Ein tolles Rezept aus der Praktikantinnen-Ecke

Am Zittrauerhof sind bei uns während  der Sommermonate einige Praktikantinnen von Landwirtschaftsschulen oder Hauswirtschaftsschulen, Waldorfschulen und Höheren Lehranstalten bei uns beschäftigt. Am meisten freut es mich, wenn nachdem die Mädels wieder heimfahren, das am Hof erlernte daheim anwenden. Jede Praktikantin kommt mit bestimmten Neigungen zu uns und wird dahingehend gefördert. Auf jeden Fall ist es mir wichtig, dass jeder, der bei uns sein Praktikum macht, die grundlegenden Dinge in der Küche und die Liebe zur Bäckerei und zu den Kräutern ebenso erfährt, auch wenn der Schulschwerpunkt oft in der Landwirtschaft liegt. Und dann freut es mich umso mehr, wenn nach der Heimfahrt die Mädels mir Fotos von Gebäck und Mehlspeisen, Frischkäse, Joghurt usw. schicken, das sie bei uns gelernt und daheim selbst für ihre Familie gemacht haben. Vor ein paar Tagen habe ich ein tolles Rezept von Lisa bekommen, sie ist inzwischen eine ganz tolle Bäckerin und verwöhnt ihre Familie mit Leckereien. Dieses Mal hat sie mir ein neues Rezept geschickt, das ich gerne mit euch teilen möchte.

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Rezept für die süßen Hörnchen

 Nuß-Hörnchen – schauen doch lecker aus oder ? Gleich in den nächsten Tagen probieren und genießen.

Gutes Gelingen und schöne Grüße vom Zittrauerhof in Gastein.

 

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Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

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Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina

 

Zeit für ein gutes Gebäck!

Wenn das Wetter regnerisch ist, hab ich ein bisschen mehr Zeit, mehr zu backen. Besonders gerne mag unsere Familie die Laugenstangerl – ideal als süßes und saures Gebäck und gar nicht schwer.

Die unten angeführte Menge reicht für ca. 25 Stück

1000 g Weizenmehl
2 Würfel Germ
80 g Butter (weich)
500 ml Wasser
2 Esslöffel Zucker
2 Teelöffel Salz

Für die Lauge

1 lt. Wasser
2 Esslöffel Natron

Zubereitung

Alle Zutaten in die Schüssel geben, zu einem schönen Teig verarbeiten, länger durchkneten (je länger geknetet, desto feiner wird der Teig), mit Mehl bestreuen und an einem warmen Ort gehen lassen.IMG_6353
Anschließend runde Knödel formen und daraus Stangerl oder Knöpfe oder Brezen oder Fußbälle machen. Und nochmals 15 min rasten lassen.

Mit wenig Mehl am Brett Teig formen, dann sieht man die Lauge besser beim Gebäck. In der Zwischenzeit das Wasser mit Natron (1 Packung , bzw. 2 Esslöffel) kurz aufkochen und ein bisschen abkühlen lassen. Das Gebäck auf beiden Seiten kurz in die Laugenflüssigkeit eintauchen und auf das vorbereitete Blech bei 200 Grad ca. 20 min backen. Die Lauge kann ein weiteres Mal verwendet werden, hält im Kühlschrank einige Tage. Unbedingt auf das Blech ein Backpapier auflegen, dass die Lauge nicht das Blech angreift.
Besonders gerne mach ich Fußbälle bzw. Blumenformen – hier nimmt man den Apfelspalter, taucht ihn kurz ins Mehl (ganz wenig) und sticht einmal in den Teig, dreht den runden Teig dann um, sodaß die Apfelteiler-Seite unten ist. Erst beim Raufgeben aufs Blech bzw. in die Lauge, dreht man das Gebäck um.
Bei 200 Grad ca. 20-30 min backen. Auf ein Blechgitter rausgeben, wenn es eine schöne Farbe erhält und auskühlen lassen.IMG_6352
Guten Appetit. Dazu ein frischer Topfenaufstrich mit Schnittlauch, das schmeckt herrlich !

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Wochenende.

Eure Bäuerin Katharina