holzbrett, das seitlich eine Begrenzung hat, auf einer Seite wird das Brett erhöht und auf der anderen Seite kommt die Schüssel rein, das hat den Vorteil dass die Schwarzbeeren runterkullern und die Blätter eher am Brett kleben bleiben, das geht eigentlich dann ganz flott.

Die Blätter werfen wir nicht weg, wir trocknen sie und geben sie den Kälbern, wenn Durchfall droht. Sind die Heidelbeeren ausgeklaubt, verarbeiten wir sie zu einer guten Heidelbeermarmelade oder trocknen sie für uns und es gibt fürs tägliche Bauernhoffrühstück frische Schwarzbeeren ins Joghurt und einen leckeren Kuchen.

Sehr erfrischend und wirklich schnell gemacht, ist die Joghurt-Heidelbeer-Schnitte oder die beliebten Schwarzbeer-Nocken. Doch bevor ich Fotos machen konnte, war der Blechkuchen schon gegessen, das kommt dann bei den nächsten Bauernhofgeschichten. Dann widme ich mich guten, einfachen Rezepten rund um die Schwarzbeeren/Heidelbeeren.

 

Liebe Grüße vom Zittrauerhof

Eure Bäuerin Katharina

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einmal Kaltblut …. immer Kaltblut !

Auf nach Bayern hieß es für die Noriker Stute Olivia im Mai 2017 zu ihrer neuen Besitzerin Katrin, dessen Herz besonders für die Noriker schlägt.

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Wir erhielten vor ein paar Tagen nette Zeilen von ihr und ich finde, es ist eine Bauernhof-Geschichte wert. Uns freut es immer besonders, wenn wir Tiere verkaufen und auch im nachhinein noch Kontakt haben und Positives hören. Die beiden haben sich wohl gesucht und gefunden.

katrin mit Olivia

Im Dezember 2016 mussten wir unsere 18jährige Noriker Stute Nora über die Regenbogenbrücke ziehen lassen. Es hat ein paar Monate gedauert bis wir uns wieder dafür entschieden haben, dass wieder ein Pferd in den Stall muss, denn ohne Pferd geht es einfach nicht. Bei der Frage, welche Rasse es werden sollte, mussten wir nicht lange überlegen. Es sollte wieder ein Noriker werden und am liebsten ein Rappe! Am 19.05.2017 sind wir dann auf die Anzeige vom Zittrauerhof Gastein aufmerksam geworden! Am nächsten Tag haben wir dort auch gleich angerufen und Sonntagabend hatten wir dann nochmals telefoniert und für den 23.05.2017 was ausgemacht. Da die Strecke einfach knapp 300km hat, hatten wir uns kurzfristig dazu entschlossen, gleich mit dem Pferdeanhänger zu fahren. Als wir um die Mittagszeit dort ankamen, wurden wir von der Familie Schwaiger gleich herzlich begrüßt. Wir wurden auch gleich zur Wiese mit den Pferden geführt, wo uns durch den Matthias dann die Olivia vorgestellt wurde. Nach kurzer Überlegung und einem Proberitt haben wir uns dann dafür entschlossen, die Olivia mit zu uns in den Bayerischen Wald zu nehmen. Die Rückfahrt verlief ohne Probleme und sie war sehr brav –  während der langen Fahrt. Im neuen Stall hat sich unsere Olivia auch ziemlich schnell eingewöhnt. In den ersten beiden Wochen haben wir die nähere Umgebung durch Spaziergänge erkundet. Autos, Mopeds, Radfahrer usw. hat sie gar nicht interessiert, als diese unseren Weg gekreuzt haben. Sie hatte auch schon einige Termine, seit sie bei uns steht. Unter anderem war der Tierarzt zwecks Impfungen da. Unseren Hufschmied Viktor sowie den Pferdezahnarzt hat sie auch schon kennengelernt! Alle 3 Termine hat sie sehr brav gemeistert. Seit 09.06. haben wir die Olivia nun in den Beritt gegeben! Auch dort hört man nur positives von ihren Ausbilderinnen!

Ich selber reite jetzt seit ca. 14 Jahren und es ist zu meinem Lieblingshobby geworden. Angefangen habe ich mit Warmblütern in einem Reitstall. aber dann durfte ich 10 Jahre ein Kaltblut reiten und ich möchte deswegen auch gar keine andere Rasse mehr reiten! Einmal Kaltblut immer Kaltblut! Auch Kaltblüter können sportlich sein! liebe Grüße aus Bayern.

 

Auf die Alm gehen …

Zu unserem Zittrauerhof gehört auch eine Almhütte. Die Zittraueralm liegt am Stubnerkogel auf 1.872 m Seehöhe in der Nähe der Mittelstation. Unsere Hütte ist sehr alt und einfach, aber urig und einfach gemütlich.

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Auch wenn auf unserer Almhütte kein Gäste-Ausschank erfolgt, gibt es jede Menge Arbeit. Bereits im Frühjahr gehen die Vorbereitungen für unsere Almzeit los, denn bevor die Tiere auf den Berg kommen, müssen die Zäune erneuert werden, Lärchenstempel geschnitten und zu den Zäunen getragen werden. Klamperl (U-Hakerl zum Befestigen der Stacheldrähte) müssen ausgebogen werden, damit man sie wiederverwenden kann. Und es werden neue Weidezäune gespannt.

Auch die Wegrinnen müssen ausgeputzt werden, damit bei Unwettern, wie es derzeit ja öfter ist, das Wasser besser abrinnen kann. Auch die meist begangenen Wege der Tiere müssen „gstoant“ werden, d.h. man sammelt die größeren Steine, die auf den Tierwegen liegen, damit sie sich beim Gehen nicht verletzen. Die Tore gehören überprüft und ggf. repariert.

Und natürlich stehen nicht nur Vorbereitungen draußen an, sondern auch die Hütte muss sauber geputzt, die Betten frisch bezogen, das Milchkammerl gereinigt und die Zimmer für uns hergerichtet werden… Und wenn das alles fertig ist, kann es losgehen und die Milchkühe samt Opa Hias (und die Kinder) verbringen den Sommer auf der Alm. 

  

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ich liebe diese Stub´n – so heimelig und gemütlich

 

Heute haben wir bereits die Kälber und Pferde auf die Alm gebracht. Denn nicht nur der Großteil der Kühe verbringt die Sommermonate dort oben, auch unsere Noriker Pferde und die Islandstute.

Auch Almbauern, die im Sommer die Weide für die Heu-Ernte brauchen, bringen die Pferde auf unsere Alm zur Sommerfrische. Ein besonders schönes Bild für jeden Wanderer, wenn man dann mit der Gondelbahn hochfährt und man viele Pferde und Kühe sieht.

Aber nicht nur unsere Tiere verbringen den Sommer auf der Zittraueralm. Auch Opa Hias zieht für die Sommermonate auf den Berg und kümmert sich dort mit Liebe und Hingabe um alle Aufgaben, die so anfallen. Und man muss wirklich sagen: Hias ist für das Leben dort oben geboren. Er ist ein richtiger Alm-Öhi und hat vom Land auch schon Auszeichnungen für die langjährige Treue bekommen.

 

Man muss dazu berufen sein, um täglich so früh aufzustehen und bei Wind und Wetter rauszugehen, um die anstehenden Aufgaben in der Natur und mit den Tieren zu erledigen.

Unsere Kühe werden auf der Alm zweimal täglich gemolken. Schon ganz früh um ca. 4.30 Uhr holt Hias, Matthias oder die Kinder unsere Kühe zum Melken. Meist treibt er sie bereits abends in die Nähe der Hütte, damit er in der Früh sehen oder zumindest hören kann, wo sie sich befinden. Grad in der Früh oder bei extrem schlechten Wetter merkt man dann auch, wie wichtig die Kuh-Glocken sind, um sie orten zu können. Nachdem die Tiere gemolken sind, werden sie wieder in die Natur gelassen, wo sie sich die Bäuche mit frischem Gras und Kräuter vollschlagen und ihr Leben genießen. Der Scherm, so wird der einfache „Stall“ auf der Alm genannt, wird dann gesäubert, wieder eingestreut und die Milch gekühlt.

Hias fährt dann mit der frischen Alm-Milch hinunter ins Tal und bringt sie an den Hof. Die Tanks werden gereinigt und nach dem Mittagessen tritt er wieder die Fahrt auf die Alm an. Anschließend schaut er beim Rauffahren nach dem Jungvieh und den Pferden und um vier Uhr werden die Kühe ein weiteres Mal geholt und gemolken.  Nach dem Abendessen im gemütlichen Stüberl kann Hias zur Ruhe kommen, bevor es am nächsten Tag um 4.30 wieder mit dem Melken los geht.

Wir wünschen allen Sennleuten, Bauern, Auszeitlern einen guten, gesunden und unfallfreien Alm-Sommer. Alles Liebe von Bäuerin Katharina, Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

Neues aus der Bauernküche!

Heute ist es mal wieder Zeit, ein bisschen was aus der Küche zu erzählen!

Die Küche ist für mich der wichtigste Raum in unserem 400 Jahre alten Bauernhaus. Hier trifft sich die Familie mehrmals täglich – ob zum Essen, Kochen, Spielen, Schulaufgaben machen, Musizieren oder einfach nur zum Zusammensitzen.

Sehr beliebt bei uns am Zittrauerhof ist unser frischer Natur-Joghurt! Ein bis zwei Mal in der Woche bereiten wir diesen frisch zu, damit alle Hofbewohner und Gäste ihn genießen können.

Diese Art der Joghurtzubereitung habe ich von meiner Schwiegermutter Rosemarie gelernt und seither so gemacht – und genauso gebe ich das Rezept an Euch weiter, wenn ihr an der Zubereitung interessiert seid ! Ideal ist es, wenn man aus hygienischen Gründen für die Milchverarbeitung immer die gleichen Töpfe, Schneebesen etc. verwendet und diese Kochutensilien eben nur für die Milchverarbeitung 🙂

  1. Frische Vollmilch auf 90 Grad erhitzen (ich nehme meistens 5 Liter) – ab und zu umrühren und mit Thermometer messen)
  2. Bei 90 Grad vom Herd nehmen und auf 45 Grad abkühlen lassen (entweder auf einen Rost geben und von selbst abkühlen lassen oder wenn man es eilig hat, Topf ins Waschbecken geben und ein kühles Wasser vorab reinlaufen lassen),
  3. Ist die Temperatur erreicht, werden die Joghurtkulturen hinzugegeben. Ich nehme eine Portion von der Größe einer Erbse. Dann zügig umrühren!

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  1. Direkt in 6 große halb-Liter-Gläser füllen (Gläser zuerst sauber waschen und ggf. kurz ins Backrohr zum Desinfizieren), befüllen mit Milch und verschließen
  2. Gläser in einen großen Topf stellen, dessen Wasser 45 Grad hat. Mit Deckel zudecken und für 10-12 Stunden ruhen lassen. Idealerweise am Rand vom Holzherd 10 -12 Std. stehen lassen, dann bleibt die Temperatur konstant. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man auch ab und an warmes Wasser wieder reingeben, sodass die Temperatur erhalten bleibt. Wichtig ist beim Joghurt, dass die Gläser fast bis zum Deckel im warmen Wasser sind.
  3. Meist mach ich das Joghurt am Morgen und am Abend, nach ca. 10 Stunden, geb ich die Gläser in den Kühlschrank, dann können sie noch „ziehen“ und am nächsten Morgen ist der Joghurt fertig. Mahlzeit !!

Ich serviere meinen Joghurt am liebsten mit Apfelmus und einer Prise Zimt. Aber auch Hollerblütengelee oder Wipferlhonig (eher dünnflüssig) und andere Marmeladen eignen sich hervorragend! Einfach mal ausprobieren und die Lieblingsmischung finden. Kleiner Tipp: An heißen Sommertagen erfrischt Naturjoghurt pur sehr gut!

Oder hier eine aktuelle Kreation: Joghurt mit Erdbeermarmelade und Zimt!!!

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P.S: Die Joghurtkultur bestell ich meistens bei http://www.hoeller-marketing.at oder bei http://www.bhg.co.at. Die Kulturen bewahrt man dann im Gefrierfach auf, beim Verwenden einfach benötigte Menge rausnehmen und dann gleich wieder ins Gefrierfach geben. Mit einem solchen Packerl wie oben abgebildet, kommt man lange aus. Wir bestellen meist die Kulturen für Topfen, Joghurt, Frischkäse etc. für ein Jahr auf einmal oder bestellen gemeinsam mit anderen Bäuerinnen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachkochen,

Eure Bäuerin Katharina

Frühlingsgefühle …

Wer von uns hat in diesen Tagen keine Frühlingsgefühle ? Die immer länger werdenden Tage, die herrlichen Sonnenstrahlen, die unseren Körper und unser Herz erwärmen und die einzelnen Fleckerl, die schon aper werden. Einfach schön und es tut der Seele gut.

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 Auch die Tiere spüren, dass es schon bald Frühling wird und wollen, obwohl noch die Schneedecke im Tal ist, hinaus ins Freie. Wie wohlig sie sich auf der Schneewiese bewegen, laufen und hüpfen, einfach eine Freude, ihnen zuzusehen.

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Wenn das Wetter so herrlich ist und die Berge so viel Kraft und Freiheit ausstrahlen, dann spiegelt sich das auch bei der Stimmung unserer Gäste wider. Da und dort ein Lächeln am Morgen und innere Zufriedenheit, die sich breit macht. Das ist doch für die meisten von uns das schönste Urlaubserlebnis, mitten in der Natur zu sein, schönes Wetter zu haben und „frei“ zu sein, einfach mal den Tag ohne Druck, Sorgen und Aufgaben gemeinsam genießen zu können.

Diese Jahreszeit ist auch eine Zeit der Geburten. Im Kuhstall kamen in den letzten Wochen einige Kälbchen zur Welt – darunter auch die kleine Greta und Edelweiß !

Bald wird es auch im Kinderstall Nachwuchs geben – das Brillenschaf und die Ziegen sind schon kugelrund – die Kinder gehen mit ihnen schon spazieren, denn Schwangerschaftsgymnastik tut den Tieren ebenso gut.

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Alles Liebe vom Zittrauerhof und lassen wir uns von den Frühlingsgefühlen verzaubern ! Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof  

 

.. und Weihnachten kommt trotzdem

 Jedes Jahr in der Weihnachtszeit muss ich an die Worte meiner Mama „und Weihnachten kommt trotzdem“ denken. Man will dies und das noch erledigen, alles soll schön sein und geputzt, schön dekoriert, Kekse gebacken und die Krippe gerichtet, für die Gäste alles perfekt sein und Zeit für einem selber und die Familie will man auch. Nur ist das Leben nicht so perfekt und irgendwas, was man sich vorgenommen hat, schafft man dann doch nicht und bleibt auf der Strecke. Meine Mama behält die Ruhe und sagt dann, wenn sie mich in Hetze sieht „und Weihnachten kommt trotzdem“.

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unsere Mama

JA sie hat recht und diese Worte geben mir Kraft, das Nötigste zu schaffen und es nicht so tragisch zu sehen, ab und an zu lächeln und einfach dankbar zu sein, was man alles hat.

Und es gibt auch Weihnachten, denen man nicht fröhlich ins Auge blicken kann und sie am liebsten streichen würde, diese Zeit seelisch fast nicht aushält, besonders wenn in der Familie etwas Schlimmes passiert ist oder jemand krank geworden ist oder man einfach hilflos ist.  Da kann man die Kraft kaum aufwenden zum Anstimmen für das Lied „Stille Nacht“ und ist sehr, sehr traurig. Und trotzdem kommt Weihnachten, meinte meine Mama auch in diesen schwierigen Zeiten. Gemeinsam kann man diese schwierigen Tage und Stunden leichter überstehen und wieder nach vorne blicken. Wer solche Weihnachten noch nie hatte, für den freu ich mich sehr, denn es ist sehr schwer, dieses schöne Fest in dieser Stimmung zu ertragen.

Heute möchte ich mich aber den schönen und fröhlichen Dingen widmen – den Vorbereitungen vor dem Weihnachtsfest und unserer Mama. Sie ist für uns Kinder und Tati ein ganz besonderer Mensch, behält trotz nicht immer einfacher Lebenslagen ihren Mut und gibt Zuversicht und Freude an alle.  Eine gute Mama halt. Sie hat uns soviel gelehrt – auch die Liebe zum Brotbacken.

Auch das nachfolgende Rezept hab ich von meiner Mama gelernt – das Apfelbrot. Neben dem Kletzenbrot backe ich dieses Rezept sehr gerne und vor allem, es ist ohne Sauerteig und Brotteig möglich und für jeden Haushaltsofen gut geeignet.

Rezept für das Apfelbrot:

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1,5 kg geriebene saftige Äpfel, 500 g Rosinen, 300 g Haselnüsse oder Walnüsse, 500 g Feigen, 1/8 lt. Rum, 500 g Zucker, 1 Packung Vanillezucker, 1 Esslöffel Kakao, 1 Teelöffel Nelkenpulver und 1 Teelöffel Neugewürz (oder Lebkuchengewürz), ein bisschen geriebene Orangen- und Zitronenschalte. Alles am Vortag verrühren in einer Schüssel und mit einem Deckel zudecken, sodass der Alkohol nicht verraucht. 1000 g Mehl (Weizenmehl) und 2 Backpulver-Päckchen sowie eine Prise Salz miteinander vermischen und zu der anderen Masse dazu. Dann rasch zu Laiberl oder Stritzerl formen, ein bisschen stehen lassen, auf das Backbleck eine Tasse Wasser geben und ggf. das Brot auch bespritzen und rein in den Ofen. Man kann sie auch gut in Kastenformen geben und bei 170-190 Grad, je nach Backofen 1 bis 1,5 Stunden backen.

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Es ist für mich eine Freude und Entspannung, jetzt noch vor den Feiertagen Brot zu machen und diese als Geschenke zu verwenden, die Selbstgemachtes schätzen.

Viel Spaß beim Nachbacken und Freude im Alltäglichen, denn „Weihnachten kommt trotzdem“. Eure Bäuerin Katharina.

Der Alm-Summa is aussi …

Heute soll der letzte richtig schöne Herbst-Tag sein, sagt die Wettervorhersage. Da kommt schon die Wehmut hoch und man will es nicht wahrhaben. Wie die emsigen Bienen werden von den Bauern noch viele Außenarbeiten erledigt, wir haben darüber bei der letzten Geschichte geschrieben.

Auch bei uns häuft sich die Arbeit und heute haben wir das noch sonnige und warme Wetter genützt, um das Holz für die Almhütte zu schneiden und zu stapeln.

holzarbeiten-alm-hias-marianne-und-sepp-2016-3Bis das ganze Holz, das im Sommer aufgebraucht wurde, geschnitten und gestapelt ist, braucht es den ganzen Tag, wenn mehrere Leute mithelfen.

Holzarbeiten Alm Hias, MArianne und Sepp 2016 (4).jpg

Marianne hat uns ein paar schöne Aufnahmen von der Alm mit runtergebracht. Genießen wir die schönen Bilder und lassen sie einfach wirken.

Ich liebe diese Brauntöne und die Gerüche im Herbst, sie sind so besonders schön. Sie berühren einem aber auch und machen einem sichtbar, dass nichts im Leben selbstverständlich ist und man einfach dankbar sein muss für alles.

Alles liebe von Katharina, Bäuerin vom Zittrauerhof, http://www.gasteinurlaub.com

 

Wir halten zusammen …

Hallo! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Emma und ich bin das kleine Küken, das auf dem Zittrauerhof emsig seine Runden dreht. Auf den ersten Blick mag so mancher meinen, ich sei ein ganz gewöhnliches Küken, doch der Schein trügt, denn außer meinen Eltern ist an mir, oder besser gesagt an meinem Umfeld nichts so richtig normal 🙂

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Angefangen, mir darüber Gedanken zu machen, habe ich schon kurz nachdem ich aus dem Ei geschlüpft bin. Da ist mir nämlich aufgefallen, dass ich irgendwie total anders aussehe als meine drei Geschwister. So, als ob ich gar nicht richtig zur Familie gehören würde. Doch als meine Mama mir dann erklärte, dass ich aus einem Hühner-Ei und die anderen drei aus Laufenten-Eier geschlüpft bin, verstand ich schon, warum mein Aussehen so ganz anders war. Anfangs war ich sehr traurig. Mama fand aber sofort die richtigen Worte, um mich wieder aufzuheitern. Sie sagte zu mir, dass es nicht ausschlaggebend sei, wie jemand aussieht – es kommt auf die inneren Werte an. Und so war es dann auch.

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Einige Wochen vergingen und meine Geschwister und ich wurden immer größer und stärker. Eines Tages war es dann soweit: Wir durften endlich ins Freie! Zuerst konnten wir nur in einem vom Bauern gebauten Käfig draußen sein. Meine drei Geschwister kuschelten sich immer zu mir und ich fühlte mich so wohl unter ihnen, auch wenn ich die Kleinste war. So waren wir vor den Katzen, Krähen und Hunden geschützt und konnten trotzdem schon die Gegend erkunden.

Tage und Wochen zogen vorbei und dann kam der große Tag der Freiheit. Wir durften raus aus dem Käfig und die Welt erkunden. Die Bäuerin gab mich anfangs zu den Hühnern, doch sie merkte gleich, dass ich mich bei den Laufenten viel wohler fühlte und dass dies meine Familie sei. Und so watscheln meine Geschwister mit mir in der Wiese herum, auf der Jagd nach leckeren Würmern, Käfern, Schnecken und Brotkrümeln. Huch, da ist schon wieder ein großer Wurm direkt vor meinem Schnabel. Da kann ich nicht nein sagen!

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Also, macht´s gut und vielleicht sehen wir uns ja einmal am Zittrauerhof !

 

 

 

 

 

 

 

Himmlisch gut ..

Dieses Mal gibt es ein Rezept für alle, die gerne selbstgemachtes Gebäck zum Kaffee oder beim Frühstück haben möchten. „Himmlische Rollen“ – ähnlich wie Croissants – wirklich sehr gut im Geschmack und einfach gemacht.

himmlische Rollen (9).jpgIch mach diese Rollen meist parallel zum Kochen, da es mir ansonsten zu lange dauert mit den Warte- und Gehzeiten.Ich mache von der u.a. Menge gleich das Doppelte und frier mir gleich nach der Fertigstellung die Kipferl lauwarm ein. (dann bleiben sie innen saftiger, wenn man sie auftaut).

Zubereitung:

60 g Wasser, 1 Pkg,. Trockenhefe, ½ TL Zucker, 240 g  warme Milch, 100 g Öl, 100 g Zucker, 1 TL Salz, 520 g Mehl, geschmolzene Butter.

Wasser, Hefe, Zucker erwärmen, 10 min quellen lassen, restlichen Zutaten hinzu und kneten. Abgedeckt oder mit Klarsichtsfolien ca. 1,5 -2 Stunden  gehen lassen, bis es sich verdoppelt hat.

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Teig auf bemehlte Fläche und 2 gleich große teile geben. Zu Kugel formen und rund ausrollen, nicht zu fest drücken, Durchmesser 30 cm, mit geschmolzener Butter bestreichen und in 12 Stücke schneiden. Von der breiten Seite her jedes Teigstück aufrollen, auf Wunsch Nutellatupfen oder feste Marmelade vorher in die Mitte geben. Auf Backblech geben – macht man sie klein, 3 Reihen mit 8 Stück. wieder eine Stunde abdecken mit einem Handtuch. Ofen vorheizen bei  190 Grad Ober Unterhitze, ca. 10-20 min backen. Noch warm mit geschmolzener Butter bestreichen. Superzarte Rollen, auch den nächsten Tag noch.

Es ist ursprünglich ein Rezept vom Thermo-Mix, da dieser aber für unsere Betriebsgröße zu klein ist und ich dieses Wundergerät nicht habe, mach ich es mit unserer Küchenmaschine und wird dennoch „himmlisch“ gut.

himmlische-rollen-5Gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachmachen.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof, Gasteinertal

Alles Zucchini …

Im Garten wunderbar wachsend, sind die Zucchini und Gurken wohl ein besonders gutes und gesundes Gemüse und so vielseitig verwendbar. Heute gibt es wieder mal ein paar Rezepte, erprobt und schon jahrelang verwendet. Viel Spaß beim Nachkochen !

Süß saures Gemüse:

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 Gemüse süß – sauer

Ergibt 4 gr. Gläser oder 7-8 kleine

1 kg Zucchini (ideal gelb und grün), 3 gr. Zwiebel, 4 Paprika rot (roter Spitzpaprika u. Tricolore (Rot, Orange u. Gelb), 10 dag Sellerie (gehobelt), Ca. ¼ l Wasser – ev. etwas mehr, ¼ – ½ l Apfelessig, 3 EL Senfkörner, 2 Lorbeerblätter, 20 dag Zucker, 3 kl. Löffel Salz, 4 Knoblauchzehen

Alles schneiden nicht zu klein, in einen großen Topf geben, aufkochen, 8 – 10 Min. köcheln (nicht zu weich, soll knackig bleiben) und ein wenig Einsiedehilfe dazugeben, in saubere, heiße Gläser sofort abfüllen u. stürzen. Nach 1 Std. wieder umdrehen. Fertig. Schmeckt supergut zur Jause.

Zucchinikuchen: einfach und schnell gemacht !

zucchinikuchen mit mandelsplitter

2  Joghurtbecher oder Häferl geriebene Zucchini
2 Joghurtbecher oder Häferl  Zucker (für jene, die es nicht so süß mögen, ein bisschen weniger)
2 Joghurtbecher oder Häferl Mehl
1  Becher Öl
1 Backpulver u 1 Vanillezucker
Etwas Zimt
4 Eier  (Dotter und Eiklar trennen)
evt. etwas geriebene Nüsse oder Mandeln oder Mandelsplitter

Schnee schlagen und anschließend Dotter mit Zucker schaumig rühren, 2-3 Esslöffel heißes Wasser langsam beimengen, Öl langsam einrühren,  restl. Zutaten dazu, Schnee unterheben und bei ca. 170 – 180 Grad 25- 35 min backen.

Wenn man eine hohe Zucchinitorte haben will, in Tortenform Teig einfüllen (vorher befetten nicht vergessen), wir nehmen immer ein kleines Blech und geben die Masse drauf, der Kuchen ist dann halt nicht so hoch. Wenn er ausgekühlt ist, mit nicht zu süßer Marmelade (Bsp. Ribisl, Preiselbeer, Gelee bestreichen) und mit Schokoglasur überziehen. Ist die Schokoglasur ein bisschen getrocknet, ein paar Mandelsplitter oder Kokosraspeln drauf. Fertig.

Gutes Gelingen !

Eure Bäuerin Katharina.