Willkommen auf dieser Welt ….

Das ganze Jahr über gibt es bei uns am Zittrauerhof immer wieder Geburten, doch gerade im Herbst und Frühling ist besonders viel los in unseren Ställen.

Rund 19 Kühe am Hof kalben bei uns einmal pro Jahr. Und gerade im Spätherbst heißt es regelmäßig: Das Kalb kommt vielleicht heute nacht und man teilt sich das „Auf-Passen“ ein. Kühe suchen sich für die Geburt meist eine ruhigere Zeit aus, bei uns sehr häufig zu Mittag oder eben in der Nacht.

Sind sie noch auf der Weide, dann ziehen sie sich von der Herde zurück, um ein bisschen abgeschieden zu sein.  Mein Mann weiß die Zeichen einer bevorstehenden Geburt sehr gut zu deuten, zum Beispiel schaut er nach der Temperatur, ob der Schwanz schon „weich“ wird, wie der Schleim sich zeigt oder ob die „Flachse schon eingebrochen ist“, allerdings ist wie bei Menschen der Geburtstermin nicht genau vorhersehbar und man geht oft alle zwei Stunden zur Kontrolle rauf in den Stall, besonders nachts. kalbgeburt Ossenkamp.JPG

So wie Matthias die Zeichen zu deuten weiß, hat er sich über die Jahre am Hof hinweg auch angelernt, welche Griffe er während der Geburt ausführen muss und was es zu beachten gibt. Gibt es extreme schwere Geburten, wird der Tierarzt geholt, meist ist Matthias – wie auf fast allen anderen Bauernhöfen auch – der Bauer selbst jedoch der Geburtshelfer 🙂

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Julia mit dabei bei der Kälbergeburt – sichtlich ein Erlebnis

Sobald die Geburt rum ist, geht es an die Erstversorgung des Neugeborenen: Wasser in die Ohren des Kalbes, Schleim aus dem Mund und homöopathische Geburtsmittel für Kalb und Kuh. Anschließend ist es wichtig, dass die Kuh aufsteht und viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Hierfür bekommt sie  warmes Wasser, soviel wie sie will, gemischt mit Cola.

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mit dem Stroh abgerubbelt ….

Besonders groß ist die Freude, wenn es ein Kus-Kaibi (weibliches Kalb) ist, da wir die eigenen Kälber zur Aufzucht verwenden können, die Stierkälber werden nach den ersten Monaten an die Erzeugergemeinschaft zur Mast verkauft.

Nach der Erstversorgung wird das Kalb von der Mutter abgeschleckt und wir desinfizieren den Nabel des Kleinen. Kalb und Kuh bekommen dann von uns noch drei Tage homöopathische Mittel zur Stärkung einerseits, zum Zurückbilden der Gebärmutter andererseits.

Anschließend kommt das Kleine in die Kälberbox und wird mittels eines Trinkeimers mit der Muttermilch versorgt. Und wie beim Menschen auch, ist die Kolostralmilch von den ersten Melkeinheiten von besonders wichtiger Bedeutung und sehr kostbar! Bei uns heißt diese Milch „Biestmilch“. Die Biestmilch von den ältesten Kühen wird eingefroren und aufgehoben, um sie für Notfälle auf Vorrat zu haben. Sie kann auch zur Stärkung für einem selber im Rahmen einer Kur sehr gut angewendet werden und hilft gut. 

Es ist jedes Mal eine große Freude, wenn ein Kalb gesund zur Welt kommt. Schönen Sonntag euch allen. Ich freue mich schon auf die nächste Bauernhofgeschichte!

Katharina Schwaiger vom Zittrauerhof in Gastein.

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Hinter den Kulissen

Auf den Bauernhöfen gibt es immer Arbeiten, die von außen gut sichtbar sind und manchmal auch ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wie in den letzten Wochen der Almauftrieb der Kühe, Pferde oder Kalbinnen oder das Heuen der Wiesen. Manchmal aber, da sind es die kleinen Aufgaben, die das bäuerliche Leben füllen und nur dann gesehen werden, wenn sie nicht gemacht werden :- ) Und über genau diese möchte ich heute berichten!

Da gibt es Arbeiten, die das ganze Jahr über geschehen müssen, um die Lebensqualität von Tier und Mensch zu erhalten. Dazu zählen auch die Ställe, die die Bauern während der Sommermonate gründlich reinigen, da in dieser Zeit der Großteil der Tiere auf der Alm oder auf der Weide sind. Der Stall wird vorgewaschen und danach mit dem Hochdruckreiniger sauber gereinigt und im Anschluß alles „rausgeweißelt“, sodass die Tiere, wenn sie im Herbst wieder einen sauberen Stall beziehen.

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Julia beim Reinigen im Kuhstall

 

Eine besondere Aufgabe ist die zweimal jährliche Reinigung im Kinderstall: Farben beim Maler geholt, geht es nach den Reinigungsarbeiten ans Werk, alles nachzumalen, was an Farben verloren hat.

Im normalen Alltag wird der Kinderstall gefegt, die Boxen täglich ausgemistet und wenn irgendwo ein bisschen Unordnung herrscht, aufgeräumt. Es gibt aber auch die besonderen Putztage im Kinderstall. Wenn die Putzeimer, Fetzen und Staubwedel zu den Ziegen, Schafen und Schweinen gebracht werden, dann heißt es am Freitag: Auf das Putzen, fertig und LOS! Dabei werden die Wandfließen runderherum feucht abgewischt, alle Flächen abgestaubt, die Tierbeschreibungen abgestaubt und die Decke von unseren achtbeinigen Freunden befreit. Also falls mal jemand in den Kinderstall kommt und eine Praktikantin oder die Bäuerin auf den Mauern zwischen den Ställen rumturnt und einen Besen schwingt, dann braucht man sich keine Sorgen machen! Sie sind nicht zu Hexen geworden, sondern machen die Decke sauber ;).

Neben diesen durchgehenden Arbeiten, findet man aber auch noch saisonal bedingte Tätigkeiten am Hof. Die Bauern machen die Wassergräben sauber und lassen sie ausbaggern, damit bei großen Regenmengen keine Überschwemmungen drohen. Das Holz wird für den Winter gehackt und bei trockenem Wetter zum Hof gebracht. Und der Opa sorgt auf der Alm neben der vielen Arbeit bei den Tieren stets für das Zerkleinern vom Holz, damit der Ofen angeheizt werden kann.

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Im Sommer bin ich als Bäuerin auch nur vormittags im Haus anzutreffen, nachmittags finden die Arbeiten meist im Freien statt und helfen mir,  die Seele baumeln zu lassen. Momentan müssen wir unsere Pflanzen, Blumen und Gewächse stets jäten und sind auch schon mittendrin beim Ernten der Blüten, Brennesselsamen und Brotkleesamen, um diese für unsere Kräutertees, Heukissen zu trocknen. Aber auch Beeren wachsen bei uns und wir freuen uns schon, frische Marmeladen und Säfte daraus zuzubereiten.

Das Leben am Bauernhof besteht zwar aus sehr viel Arbeit und es kommen immer wieder neue Sachen dazu, aber dennoch ist es wichtig, dass sich jeder Hofbewohner auch mal eine kleine Auszeit gönnt. Sei es mit einem kleinen Mittagsschlaf in der Sonne, einer Tasse Kaffee am Fischteich, Zeit mit den Kindern, ein bisschen länger schlafen oder einem kleinen Spaziergang. Aber das empfiehlt sich nicht nur für das Bauernhofleben, sondern jedem, auch wenn es nur eine Viertelstunde ist! Wenn es immer nur so einfach wär :- )  Eine schöne Zeit an alle meine Bauernhofgeschichten-Leser !

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Wenn der Stall zum Kreissaal wird!

Das ganze Jahr über gibt es bei uns am Zittrauerhof immer wieder Geburten, doch gerade im Frühjahr ist besonders viel los in unseren Ställen. Noch laufen viele Kleintiere trächtig durch die Gegend, doch schon bald wird es losgehen!

Ob Kinder-, Kuh- oder Pferdestall überall erblickt man momentan runde Bäuche und ab und an kann man sogar Bewegung darin erkennen. Doch wo erwartet uns nun Nachwuchs?

Im Kinderstall werden in den kommenden Wochen hoffentlich Lämmer und Kitzlein das Licht der Welt erblicken! Unser liebes Brillenschaft Molly ist nun das zweite Jahr in Folge trächtig. Mal sehen, ob es wieder so ein zuckersüßes Lämmchen wird wie im letzten Jahr! Auch die schöne weiße Ziege LADY und die Häsin Magret erwarten in den nächsten Wochen ihren Nachwuchs.

Gehen wir nun in den Kuhstall. Hier ist Jutta heute gerade Mama geworden und eine Kalbin hat demnächst ihren Geburtstermin.

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Mein Mann Matthias hilft fast 30 Kühen im Jahr bei der Geburt. Hier ein kleiner Einblick in den derzeitigen Kälber-Kindergarten 🙂

Die ersten Frühjahrsmonate haben wir dann so einiges zu tun hier am Hof, denn umso mehr Tiere da sind, umso mehr Arbeit fällt an. Aber es ist immer wieder schön,  die Kleinen aufwachsen zu sehen. Doch was passiert eigentlich mit den ganzen Tieren? Einen Teil der Tiere behalten wir selbst, andere hingegen werden direkt ab Hof verkauft oder versteigert. Denn auch das gehört zu dem alltäglichen Leben auf dem Bauernhof!

Doch werfen wir nun noch einen Blick in den Pferdestall! Denn auch hier stand in den letzten Tagen eine Geburt an. Unsere Norikerstute Perl, die älteste um genau zu sein, brachte in den letzten Tagen ihr Stutfohlen zur Welt. Drei Wochen zu früh – doch die Geburt selbst war problemlos, das Fohlen wurde erstversorgt, die Nabelschnur abgebunden, desinfiziert und der Tierarzt verabreichte eine Impfung gegen Fohlenlähme.

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Perl – unsere Norikerstute mit ihrem Zwergerl

Fohlen trinken über den Tag und die Nacht verteilt sehr häufig kleinere Mengen Stutenmilch. Unser neues Fohlen war leider 3 Wochen zu früh und hat die Zitzen nicht selbst gefunden, weshalb Matthias die Kleine die ersten zwei Tage mit der Flasche gefüttert hat. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat es dann aber auch selbst den Weg zur Muttermilch gefunden.

 

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Wir dachten, unser Fohlen sei nun über den Berg, es trank brav und war quietschvergnügt, allerdings ist es nach wenigen Tagen plötzlich verstorben und wir waren alle sehr betroffen. Meine Oma sagte oft, „a Rössl, a Blüa“ (ein Fohlen, eine Blüte) und so scheint es auch bei diesem besonderen Fohlen gewesen zu sein, dass es nur kurzzeitig wie eine Blüte bei uns war.

Das Leben am Bauernhof hat sehr viele schöne Seiten und grade die Geburten sind eine Faszination des Bauernhoflebens, doch es gibt immer auch das Risiko, dass der Nachwuchs nicht überlebt oder es zu Komplikationen kommt. Nichts ist selbstverständlich. Das ist sehr traurig und schade, aber auch das gehört zu unserem Beruf dazu, mit dem man leben muss.

Wir halten Euch auf dem Laufenden. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Für unsere kleinen Gäste

Urlaub am Bauernhof – natürlich ist das auch was für die Erwachsenen unter uns, denn wer schläft nicht gerne in einem gemütlichen Bauernhaus, wacht mit Blick auf Kühe und Felder auf oder genießt die Anwesenheit der Tiere?!

gockel Toni im Kinderstall

Aber vor allem für unsere kleinen Gäste ist Urlaub am Bauernhof ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Kinder haben noch nie zuvor einen richtigen Bauernhof gesehen oder gar ein Kalb angefasst. Wie funkeln oft Kinderaugen, wenn sie mit den Tieren zusammen sind, sie berühren und sie liebkosen.

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Aber ein familienfreundlicher Hof zeichnet sich nicht nur damit aus, dass Familien dort in ihren Ferien wohnen dürfen. So ist es für die Bauersleute immer wieder eine Herausforderung, neue Ideen zu sammeln, Erfahrungen aufzugreifen und Dinge zu verbessern.

Ein besonderes Highlight an unserem Hof ist der Kinderstall. Ich habe schon öfter darüber geschrieben und fleißige Leser wissen bereits, was es dort zu sehen gibt. Ob Hasen zum Streicheln, Brillenschaf Molly zum Spazierengehen oder unsere Minischweine, für jeden ist etwas dabei. Und für Kinder, die lieber spielen, gibt es auch jede Menge. Wer also gerne mal im Sand Bagger fahren mag oder schaukelnd die Umgebung betrachten will, ist in unserer Baumeister-Spielstraße oder auf dem Spielplatz herzlich willkommen!

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit von unserem Hof! Und tadaaaaa…. hier ist sie nun seit Juli 2016 : unsere Kinderseilbahn-Rutsche!

Seilbahnrutsche Zittrauerhof

Besonders gern helfen die Kinder wochentags beim Reinbringen der Tiere mit und dürfen beim Füttern nachmittags mithelfen. Auch der Gießkannenlauf ist für die Kinder im Hochsommer – ob Groß oder Klein – ein Heidenspaß- Mehr Infos unter http://www.gasteinurlaub.com

Urlaub am Bauernhof ist für Gäste, die das Miterleben am Bauernhof suchen, eine ideale Urlaubsform. Viele tolle Sachen für Groß und Klein zu entdecken.

Eure Bäuerin Katharina

Meine Lieblinge

Auch aus dem Kinderstall gibt es mal wieder Etwas neues zu berichten! Unsere Entenbabies sind geschlüpft und ihre liebe Hühnermama ist ganz stolz auf ihren Nachwuchs! Moment…. Hühnermama? Blödsinn, das geht ja garnicht! Und ob das geht! Wir sind der beste Beweis dafür :)!

Vor einigen Wochen habe ich unserer Bruthenne Emma außer ihren Eiern noch ein paar Enteneier untergelegt. Die Eier wurden brav ausgebrütet und beim Schlüpfen hat sich Emma wahrscheinlich gefragt, was denn da schief gelaufen ist. Aber trotzdem hat sie die Entenbabies und ihr eigenes Küken freundlich aufgenommen.

Es macht uns und unseren Hofgästen sehr viel Freude, den Kleinen beim Wachsen zuzusehen. Emma war eine exzellente Bruthenne und hat ihr Nest nur in Notfällen und zum Trinken verlassen, wodurch die Eier immer schön warm gehalten wurden und niemand anderer an die Eier heran konnte. Tag und Nacht!

Zum Schulende war es so weit, die ersten Risse waren in der Eierschale zu sehen und am späten Nachmittag sah man dann die Küken. Nach dem Schlüpfen versteckte sich der Nachwuchs in den warmen Federn der Mama, bis die eigenen Federn trocken waren und man das neue Heim erkunden konnte. Sie sind herzallerliebst!

Da ich schon lange keine Bruthenne mehr hatte, vergewisserte ich mich erstmal bei meiner Mama und Elisabeth Wallner, was sie denn alles so für den Anfang brauchen. So gab es Wasser und zerkleinerte Haferflocken und täglich ein gekochtes zerkleinertes Ei. Das mochten sie am liebsten. Inzwischen bekommen sie auch den Kükenstart als abwechslungsreiche Nahrung dazu.

Mein Mann hat ein Gehege gebaut, da die Tiere seit längerem auch täglich draußen sind. So sind sie trotz frischer Luft und Sonnenschein vor Katzen und anderen Tieren geschützt.

Einmal am Tag geben wir die Entenbabies in eine kleine Badewanne, sodass sie zum Schwimmen kommen, bis sie selbst auf den Geschmack kommen. 🙂

Liebe Grüße und auf bald. Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

Kuschelfaktor

Heute gibt es mal wieder etwas aus unserem Kinderstall am Zittrauerhof zu berichten. Denn unsere Nachwuchs-Saison ist noch nicht vorbei.

In diesen Wochen wurde unsere liebe Schneeflocke zum ersten Mal in ihrem Hasenleben stolze Mama. Anfangs noch ein wenig überfordert, hat sie sich in den letzten Tagen daran gewöhnt, vier kleine Wollknäuel um sich zu haben und diese zu pflegen. Die anfängliche Fotoscheu und die Angst um alles herum hat sie nun auch schon überwunden und wir konnten unsern Nachwuchs begutachten!DSCN5784

Doch wie ist das eigentlich mit diesem Nachwuchs bei Hasen?
Wenn man bemerkt, dass eine Häsin schwanger ist, dauert es meist nicht lang, bis die Geburt ins Haus steht, denn bereits nach 28 – 30 Tagen Schwangerschaft wollen die Kleinen das Licht der Welt erblicken. Meist merkt man den tatsächlichen Geburtstermin erst, wenn die Häsin anfängt ihr Nest zu bauen. Ja, richtig gelesen: ihr Nest! Nein, wir reden nicht von Vögeln, auch andere Tiere bauen sich Nester. Ein solches Nest wird aus Heu und Stroh zusammengebaut und anschließend von der werdenden Mutter mit Fell gepolstert, welches sie sich ausrupft. Die Kleinen sollen es ja schön warm und kuschlig haben!

Bei der Geburt ist der Nachwuchs nackt, blind und taub, weswegen sie versteckt und gut geschützt die ersten Tage in ihrem Nest verbringen. Nach vier Tagen bildet sich ein dünnes Fell und nach 9 – 14 Tagen öffnen sich die kleinen Augen. Wichtig ist, dass sie erst berührt und gestreichelt werden, wenn die Kleinen selbst das Nest verlassen. Werden sie noch im Nest berührt, so kann es passieren, dass sie die Hasenmama nicht mehr säugt, weil sie den fremden Geruch bemerkt und das bedeutet den Tod für die Kleinen.

Wir freuen uns schon sehr, wenn unser Nachwuchs bald über die Wiesen hoppeln kann und besonders unsere kleinsten Gäste erfreut!

Eure Bäuerin Katharina

jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

kühe namensschilder
Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .

Ein Schmankerl zum Frühling

In dieser Jahreszeit geht´s auf allen Bauernhöfen rund! Es gibt viel zu tun, egal ob im, am oder um das Haus und Stall. Doch darf man während der ganzen Arbeit nicht vergessen, dass was „Gscheites“ zum Essen auf den Tisch kommt. Unsere Familie mag sehr gerne die bäuerliche Hausmannskost wie zum Beispiel Polsterzipf oder auch Hasenöhrl genannt. Nach der Schrift Hasenohren – aber keine Angst – bei unseren Tieren ist noch alles dran 🙂 Der Name kommt vom Aussehen, weil man es ausradeln kann wie einen Polster oder spitz wie ein Zipf oder ein Hasenohr 🙂

Neulich hat unser Sohn ein ganz tolles Rezept nach Hause gebracht und ich musste es gleich ausprobieren – absolut empfehlenswert.

Das Rezept für diese leckeren „Hasenöhrl“ möchte ich gerne mit euch teilen:

Zutaten: (reicht für ca. 5 Personen – je nach Hunger)
  • 30 dag Mehl
  • 25 dag Topfen
  • 1/8 Schlagobers
  • 1 Ei
  • Salz
Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem glatten Teig rühren (Knethaken). Anschließend noch mit der Hand weiter kneten. Wenn der Teig zu fest ist, noch etwas Rahm oder Joghurt dazu geben, sodass man den Teig gut auswalken kann.
Den Teig ca. 1 Stunde rasten lassen, danach dünn auswalken und Hasenöhrl  ausradeln. In gutem Fett oder Butterschmalz (es sollte ganz heiß sein) schwimmend backen. Umdrehen und dann auf einem Küchenkrepp abtropfen, warm stellen und gleich essen 🙂IMG_6326

Die fertigen Hasenöhrl kann man mit Staubzucker zum Kaffee servieren oder als Hauptspeise zu Sauerkraut essen.

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gebackene Polsterzipf

Ich wünsche viel Spaß und einen guten Appetit!

Eure Bäuerin Katharina

Was liegt denn da auf der Weide?

Momentan ist bei uns so einiges los im Kinderstall am Zittrauerhof! Im Februar der Nachwuchs unserer lieben Molly, zu Ostern unsere kleinen Häschen und nun stand schon die nächst Geburt ins Haus. Die Wunder dieser Welt sind einfach atemberaubend.IMG_6222

Gestern war es soweit, dass unsere liebe Fiona – die Tochter von Flecky – mitten auf der Weide Zwillinge zur Welt brachte.

Diese Art von Ziegen stammen von den Bezoarziegenziegen ab, welche früher in Mittel- und Südeuropa, Vorder- und Zentralasien sowie in Nordafrika lebten.Sie sind sehr robuste Tiere und durch ihren Körperbau optimal an das Leben in den Bergen angepasst.

Und heute gab es dann die zweite Überraschung: gleich am Vormittag brachte Flecky ihr Zicklein zur Welt, gleich nach der Geburt ist es aufgestanden und gewackelt. Die Fotos wurden eine Stunde nach der Geburt gemacht 🙂

2016-04 Zicklein auf der Welt Flecky

Wie man auch sehr gut auf den Fotos erkennen kann, gehören viele Ziegenrassen zu den Hornträgern. Aber die Hörner sind keines Falls nur auf die männlichen Tiere beschränkt. Denn auch die Geiß trägt dünne, kurze Hörner, die leicht gebogen sind. Der Ziegenbock prahlt dagegen mit seinen kräftigen, stark nach hinten gebogenen Hörnern, die bis zu einem Meter lang werden können.

Unsere Ziegen suchen sich ihr Futter auf der Weide selbst. Am Morgen und am Abend bekommen sie noch zusätzlich ein bisschen Heu und hartes Brot als Leckerli. Im Winter werden sie zwar auch manchmal ausgeführt ins Freie, gefüttert werden sie aber nur im Stall mit Heu, ab und zu Karotten und auch ab und zu hartes Brot. Frisches Wasser muss immer – ob auf der Weide oder im Stall -zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns sehr über unseren Nachwuchs am Hof und ich hoffe, ihr auch !

Eure Bäuerin Katharina

Nachwuchs im Kinderstall

Wir haben lange drauf gewartet und die ganze Zeit drauf gehofft, dass alles gut geht! Und nun ist es endlich soweit. Gestern wurde unsere liebe Molly zum ersten Mal Mama!

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Molly und ihr kleines Lämmchen geniessen die Stunden zu zweit.

Für die, die Molly noch nicht kennen: Sie ist unser zuckersüßes Brillenschaf. Brillenschafe gehören zu den gefährdeten Schafrassen, obwohl sie sehr viele Vorzüge haben, da sie sehr robust und anspruchslos sind. Erkennen tut man Brillenschafe an den typischen Ringen um die Augen und den Schlappohren. Mit ihrer ruhigen und gemütlichen Art lässt Molly jedes Herz höher schlagen. Ob bei Gästen oder Hofbewohnern. Ganz egal, wir haben sie einfach so lieb.

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Letztes Jahr im Oktober brachten wir Molly zum Jura-Widder am Biohof Maurachgut meiner Schwester, in der Hoffnung, dass es 5 Monate später Nachwuchs gibt. Und auch der Herr Papa hat als Eigenschaft eine robuste und widerstandsfähige Art.

Während den fünf Monaten Tragezeit musste Molly allerdings nicht einfach nur im Stall stehen und sich ausruhen. Sie wurde ganz viel von unseren Gästekindern spazieren geführt und ordentlich gepflegt. Einer werdenden Mama soll es ja auch gut gehen :-)) Die „Schwangerschaftsgymnastik“ hat ihr offensichtlich gut getan.

Gestern war es soweit. Und damit alles in Ruhe ablaufen konnte und niemand Molly bei der Geburt stört, hat sich Opa Hias immer wieder vor der Kinderstall-Tür hingestellt und erstmals Ruhe angeordnet.

Diese Fotos wurden kurz nach der Geburt gemacht – einfach liab oder ?

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IMG_5441 Jetzt haben wir zwar ein so schönes Lamm, aber noch keinen Namen…
Vielleicht hat ja jemand eine Idee! Über kreative Ideen an info@gasteinurlaub.com oder per Facebook würden wir uns sehr freuen! Es sollte, gleich wie die Mama mit M beginnen und für ein Weibchen passen. Maja oder Mimi sind schon mal deponiert 🙂

Eure Bäuerin Katharina