„Bauer unser“ …

In Kürze kommt ein neuer Kinofilm heraus – „Bauer unser“,  in diesem Kinofilm geht es mal um die  Landwirtschaft, alle Facetten werden beleuchtet und kritisch betrachtet. Bin schon neugierig, wieviele Bauern sich die Zeit nehmen, sich in die Kinostühle zu setzen und nicht erst warten, bis der Film im Fernsehen zu sehen ist..

Je schneller die Zeit zu laufen scheint, desto kostbarer wird der Beruf Bauer werden, da bin ich überzeugt und stolz darauf, zu dieser Berufsgruppe zu gehören.  Ich bin dankbar, noch zu wissen, wie unsere Tiere gehalten werden, die Tiere in unseren Gegenden noch Namen haben und der Bauer noch einen Bezug zum Tier hat. Auch wenn in diesem Film-Trailer dokumentiert wird, dass man grösser werden muss, um überleben zu können, bin ich überzeugt, dass die kleinstrukturierten Landwirtschaften in Österreich gute „Überlegens-Chancen“ haben.  Im Gasteinertal haben wir das Glück, dass die Landwirtschaft gut mit dem Tourismus kombiniert werden kann und die Tourismusträger wiederum das Alm- und Bauernhofleben als Urlaubserlebnis gut vermarkten können.

Mit meinem Bauernhof-Geschichten-Blog  möchte ich auch einen Einblick hinter den Kulissen geben,  mit welchen Tätigkeiten sich Bauern während des Jahres beschäftigen, welche Köstlichkeiten sie herstellen, welche erfreulichen Erlebnisse es gibt und wieviel harte Arbeit dahinter steckt, damit das alles halbwegs funktioniert und bewältigen kann.

20160814_164300.jpg

Bekommt man Rückmeldungen von Lesern, freut einem das besonders. Immer wieder erhalten wir auch Bilder von Familien, die bei uns Tiere gekauft haben und berichten, wie es ihnen geht. Gestern bekam ich von einem kleinen Jungen aus dem Burgenland eine schöne Mail, er hat sich von seiner Mama unser Shetlandpony-Hengstfohlen gewünscht und arbeitet schon fest mit ihm.  Danke für die netten Zeilen und alles Gute weiterhin.

Danke der Nachfrage, uns geht es sehr, sehr gut…
Der Kleine „Baily“, so hat ihn mein Sohn getauft, ist nun seit knapp zwei Wochen bei uns und er macht sich super toll. Er ist so schön und bav, einen lieben Charakter hat er – der kleine. Die beiden verstehen sich super und mögen sich sehr.

Windfang mit junge.jpg
Baily mit seinem neuen Besitzer

Er ist nicht scheu, sehr neugierig, keine Angst (vor was und wem auch immer…), er ist lärmresistent und sehr zutraulich. Ab den ersten Tag putzen und striegeln wir täglich, auch wenn er mal nicht so schmutzig ist, aber damit er sich daran gewöhnt, dass das auch dazugehört. Auch Hufeheben gehört zur „Lerneinheit“ dazu. Anfangs noch recht zappelig und stürmisch, aber mit jeden Tag besser und längeren Huf halten.
Gestern hatte ich für meinen Friesen den Hufschmid im Haus und das Zwergerl hat gestern auch gleich seine erste „Pediküre“ bekommen.


Wir gehen entweder spazieren, alleine oder mit seinem „großen Bruder“ oder ich nehme ihn als Handpferd mit, wenn ich reiten gehe. Das haben wir mittlerweile dreimal gemacht und er spaziert brav und munter neben uns her. Dabei handelt es sich um kleine „Schrittrunden“ durchs Dorf oder auf den Feldwegen oder durch Wald.
Verkehrstechnisch habe ich auch keine Probleme mit ihm und wir hatten schon einiges im Angebot…. LKW, kleine und große Traktoren, Busse, Motorräder, Sattelschlepper usw. ……. “

winfang-mit-pferd
Baily und seine Spaziergänge

Danke für den Bericht. Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend noch.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

P.S: Vielleicht sieht man sich ja im Kino mit 3D Brille in St. Johann bei „Bauer unser“. https://www.filmladen.at/film/bauer-unser/

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Alle meine Tiere!

Ob Olga, Katja oder Bella, jedes Tier an unserem Hof hat einen ganz besonderen Platz in unserem Leben. Jedes noch so kleine Lebewesen bekommt von uns einen Namen. Die meisten ziehen wir von klein an auf und entwickeln eine ganz besondere Beziehung zu ihnen. Und da ist es auch egal, ob Hase, Schwein oder Kuh, jedes noch so kleine oder große Tier ist bei uns willkommen.

Doch an so einem Bauernhof kann man nicht immer nur Tiere aufnehmen, willkommen heißen oder das Leben schenken. Auch der Abschied gehört dazu. So ist es immer wieder ein aufregendes Ereignis, wenn es zu Auktionen oder Versteigerungen geht. In diesem Jahr wurde daraus ein ganz besonderes Ereignis.

Es war im September und mein Mann Matthias fuhr mit unserem Hengst-Fohlen nach Maishofen, in der Hoffnung, als Zuchthengst ausgewählt zu werden.

Doch es kam alles ganz anders. Ersteigert hat Vulkan dann letztendlich Annrei, der Hengst kommt nach England. Doch diese Geschichte, warum sie extra nach Maishofen kam, wird Annrei selbst erzählen.

„Über Vulkan und michANNREI

Mein Name ist Annrei, ich arbeite als Führungskräftetrainer, Mediator und bin Musikerin. 

Durch einen Newsletter von „Animal spirit“, einer Tierhilfsschutzorganisation, war ich auf Maishofen als Auktionsort aufmerksam geworden. Ich fand die Unterkünfte und Begegnungen mit den zu versteigernden Pferden dort vorbildlich, und hatte also Zeit, mich auf die Tiere vor Ort einzulassen – jedes betrachtete ich und ersuchte Kontakt. Alle Pferde reagieren unterschiedlich. Drei mochte ich, das eine wäre allerdings nicht folgsam gewesen, das zweite hatte kein besonderes Interesse am Menschen als Partner, nur das -tatsächlich!- allerletzte, in einer zweiten Stallhälfte, ein sehr hübscher Junghengst, lies sich vertrauend auf mich ein. Ich bat darum, es halten zu dürfen, und es folgte mir ohne Misstrauen. Erstaunlich, fand ich. Ein so junges Tier, das sich auf mich einlassen kann, und Führung akzeptiert. Im Besonderen hatte das Pferd die Eigenschaft, sich ranghöher zu positionieren, und dennoch die Bedürfnisse des Gegenübers als leitend zu akzeptieren. Das ist eine Weisheit, die ich in Firmen zu unterrichten versuche. – So kam es jedenfalls, dass ich, ganz gegen meinen vorherigen Plan, mich als Mitbietender in die Auktion setzte und Vulkan ersteigerte. 

Sein Besitzer bot an, die kommende Nacht beim Zittrauerhof statt in der Schänke vor Ort zu verbringen – und von dort den Transport des jungen Tieres zu organisieren.  Also machte ich mich nützlich, so gut ich konnte, half bei der Apfelernte, pflegte das Pferdegeschirr und war eingeladen, die Mahlzeiten mit der aufgeschlossenen Familie zu teilen.  ..Vulkan ist nun in Bergisch Gladbach, und in ein paar Monaten wird er nach England kommen, mir immer „vor der Haustüre“ stehen, sodass ich ihn im täglichen Umgang zum Therapiepferd ausbilden kann.“

Und so nimmt nicht nur Vulkans neues Leben seinen neuen Lauf. Jedes Jahr finden mehrere Tiere unseres Hofes ein neues Zuhause und es ist für uns immer schön, eine Email oder Fotos zu bekommen, wie es den Tieren geht.

Eure Bäuerin Katharina