… Gedanken …

Der Tag Allerheiligen und Allerseelen ist einerseits ein willkommener Feiertag, aber auch für viele mit intensiven Gedanken an die Verstorbenen verbunden. Traurigkeit macht sich oft breit und mit Wehmut denkt man die gemeinsamen Erlebnisse und vermisst diese Menschen umso mehr. Mir ist es jahrelang so gegangen, dass ich einfach nur froh war, wenn dieser Tag vorüberging und man ihm vom Kalender streichen konnte.

Unsere Tiere schaffen es immer wieder, dass sie gerade diese „schwierigen“ Tage erhellen und so konnte sich heute, als sich alle am Friedhof versammelten, unsere Kuh Bella entschließen, ein schönes Kalb auf die Welt zu bringen.

Mein Mann war bei der Geburt dabei und die Freude besonders groß, weil – weiblich –  und unsere Tochter gab ihr gleich den Namen „Bleami“ (Blume).  Mit solchen Ereignissen erhellt man diese trüben Tage und sieht, dass das Leben auch täglich schöne Dinge schenkt und jeder sie dringend zum Leben braucht.

Bella hat ihr zweites Kalb geboren und sie ist eine sehr fürsorgliche Mama. Wir lassen die Kälbchen, wenn die Mutter sie trinken lässt, meist 1-2 Tage in der Geburtsbox und geben sie erst dann zum Melkstand bzw. in den Kälbchen-Stall. Nach der Geburt bekommt die Kuh gleich viel warmes Wasser mit Cola gemischt, es enthält viel Zucker und hilft der Kuh, dass sie schneller auf die Beine kommt. Wir geben ihr soviel Wasser, wie sie will, immer lauwarm, nie kalt. Sie bekommt auch gleich Arnica Globoli verabreicht, auch das Kalb. Das Kälbchen wird ausschließlich anfangs mit der Biestmilch (Kolostralmilch) der Mama genährt, 2  x täglich jeweils zwei Liter. Die Kolostralmilch ist dickflüssig, gelblich. Von den ältesten Kühen behalten wir uns die Milch der ersten Melkzeit immer auf und frieren sie ein. Hat eine Kuh keine Milch bei der Geburt oder ist sie krank, kann man immer auf die wertvolle Biestmilch vom eigenen Stall zurückgreifen.

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Auch ist es sehr gesund, die Biestmilch zur Stärkung selbst zu trinken. Ich friere sie mir in Eisbeutel ein und mische mir jeden Tag ein kleines Würferl in das Joghurt am Morgen. Das stärkt auf ganz biologische Weise. Für die Spitzensportler wird die Kolostralmilch in Tablettenform produziert, hat mir eine Vorarlberger Praktikantin erzählt.

So geht ein besinnlicher, nachdenklicher Tag mit einem erfreulichen Ereignis zu Ende. Bis bald bei der nächsten Bauernhofgeschichte. Katharina Schwaiger, Bäuerin vom Zittrauerhof.

 

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Herbst-Gedanken .. .. ..

Man mag es kaum glauben, aber die Zeit rennt! Mit großen Schritten hat sich der Herbst bereits in den letzten Wochen angekündigt. Die Temperaturen sinken und die Nacht bricht wieder früher herein. Letzten Sonntag war der Erntedank-Gottesdienst und viele Bäuerinnen und Bauern haben in der Festtags-Tracht dieses schöne Fest mitgefeiert. Dankbar sein für die eingebrachte Ernte, für die Tiere und Menschen, die gut von der Alm wieder heimgekehrt sind und Gottes Segen. bauernherbst-gtg-fvv

 

Gerade der heurige Herbst zeigt sich von der schönsten Seite: Die Blätter färben sich nun ein und das Gasteinertal strahlt in Gelb, Orange und Rot. Trotz der kalten Temperaturen wird einem warm ums Herz, wenn man den Lauf der Natur sieht und welche Schönheit diese hervorbringt. Der Duft nach Tau im Gras, das Rascheln im Laub und die letzten warmen Sonnenstrahlen des Sommers auf der Haut – eine Wohltat für die Seele, die jeder so notwendig braucht.

herbst

Wer glaubt, dass am Bauernhof jetzt die Arbeit weniger wird, hat sich getäuscht. Die Tiere sind nun im Talboden und gehören von einer Weide zur anderen getrieben, die Weidezäune gesteckt, die Kälbchen und Kühe täglich raus- und reingetrieben, das letzte Futter auf den Wiesen eingebracht. Meist haben die Bauern auch einen schönen Garten, der nun abgeerntet wird und viel Zeit braucht.

Auch machen die meisten Bauern schon die Almhütten dicht, legen die Zäune auf den Almen ab, schneiden Holz für das nächste Frühjahr und hacken Holz für den Winter-Vorrat. Gerade für solche Außenarbeiten ist man dankbar, wenn das Wetter einem gnädig ist und man gut voran kommt.

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Auch einige Almhütten haben noch im Herbst geöffnet und sind besonders schöne Ausflugsziele. Eine Übernachtung auf der Gamskarkogelhütte ist zum Beispiel ganz was Besonderes. Einen schönen Herbst wünscht euch Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

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Für unsere kleinen Gäste

Urlaub am Bauernhof – natürlich ist das auch was für die Erwachsenen unter uns, denn wer schläft nicht gerne in einem gemütlichen Bauernhaus, wacht mit Blick auf Kühe und Felder auf oder genießt die Anwesenheit der Tiere?!

gockel Toni im Kinderstall

Aber vor allem für unsere kleinen Gäste ist Urlaub am Bauernhof ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Kinder haben noch nie zuvor einen richtigen Bauernhof gesehen oder gar ein Kalb angefasst. Wie funkeln oft Kinderaugen, wenn sie mit den Tieren zusammen sind, sie berühren und sie liebkosen.

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Aber ein familienfreundlicher Hof zeichnet sich nicht nur damit aus, dass Familien dort in ihren Ferien wohnen dürfen. So ist es für die Bauersleute immer wieder eine Herausforderung, neue Ideen zu sammeln, Erfahrungen aufzugreifen und Dinge zu verbessern.

Ein besonderes Highlight an unserem Hof ist der Kinderstall. Ich habe schon öfter darüber geschrieben und fleißige Leser wissen bereits, was es dort zu sehen gibt. Ob Hasen zum Streicheln, Brillenschaf Molly zum Spazierengehen oder unsere Minischweine, für jeden ist etwas dabei. Und für Kinder, die lieber spielen, gibt es auch jede Menge. Wer also gerne mal im Sand Bagger fahren mag oder schaukelnd die Umgebung betrachten will, ist in unserer Baumeister-Spielstraße oder auf dem Spielplatz herzlich willkommen!

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit von unserem Hof! Und tadaaaaa…. hier ist sie nun seit Juli 2016 : unsere Kinderseilbahn-Rutsche!

Seilbahnrutsche Zittrauerhof

Besonders gern helfen die Kinder wochentags beim Reinbringen der Tiere mit und dürfen beim Füttern nachmittags mithelfen. Auch der Gießkannenlauf ist für die Kinder im Hochsommer – ob Groß oder Klein – ein Heidenspaß- Mehr Infos unter http://www.gasteinurlaub.com

Urlaub am Bauernhof ist für Gäste, die das Miterleben am Bauernhof suchen, eine ideale Urlaubsform. Viele tolle Sachen für Groß und Klein zu entdecken.

Eure Bäuerin Katharina

Kuschelfaktor

Heute gibt es mal wieder etwas aus unserem Kinderstall am Zittrauerhof zu berichten. Denn unsere Nachwuchs-Saison ist noch nicht vorbei.

In diesen Wochen wurde unsere liebe Schneeflocke zum ersten Mal in ihrem Hasenleben stolze Mama. Anfangs noch ein wenig überfordert, hat sie sich in den letzten Tagen daran gewöhnt, vier kleine Wollknäuel um sich zu haben und diese zu pflegen. Die anfängliche Fotoscheu und die Angst um alles herum hat sie nun auch schon überwunden und wir konnten unsern Nachwuchs begutachten!DSCN5784

Doch wie ist das eigentlich mit diesem Nachwuchs bei Hasen?
Wenn man bemerkt, dass eine Häsin schwanger ist, dauert es meist nicht lang, bis die Geburt ins Haus steht, denn bereits nach 28 – 30 Tagen Schwangerschaft wollen die Kleinen das Licht der Welt erblicken. Meist merkt man den tatsächlichen Geburtstermin erst, wenn die Häsin anfängt ihr Nest zu bauen. Ja, richtig gelesen: ihr Nest! Nein, wir reden nicht von Vögeln, auch andere Tiere bauen sich Nester. Ein solches Nest wird aus Heu und Stroh zusammengebaut und anschließend von der werdenden Mutter mit Fell gepolstert, welches sie sich ausrupft. Die Kleinen sollen es ja schön warm und kuschlig haben!

Bei der Geburt ist der Nachwuchs nackt, blind und taub, weswegen sie versteckt und gut geschützt die ersten Tage in ihrem Nest verbringen. Nach vier Tagen bildet sich ein dünnes Fell und nach 9 – 14 Tagen öffnen sich die kleinen Augen. Wichtig ist, dass sie erst berührt und gestreichelt werden, wenn die Kleinen selbst das Nest verlassen. Werden sie noch im Nest berührt, so kann es passieren, dass sie die Hasenmama nicht mehr säugt, weil sie den fremden Geruch bemerkt und das bedeutet den Tod für die Kleinen.

Wir freuen uns schon sehr, wenn unser Nachwuchs bald über die Wiesen hoppeln kann und besonders unsere kleinsten Gäste erfreut!

Eure Bäuerin Katharina

Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

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Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina

 

Das Frühjahr hat es in sich …

… in den kommenden Tagen werden wir über die Außenarbeiten am Bauernhof berichten. Einiges ist sicher bekannt, einiges für viele neu. Damit man einfach weiß, was alles an Arbeit dahintersteckt. Da jetzt die Generalreinigung nach der Saison auch wieder losgeht, möchte ich einen Artikel veröffentlichen, der zwar schon mal online war, aber sehr lesenswert ist. Geschrieben von einer ganz rührigen Praktikantin, die immer wieder von sich hören läßt und ihren Weg meistert.

…ganz so einfach ist das Putzen am Zittrauerhof aber nicht! Heute möchte ich euch aus der Sicht einer Praktikantin über einen Teil der Arbeit hier am Hof berichten.

„Nach dem Praktikum kannst du in jedem 5 Sterne Hotel anfangen“, meinte Katharina schmunzelnd schon gleich zu Beginn. Anfangs habe ich ihr das nicht so recht geglaubt. Ich dachte: Zimmer putzen kann doch jeder. Ok, das Bad ist vielleicht noch eine Sache für sich, aber der Rest – kein Problem! Falsch gedacht!!! Ich war erstaunt, was es alles zu beachten gibt. Jede Ecke, jede Schublade und jede noch so kleine Lampe muss geputzt werden. Und vor allem das Bettenmachen ist eine Wissenschaft für sich. Denn Bett ist nicht gleich Bett. Ich habe die verschiedensten Techniken gelernt, wie man Atmosphäre in die Zimmer bekommt. Ob Herz oder Rolle, ich kann nun schöne Betten zaubern, in die sich jeder gerne reinlegen würde. Und zum Schluss kommt noch ein Heukissen dazu, damit man bei frischem Kräutergeruch ins Traumland abschweifen kann.

Und jetzt stecken wir mitten im großen Herbstputz. Da heißt es dann Grundreinigung. Ich dachte, mehr putzen geht eigentlich kaum noch. Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Zusätzlich zu den normalen Putzarbeiten werden nun auch noch die Auflagen, Matratzen und Kissen tiefengereinigt und die Bettwäsche mit einem Hygiene-Reiniger durch die Waschmaschine gejagt. Lampen werden geöffnet und jedes noch so kleine Glas aus den Schränken wird im Tageslicht betrachtet und poliert. Und auch das Bad kommt nicht zu kurz! Mit einem speziellen Hochdruckreiniger wird jede noch so kleine Fuge sauber gemacht und strahlt danach wie neu.

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unser neues Zirbenholz-Schlafzimmer

Doch mit der Reinigung der Zimmer ist es noch lange nicht getan. Täglich wird das komplette Haus und der Hof gekehrt, damit schon der erste Eindruck ein Gefühl des Wohlbefindens auslöst.

Und auch das Aufdecken des Frühstückgeschirrs ist eine Frage der Ordnung und Sauberkeit. Das Besteck muss poliert, die Serviette sauber gefaltet und das Geschirr ordentlich hingestellt sein. Das wichtigste Utensil ist hierbei ein leicht feuchtes Poliertuch. Damit erwischt man jeden noch so kleinen Fingerabdruck.

Doch woher weiß Katharina eigentlich alles über das Saubermachen? Keine Hausfrau kann einfach so einen riesigen Wissensspeicher über die Putzdetails in seinem Kopf haben! Doch nach und nach klärte sich dieses Phänomen auf:

Katharina hat die Hotelfachschule erfolgreich absolviert und ist mit dem Hof in dem Verein „Urlaub am Bauernhof“. Dort werden eigene Seminare über das Putzen und herrichten von Zimmern und Höfen veranstaltet. Und dabei geht es nicht nur um die Sauberkeit des Hauses sondern auch des Stalls. Somit klärt sich auch die Frage, warum wöchentlich der komplette Kinderstall vom Boden bis zur Decke sauber gemacht werden muss. Und nur wer die Kriterien des Vereins erfüllt, darf die Auszeichnung der Blumen am Hof anbringen. Und ich bin sehr stolz, auf dem höchsten Niveau – nämlilch vier Blumen – arbeiten zu können!

Leider haben viele Menschen das Vorurteil, dass es am Bauernhof dreckig und schmutzig ist. Doch genau diese Stereotypen gilt es zu durchbrechen, denn egal ob Nobelhotel oder Bauernhof: Es muss sauber sein, damit man sich wohlfühlt!

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In einem 5 Sterne Hotel möchte ich zwar nicht anfangen, wenn ich mit meinem Praktikum fertig bin, doch trotzdem kann ich mir sagen: Ich bin durch eine harte, aber gute Schule gegangen!

Dem Osterhasen auf der Spur

„Ja, es ist doch noch gar nicht Ostern ….. „

….. dachten wir uns vor ein paar Tagen, als wir in den Kinderstall kamen. Aber dennoch fanden wir das erste Osternest feinsäuberlich gebaut. Doch anstatt Ostereier oder gar Süßigkeiten liegen dort kleine Hasen. Noch sind die Kleinen gut versteckt in ihrer warmen Höhle und werden von der Hasenmama Magret behütet, doch nicht mehr lang und sie werden ihre neugierigen Näschen herausstrecken, um ihre neue Heimat zu erkunden. Und dann darf man sie auch schon das eine oder andere Mal ganz vorsichtig berühren.

Margret und Kuschel, die glücklichen Eltern des Wurfs, sind ja zum Glück schon erfahren im Umgang mit Nachwuchs, weswegen wir uns keine Sorge machen müssen, ob sie denn auch gut aufgezogen werden.

Jetzt, wo es draußen noch kalt ist, bleiben die Hasen natürlich im Stall, doch sobald es draußen warm wird, dürfen sie fast täglich raus in ein Gehege und mit den Kindern spielen und sich ein paar Streicheleinheiten abholen. Bis das soweit ist, dauert es aber noch ein bisschen.

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Kuscheln mit den Hasen …

Bald werden die Kinder auch wieder mit Hasen-Massagen verwöhnt…

bald gibt es wieder eine angenehme Hasenmassage für die Kinder

In den nächsten Tagen werden wir aber nicht nur das Nest im Kinderstall zu bestaunen haben. An Karsamstag fahren wir alle gemeinsam zur Tati-Oma, wo wir dann an ganz besonders schönen Plätzen unsere Osternester mit ein paar Kleinigkeiten (hoffentlich) finden werden. Und nicht nur die Kinder freuen sich über das Suchspiel. Auch wir Großen haben immer noch eine große Freude daran, uns auf die Suche am ganzen Hof zu begeben.

Und bis es soweit ist, werden österliche Törtchen gebacken und fleißig Eier gefärbt!

Habt ihr auch ganz bestimmte Traditionen und Rituale, die ihr schon seit Kinderbeinen auf an Ostern kennt und einfach zu Ostern dazugehören?

frohes Osterfest

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest!
Eure Bäuerin Katharina

Ostern am Bauernhof

Wie wurde Ostern früher gefeiert? Ich habe für diese Bauernhof-Geschichte Resi Schafflinger vom Kräuterplatzl Hinterschneeberg gefragt, ob sie nicht von ihrer Kindheit zu diesem Thema schreiben möchte.

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Resi in ihrem Kräuterplatzl Hinterschneeberg

Danke für den schönen Beitrag und viel Spaß beim Lesen, Katharina vom Zittrauerhof

 

„Ostern, der Beginn des Kirchenjahres

Ostern, das höchste Fest der Christen

Ostern, das Fest, das nach Dunkelheit und Trauer Licht und Erneuerung, Erwachen (Auferstehung), Neubeginn und Freude bringt.

Ostern, das Fest am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling, ein Fest des Erleuchtens

Deshalb ist Ostern jährlich zu einem anderen Zeitpunkt und gehört zu den „beweglichen“ Festtagen des Kirchenjahres, sowie Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam, die sich mit ihrem Termin nach dem jeweiligen Osterfest richten.

 Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche und der am längsten schläft ist der „Palmesel“. An diese Woche erinnere ich mich besonders gerne, denn ich durfte sie noch in der Zeit des „Einfachen Lebens“ schon in frühester Kindheit mitgestalten und danach das große Fest Ostern feiern.

Freilich wusste ich als kleines Kind nicht, worum es wirklich ging, man konnte ja nicht “ Googeln“ und im Internet surfen. Auf jeden Fall war das auf meinem elterlichen, kleinen Bergbauernhof, einsam gelegen, weit über dem Ortsgeschehen, eine besondere Woche.

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Am Palmsonntag mit Opa in die Kirche

Diejenigen Geschwister, die groß genug waren zu Fuß bis zur Kirche und zurückzugehen, durften mit zur Palmweihe, es gab ja keine Hofzufahrt. Ein Elternteil ging mit, war ja schon zum Streiten, wer den schöneren Palmbuschen hatte.

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der traditionelle Palmbuschen

Sobald der Buschen gesegnet war, durfte damit nicht mehr gescherzt werden, war ja heilig. Zuhause angelangt, ging man damit um Haus und Hof. Ein Buschen kam ins Feld für eine gute Ernte, einer auf den Dachboden, um Haus und Familie zu schützen und einer war immer griffbereit, wenn ein schweres Gewitter kam, dann wurden ein paar Palmkätzchen im Ofen verbrannt. Da bei uns kein Fluss oder Bach in der Nähe war, brauchten wir keinen Buschen, der uns und unsere Tiere vor Hochwasser schützen sollte.

Dann begann die wirkliche Karwoche. Alle halfen mit, es wurde ja das ganze Haus geputzt und geschruppt, sonst kommt der Osterhase nicht, so hieß es. War ja ein Rätsel, warum der Hase die Eier bringt, wo diese doch die Hühner legten.

Fast jeden Tag ging einer zur Kirche, denn die christlichen Bräuche wurden von den Eltern uns sehr ernst vorgelebt. Endlich kam der Gründonnerstag, wo doch die Eier gefärbt wurden, natürlich mit Zwiebelschalen und Kräutlein, die bei uns am Bergbauernhof fast noch nicht zu finden waren, besonders – wenn Ostern schon Ende März war.

Die Eier, die unsere Hühner am Gründonnerstag legten, wurden erst am Karsamstag gefärbt und am Ostersonntag bekam jedes Familienmitglied ein gesegnetes Osterei und damit durften wir auch nicht „Eierpecken“ , denn diese sollten besonders viel Glück und Segen bringen.

Die Fastenzeit wurde sehr ernst genommen. Niemand von uns Kindern getraute sich ein Stück Wurst abzuschneiden. Am Karfreitag gab es eine Fastensuppe, denn Spinat gab´s bei uns oben erst, wenn er im Garten wuchs und wurde nicht gekauft. Am Karsamstag war dann der ganze Osterputz fertig.

Alles war so frisch und sauber. Ostersonntag, während wir in der Kirche waren, kam der Osterhase und versteckte für jedes Kind ein kleines, bescheidenes Nest im letzten Winkel und das Suchen war spannend und dauerte schon einige Zeit.

Danach wurden gemeinsam die gesegneten Speisen, wie Eier, Brot, Salz und Osterschinken aus eigener Erzeugung verspeist, das jeder genoss nach der enthaltsamen Zeit. Im Osternest waren auch Süßigkeiten, danach waren wir als Kinder ganz gierig.

Osterpinze mit vielen Ostereiern

Am Ostermontag war `s zum „Godngehen“. Da kamen die Patenkinder der Eltern zu Besuch und es war immer ein lustiger Tag mit gutem Essen und alten Gemeinschaftsspielen im Freien.

Aber die beste Erinnerung an Ostern war für mich, dass die warme Jahreszeit kam und es im unbeheizten Haus beim Schlafengehen und Aufstehen nicht mehr so eisig kalt war.

Seit ich von zu Hause weg bin, hängt ein grosses Bild in der Stube von dem uralten Bauernhaus, das es schon lange nicht mehr gibt und ich denke gerne zurück an die Bescheidenheit, die ich dort erleben durfte. Ein schönes Osterfest wünscht Euch Resi Schafflinger“

Beim Lesen dieser Zeilen von Resi finde ich es besonders schön, dass noch viele Traditionen, die es früher gab, auch in der jetzigen Zeit in vielen Bauernhäusern noch gelebt werden. Hat euch die Geschichte gefallen ? liebe Grüße aus dem noch winterlichen Gasteinertal. Katharina

 

 

Nachwuchs im Kinderstall

Wir haben lange drauf gewartet und die ganze Zeit drauf gehofft, dass alles gut geht! Und nun ist es endlich soweit. Gestern wurde unsere liebe Molly zum ersten Mal Mama!

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Molly und ihr kleines Lämmchen geniessen die Stunden zu zweit.

Für die, die Molly noch nicht kennen: Sie ist unser zuckersüßes Brillenschaf. Brillenschafe gehören zu den gefährdeten Schafrassen, obwohl sie sehr viele Vorzüge haben, da sie sehr robust und anspruchslos sind. Erkennen tut man Brillenschafe an den typischen Ringen um die Augen und den Schlappohren. Mit ihrer ruhigen und gemütlichen Art lässt Molly jedes Herz höher schlagen. Ob bei Gästen oder Hofbewohnern. Ganz egal, wir haben sie einfach so lieb.

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Letztes Jahr im Oktober brachten wir Molly zum Jura-Widder am Biohof Maurachgut meiner Schwester, in der Hoffnung, dass es 5 Monate später Nachwuchs gibt. Und auch der Herr Papa hat als Eigenschaft eine robuste und widerstandsfähige Art.

Während den fünf Monaten Tragezeit musste Molly allerdings nicht einfach nur im Stall stehen und sich ausruhen. Sie wurde ganz viel von unseren Gästekindern spazieren geführt und ordentlich gepflegt. Einer werdenden Mama soll es ja auch gut gehen :-)) Die „Schwangerschaftsgymnastik“ hat ihr offensichtlich gut getan.

Gestern war es soweit. Und damit alles in Ruhe ablaufen konnte und niemand Molly bei der Geburt stört, hat sich Opa Hias immer wieder vor der Kinderstall-Tür hingestellt und erstmals Ruhe angeordnet.

Diese Fotos wurden kurz nach der Geburt gemacht – einfach liab oder ?

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IMG_5441 Jetzt haben wir zwar ein so schönes Lamm, aber noch keinen Namen…
Vielleicht hat ja jemand eine Idee! Über kreative Ideen an info@gasteinurlaub.com oder per Facebook würden wir uns sehr freuen! Es sollte, gleich wie die Mama mit M beginnen und für ein Weibchen passen. Maja oder Mimi sind schon mal deponiert 🙂

Eure Bäuerin Katharina

Olga´s neue Heimat

Seit vielen Jahrzehnten werden am Zittrauerhof Noriker Pferde gezüchtet. Die Noriker werden zwar nicht mehr wie früher für die Heuernte und Waldarbeiten eingesetzt, trotzdem ist es wichtig, dass man von klein auf – wie bei allen anderen Tieren auch – sich mit ihnen abgibt, sie erzieht und trainiert.

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Olga liebt es im Schnee zu laufen

Olga – eine schöne, bald 7jährige Noriker Rappstute, haben wir im Jänner verkauft und eine richtige Pferdeliebhaberin für sie gefunden. Besonders freuen sich die neuen Besitzer auf das Fohlen, welches im Frühling geboren wird.

olga bei felsen

Gerne möchten wir über Olgas neue Heimat erzählen. Mein Mann hat die Stute persönlich zu Margit Ripper nach Stuhlfelden gebracht und Opa war natürlich auch mit bei der Verladung – er liebt ja die Noriker ganz besonders.

olga mit Hias vor dem Wegfahren

Margit Ripper hat uns ein bisschen was über sich und Ihr Bauernhof-Leben erzählt:

Rudi und ich sind seit 15 Jahren ein Paar und seit 2004 verheiratet, wir haben zwei Mädels. Ich bin seit Kindertagen ein Pferdenarr, bereits als Kinder hatten wir das erste Pony, als ich älter wurde folgte das erste Reitpferd. Durch einen tragischen Unfall ist mein Vater ums Leben gekommen, das Pferd wurde leider verkauft. Als ich dann meinen Mann kennen gelernt habe, kaufte ich mir sofort wieder ein Pferd und habe es bei ihm eingestellt. Dieses Pferd gibt es heute noch und ist ein treuer Begleiter von mir geworden. Ich stamme von einem kleinen Bergbauernhof und lernte Rudi beim Praktikum zu meinem Facharbeiter kennen. Er hat bereits mit 17 Jahren seinen elterlichen Hof übernommen, da sein Vater verstarb. Bis Anfang der 90 er Jahre hatten Rudis Eltern immer 2  Noriker Rotfuchsen, die zur Heuernte eingesetzt wurden. Da der Bauernhof in Zone 3 liegt, es wurde Mist mit den Pferden ausgebracht…..Also haben wir beide einen starken Bezug zu den Pferden.

Seit 20 Jahren ist der Unterhaslachhof Spitzname „Jaggeihof“ Mitglied des Rinderzuchtverbandes und ein Milchviehbetrieb. Derzeit werden 12 Kühe gemolken und auch Kalbinnen aufgezogen. Wir sind ein Biobetrieb mit Hühnern, Hund, Hasen…..Seit 2 Jahren bin ich Betriebsführerin, vorher Krankenschwester, und mein Mann geht Vollzeit arbeiten. Mit meinem Traberpferd reite ich sooft wie möglich, auch meine beiden Mädels reiten. Das Reiten ist auch ihre große Leidenschaft geworden.

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Ein Norikerpferd ist seit Jahren ein großer Wunsch von mir und ich habe lange danach gesucht. Ich hoffe, dass sich Olga gut an uns gewöhnt. Mein Mann hat für sie noch eine große Box gebaut. Und alles weitere wird die Zeit bringen, mein Bestreben ist es, Olga zu reiten und mich mit ihr zu beschäftigen. Man merkt, dass sie gerne im Freien ist.

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Ausblick von unserem Bauernhof

In der Früh kann sie es kaum erwarten, bis ich ihr die Türe öffne und sie in den Auslauf kann. Auf jeden Fall hat sie einen guten Platz bekommen, wo sich die ganze Familie um sie kümmert. Im Sommer kommt sie dann mit den anderen Tieren auf die Alm und im Herbst solange wie möglich auf die Weide.

Wir sind sehr froh, ein so schönes zu Hause für unsere liebe Olga gefunden zu haben und freuen uns schon auf weitere Geschichten aus ihrer neuen Heimat!

Eure Bäuerin Katharina