Meine Freundin Hilde

Das Osterfest naht und gerade am Bauernhof ist dieser Zeitraum mit vielen Bräuchen verbunden. Ich hab meine Freundin Hilde aus Embach, eine ganz liebe, lustige Altbäuerin gefragt, wie das Osterfest in ihrer Kindheit war und freue mich sehr, dass wir fast alle Rituale in der heutigen Zeit auch noch kennen und „leben“!

Hilde erzählt:

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„Ich erinnere mich sehr gerne an Ostern. Das Eierfärben war besonders schön, damals gab es ja noch keine Farben und so haben wir Zwiebelschalen und Kräuter gesammelt. Die Zwiebelschalen wurden klein zusammengeschnitten, Schlüsselblumen drunter. Zum Fixieren der Kräuter und der Zwiebelschalen haben wir dann alte Seidenstrumpfhosen zerschnitten und die Eier darin reingegeben und an beiden Seiten fest zusammengebunden.

Die verschiedenen Tage in der Karwoche wurden natürlich mit dem Aufstehen auch noch sehr ernstgenommen. Jeder Tag hat seine besondere Bezeichnung: Wer am Palmsonntag als letzter zum Frühstück kam, wurde der „Palmesel“. Bis hin zum Ostersonntag „Osterlamm“ und Montagstier am Ostermontag. Das Palmbuschenbinden war auch immer schön. Die Osternesterl durften wir am Karsamstag abends suchen, entweder im Garten oder bei viel Schnee oder schlechtem Wetter in der Scheune oder im Bauernhaus.  Natürlich wurde uns Kindern immer Märchen vom Osterhasen erzählt. Ich kann mich erinnern, dass meine Brüder ein bisschen Angst hatten vorm Osterhasen und sie sich anfangs nicht zu suchen trauten, des war schon lustig. Am Ostersonntag gingen wir dann in die Kirche mit der Osterweihe, eine schöne Erinnerung.

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ich hab den Osterhasen schon gefunden…

Auch an meine Godn erinnere ich mich liebevoll – sie hat mir, als ich 6 Jahre alt war, eine schöne Kleiderschürze mit Rüschen in Pepitastoff und roten Zickzackborte und dazu weisse Stutzen zu Ostern geschenkt, da war ich besonders stolz drauf, das war so ein schönes Kleid. „

DANKE Hilde für diese schönen Erinnerungen. Ich hoffe, wir kriegen bald wieder eine Kurzgeschichte von dir 🙂  Wir wünschen allen Lesern ein schönes Osterfest, ein gemütliches Beisammensein und Freude an den Messen in der Kirche und beim Nesterlsuchen.

Hilde aus Embach und Katharina vom Zittrauerhof in Gastein. Bei den nächsten Bauernhofgeschichten gibt es noch ein leckeres Rezept von meiner Mama – die österlichen Törtchen, meine Lieblinge zu Ostern.

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Von Zicklein, Kälbern und Fohlen

Im Frühjahr geht es hoch her am Hof, denn jedes Jahr aufs Neue stehen in dieser Zeit viele Geburten ins Haus – wobei, wohl eher in den Stall. Diese Zeit bringt viel Freude, da wir jeden neuen Hofbewohner gerne willkommen heißen. Sobald klar ist, dass eine Geburt kurz bevor steht, sind wir wachsam, damit wir den Tieren bestmöglich helfen können. Am schönsten und auch am einfachsten ist es, wenn die Geburt ohne Hilfe vonstatten geht und auch das Trinken und die Annahme Mutter-Kind von „Natur“ aus funktioniert.

In diesen Tagen konnten wir schöne Momente im Kinderstall erleben und freuen uns nun über unseren Ziegen- und Kuhnachwuchs. Beide Ziegen Lady und Fiona haben jeweils ein Kitzlein auf die Welt gebracht und die Geburt ohne fremde Hilfe gut geschafft. Im Kinder- und Kuhstall haben wir nun die heiße Phase der Geburten erstmal überstanden und erfreuen uns jeden Tag an unseren Zicklein und Kälbern.

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Als nächstes erwarten wir noch Nachwuchs im Pferdestall und bei der Häsin Magret und sind schon ganz gespannt und werden Euch hier und auf Instagram auf dem Laufenden halten.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Ostern steht vor der Tür

Wie fast jeder weiß, ist es bei uns und in vielen anderen Ländern Brauch und Tradition für das Osterfest Eier zu färben.

Und so kommt es, dass auch wir hier jedes Jahr aufs Neue an Gründonnerstag die Küche in eine Ostereier-Werkstatt verwandeln. Auf Bauernhöfen wird auch heute noch oft mit Kräutern gefärbt und auch wir führen diese Tradition weiter. Um das große Eierfärben zu beginnen, benötigt man: Kräuter (es eignen sich Kresse, Schlüsselblumen, Veilchen, Farne…) und wer möchte Faschings- oder Gummibänder, alte Strumpfhosen, Bänder, Schere, Gummihandschuhe, Farben, alte Dosen.

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Zuerst die Eier kochen – in lauwarmes Wasser geben, Schuss Essig dazu, dann gibt man die Eier rein. Dann 6 Minuten kochen lassen und mehrmals mit kaltem Wasser abschrecken. So springen weniger Eier und sie lassen sich später besser abschälen.

Dann nimmt man eine Strumpfhose und bindet sie auf einer Seite fest zu. Das Ei feucht machen und die Kräuter auf das Ei „aufkleben“, in die Strumpfhosen rein, fest zubinden und in die Farbe geben (1-2 Sackerl gute Farbe , Schuss Essig, heisses Wasser), je nach Belieben lässt man sie drinnen und holt sie dann mit einem alten Löffel raus. Die Strumpfhose mit Gummihandschuhen öffnen, die Eier heraus holen und mit Küchenpapier abtupfen. Anschließend legt man sie auf ein Eideggerl. Zum Schluss noch mit Speckschwarte einschmieren, damit sie schön glänzen.

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Die besonders schönen Ostereier nehmen wir für die Osterweihe am Sonntag. Für die Osterzeit machen wir auch besonders leckere Österliche Törtchen, das Rezept folgt morgen auf Facebook vom Zittrauerhof.

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Osterfest!
Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Weihnachtsduft liegt in der Luft …

Die vierte Kerze im Adventskranz wurde bereits vor einer Woche entzündet und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Die Weihnachtsstimmung ist aufgezogen und die wohl für jeden liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Nicht nur wir Menschen am Zittrauerhof feiern bei uns Weihnachten – auch die Tiere. So ist es bei uns Tradition, dass auch der Kinderstall geschmückt und ein eigener Weihnachtsbaum  für unsere tierischen Hofbewohner aufgestellt wird. So verbreitet sich die Weihnachtsstimmung bis in das kleinste Eck an unserem Hof.

Und wie es die Tradition des Stallschmückens gibt, gibt es noch viele weitere. So ist es bei uns Brauch, dass Opa mit den Kindern in den Wald fährt, um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden, zu fällen und aufzustellen. Natürlich macht man das nur, um dem Christkind Arbeit zu ersparen, schließlich es hat ja schon genug zu tun und muss sich nicht auch noch um einen Baum kümmern!

Und wenn es dann soweit ist, wenn Heiligabend vor der Tür steht, kehrt Ruhe und Stille am Hof ein. Man besinnt sich auf das Wesentliche im Leben und gedenkt einmal mehr noch denen, die nicht mehr bei uns sind.

Besonders der heilige Abend ist geprägt von Traditionen und Ritualen, die jeder hier am Hof kennt. In einem meiner ersten Beiträge habe ich über den Erbhof geschrieben, und dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, alte Traditionen und Bräuche am Leben zu halten. Und so führen wir auch die Tradition des Räucherns weiter. So gehen wir durch Bauernhaus, Stall und über den Hof und räuchern mit Kräutern und Weihrauch, um böse Geister zu vertreiben, und Krankheit sowie Unheil vom Hof zu verbannen. Wir füllen Ofenglut in eine große Räucherpfanne und geben Weihrauch darauf.

 Es ist ein uralter Brauch und ein wichtiges Ritual für uns in der Weihnachtszeit.

Und nun möchte ich allen Lesern und lieben Stammgästen, die die Bauernhof-Geschichten lesen, besonders schöne Weihnachtsfeiertage wünschen und jeder das bekommt, was er verdient und sich wirklich vom Christkind gewünscht hat. Einen herzlichen Händedruck, eine Umarmung, Verständnis, Lachen, die Familie beisammen zu haben und Geschenke, die mit Herz ausgesucht wurden.

Eure Bäuerin Katharina

Einfach und fein – unsere Topfenknödel

Heute ist es mal wieder Zeit für ein leckeres Rezept, das nicht nur einfach is,  sondern auch unglaublich lecker! Und grade jetzt, wo es draußen immer kälter wird und die Schneeflocken vom Himmel tanzen, bringen unsere Topfenknödel eine wohlige Wärme für Leib und Seele!

Obstknödel mit Topfenteig

Zutaten:
250 g Topfen (Quark)
1 Ei ganz
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 EL Grieß
1 EL weiche Butter
Salzwasser, Lieblingsobst
Zum Wälzen: 6 EL Semmelbrösel, nach Gefühl Mandelblättchen, Zimt, Haselnüsse  – was einem schmeckt , 3 EL Butter

Daraus werden ca. 6 große Obstknödel oder 9 kleine Topfenknödel.

  1. wenn das Obst gefroren ist, kurz vor dem Kochen aus der Gefriertruhe rausgeben
  2. Topfen, Ei, Salz, Mehl, Grieß und Butter vermixen.
  3. Ca. 30 min in Kühlschrank oder 15 min Gefriertruhe geben.
  4. Auf einem Holzbrett oder Arbeitsfläche Mehl bestäuben und den Teig aus der Schüssel geben. Den Teig zu einer dicken Rolle formen und 1 cm dicke Scheiben abschneiden.
  5. Auf jede Scheibe ein Stück Obst legen und anschließend Knödel daraus formen.
  6. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Knödel für 8 -10 Minuten kochen bzw. köcheln lassen.
  7. Währenddessen Butter und Semmelbrösel, Vanillezucker, Mandelblättchen, Zin, geriebene Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und die Knödel darin wälzen.

Und fertig sind unsere Topfenknödel mit Lieblingsobst! Ich mach auch gerne nur Topfenknödel ohne Obst und dann ein Fruchtmark oder eine gute Erdbeermarmelade dazu, serviert mit einer Kugel Eis – schmeckt lecker.

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Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

… auf die Plätze – fertig – los – zum Heign is!!

Wenn der Löwenzahn verblüht ist, haben die Bauern ein besonderes Kribbeln in den Beinen, die Wetterberichte werden intensiver beobachtet und man schaut auf die alten Zeichen, die die Natur uns preis gibt. Wann gehts los mit der Mäherei ? Mein Tati (Papa)  hatte sehr lange ein besonderes Gespür dafür, schaute auf seinen Südtiroler Barometer und ging oft noch bei Regen ausmähen und wusste, jetzt wird es schön!! Da hiess es dann oft, „wenn der Jakob mäht, dann gemma a“.  🙂

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Unser Tati beim Mähen

Es wäre jetzt auch Zeit zu mähen und die Wiesen sind reif für die Ernte. Nur macht einem das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung und es wird in den letzten Jahren immer schwieriger, den Silo bzw. das Heu „trocken“ ohne Regengüsse einzubringen. Auch die ganze Technik kann einem die Entscheidung nicht abnehmen, ob es tatsächlich „halten wird oder nicht“. Passt dann endlich das Wetter so wie am 7. Juni – hört man schon früh morgends die Mäher laufen, die Traktoren auf den Straßen fahren und man weiss, die nächsten Stunden gibts jede Menge zu tun. Ich liebe den Geruch von frisch gemähtem Gras, ihr sicherlich auch oder ? 

Im Frühling werden die ganzen Traktoren, Maschinen, Kräne gewartet, kontrolliert, die Messer ausgewechselt, geschliffen und geputzt. die Sensen „gedongelt“. Damit man dann, wenn das Wetter passt, schnell reagieren kann. Für jene Bauernhof-Geschichtenleser, die noch nie bei einer Heu-Ernte dabei waren, möchte ich gerne schreiben, wie es bei uns abläuft, wenn gemäht wird.

155_5511Passt das Wetter, muss zuerst mit dem Mäher und der Sense „ausgemäht“ werden, wir haben zwar viele flache Wiesen, aber es sind viele Gräben dazwischen. Es ist wichtig, dass die Wassergräben immer gemäht und geheut werden, sonst wächst alles zu. Ist dann ausgemäht, fährt mein Mann mit dem Traktor und mäht die Wiesen mit dem Mähwerk. In Gastein wird im Sommer meist dreimal gemäht, das erste Mal nennt man „Vorgras“ und wir geben diesen ersten Schnitt meist in die Silage. Ist alles gemäht, sausen wir aufs Feld und rechen händisch mit der Hand die  Feldränder und heuen die Gräben aus. Dann kommt Opa Hias oder im Sommer auch unser Praktikant Thomas Scheiblbrandner und wendet mit dem Kreisel-Heuer das Gras, damit es abtrocknen kann.

siloballen verkaufFür die Silage braucht man einen sonnigen Tag, für das Heu mindestens zwei. Mähen wir ein steiles Stück, man sagt in Gastein, eine Leitn, so kehrt man manche Teile, die man mit den Maschinen nicht erwischt, mit der Hand um, dass sie trocknen können. Der Duft, wenn das Gras am Boden liegt, ist einfach fantastisch.  Wenn man länger am Feld ist, nimmt man sich eine Wasserflasche mit. Bei mir daheim war es so, dass das kleinste Kind immer der Wasserträger war und die grösseren haben geheut. Auf den Bergbauernhöfen muss trotz spezieller Maschinen noch sehr viel per Hand gemäht und geheut, umgekehrt werden, dazu gehört viel Wertschätzung und Achtung!  Es ist bewundernswert und schön, dass in unserem Tal noch so viel gemäht wird und dass die Familien zusammenhelfen, gerade wenn viel mit der Hand zu heuen ist. Drängt das Wetter, muss man noch einen Zahn zulegen und schneller heuen. Hat die Sonne das Gras bzw. Heu wunschgemäß getrocknet, wird das Gras zu „Riedeln“ zusammengeschlagen, damit der Traktor mit dem Ladewagen oder der Siloballenpresser das Gras aufheben kann. Soll das Gras zu Heu werden, muss es mehrmals gewendet werden, es braucht mind. 2 Sonnentage. Einige Bauernhöfe haben inzwischen Belüftungsanlagen, sodaß man das Heu auch wenn es noch nicht ganz trocken ist, ernten kann und belüftet es im Anschluß in der Hien (Scheune).Bei dem wechselhaften Wetter sicherlich die beste Investition.

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unser unvergeßlicher Willi beim Einfutter-Mähen

 

Auf jeden Fall ist die Heu-Ernte immer wieder schön und es gibt für keinen Bauern mehr Freude, wenn alles trocken geheut werden konnte und nichts angeregnet wurde. Regnet es einem dazwischen, muss die ganze Arbeit nochmals gemacht werden und zusätzlich hat man den Nachteil, dass das Futter an Wert verliert. Hat man Pech, liegt das Gras tagelang,  und wird dann bei den Bauern als „Fuchs“ bezeichnet… Dann hoffen wir mal, dass das Wetter entgegen der Prognosen besser wird und wir Bauern wieder zur Heu-Ernte starten können. Einen schönen Vatertag euch allen ! Katharina

 

Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

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Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina

 

jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

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Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .

Den Frühling ins Haus holen

Grad wenn so frühlingshafte Temperaturen sind, habe wohl einige den Drang, besonders viel draußen zu sein und die Luft, den Wind, die Natur zu sehen und zu spüren. Geht es euch auch so ??

Jedes Jahr freue ich mich auf die vielseitigen Aufgaben, die der Frühling so bringt. Auch wenn bei uns im Gebirge noch nicht viel aus der Erde rausschaut und der Schnee vom Berg runterschaut, muss man doch das eine oder andere Kräuterl schon ins Haus holen und verarbeiten. 🙂

Besonders gerne im Frühling mach ich das Brennesselbrot, es geht aber auch super mit Bärlauch, wenn jemand welchen hat. Am besten ist es junge Brennesseltriebe ohne Stengel bzw. Bärlauch zu ernten, mit Handschuhen gibt es auch kein Kribbeln …

Bärlauchbrot ODER Brennnesselbrot:

  • 500 g griffiges Weizenmehl
  • 100 g gekochte Erdäpfel (Kartoffeln)
  • 10 g Salz
  • 130 g frische Brennesseln  oder Bärlauch, fein geschnitten
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Germ (Hefe) und 25 g Zucker
  • 1 Esslöffel gehackte Zwiebel
  • 1 Esslöffel Butter und 3 cl Olivenöl
  • 160 g lauwarmes Wasser (oder den Saft von den ausgedrückten Brennesseln)

Wenn man will, kann man auch Kürbiskernöl hinzugeben statt Olivenöl, dann wird der Teig noch ein bisschen grüner.

Zubereitung

Hefe und Zucker verrühren, währenddessen Zwiebel in Butter anschwitzen, Brennesseln Bärlauch) blanchieren und im Anschluss gut ausdrücken, schneiden und mit dem Zwiebel andünsten.

Für das Brot die trockenen Zutaten (Mehl, Sonnenblumenkerne, Salz) in eine Rührschüssel geben, das Germ-Gemisch dazu und danach die restlichen Zutaten, zum Schluß die angedünsteten Zwiebeln und Brennesseln sowie gekochte Kartoffeln dazu. Alles gut zu einem Germteig verkneten und gehen lassen. Den feinen Teig ca. 20-30 min gehen lassen. Danach den Teig halbieren (Teig reicht für 2 Strutzen) und zwei Brote formen. In eine befettete Kastenform reingeben, den Teig mit der Hand leicht niederdrücken, sodass keine Löcher im Brot entstehen und wieder gehen lassen. Mit Wasser das Brot besprühen und anschließend im vorgeheizten Rohr bei 190 -200 Grad ca. 30 Minuten backen. Man kann auch auf den Teig, bevor er geht, noch ein paar Sonnenblumenkerne raufgeben, wenn man will.

Hat das Brot eine schöne Farbe und ist fertig, dann aus der Kastenform rausgeben und auskühlen lassen. Schmeckt herrlich mit Butter oder bei einer Jause und ist sehr gesund.

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Gutes Gelingen, Eure Bäuerin Katharina  !

 

Lust auf Bauernkrapfen…

C Michel Gerhard

Grad in letzter Zeit hat mich öfter die Lust gepackt, Bauernkrapfen zu machen. In Gastein werden sie ja entweder mit Sauerkraut gefüllt oder mit guter Marillen- oder Preiselbeer-Marmelade gegessen.

Beim letzten Mal hab ich ein paar Fotos gemacht, damit man sich beim Nachmachen ein wenig leichter tut. Am besten sind sie ganz frisch rausgebacken !

Rezept für ca. 20 Bauernkrapfen:

Man braucht:

  • 750 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 45 g Zucker
  • 5 Dotter und 1 ganzes Ei
  • 1 Schuss Rum oder Schnaps (dann säuft sich der Teig nicht an beim Rausbacken)
  • 90 g Butter
  • 480 ml Milch 1 Würfel Germ (2 Pkg. Trockengerm)

Aus den angegebenen Zutaten einen Germteig zubereiten. Anschließend 30 min gehen lassen und danach mit einem grossen Esslöffel Teigstücke abstechen und auf einer Arbeitsplatte oder Brett runde Kugeln daraus schleifen.

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Kugeln formen

Mit einem sauberen Hangerl (Küchentuch) zudecken und wieder ca. 15 min gehen lassen. Inzwischen das Butterschmalz / oder gutes Öl (ich mische Hälfte Butterschmalz, Hälfte Rapsöl) heiß machen und ein Blech Küchenpapier vorbereiten.

Sind die Kugeln dann schön gegangen, einfach ausziehen und kurz im heißen Fett rausbacken, bis sie schön goldbraun sind. Bei der ersten Seite geb ich kurz einen Deckel auf die Pfanne, dann gehen sie schöner auf.

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im heissen Fett rausbacken

Auf dem vorbereiten Küchenpapier die fertigen Krapfen abtropfen lassen und entweder mit Sauerkraut oder mit Staubzucker und Marmelade servieren.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob das Fett heiss genug ist, dann gibt man eine Prise Mehl ins Fett, brutzelt es dann gut, weiss man, jetzt gehören die Krapfen rein

Ich freue mich über Rezepte anderer Bäuerinnen, denn es gibt ja so viele gute Rezepte und hoffe, dass auch andere die „Geheimrezepte“ weitergeben.

Gutes Gelingen und liebe Grüße. Katharina

P.S: Das Foto vom „fertigen“ Krapfen hat übrigends Gerhard Michel gemacht 🙂