Gutes aus der Bauernküche

Am Bauernhof ist im Sommer sehr viel zu tun: der Garten, die Ernte am Feld, die Herstellung von Marmeladen, Säften und das Jäten im Garten, die Herstellung der Produkte für die  und den Bauernhof in Schuss zu halten.

Einer meiner Lieblingsorte ist und bleibt einfach meine Bauernküche. Besonders im Sommer finden sich allerlei Leckereien im Garten, auf den Feldern oder am Berg, die sich hervorragend verarbeiten lassen. Deshalb gibt es heute drei Rezept für saisonales Schmankerl, die momentan zubereitet werden können.

 

Ribislsaft

  • 1 Liter Ribisl mit 2 Liter Wasser aufkochen
  • 1,5 kg Zucker in die heisse Masse einrühren
  • erkalten lassen und dann 5 dag Zitronensäure einrühren
  • nach 24 h Saft abfüllen
  • (zur besseren Konservierung kann man den Saft nochmal erhitzen)

 

Ribisel-Rhabarber Kuchen

Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 5 Eier
  • 1/8 Liter Öl
  • 1/8 Liter Milch
  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Pkg Backpulver
  • 150 g Ribisel (meine waren tiefgefroren)
  • 150 g Rhabarber (meiner war frisch & in kleine Würfel geschnitten)

Zubereitung

Als erstes die Eier trennen und aus dem Eiklar einen steifen Schnee schlagen. Danach Dotter und Zucker sehr schaumig rühren. Jetzt das Öl langsam einfließen lassen.

Weizenmehl, Backpulver und Milch dazugeben und alles noch einmal kurz durchrühren. Am Schluss den steif geschlagenen Schnee vorsichtig unterheben.

Die Masse auf ein Backblech streichen und abschließend die Ribisel und den Rhabarber darauf verteilen.

Den Kuchen bei 180 Grad 25 Minuten backen.

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Ribiselschaumschnitte

Für den Teig

  • 15dagStaubzucker
  • 1Pkg.Vanillezucker
  • 3 Dotter
  • 5dag Butter
  • 3 Eßl. Wassser
  • 25dag Mehl
  • 1/2 Pkg. Backpulver
  • 1/16 l Milch

Für den Belag

  • 3 Eiklar
  • 20dag Kristallzucker
  • 1 Pkg.Vanillezucker
  • 30dag Ribisel

Zubereitung

  • Vanillezucker, Dotter, Zucker und Wasser schaumig schlagen
  • Nach und nach die zerlassene Butter einrühren.
  • Mehl, Backpulver und Milch beigeben.
  • Masse auf ein Blech geben und bei mittlerer Hitze ca. 5 – 10 min backen.
  • Eiklar schlagen, in den steif geschlagenen Schnee Vanillezucker und Zucker einrühren
  • Ribisel darunterheben
  • Masse auf den Kuchen streichen und bei geringer Hitze fertigbacken bis der Schaum leicht braun wird

 

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Nachbacken und Einkochen!

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

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Der Duft der Vorweihnachtszeit

In der Weihnachtszeit ist das Räuchern in aller Munde. Es werden mittlerweile  sogar sehr viele Räucherseminare angeboten und für einige ist dies auch ein interessanter und ertragreicher Geschäftszweig geworden ….

Bei uns am Bauernhof wird auch geräuchert, nicht nur in den Rauhnächten in der Weihnachtszeit. So kann es schon mal sein, wenn der Briefträger Markus kommt oder Gäste anreisen, dass eine kleine Rauchwolke und besondere Düfte im Zittrauerhof zu vernehmen sind und geschmunzelt wird. Die Kräuterhexe Katharina ist unterwegs…. Die Gäste nehmen es meist sehr angenehm auf und freuen sich über diese besonderen Düfte.

Ich liebe während des Jahres den Duft von Rosenweihrauch oder Mischungen vom heimischen Wald Tanne, Wacholder, Latschen oder anderen Hölzern. Oder in der Adventzeit sogar Pfefferkörner, Vanilleschote oder getrockneten Orangenschalen als besondere Duftnote. Wenn jemand krank ist oder Gäste bereits krank anreisen oder eine Grippewelle in Anmarsch ist, mache ich eine wöchentliche, reinigende Räucherung mit Wacholder und Salbei, räuchere auch die Ecken des Zimmers, lasse den Räucherduft dann bei geschlossenem Fenster einige Zeit „ziehen“ und im Anschluss werden die Fenster und Türen komplett geöffnet und die „schlechte Energie“ zieht (hoffentlich) hinaus.

räuchern in der weihnachtszeit
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Bei einem Räucherseminar von Naturgeladen in Bad Hofgastein kann man sehr gute und hochwertige Kräutermischungen beziehen, die man selbst nicht vorrätig hat.

Zur Weihnachtszeit gehört auch das Kekse backen – eine meiner Lieblingsrezepte hier in meinen Bauernhofgeschichten – für jene, die noch Lust auf eine neue Keksart haben.

Die Nutella-Kekserl – gutes Gelingen und einen schönen 3. Adventsonntag-Abend.

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bei 170 – 180 Grad ca. 15-20 min backen.
Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof

 

Winter ist Germknödel-Zeit

Die winterliche Landschaft, die frische kühle Luft verleiten mich, heute ein tolles, einfaches Germknödel-Rezept zu teilen. Es eignet sich auch super zum Einfrieren: Einfach die aufgegangenen Germknödel-Rohlinge auf ein Teller geben, schockgefrieren und dann in ein gut verschlossenes Gefäß in der Gefriertruhe aufbewahren.

Dieses Rezept ist auch ohne Thermomix und Dampfgarer ein Hit und himmlisch gut !

Zutaten:

100 g Milch, 10 g Zucker, 20 g Hefe (Germ), 270 g Weizenmehl, 1 ganzes Ei, 130 g Butter, 1/2 Teelöffel Salz, 40 g Marmelade oder nach Gefühl, 500 g Wasser zum Kochen der Knödel.

40 g Mohn, 30 g Zucker

Mohn und Zucker mixen und auf die Seite stellen.

Germteig vorbereiten: am besten gelingt er, wenn alle Zutaten die gleiche Temperatur haben, sprich einfach alle Zutaten schon in der Früh aus dem Kühlschrank rausgeben. Milch, 10 g Zucker und Germ in Topf geben und leicht erwärmen. Mehl, Ei, 30 g Butter, Salz hinzugeben und danach das Milch-Zucker-Germgemisch reingeben, zu Teig verarbeiten und ein bisschen gehen lassen.

Den Teig in vier Stücke teilen (ich mache meist 6 kleine Germknödel draus), flach drücken und genau in der Mitte eine gute Marmelade (unsere mögen am liebsten Heidelbeermarmelade oder Powidl) reingeben und Knödel draus formen (schauen, dass die Marmelade schön ind er Mitte bleibt, keine zu flüssige verwenden!). Germknödel formen und an einem warmen Ort 30 min gehen lassen. Man kann auch die doppelte Masse machen und dann nach der Gehzeit die Hälfte einfrieren – klappt super !

In einem breiten Topf halbvoll Wasser einfüllen und dann eine Windel oder ein Geschirrtuch nehmen und oben beim Topfrand das Tuch mit einem starken Gummiringerl oder Schnur fixieren. Das Wasser zum Kochen bringen und die Germknödel auf das Geschirrtuch drauf geben, danach mit hohen Deckel zumachen. Diese einfache Arbeitsweise hab ich von einer guten Freundin, klappt echt super.

Parallel dazu gibt man eine gute Bauernbutter in einem Topf, lässt die Butter zergehen und richtet das Mohn-Zuckergemisch in einem Schüsselchen her. Nach ca. 10 Minuten sind die Germknödel fertig ! Mahlzeit !!!

Bei den nächsten Bauernhofgeschichten wird wohl ein Weihnachtsgebäck-Rezept mit dabei sein. 🙂

Einen schönen Sonntag Abend wünscht Katharina vom Zittrauerhof

 

Hollerblüten-Sirup …. so gut !

Nachdem uns allen wunderschöne Tage mit herrlichem Sonnenschein geschenkt wurden, haben sicherlich viele Bauern die Chance für eine gute Heu-Ernte genützt. Das trockene Wetter ist auch ideal zum Abernten von Kräutern und zum Ansetzen von Säften unter anderem vom Hollunder. Der Hollunderstrauch ist einer meiner Lieblinge, als Tee, als gebackene Nachspeise, als Gelee, als Ergänzung in Marmeladen oder als Hollerblütensaft.

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Meine Oma vom Maurachgut hat uns beim Abernten vom Wiesenkümmel, Kräutern und auch bei der Hollerblüten-Ernte immer mitgenommen und uns ein einfaches, aber gutes Rezept weitergegeben, es hält sich gut und ist einfach zu machen. Gerne geb ich das Rezept weiter und wünsche gutes Gelingen.

Zutaten: 40 -50 große Hollunderblüten (es können auch 10 Stk. mehr sein, nur die Dolden), 4 lt. Wasser, 6 kg Feinkristallzucker, 6 Biozitronen (gut gewaschen) oder man mischt Zitronen mit Orangen und 125 g Zitronensäure. Bei trockenem Wetter – idealerweise in der Mittagszeit Hollerblüten ernten, ich zwick es immer gleich nach der Blüte ab, dass fast kein Stengel dabei ist. Also, die Masse gibt man in einem 10 lt. Kübel oder sonstigem sauberen Gefäß, 4 lt. Wasser rein, 6 kg Zucker sowie geschnittene Zitronen und die Zitronensäure, rührt es einige Male um und gibt zum Schluss die trockenen Hollunderblüten rein. Dann wieder fest umrühren. Täglich (3-6 Tage lang) rührt man den Saft mind. 1 x täglich um.

20160610_195432 hollerblütenRührt man mehrmals täglich und hat der Saft schon einen guten Geschmack, so kann man den Hollundersaft auch schon nach drei Tagen abfüllen. Er wird durch ein Sieb und eine Windel durchgeseiht und in sauberen Flaschen abgefüllt. Wir pressen die Windel erst zum Schluss aus und verwenden diesen ausgepressten Sirup (also das „Resterl“) gleich zum Trinken. Die abgefüllten Flaschen halten super gut ein Jahr oder länger. Wir lagern sie im Keller, gut verschrauben. Wenn man will, kann man den Hollundersaft auch kurz abkochen und ein bisschen Einsiedehilfe beifügen, allerdings der Saft hält auch sehr gut, wenn er kalt angesetzt ist und alles nach o.a. Anleitung gemacht wurde. Man bekommt ca. 7 lt. Hollunderblütensirup von der o.a. Menge. Gutes Gelingen wünscht euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

 

Zeit für Löwenzahn ..

Zum Frühling gehört auch der Löwenzahn dazu, er ist so vielseitig verwendbar und besonders lecker auch in der Küche. Mein Lieblingsrezept ist, vom Löwenzahn einen Honig zu erzeugen. Gerne teile ich mit euch das Rezept. Der Löwenzahnhonig eignet sich besonders gut als Beigabe für ein Naturjoghurt, als Süßungsmittel bei Kräutertees oder bei trockenem Husten den Löwenzahnsirup oder Wipferlsirup löffelweise einnehmen. Will man ihn auf ein Butterbrot schmieren, koch in den Honig länger ein oder lass ihn stehen und koch ihn am nächsten Tag nochmals ein, dann wird er auch dickflüssiger.

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Rezept:

300 g Löwenzahn – Blütenköpfe, an einem trockenen Tag gepflückt, mittags
2 kg Feinkristallzucker oder Gelierzucker
2 Bio-Zitrone(n), ein bisschen Zitronensäure
1 Liter Quell-Wasser

Zubereitung

Die Blüten an einem trockenen Tag pflücken, idealerweise in der Mittagszeit. Nur die Blüten, nicht die Stengel. 1 Liter Wasser, 30 min köcheln lassen und zum Schluss die in Scheiben geschnittenen Zitronen hinzugeben. Auf die Seite ziehen und den Sud am nächsten Tag (ich lass es 12 Stunden stehen) durch ein Stofftuch (saubere Molton-Windel) pressen oder mittels Sieb. Mit Zucker 1 -4 Stunden langsam köcheln, ich nehme immer 50 % Feinkristall und 50% Gelierzucker.  Vorsicht – kann überschäumen!!! Gelierprobe machen!  Wenn die Konsistenz passt, in heisse Gläser abfüllen und verschließen. Gelierprobe: man nimmt einen flachen Teller, spült ihn kalt ab und gibt dann mit einem Löffel den Löwenzahnhonig drauf. Lässt es ein bisschen stehen und nach kurzer Zeit überprüft man, ob der Honig vom Teller runterrinnt oder nicht.

Viel Spaß beim Nachmachen und schöne heiße Frühlingstage, der nächste Bericht ist von unserer ersten Heuernte. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

PS: Dieses Grundrezept verwende ich auch für die Herstellung von Frühlingskräuterhonigsorten oder meinen Fichtenwipfelhonig.

 

Maulwurf-Torte

Heute ist es mal wieder Zeit für ein neues Rezept. Ich habe dieses Rezept aus zwei Gründen besonders gern: 1. Schmeckt diese Torte einfach unglaublich lecker und 2. habe ich es von Ursula, einer Freundin aus Deutschland, die das Gasteinertal in den letzten Jahren sehr liebgewonnen hat, bekommen.

250 g Margarine oder Butter
250 g Zucker
1 Packung Vanillezucker
6 Eier
100 g Mehl
1 Packung Backpulver ( die kleine mit einigen wenigen Gramm für „normale“ Haushalte)
25 g Speisestärke Maizena
100 g geriebene Haselnüsse
100 g geriebene Schokolade ( ich schmelze sie immer einfach auf dem Herd, geht einfacher)

Alle Zutaten zu einem Rührteig verarbeiten (Eier mit Zucker flaumig rühren, Vanillezucker dazu, Maizena, Nüsse, Schoko und zum Schluß löfelweise das Mehl und Backpulver) und bei 175 Grad Umluft 50 Minuten backen. Die Tortenform einfetten und mit Brösel oder Mehl einstauben.

Torte erkalten lassen, dann aushöhlen (also Rand und Boden stehen lassen und alles andere mit einem Löffel rausschaben). Den weggenommenen Teig mit den Händen zerkrümeln. Eine Tasse Brösel beiseite stellen.

3 Becher Schlagobers (Sahne) mit 2 Packungen Sahnesteif steif schlagen und mit Bröseln und 2 Esslöffel Kakao vermengen. (Statt Schlagobers kann man auch 1-2 Quimic und 1 x Becher 250 ml Sahne nehmen),

Masse in ausgehöhlten Kuchen geben und mit den beiseite gestellten Bröseln bedecken. Anschließend kalt stellen! Vor dem Servieren kann der Kuchen noch mit Puderzucker bestreut werden

Die Torte ist sehr saftig und bleibt mehrere Tage frisch. Sie wird sogar, wenn sie für einen Tag im Kühlschrank steht noch besser, weil sie gut durchziehen kann.

Gutes Gelingen und vor allem Guten Appetit !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

 

Neues aus der Bauernküche!

Heute ist es mal wieder Zeit, ein bisschen was aus der Küche zu erzählen!

Die Küche ist für mich der wichtigste Raum in unserem 400 Jahre alten Bauernhaus. Hier trifft sich die Familie mehrmals täglich – ob zum Essen, Kochen, Spielen, Schulaufgaben machen, Musizieren oder einfach nur zum Zusammensitzen.

Sehr beliebt bei uns am Zittrauerhof ist unser frischer Natur-Joghurt! Ein bis zwei Mal in der Woche bereiten wir diesen frisch zu, damit alle Hofbewohner und Gäste ihn genießen können.

Diese Art der Joghurtzubereitung habe ich von meiner Schwiegermutter Rosemarie gelernt und seither so gemacht – und genauso gebe ich das Rezept an Euch weiter, wenn ihr an der Zubereitung interessiert seid ! Ideal ist es, wenn man aus hygienischen Gründen für die Milchverarbeitung immer die gleichen Töpfe, Schneebesen etc. verwendet und diese Kochutensilien eben nur für die Milchverarbeitung 🙂

  1. Frische Vollmilch auf 90 Grad erhitzen (ich nehme meistens 5 Liter) – ab und zu umrühren und mit Thermometer messen)
  2. Bei 90 Grad vom Herd nehmen und auf 45 Grad abkühlen lassen (entweder auf einen Rost geben und von selbst abkühlen lassen oder wenn man es eilig hat, Topf ins Waschbecken geben und ein kühles Wasser vorab reinlaufen lassen),
  3. Ist die Temperatur erreicht, werden die Joghurtkulturen hinzugegeben. Ich nehme eine Portion von der Größe einer Erbse. Dann zügig umrühren!

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  1. Direkt in 6 große halb-Liter-Gläser füllen (Gläser zuerst sauber waschen und ggf. kurz ins Backrohr zum Desinfizieren), befüllen mit Milch und verschließen
  2. Gläser in einen großen Topf stellen, dessen Wasser 45 Grad hat. Mit Deckel zudecken und für 10-12 Stunden ruhen lassen. Idealerweise am Rand vom Holzherd 10 -12 Std. stehen lassen, dann bleibt die Temperatur konstant. Wenn das nicht möglich ist, dann kann man auch ab und an warmes Wasser wieder reingeben, sodass die Temperatur erhalten bleibt. Wichtig ist beim Joghurt, dass die Gläser fast bis zum Deckel im warmen Wasser sind.
  3. Meist mach ich das Joghurt am Morgen und am Abend, nach ca. 10 Stunden, geb ich die Gläser in den Kühlschrank, dann können sie noch „ziehen“ und am nächsten Morgen ist der Joghurt fertig. Mahlzeit !!

Ich serviere meinen Joghurt am liebsten mit Apfelmus und einer Prise Zimt. Aber auch Hollerblütengelee oder Wipferlhonig (eher dünnflüssig) und andere Marmeladen eignen sich hervorragend! Einfach mal ausprobieren und die Lieblingsmischung finden. Kleiner Tipp: An heißen Sommertagen erfrischt Naturjoghurt pur sehr gut!

Oder hier eine aktuelle Kreation: Joghurt mit Erdbeermarmelade und Zimt!!!

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P.S: Die Joghurtkultur bestell ich meistens bei http://www.hoeller-marketing.at oder bei http://www.bhg.co.at. Die Kulturen bewahrt man dann im Gefrierfach auf, beim Verwenden einfach benötigte Menge rausnehmen und dann gleich wieder ins Gefrierfach geben. Mit einem solchen Packerl wie oben abgebildet, kommt man lange aus. Wir bestellen meist die Kulturen für Topfen, Joghurt, Frischkäse etc. für ein Jahr auf einmal oder bestellen gemeinsam mit anderen Bäuerinnen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Nachkochen,

Eure Bäuerin Katharina

Etwas Süßes am Faschingsdienstag ..

biskuitroulade.jpgMeine Mama und meine Schwester vom Biohof Maurachgut backen – egal, welche zusätzlichen Arbeiten am Hof auch an diesem Tag anfallen – immer ihre Faschingskrapfen am heutigen Tage. Das ist schon Tradition und alle im Haus erfreuen sich daran ! Einfach lecker sind sie.

faschingskrapfen-maurachgut

Ich hatte heute richtig Lust auf eine frische Biskuitroulade, gefüllt mit Erdbeeren und Schlagobers, bei diesem frühlingshaften Wetter ein bisschen was Erfrischendes. Kommt jemand überraschend zu Besuch, ist dies auch ein herrliches Rezept, weil es auch sehr schnell geht und auch am nächsten Tag noch gut schmeckt. Viel Spaß beim Nachbacken.

Zutaten: 3 große Eier, 100 – 120 Kristall oder Staubzucker, 4 Esslöffel Mineral oder Wasser, 120 g Weizenmehl (sieben), 1/2 Packung Backpulver. Bei 200 Grad je nach Backofen ca. 12 min backen. Zum Füllen: Erdbeeren, Schlagobers ODER eine gute Marillenmarmelade – idealerweise mit einem Schuss Rum vermischt.

Die Eier trennen, Eiklar mit dem Zucker stichfest schlagen, anschließend den Dotter  mit Mineral oder Wasser schaumig schlagen, danach löffelweise das gesiebte Weizenmehl rein (zuvor mit Backpulver vermischen) und zwischendurch vom fest geschlagenen Schnee ab und an einen Löffel dazu. Wenn das Mehl reinkommt, nicht mehr mit vollem Turbo schlagen.  Zum Schluss Rest des geschlagenen Eiklars unterheben und auf ein Blech (Backpapier) regelmässig draufstreichen. Zuvor Backrohr schon auf 200 Grad erhitzen. Den Teig für 10 Minuten backen. Inzwischen ein weiteres Backpapier auf die Arbeitsfläche hinlegen, ein bisschen Zucker draufstreuen und einen nassen Fetzen (nasses Küchentuch) vorbereiten. Ist die Biskuitroulade fertig, aus dem Backrohr geben und auf das vorbereitete Backpapier stürzen.

roulade-mit-fetzen-eingewickeltAuf die Oberfläche vom Backpapier das feuchte Küchentuch rauflegen, so löst es sich schnell und einfach und lässt sich super einrollen. Gleich mit dem Küchentuch einrollen und wenn die Roulade ausgekühlt ist, kann sie mit Marmelade oder mit Erdbeeren-Schlagobers befüllt werden.

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Gutes Gelingen und viel Freude beim Nachbacken !

Bei den nächsten Bauernhofgeschichten kommt wieder mal was Tierisches vom Zittrauerhof. Schöne Grüße und einen angenehmen Faschingsdienstag an alle !

Eure Bäuerin Katharina

 

Ameisenguglhupf – einfach und gut

Bei vielen Bauernhöfen wird für das Gästefrühstück und für die Familie selbst oft ein Guglhupf gemacht. Ein besonders gutes und einfaches Rezept ist der AMEISEN-GUGLHUPF. Viel Vergnügen beim Nachbacken.

Zutaten:  4 Eier, 80 g Kristallzucker, 110 g STaubzucker, 1/8 lt. Mineral oder Leitungswasser, 1/8 lt Öl, 250 g Mehl, 1 Pkg. Backpulver, 1 Pkg. Vanillezucker, etwas Zitronenzucker oder Zitronenschale. Kochschokolade.

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Zubereitung: Eiklar  mit Kristallzucker zu einem festem Schnee schlagen. Staubzucker, Vanillezucker, Zitronenschale vermischen und mit Dotter und Wasser sehr schaumig rühren (Wasser langsam einrühren). Öl langsam hinzufügen. Mehl und Backpulver vermischen und langsam (ich geb immer einen Löffel nach dem anderen rein) hinzufügen. Zum Schluß den Schnee unterheben. Und gehackte Schokolade hinzu (ich nehm hier immer einen Plastiksack und geb die Kochschokolade rein, schlag mit dem Schnitzelklopfer drauf und fertig ist die gehackte Schokolade). Zum Häckseln kann man auch eine Küchenmaschine gut nehmen.

Bei 180 Grad 45 min backen.

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Dieses Rezept hab ich von Marianne,  die bei uns am Hof ihr Praktikum machte – die Kinder lieben diesen Guglhupf. Viel Freude beim Nachbacken, Katharina, Zittrauerhof Gastein.

P.S: Warum Ameisenguglhupf ? Wenn man genauer hinschaut, sieht man die kleinen schwarzen Flecken im Guglhupf (Schoki), das sieht für die Kinder aus wie eine „kleine Ameise“.

 

 

Zum Hirschflüsterer ins Angertal

EIN NATURSCHAUSPIEL der BESONDEREN ART

Heute möchte ich über eine Begegnung der besonderen Art bei meinen Bauernhofgeschichten berichten.

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Da unsere Gäste und Freunde vom Ausflug zum Hirschflüsterer ins Angertal so schwärmten, machten wir uns selbst auf den Weg, mit Thomas Tscherne zur schönst gelegenen Futterstelle ins romantische Angertal zu fahren. Allein die Auffahrt war für uns schon ein Erlebnis, bei schönstem Wetter und herrlichem Panorama fuhren wir mit dem Spezialfahrzeug gemächlich zur Alm hinauf. Zweimal täglich wird das Rotwild dort auf fast 1.800 m von ihm gefüttert – aus nächster Nähe und in freier Wildbahn sitzen wir auf Bänken inmitten der Futterstelle.

20170214_111054 hirschfütterung angertal.jpgThomas beruhigende Worte, täglich diesselben Geräusche beim Füttern, das Klopfen mit der Schaufel und immer derselbe Fütterungsablauf zur gleichen Zeit geben den Tieren Sicherheit und die Tiere schenken Thomas ihr Vertrauen – nach jahrelanger Annäherung und unendlich viel Geduld.

Und so erzählt Thomas während der Fütterung so manche Geschichte über seine Lieblingshirsche – wie der Klassensprecher zu seinem Namen kam, die Eigenheiten von Feignuss und Bambi usw.

Auch wenn man mit der Jagerei nichts am Hut hat, es ist für jeden, der Tiere und Natur liebt, ein unverfälschtes, besonderes Erlebnis und auf jeden Fall sein Geld wert. Einige schöne Fotos hab ich auch auf der Plattform von Gerhard Michel http://www.gasteinertal.com/fotos/hirschfuetterung/ gefunden, er dürfte auch schon bei Thomas oben gewesen sein. Und bei Servus TV gibt es tolles Kurz-Video, damit man sieht, wie es dort oben wirklich ist. http://www.servustv.com/at/Medien/Wintermomente/Der-Hirschfluesterer-von-Bad-Hofgastein

Es ist eine Möglichkeit, runter zu kommen, abzuschalten, zu genießen und einfach an einem unverfälschtem Naturschauspiel teilnehmen zu dürfen. Man sollte jedoch nicht unter Zeitdruck stehen, denn das Rotwild kommt nicht auf Pfiff, es sind nach wie vor Wildtiere, die selbst bestimmen, wann sie kommen, ob sie kommen und wie lange sie bleiben wollen. Viel Freude und ein ebenso schönes Erlebnis wünscht euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.