Einzug in den neuen Kuhstall

Nach vielen harten Monaten ist er nun fertig – unser neuer Kuhstall für die Milchkühe – mit viel Bewegungsfreiheit, Luft und Licht und für uns bedeutet das ein erleichtertes Arbeiten.

Da uns einige Gäste angeschrieben haben, ob wir Bilder vom neuen Stall schicken können, möchten wir die heutige  Bauernhofgeschichte diesem Thema widmen.

Nach anfänglichen Umstellungsschwierigkeiten haben sich die Kühe (und auch wir) an den neuen Stallrhythmus und Arbeitsumfeld ganz gut gewöhnt.

Im neuen Stall können sich die Kühe frei bewegen und sich das Fressen beim Futtertisch holen, wann immer sie wollen. 20190312_180132 (1).jpgZum Trinken stehen ihnen drei beheizte Tränkbecken zur Verfügung, die wir wöchentlich mindestens zweimal reinigen. Auch frische Luft und Licht darf im Stall nicht fehlen. Der Lichtfirst, die vielen seitlichen Fenster bieten dafür die perfekte Möglichkeit, gleichzeitig den Stall mit Licht zu fluten und mit Fenstern zu lüften.

Dadurch ist es im neuen Stall eher kühl, aber genau so lieben es unsere Kühe. Ist es wärmer als 10 Grad, öffnen sich die Fenster im Liegebereich und die Tiere bekommen zusätzlich frische Luft. Damit die Tiere sich nachts auch orientieren können, schaltet sich ab einer speziellen Finsternis die Notbeleuchtung ein.

Zum Entspannen und Schlafen stehen den Milchkühen Tiefstreubuchten aus Stroh und Kalk zur Verfügung. Darin liegen sie weich und haben genügend Platz, zudem verhindern beweglichen Stangen Verletzungen beim Aufstehen und Anstossen.

Damit die Kühe am Spaltenboden nicht ausrutschen, haben wir im gesamten Bereich Gummimatten ausgelegt und fixiert.

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Ein Teil davon wird zweimal täglich händisch gereinigt, ein Großteil mit dem Schrapper (Mistschieber) vor den Melkzeiten. Auch ein großer Vorteil ist: Rindert eine Kuh (wird sie „stierig“), dann kann man das viel besser beobachten und reagieren als im Anbindestall. Den Stier haben wir in einer Einzelbox und somit ist eine Besamung auch leichter als früher.

Was hat sich für uns verändert?

  • Wir brauchen die Tiere beim Weidegang nicht mehr täglich auf ihren richtigen Platz einweisen und anhängen.
  • Das wöchentliche Bürsten der Kühe ist nicht mehr nötig,  die meisten gehen schon freiwillig zur automatischen Kuhbürste.
  • das Melken ist viel einfacher, schneller und die Verletzungsgefahr für uns gemindert worden. Oft sind sie anfangs kitzlig bei den Zitzen oder schlagen aus,  durch die neue Anlage von Boumatic, Firma Andreas Ernst, ist die Gefahr, dass die Kuh uns mit dem Fuss erwischt, viel geringer geworden.
  • und durch den Mischwagen und dem Futterschieber – kreiert von Georg Rieser – ist die Fütterung auch müheloser geworden.

Den ältesten Kühe fällt die Umstellung noch schwer. Manchmal hab ich das Gefühl, dass besonders Karina sich den alten Stall zurückwünscht. Aber sie hat sich zumindest schon ihren fixen Schlafplatz reserviert, auch wenn sie jetzt nicht mehr die Chefin ist.  Für Gruppenschwache ist ein Laufstall schwieriger, da sich sehr schnell herauskristallisiert, wer die Chefposition übernommen und wer sich unterzuordnen hat. Erkrankte Tiere geben wir bis zur Genesung in den alten Stall oder in die Einzelbox neben dem Stier, sodass sie mehr Ruhe haben und im Laufstall nicht „benachteiligt“ sind.

P1040843.jpgDurch den neuen Laufstall haben wir jetzt in unserem „alten“ Stall mehr Platz für die trockengestellten Kühe, die Kalbinnen, sowie die Kälber. Man braucht sie nicht mehr in Iglus oder in die Hundebox ausstiften, wenn sie auf die Welt kommen. Einen Bereich haben wir zur Geburtsbox mit Kamera eingerichtet,  wir brauchen nun in der Nacht nicht mehr so oft in den Stall zur direkten Beobachtung.

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Geplant wurde der Stall von meinem Mann Matthias in Einbindung mit der Firma Stockinger. Wir freuen uns, dass der Stallbau im Jänner endlich abgeschlossen wurde und hoffen, dass nun die Arbeit, die Lebensqualität dauerhaft erleichtert wurde und die Kühe von dieser Umstellung weiterhin profitieren.

Liebe Grüße vom Zittrauerhof
Katharina Schwaiger mit Familie http://www.gasteinurlaub.com

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Künstler am Werk

10 Minuten ganz für mich alleine auf dem Balkon. Ein ganz besonderes Ritual, welches ich seit längerem in mein Leben integriert habe, um Ruhe und zu mir selbst zu finden. Doch was, wenn der Balkon nun doch in die Jahre gekommen ist? Da muss wohl ein neuer her!

Und nun ist es soweit! Ich sitze das erste Mal wieder auf meinem Balkon und genieße meine 10 Minuten. Die Sonne strahlt und der Ausblick auf die Berge Gasteins ist phänomenal. Der neue Balkon ist nun fertig und ich bewundere jedes noch so kleine Detail. Es ist faszinierend, welche Kunstwerke man doch aus einem Stück Lärchenholz zaubern kann.

Wir machen zwar sehr viel selbst an unserem Hof, doch das überschritt diesmal unsere Fähig- und Fertigkeiten! Deshalb beauftragten wir Holzbau Egger und es kamen Hans und Siegi, die wahre Künstler auf dem Gebiet Holz sind und auch die Liebe zu alten Bauernhäusern haben !!!

Hans und Siegi bei ihrer Arbeit
Holzbau Egger, Dorfgastein. Hansi Siegi

„Die Arbeit mit Holz hat es mir angetan“

erzählt Hans mit voller Begeisterung. Und auch Siegi strahlt, wenn er von seiner Arbeit erzählt:

„Ich wollte immer Zimmerer werden!“.

Man sieht den beiden an, mit welcher Freude und Enthusiasmus sie bei der Arbeit sind. Durch ihr handwerkliches Geschick und ihre Geduld haben sie es geschafft, das Altholz am Dachboden optimal einzubinden und somit das Haus ein wenig höher wirken zu lassen. Und die Gestaltung des Balkons darf man natürlich nicht außer Acht lassen: detailreiche Kunst, die den Charme unseres alten Bauernhaus unterstreicht!

viele Schritte braucht es, dass der Balkon fertig wird.
Balkon am Zittrauerhof – mit viel Liebe zum Detail.

Es kamen immer wieder Ideen oder Verbesserungsvorschläge von den beiden hinzu, wie es einfacher und schöner aussehen könnte.

Und so werden hoffentlich nicht nur wir, sondern auch unsere Gäste freudestrahlend am neuen Balkon sitzen, die Sonne genießen und sich an den Details erfreuen.

Ein herzliches DANKESCHÖN an Hans und Siegi!

Bauernhaus Zittrauerhof
400 Jahre altes Bauernhaus, liebevoll renoviert.

Einen schönen Advent an alle Leser wünscht Bäuerin Katharina.

Fotos Copyright Zittrauerhof.