Katharina´s Lieblingskuchen

Meine Familie mag sehr gerne Blechkuchen, bei uns nennt man sie auch Mehlspeisen. Fast jeden 2. Tag gibt es einen Guglhupf, Roulade, Kuchen oder Torte. Alle Rezepte müssen bei mir einfach, schnell und gut sein. Zu Festtagen oder für einen Sonntag mach ich besonders gerne die Kürbiskerntorte, die sehr lecker und saftig ist. Man benötigt dazu viele Eier und Kürbiskerne, sonst ist es keine Hexerei. Das war die Lieblingstorte von Katharina, unserer diesjährigen Sommerpraktikantin 🙂

Rezept Kürbiskerntorte:

8 frische Eier, 120 g Zucker, 80 g Brösel, 200 g geröstete und gehackte Kürbiskerne, 1 Packung Vanillezucker, (wenn gewünscht 2 Esslöffel Rum). 1 Packung Schlagobers (Sahne) und Ribislmarmelade zum Befüllen, Schokoglasur.

Eier trennen, Eiklar schlagen, in separater Schüssel Dotter mit Zucker flaumig rühren, Brösel, Vanillezucker, Kürbiskerne dazu, zum Schluss das Eiklar mit einer Teigkarte unterheben und den Teig in eine befettete, mit Kokosflocken oder Brösel ausgelegte Tortenform einfüllen, dann bei vorgeheiztem Rohr (180 Grad) ca. 40 min backen.

Auskühlen lassen, mit einem Tortenmesser zweimal auseinanderschneiden. auf jede Lage zuerst eine gute Ribislmarmelade (Johannisbeer) aufstreichen und eine Schicht geschlagenes Obers, dann wieder einen Schichte Torte drauf, wieder Ribislmarmelade und Schlagobers. Ganz oben geb ich dann nur mehr eine Schicht feine Ribislmarmelade drauf und einen dünnen Schokoguss. Kalt stellen, ziehen lassen, fertig. Wenn man keine Kürbiskerne mag, schmeckt es auch sehr gut mit grob geriebenen Nüssen, Krokant.

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Da gestern der Tag des Apfels war, gibt es auch gleich ein einfaches Mürbteigrezept von einem Apfelstreusel-Kuchen, am besten schmeckt er ab dem 2. Tag, sofern dann noch was da ist, da wird er schön mürbe und saftiger. Auch einfach und schnell gemacht.

Einfacher Apfelkuchen mit Streusel (Menge ist für ein Blech gerechnet, bei Tortenform einfach die Hälfte nehmen).

für obendrauf: 1,5 -2 kg Äpfel reiben (nicht zu fein), dann in einem Gefäß kurz erwärmen, Zimt, Zucker, Zitronenzeste oder Zitronensaft, ein Schuss Wasser dazu und kurz blanchieren, kühl stellen.

Mürbteig: 500 g Butter, 4 Eier, 200 g Zucker, 1000 g Mehl, 2 Packungen Backpulver.

Aus den Zutaten einen Mürbteig zubereiten, ich gebe in die Küchenmaschine mit Knethaken einfach alle Zutaten rein, schalte nur auf geringe Geschwindigkeit ein und es wird ein feiner Teig, der sich gut von der Schüssel löst. Anschließend gut die Hälfte des Teiges mit einem Teigroller auf das Blech streichen und den Rest gleich in die Gefriertruhe (für die Streusel). Beim Ausrollen des Teiges nehm ich immer eine Backfolie unter und ober dem Teig, dann bleibt der Teig nie auf dem Teigroller kleben und es geht ganz schnell. Auf den Teig gibt man dann die ausgekühlte Apfelmasse und verteilt sie auf das ganze Blech. Den Rest des Mürbteiges in der Hand zerbröseln und auf den Teig als Streusel geben. Bei 170 Grad ca. 40-50 min backen.

Alles liebe und gutes Gelingen. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal. Nächstes Mal gibt es wieder Tipps rund um den Bauernhof abseits der Küche 🙂

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Ein TAG mit Katharina beginnt …

Meinem Bauernhofblog möchte ich in Hinkunft nicht nur zum Weitergeben von guten Rezepten widmen, sondern auch die LeserInnen an der täglichen Arbeit am Hof teilhaben lassen. Tipps geben, wie man Kräuter trocknet, wie man Marmelade einkocht. Heute abend beschreibe ich, welche Möglichkeiten es gibt, einen Balkon oder Eingang beim Haus winterlich zu schmücken.

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Bei uns werden im Spätherbst die Latschen von der Alm geholt, eine mühsame Arbeit, mein Schwager Sepp fährt mit allen Kindern schon in der Früh rauf, dann werden die Latschen in unserem Almgebiet mit der Zange gezwickt, in Büschel gebunden und runtergezogen zur Hütte. Der Jeep wird beladen, meist mittags kommen dann alle von der Alm retour. Die Winterdekoration für unsere Häuser und unserer Familie ist gesichert. Auch nehmen wir sie gerne zum Dekorieren der Gräber her.

Als ich zum Hof kam, wurde ich von meiner Schwiegermutter Rosmarie eingeweiht, wie man richtig die Latschen in die Blumentrögerl reinsteckt, sodass sie auch den ganzen Winter halten und frisch aussehen.

Am besten ist es, man lässt die Blumentröge mit der Erde gleich am Balkon. Ich schneide immer nur die Balkonblumen vom Sommer, den Stamm, ab und lasse die feste Erde im Balkontrögerl. Dann gieße ich sie fest ein mit Wasser, sodass die Erde wieder ein bisschen weicher wird und man die Latschen leichter stecken kann.

Die grossen Latschenpackerl werden aufgemacht und die Latschen schräg eingeschnitten, damit man sie leichter stecken kann, wenn möglich, alle in ca. gleicher Länge. Dann trägt man sie in einer Schachtel rauf auf den Balkon und beginnt zu stecken. Am schönsten werden sie, wenn man „Reihen“ steckt. Sprich pro Trögerl beginnt man mit dem Stecken der ersten Reihe ganz vorne, dann die zweite, wir machen pro Trägerl vier Reihen. Also, zuerst eingießen, dann stecken, dann nochmals eingießen. Man muss die Latschen schon relativ weit runterstecken, damit sie der Wind im Winter eines Tages nicht mitnimmt und „rauszieht“.

Ist ein schöner Herbst, ist es sinnvoll, sie wie Blumen alle paar Tage einzugießen, dass sie frisch bleiben. Kurz bevor es richtig kalt und frostig wird, gieße ich sie nochmals fest ein, damit die Erde dann gefroren wird und die Latschen fixiert sind. Beginnt die Weihnachtszeit, kommen dann noch Schlaufen und Kugeln drauf. Ich finde, die Latschen sind, auch wenn sie einiges an Zeit brauchen, ein schöner Hingucker, gerade bei alten Bauernhäusern und ich habe große Freude an dieser Arbeit.

Wie gefällt euch dieser Blumenschmuck ? Zwei Packerl Latschen haben wir noch, wenn jemand Lust auf die Dekoration bekommen hat, bitte baldmöglichst melden.

Gutes Gelingen beim Dekorieren wünscht euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

Wienerin zeigt großes Herz

Wem geht es nicht so ? Man macht vieles im Leben, das „nichts“ bringt oder für andere wertlos oder überflüssig erscheint und die Zeit doch „besser für was andres genützt“ werden könnte …  Aber bestimmte Dinge im Leben braucht man eben für die Seele und es ist gut, dass noch nicht alles so rational betrachtet werden muss und man auch was fürs Herz haben darf. Das macht das Leben noch lebenswert und schön, oder ?

In dieser Bauernhofgeschichte möchte ich über einen Menschen schreiben, der sehr viel Zeit und Liebe opfert, um Tiere zu hegen und zu pflegen und in letzter Zeit auch viel Geduld, liebe und Zeit investiert, um kleine Hasenleben zu rettendav

Vor fast einer Woche ist Lea Hasenmama geworden und es schien alles in Ordnung zu sein. Der Hasenstall wurde zugesperrt, damit niemand ins Nestchen greift und doch hat sie nach zwei Tagen die ersten Babies rausgelegt und sie sind erfroren.

Auch um die anderen schien sie sich nicht mehr zu kümmern und so hat sie meine Praktikantin aus Wien – Katharina – in die Obhut und mit ins Haus genommen. Jetzt mag einer sagen, so „umtun“ wegen der kleinen Häschen und so ein Aufwand. Ja, das stimmt und doch nicht. Wer bestimmt, was wertvoll ist und was nicht? „Ich mag Tiere und es ist einen Versuch wert“, mit diesen positiven Sätzen ging Katharina und unsere Tochter an die Sache ran und sie fütterten die kleinen Racker genau nach Plan neben der täglichen, vielen Arbeit am Hof, alle paar Stunden ist es nötig. Katharinas Freundin vom Tiergarten Schönbrunn empfiehlt Ziegenmilch zur Aufzucht und das vertragen sie wirklich gut.

Sehr aufwendig – mit einer kleinen Spritze – werden sie nun gefüttert, zuerst gewogen, damit man das Gewicht kontrollieren kann und nach dem Trinken wieder auf die Waage. IMG_20180810_132455.jpg

In eine kleine Schachtel gepackt, mit Watte eingehüllt, schlafen sie und bewegen sich lebhaft. Sie sind nicht mehr nackt, haben schon ein klein bisschen Fell und werden die nächsten Tage, wenn sie gesund bleiben, die Augen öffnen.

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Wir wünschen den Kleinen weiterhin gutes Gedeihen und den beiden Pflegemamis noch eine Weile an Ausdauer, bis sich die Hasenbabies selbst verpflegen können und viele glückliche Momente.

Kleine Freuden machen das Leben aus. Suchen wir uns kleine Dinge, die das Leben trotz aller Schwierigkeiten und Steine, die einem in den Weg gelegt werden, schön machen und uns erfreuen. Und unnütz für andere sind 🙂 Das wünsch ich Ihnen von Herzen.

Alles Liebe, Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

P.S: Über Facebook werden wir ab und zu wieder über die kleinen Racker berichten und kleine Videos reinstellen. Seid gespannt.

 

Vom Frühling im Stall und auf der Weide

Das Frühjahr bringt immer wieder viel Neues hier bei uns am Zittrauerhof im Gasteinertal. Ob Umbauten, neue Gartenideen oder neue Stallbewohner!

Das Frühjahr ist Zeit der Geburten bei uns am Hof. Unsere Kälber sind bereits alle zur Welt gekommen und auch in unserem Kinderstall sind alle Geburten vorüber. Aber ein neuer Hofbewohner hat uns erst in der letzten Woche beglückt und wir sind sehr froh, dass es diesmal nur freudige Nachrichten gibt.

Auch dieses Mal kommt die Meldung aus unserem Pferdestall, denn unsere Noriker Stute Perl ist wirklich eine gute Ammenmutter und die Kleine gedeiht prächtig.

Besonders erfreulich ist, dass die schöne Islandstute Kelly ihr erstes Fohlen zur Welt gebracht hat. Kelly selbst ist auch schon am Zittrauerhof geboren und wir sind ganz stolz auf sie, dass sie uns nun auch Nachwuchs geschenkt hat!

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Bereits im letzten Jahr berichteten wir, dass Kellys Mutter Kria nicht mehr bei uns am Hof lebt, sondern nach Norddeutschland zog, um dort trotz ihrer Krankheit noch ein paar schöne Jahre erleben zu können. Es geht ihr gut und sie hat keine Beschwerden mehr durch das Meeresklima.

Aber nicht nur im Pferdestall passiert einiges, auch im Kuhstall ist einiges los und seit den letzten Tagen sieht man unsere Kühe wieder glücklich über die Weiden stapfen, denn die winterlichen Stalltage sind vorüber! Ein schöner Anblick, die eigenen Tiere wieder auf den saftigen grünen Wiesen zu sehen und wie sie auf die Wiese sprinten.

Und schon die Bilder zeigen nicht nur das saftige Gras, sondern auch den strahlenden Löwenzahn. Und natürlich konnte ich nicht wiederstehen auch in diesem Jahr wieder ein paar leckere und gesunde Sachen daraus zu zaubern.


Hat jemand Interesse an Rezepten zu Löwenzahn? Dann kommentiert doch hier oder auf unserem Instagram-Account @zittrauerhof .

Ganz neu übrigens für unsere Hofgäste: Wer selbst auf Instagram aktiv ist, kann uns gerne auf den Fotos verlinken und den Hashtag #kuhlerurlaub verwenden. Wir freuen uns über alle Urlaubserinnerungen unserer Gäste und reposten sie gerne in unserem Feed 😉 Diese Idee stammt von Annika und sie wird das auch betreuen, ich bin dahingehend kein Profi 🙂  Eure Katharina vom Zittrauerhof

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Meine Freundin Hilde

Das Osterfest naht und gerade am Bauernhof ist dieser Zeitraum mit vielen Bräuchen verbunden. Ich hab meine Freundin Hilde aus Embach, eine ganz liebe, lustige Altbäuerin gefragt, wie das Osterfest in ihrer Kindheit war und freue mich sehr, dass wir fast alle Rituale in der heutigen Zeit auch noch kennen und „leben“!

Hilde erzählt:

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„Ich erinnere mich sehr gerne an Ostern. Das Eierfärben war besonders schön, damals gab es ja noch keine Farben und so haben wir Zwiebelschalen und Kräuter gesammelt. Die Zwiebelschalen wurden klein zusammengeschnitten, Schlüsselblumen drunter. Zum Fixieren der Kräuter und der Zwiebelschalen haben wir dann alte Seidenstrumpfhosen zerschnitten und die Eier darin reingegeben und an beiden Seiten fest zusammengebunden.

Die verschiedenen Tage in der Karwoche wurden natürlich mit dem Aufstehen auch noch sehr ernstgenommen. Jeder Tag hat seine besondere Bezeichnung: Wer am Palmsonntag als letzter zum Frühstück kam, wurde der „Palmesel“. Bis hin zum Ostersonntag „Osterlamm“ und Montagstier am Ostermontag. Das Palmbuschenbinden war auch immer schön. Die Osternesterl durften wir am Karsamstag abends suchen, entweder im Garten oder bei viel Schnee oder schlechtem Wetter in der Scheune oder im Bauernhaus.  Natürlich wurde uns Kindern immer Märchen vom Osterhasen erzählt. Ich kann mich erinnern, dass meine Brüder ein bisschen Angst hatten vorm Osterhasen und sie sich anfangs nicht zu suchen trauten, des war schon lustig. Am Ostersonntag gingen wir dann in die Kirche mit der Osterweihe, eine schöne Erinnerung.

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ich hab den Osterhasen schon gefunden…

Auch an meine Godn erinnere ich mich liebevoll – sie hat mir, als ich 6 Jahre alt war, eine schöne Kleiderschürze mit Rüschen in Pepitastoff und roten Zickzackborte und dazu weisse Stutzen zu Ostern geschenkt, da war ich besonders stolz drauf, das war so ein schönes Kleid. „

DANKE Hilde für diese schönen Erinnerungen. Ich hoffe, wir kriegen bald wieder eine Kurzgeschichte von dir 🙂  Wir wünschen allen Lesern ein schönes Osterfest, ein gemütliches Beisammensein und Freude an den Messen in der Kirche und beim Nesterlsuchen.

Hilde aus Embach und Katharina vom Zittrauerhof in Gastein. Bei den nächsten Bauernhofgeschichten gibt es noch ein leckeres Rezept von meiner Mama – die österlichen Törtchen, meine Lieblinge zu Ostern.

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Von Zicklein, Kälbern und Fohlen

Im Frühjahr geht es hoch her am Hof, denn jedes Jahr aufs Neue stehen in dieser Zeit viele Geburten ins Haus – wobei, wohl eher in den Stall. Diese Zeit bringt viel Freude, da wir jeden neuen Hofbewohner gerne willkommen heißen. Sobald klar ist, dass eine Geburt kurz bevor steht, sind wir wachsam, damit wir den Tieren bestmöglich helfen können. Am schönsten und auch am einfachsten ist es, wenn die Geburt ohne Hilfe vonstatten geht und auch das Trinken und die Annahme Mutter-Kind von „Natur“ aus funktioniert.

In diesen Tagen konnten wir schöne Momente im Kinderstall erleben und freuen uns nun über unseren Ziegen- und Kuhnachwuchs. Beide Ziegen Lady und Fiona haben jeweils ein Kitzlein auf die Welt gebracht und die Geburt ohne fremde Hilfe gut geschafft. Im Kinder- und Kuhstall haben wir nun die heiße Phase der Geburten erstmal überstanden und erfreuen uns jeden Tag an unseren Zicklein und Kälbern.

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Als nächstes erwarten wir noch Nachwuchs im Pferdestall und bei der Häsin Magret und sind schon ganz gespannt und werden Euch hier und auf Instagram auf dem Laufenden halten.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Frühling auf den Teller

Jetzt, wo ab und an schon der Frühling über die  Gasteiner Bergen schaut, bekommt man doch schon richtig Lust auf leckere Frühlingsrezept, die den Gaumen erfreuen.

Besonders Lust hatte ich in den letzten Tagen auf frisches, selbstgemachtes Laugengebäck und eine Käse-Rolle mit Radieschen-Topfen-Füllung! Wem läuft jetzt grade schon das Wasser im Mund zusammen? Also hier ganz schnell das Rezept zum Nachmachen!

Käserolle nach Katharinas Art:

  • ca. 9-12 Scheiben Gouda Käse oder Tilsiter (kein Käse mit grossen Löchern, nicht zu dünn schneiden)
  • ca. 9 – 12 Scheiben Schinken
  • 150 g Topfen
  • Joghurt
  • Radieschen gerieben oder fein geschnitten
  • Radieschenblätter, Jungzwiebel, Kräutersalz

Käsescheiben auf ein Backblech inkl. Backpapier auflegen (überlappend) und bei ca. 70 Grad ein paar Minuten anschmelzen lassen, sodass der Käse die Käseblätter ein grosses „Blatt“ wird. Ein bisschen abkühlen lassen, danach den Schinken auch drauflegen und die Fülle aus Topfen, Joghurt, Salz, kleingeschnittene Radieschen, Blätter von den Radieschen, kleingeschnittene Jungzwiebel draufstreichen und wie eine Biskuitroulade einrollen. Auf einen flachen Teller oder Tablett geben und rein in den Kühlschrank zum Durchziehen. Mit Zick-Zackmesser nach ein paar Stunden runterschneiden und genießen.

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Dazu passt super gut frisches Laugengebäck 😉

Laugengebäck selbstgemacht: (15 – 20 Stk.)

  • 1000 g Weizenmehl
  • 2 Würfel frische Germ
  • 8 dag weiche Butter oder Öl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 2 Teelöffel Salz
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  •  Für die Lauge: 1 lt. Wasser, 2 Esslöffel (1 Packerl) Natron.
  1. Weizenmehl in eine Schüssel geben und am Rand salzen.
  2. In die Mitte eine Grube machen und die Germ,  Zucker  und ein bisschen vom lauwarmen Wasser hinzugeben
  3. Germ, Wasser und Zucker in der Mitte mit einem Löffel kurz verrühren und ein paar Minuten stehen lassen, bis die Germ geht. Dann die restliche Flüssigkeit sowie Butter oder Öl dazugeben und den gesamten Teig mit der Maschine kneten.
    (Es tut dem Teig gut, wenn er länger geknetet wird, dann wird er feiner.)
  4. An einem warmen Ort ein bisschen gehen lassen und aus dem Teig 15-20 Stk. runterschneiden, schleifen und nochmals für ca. 15 min gehen lassen.
    (Ob Knöpfe, Striezel oder Kugeln sind jedem selbst überlassen)
  5. Habt Ihr einen Apfelspalter zuhause? Dann einfach kurz bevor die 15 min um sind, bei den runden mit dem Apfelspalter runterdrücken und umdrehen (sodass das Muster unten ist) und noch ein bisschen gehen lassen.
  6. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron aufkochen, das Gebäck kurz eintauchen (beidseitig) und mit einem Hausfreund auf das Blech (inkl. Backpapier!!) geben. Mit dieser Musterung schauen die Laugenbrötchen dann wie Fussbälle aus. Lässt man sie länger in der Lauge, werden sie dunkler oder gibt man mehr Natron in das Wasser, wie jeder will. Unsere Kinder haben es lieber, wenn es zwar knusprig, aber nicht so dunkel ist.
  7. Bei 200 Grad ca. 15-20 min backen. Klingt die Unterseite hohl beim Draufklopfen, ist das Gebäck fertig. Man kann auch einen Teelöffel Backmalz hinzugeben bei der Masse, dann wird das Gebäck noch knuspriger und erhält eine schöne Bräune.

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Mahlzeit. Alles Liebe und gutes Gelingen. Katharina vom Zittrauerhof

Wenn irgendwas nicht so verständlich ist, einfach melden. Beim nächsten Rezept werden die Schritte wieder abfotografiert, dieses Mal war dafür kein Fotoapparat in der Nähe 🙂

 

 

Sommertraum

Die Kuhglocken läuten irgendwo in der Nähe, die Sonne wagt es noch nicht ganz über die Berggipfel und der Duft von sommerlichen Bergtagen liegt in der Luft – genau so ist es, wenn man den Sommer auf der Alm verbringt und morgens die Augen öffnet.

Noch sind unsere schönen Gasteiner Berge voller Schnee und von Frühling oder Sommer ist noch nicht viel zu erahnen, aber dennoch wollen wir uns einem kleinen Tagtraum hingeben und an den kommenden Sommer denken. Man kann schon fast die Tage zählen, bis aus den Tagträumen wieder das alltägliche Leben wird. Und unser Opa Hias, zählt wahrscheinlich bereits, denn vor allem ihm fällt die schwere Arbeit auf der Alm in drei Monaten zu. Sobald die Tiere aufgetrieben sind, verbringt auch er die Tage und Nächte am Stubnerkogel und kümmert sich um alle anfallenden Arbeiten. Er versorgt die Kühe, melkt morgens und abends, bringt die Milch ins Tal und was sonst noch alles anfällt. Aber er ist natürlich nicht ganz alleine dort oben. In den Sommerferien wird er liebend gerne von seinen Enkelkindern begleitet, die tatkräftig mit anpacken.

Jedes Jahr aufs Neue bringen wir die Tiere auf den Stubnerkogel und holen sie Ende des Sommers wieder ins Tal. Man mag meinen, dass das doch irgendwann langweilig werden müsste, aber ganz im Gegenteil. Kein Tag gleicht dem anderen und kein Jahr gleicht vorherigen! Auch in diesem Jahr gibt es schon jetzt eine Neuerung auf unserer schönen Zittraueralm:

In diesem Sommer wird unsere Alm wieder bewirtschaftet! Besonders unsere Gäste freuen sich darüber, wenn sie dem Opa wieder besuchen können und nebenbei auch noch eine gute Brettljause bekommen. Wir freuen uns sehr auf die Zeit mit Christiane, Tanja und Christian. Sie werden voraussichtlich ab Mitte Mai  die Alm selbstständig bewirtschaften, dem Opa bei den Arbeiten behilflich sein und für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Christiane hat jahrelang die Böckfeldalm bewirtschaftet und jeder, der sie kennt, weiß, dass es ihr wichtig ist, dass die „Speisekarte“ auf einer Alm einfach bleibt und die Preise moderat. Freuen wir uns auf ihren selbstgepressten Apfelsaft, Most, Pofesen und viele andere landwirtschaftliche Produkte.

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(Christina und Tanja werden den Ausschank machen)

Jetzt genießen wir noch die warmen Winter-Tage, aber die Zeit bis zum ersten Almtag wird sowieso wie im Flug vergehen. Bis dahin träumen wir weiter von saftigen Almwiesen, dem Plätschern von Bergbächen und der warmen Sommersonne auf der Haut, während man die wundervolle Bergwelt des Gasteinertals betrachtet.

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Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof, Gasteinertal. http://www.gasteinurlaub.com

 

Der Adventkranz ..

Schöner kann der Advent wettermässig wohl nicht beginnen. Im Gasteinertal ist es traumhaft winterlich, die Sonne scheint, klirrende Kälte, die ersten Skibegeisterten tummeln sich schon auf der Piste und die ersten Adventmärkte haben auch schon ihre Pforten geöffnet.

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Willkommen im Advent !

Was wird auf den Bauernhöfen traditionell in dieser Zeit gemacht ? Der Balkon und Hauseingang wird geschmückt, meist wird noch ein eigener Adventkranz gefertigt, die ersten Plätzchen / Kekse für die Adventzeit gemacht.  Üblich ist es auch, dass am Samstag abend oder Sonntag mit den Kindern rund um den Adventkranz gebetet und gesungen wird und man das eine oder andere Kartenspiel macht. Früher – als Kind – haben wir immer mit meinen Eltern Rosenkranz gebetet und es gab erst kurz vor Weihnachten die Kekse. Ich finde, gerade in der jetzigen Zeit muss man sich diese besonderen, gemeinsamen Momente oft „stehlen“, doch genau diese besonderen Tätigkeiten im Advent machen für mich die Weihnachtszeit aus. Dass man Zeit füreinander findet, die Traditionen bewahrt und die Geschenke wieder in den Hintergrund geraten.

Wie macht man den Adventkranz ?  Wer einen Adventkranz selber machen möchte, hier ein paar kurze Anleitungen, so wie ich es von meiner Mama und Oma gelernt habe. Man braucht einen guten Draht, einen Rohling, schöne Tannenzweige, Wacholder, Efeu, Schwarzbeer-Stauden – was einem gefällt. Zuerst schneidet man sich die Zweige (Ästchen wenn möglich immer wie abgebildet schneiden), dann fixiert man den Draht am Adventkranz und beginnt ein „Sträußchen“ Tannenzweige ganz links zu binden, umwickelt es mit dem Draht, dann ein weiteres Sträußchen weiter rechts usw., bis man die Reihe fertig hat. Danach fängt man wieder links an. Der Schluss ist ein bisschen schwieriger – man versucht, die Zweige so in die bestehenden reinzustecken, damit man nicht den Anfang und das Ende des Bindens sieht. Hat man den Kranz fertig, kann man ihn noch schön mit einer Efeuranke umranden. Sehr schön sind die Adventkränze, wenn sie zwischendurch mit Wacholderstauden oder Schwarzbeerstauden gebunden werden. Auch für Gestecke sehr gut geeignet. Ist der Kranz fertig, nimmt man Untersetzer für die Kerzen, fixiert sie mit einem dicken Draht und dekoriert den Adventkranz mit Naturmaterialien oder Kugeln, was einem selbst am besten gefällt.  Ich glaub, das wär mal einen Kurs wert für alle Interessierten und ein nettes Beisammensein noch dazu.

 

Bei den nächsten Bauernhof-Geschichten wird es dann ein paar gute Rezepte für die Weihnachtszeit geben, sofern nicht alle schon vor mir mit dem Backen fertig sind. 🙂

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Einen schönen Adventbeginn und jeden Tag ein bisschen Ruhe für sich selber – das wünscht euch von Herzen, Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof

Winter ist Germknödel-Zeit

Die winterliche Landschaft, die frische kühle Luft verleiten mich, heute ein tolles, einfaches Germknödel-Rezept zu teilen. Es eignet sich auch super zum Einfrieren: Einfach die aufgegangenen Germknödel-Rohlinge auf ein Teller geben, schockgefrieren und dann in ein gut verschlossenes Gefäß in der Gefriertruhe aufbewahren.

Dieses Rezept ist auch ohne Thermomix und Dampfgarer ein Hit und himmlisch gut !

Zutaten:

100 g Milch, 10 g Zucker, 20 g Hefe (Germ), 270 g Weizenmehl, 1 ganzes Ei, 130 g Butter, 1/2 Teelöffel Salz, 40 g Marmelade oder nach Gefühl, 500 g Wasser zum Kochen der Knödel.

40 g Mohn, 30 g Zucker

Mohn und Zucker mixen und auf die Seite stellen.

Germteig vorbereiten: am besten gelingt er, wenn alle Zutaten die gleiche Temperatur haben, sprich einfach alle Zutaten schon in der Früh aus dem Kühlschrank rausgeben. Milch, 10 g Zucker und Germ in Topf geben und leicht erwärmen. Mehl, Ei, 30 g Butter, Salz hinzugeben und danach das Milch-Zucker-Germgemisch reingeben, zu Teig verarbeiten und ein bisschen gehen lassen.

Den Teig in vier Stücke teilen (ich mache meist 6 kleine Germknödel draus), flach drücken und genau in der Mitte eine gute Marmelade (unsere mögen am liebsten Heidelbeermarmelade oder Powidl) reingeben und Knödel draus formen (schauen, dass die Marmelade schön ind er Mitte bleibt, keine zu flüssige verwenden!). Germknödel formen und an einem warmen Ort 30 min gehen lassen. Man kann auch die doppelte Masse machen und dann nach der Gehzeit die Hälfte einfrieren – klappt super !

In einem breiten Topf halbvoll Wasser einfüllen und dann eine Windel oder ein Geschirrtuch nehmen und oben beim Topfrand das Tuch mit einem starken Gummiringerl oder Schnur fixieren. Das Wasser zum Kochen bringen und die Germknödel auf das Geschirrtuch drauf geben, danach mit hohen Deckel zumachen. Diese einfache Arbeitsweise hab ich von einer guten Freundin, klappt echt super.

Parallel dazu gibt man eine gute Bauernbutter in einem Topf, lässt die Butter zergehen und richtet das Mohn-Zuckergemisch in einem Schüsselchen her. Nach ca. 10 Minuten sind die Germknödel fertig ! Mahlzeit !!!

Bei den nächsten Bauernhofgeschichten wird wohl ein Weihnachtsgebäck-Rezept mit dabei sein. 🙂

Einen schönen Sonntag Abend wünscht Katharina vom Zittrauerhof