Einzigartiger Brauchtum geht zu Ende …

…. aber nur für dieses Mal. In 4 Jahren wird der nächste Perchtenlauf in Gastein stattfinden und mit seinen 160 mitwirkenden Personen für besondere Freude unter den Einheimischen und Gästen sorgen. Der Gasteiner Perchtenlauf ist seit dem 14. Jahrhundert urkundlich nachweisbar und zählt damit zu den ältesten Brauchtums-Veranstaltungen im Salzburger Land.

Der Perchtenlauf in Gastein findet immer an 2 Tagen im Zeitraum vom 1. bis 6. Jänner statt. Es wirken ungefähr 160 Personen, davon ca. 30 Kappen-Träger mit. Die Perchtenläufer haben pro Tag eine Gehzeit von ca. 10 Stunden und eine Strecke von jeweils 12 bis 14 km zu bewältigen. Das Gewicht der Kappen beträgt bis zu 50 (!) Kilo und erreicht eine Höhe bis zu 2,50 Meter – eine enorme Anstrengung! Auf der von Gerhard Michel gestaltete Internetseite https://www.gasteinerperchten.com/ hat man die Möglichkeit, sich die Aufgabe jedes einzelnen Perchtenteilnehmers durchzulesen und sich von jedem ein „Bild“ zu machen. Von Frau Perchta, den Schnalzern, den vielen wunderschönen Kappen bis hin zum Perchtenobmann Andi Mühlberger – alles ist genau angeführt und erklärt. Über jede Figur eine kleine Geschichte.

Ich lasse mal die Bilder von meinen Schnappschüssen am Hof für sich sprechen:

Am Perchtenlauf dürfen nach altem Brauch keine Frauen mitwirken. Für jedes Haus, Hotel und Bauernhof ist es eine besondere Ehre, wenn die „Perchten“ vorbeikommen, um die Referenz zu erweisen.

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Die Perchten werden unterwegs verpflegt, eine dieser Labstation war bei uns heute vormittag am Zittrauerhof. Auch wenn die Vorbereitungen mit einigen Mühen verbunden sind, ist es ein wunderschöner Augenblick und eine einzigartige Möglichkeit, um die Kappen und Teilnehmer genauer zu betrachten.

Nach der Perchtenwurst und Getränken ging es für die ganze Gruppe wieder weiter Richtung Durzbauer.

Die „Nachtanzerinnen“ helfen ihrem Kappenträger beim Raufheben der Kappe.

Mein Schwager Thomas war auch als Nachtanzerin dabei, da freuten sich die Nichten und Neffen natürlich sehr. Und Opa Hias bekam ein besonderes Interview mit dem ORF.

Soeben ist auch der Bericht vom heutigen Tag im Internet (Gasteiner Perchten) http://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/13960220/Pongauer-Perchtenlauf-im-Gasteinertal/14212256  

„Treu dem Guten alten Brauch“ freuen wir uns auf ein Wiedersehen in 4 Jahren.

Alles Liebe, Eure Katharina vom Zittrauerhof.

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Wovon Männer träumen …

Was sich Männer denn wohl in ihren Träumen oft vorstellen? Das mögen sich wohl so einige Frauen des öfteren mal fragen. Aber es gibt Momente, in denen unsere Männer doch mal etwas davon preisgeben. Und so kam es, dass wir im Dezember von einem Herzenswunsch meines Mannes erzählt bekamen. Ein neues Auto? Nein! Eine neue Maschine für den Hof? Nein? Ein Minipony? Oh ja! Und so kam es kurz nach Weihnachten, dass Matthias mit Gefolge einen neuen Hofbewohner zu uns holte. Weit entfernt und lange zu fahren, aber wenn einem was wirklich wichtig ist, spielt Zeit keine Rolle.

Für meinen Mann sind Pferde schon lange sein Hobby, doch grade Miniponys haben nochmal ihren eigenen Charme!

Die Züchterin unseres Miniponys hat uns ein paar Worte über die Zucht und besonders über unseren Neuzugang „Jasmyne“ geschickt:

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Petra Jäger – passionierte Minipony-Züchterin

 

Petra Jäger vom Miniponyhof im Lavanttal: „Jasmyne wurde im Jahr 2010 mitsamt ihrer Mutter Helawi Camoe Rose von uns aus England importiert. Sie hatte bei uns eine sehr unbeschwerte Kindheit genossen und durfte so lange bei Fuß ihrer Mutter bleiben, bis die Mutter von sich aus entschied, daß es Zeit für Jasmyne war, erwachsen zu werden. Anschließend übersiedelte Jasmyne zusammen mit anderen gleichaltrigen Jungtieren in meinen sogenannten „Kindergarten“. Dort sind die Jungtiere unter sich, können spielen und allerhand Klamauk machen. Jasmyne fiel in der Gruppe stets sehr positiv auf. Sie hat dieselbe endlose Geduld wie ihre Mutter Cameo Rose, die unser Ruhepol der Herde ist.

Auch die Liebe zu Kindern hat Cameo Rose an ihre Tochter vererbt. Jasmyne liebt den Kontakt zum Menschen und mag es gerne verwöhnt und betüddelt zu werden, ihr Stockmaß beträgt 82 cm. Mein Bauchgefühl sagte mir, daß Jasmyne nun bei Fam. Schwaiger das perfekte Zuhause für sich und ihre Bedürfnisse gefunden hat. So fiel mir der Abschied zwar sehr schwer, aber Jasmyne hat nun ihr Zuhause und ihre Aufgabe gefunden. Und das freut mich sehr! Wir wünschen Jasmyne alles Gute und viel Gesundheit und der lieben Fam.Schwaiger viel Freude und eine glückliche Zeit mit Jasmyne und all den anderen tollen Tieren am Zittrauerhof!

Inzwischen sind wir schon einige Male mit ihr spazieren gegangen und sie gewöhnt sich an ihre neue Heimat. Im Gasteinertal gibt es bereits einige Minipony-Zuchtbetriebe, darunter auch Alois Salzmann vom Tofererhof und Sepp Salzmann, Spenglerei-Meisterbetrieb und zugleich Besitzer der „Salty-Ranch“. Lasst euch überraschen, der nächste Blog-Beitrag wird von Sepp sein, wie er zu den Pferden kam und warum Tiere so einen positiven Einfluss auf Menschen haben ….

Einen schönen Sonntag wünscht euch eure Bäuerin Katharina