Muuuuh… das geht auf die Kuh !

Wär hätte es gedacht, aber heute geht es um unsere Kühe. Wobei falsch, viel mehr geht es um das, was unsere Kühe uns geben! Die Milch… Manch einer mag jetzt vielleicht schon denken: Was will Katharina denn jetzt??? Ich weiß, dass das Thema Milch momentan in aller Munde ist, doch es bestimmt und beeinflusst ja auch unser Leben hier am Hof. Schließlich waren und sind wir seit Jahrzehnten ein Milchbetrieb und möchten es auch bleiben – wie viele andere Bauern auch !!! Der derzeitige Milchpreis, der Vermarktungspreis für die Kühe stimmt jedoch allgemein sehr bedenklich.

Grasende Kühe inmitten der Naturlandschaft
alle Milchviehbetriebe bekommen die Dumping-Preise im Supermarkt zu spüren

Ich möchte einfach diese Woche mal meine Gedanken mit euch teilen, vielleicht kennt jemand auch Antworten auf Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann…

Milch ist bei uns, als auch bei anderen im Haushalt allgegenwärtig. Ob beim Frühstück, Mittag oder Abendessen; zum Backen, Kochen oder einfach so zum Verzehr; in frischen Produkten oder in Fertigwaren im Supermarkt, überall findet man Milch. Bewusst oder unbewußt wird sie täglich benützt. Und doch ist man nicht bereit mehr für ein Päckchen oder eine Flasche Milch zu zahlen? Oder würden die Menschen sogar mehr zahlen für dieses kostbare LEBENSmittel? Ich weiß es nicht…

Gerade weil Milch in so vielen Produkten enthalten ist und regelmäßig verwendet wird, sollte es doch eigentlich ein Bewusstsein bei allen geben, das auch wertzuschätzen. Vier Euro für einen Energydrink bezahlen, aber bei einem Liter Milch knausern? Ich finde das kann doch einfach nicht sein.

Joghurt

Vielleicht sehen viele Menschen auch gar nicht, was eigentlich hinter der Milch steckt oder sie kennen einfach nicht den Geschmack von richtig guter Vollmilch frisch vom Hof. Eine Praktikantin aus Deutschland sagte mir mal: „Katharina, ich habe diese Woche das erste Mal wieder Milch zu Hause probiert. Und sie hat einfach nicht geschmeckt. Früher war der Geschmack für mich normal, aber nach Wochen mit frischer Alpenmilch von euch ist das einfach kein Vergleich mehr“.

Und ja man kann sagen: Milch ist nicht gleich Milch! Man schmeckt den Unterschied. Ob frisch zum Trinken oder im Joghurt. Unsere Kühe gehen jeden Sommer hoch auf die Alm und fressen saftiges Almgras und Alpenkräuter. Und ich behaupte und das ist auch bei den Molkerei-Ergebnissen Fakt, dass man das schmeckt ;).

Und jetzt hab ich Lust auf ein Glas Milch! Ihr auch? Dann geht doch mal zum Bauern um die Ecke oder kauft die gute SalzburgerLand Milch im Geschäft. Super lecker, super gesund und einfach gut! Ich bin mal positiv gestimmt und hoffe, dass der eine oder andere dies beherzigt und sich etwas Gutes gönnt – sei es in Form von Käse, Milch, Joghurt, Kuchen, Aufstriche, Topfen usw. – jeder einzelne ist wichtig. Auch wenn nachfolgendes Plakat eine andere Tier-Rasse darstellt, stimmt der Beitrag voll und ganz.

milchpreis

Eure Bäuerin Katharina

 

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Küchenfee mit Leib und Seele

Vor ein paar Wochen berichtete ich euch schon von meinen Arbeiten in der Küche, um meine Familie von groß bis klein mit leckeren Schmankerln zu verwöhnen.

Doch nicht nur meine Familie wird hier am Hof verwöhnt, sondern ich möchte auch meinen Gästen mit hofeigenen Schmankerln bieten!  Ob im Wander- oder Skiurlaub, ein reichhaltiges Frühstück ist die Basis für einen erfolgreichen und energiegeladenen Tag.

DSC_2111Ob süß oder deftig, bei uns bleiben fast keine Frühstückswünsche offen. Und ich versuche, dass nicht irgendwas auf den Tisch kommt, sondern regionale und hofeigene Produkte, um die Geschmackssinne unserer Gäste zu entzücken und sie für das Ursprüngliche und Einfache zu begeistern. So findet man auf unseren Frühstückstischen in der alten Bauernstube frisches Brot, selbstgemachte Marmeladen, Säfte, Aufstriche, Würstl und Käse aus der Region, selbstgemachte Joghurt und noch vieles mehr. DSC_2153 DSC_2160

Besonders unser selbst hergestellter Joghurt findet großen Anklang bei großen und kleinen Gästen. Deshalb habe ich mir gedacht, lüfte ich heute das „Geheimnis“ unserer Joghurtherstellung.

Zuerst muss man sicherstellen, dass man einen großen Topf und ein Thermometer in der Küche hat. Wichtig ist, dass alles ganz sauber ist und hygienisch gearbeitet wird. Anschließend braucht man 5 Liter Rohmilch. Ich benutze natürlich die Milch unserer Kühe. (Eine Praktikantin schrieb mir nach ihrer Heimkehr, dass sie gar keine andere Milch mehr trinken möchte :-). Die Milch wird nun auf 90° C erhitzt. Die Milch also nicht aus den Augen verlieren und regelmäßig das Thermometer kontrollieren. Am besten nebenbei in der Küche eine Arbeit verrichten, damit die Milch nicht überläuft …. Hat die Milch die gewünschte Temperatur erreicht, nehmen wir den Topf vom Herd und stellen ihn zum Abkühlen zur Seite. Kleiner Tipp: Leicht schräg stellen, damit die Luft unter dem Topf zirkulieren kann oder Topf in ein kaltes Wasser stellen. Die Milch so auf 45°C abkühlen lassen. Nun ein wenig der Joghurtkultur hinzugeben und umrühren. Ich nehme immer eine erbsengroße Portion der Kultur. Das Umrühren ist wichtig, damit sich die Kultur in der gesamten Milch verteilt. Den Joghurt anschließend in desinfizierte Gläser geben (ich wasche sie zuerst ganz heiss und dann geb ich sie kurz bei 100 Grad in das Backrohr) und verschließen. Für die Menge mit 5 Liter kriegt man 6 Gläser mit 500 ml. Die Gläser mit dem Joghurt müssen nun sofort für mehrere Stunden in einen Topf mit 45°C warmen Wasser. Ich lasse sie meist bis zum Abend stehen, wenn ich den Joghurt vormittags zubereitet habe. Am leichtesten ist das auf jeden Fall auf einem Holzofen, da hält man die Temperatur sehr gut auf 45 Grad. Ein lieber Stammgast von uns gibt den Topf mit dem Wasser in das Backrohr, schaltet es 1 Std. auf 100 Grad und lässt es im Backrohr bis zum nächsten Tag. So hält sich die Temperatur auch gut. Am besten wird das Joghurt, wenn man es nach der Wärmephase dann ein paar Stunden in den Kühlschrank gibt, dann wird es schön stichfest.

Und dann ist der Joghurt auch schon fertig und hält sich für mehrere Tage im Kühlschrank.

Ich serviere ihn am liebsten mit Apfelmus und Zimt. Natürlich kann man auch jede andere Marmelade dazu geben oder ihn einfach pur genießen.

Viel Spaß beim Nachkochen

Eure Bäuerin Katharina

P.S: Wer die Daten für die Joghurt-Kultur haben möchte, einfach mailen, dann schick ich den Kontakt und die genauen Beschreibungen.