Wenn der Herbst Einzug hält

Langsam fällt jetzt Blatt für Blatt
von den bunten Bäumen ab.
Jeder Weg ist dicht besät
und es raschelt, wenn ihr geht.

Noch sind die Blätter an den Bäumen und das Rascheln der Wege lässt noch auf sich warten, doch zeigt sich schon langsam das erste Gelb in den Blättern unserer Gasteiner Bäume.

Doch nicht nur daran merkt man, dass der Herbst sich mit großen Schritten nähert, denn auch die Arbeiten am Zittrauerhof ändern sich wieder! Nachdem viel im Haus und am Hof zu tun war und wenig Zeit für die Bauernhofgeschichten blieb, will ich mich in nächster Zeit wieder mehr meinem Hobby widmen. Gemeinsam mit meiner Freundin Annika werden wir über das Bauernhofleben, den Arbeiten, Rezepten berichten.

Bis vor kurzem hörte man im Talboden noch selten das Kuhglockengeläute oder die Schafherden, denn die meisten Tiere waren oben auf der Alm, wo sie die Sommerwochen genießen und ordentlich Bergwiesen fressen konnten. Gut erholt sind die Tiere nun aber wieder an den Hof und bei den Bauern ins Tal zurück gekehrt. Im Gasteinertal wird der Almabtrieb nicht so groß wie in Tirol aufgezogen, es gibt auch gott sei DANK keine „wöchentliche Show“ für die Touristen, dennoch ist es – glaub ich –  für jeden Bauern schon eine Riesenfreude, wenn nach mehreren Stunden Wanderung und Viehtrieb sowohl  Mensch als auch Tier wieder heil im Tal angekommen sind. Die Milchkühe sind ja schon seit längerem wieder am Zittrauerhof, die letzten Tage kamen dann auch die Kalbinnen und Kälber runter ins Tal.  Man sucht die Weiden ab, treibt sie zusammen und dann werden die Tiere vom Stubnerkogel ins Angertal getrieben. Oft begegnet man noch Kalbinnen von anderen Bauern, hier muss dann darauf geachtet werden, dass man eben die „fremden Tiere“ zurückhält und sie nicht mit runtergetrieben werden und sie sich „vermischen“.

die letzten beiden Herbsttage waren einfach traumhaft – der Ausblick ins Tal, die Landschaftsbilder, die Ruhe am Berg, die zufriedenen Tiergesichter – das ist einfach was Wunderbares. Auch die Noriker Pferde wurden heute ins Tal geholt, da für die nächsten Tage unbeständiges Wetter angesagt wurde. Sie dürfen nun noch einige Wochen auf unseren sauren Wiesen verbringen, bevor sie im Stall „eingestellt“ werden.

Jetzt wo die Tiere wieder im Tal sind, gibt es allerhand zu tun: die Ställe müssen hergerichtet werden, die Stall- und Melkarbeiten sind wieder in vollem Gange und die Herstellung von Milchprodukten kann wieder richtig durchstarten!

Aber nicht nur im Stall bekommt man den Herbst zu spüren, denn auch im Garten fallen nun einige Arbeiten an. Denn die über den Sommer sorgsam gepflegten Pflanzen wollen nun geerntet und bald winterfest gemacht werden. Und so wird in nächster Zeit fast täglich jemand im Garten stehen und ernten – das ist sicherlich auch eine extra Bauernhof-Geschichte wert.

Und zuletzt noch ein paar schöne Bilder der letzten Tage, welche uns schon ein bisschen Puderzucker auf die Berge gezaubert hat. Jedes Jahr ist es aufs Neue faszinierend, wenn der Schnee das erste Mal im Jahr die Gipfel in sein weißes Kleid hüllt.

 

Der Zittrauerhof wünscht allen eine schöne Herbstzeit mit raschelnden Spaziergängen, kuscheligen Abenden bei Kerzenschein und den ersten Schneeballschlachten am Berg!

Ein besonderes „Event“, wie es die Tourismusmanager nennen, ist der demnächst stattfindende Erntedankumzug – nicht nur sehenswert, sondern bewundernswert, mit wieviel Mühe, Freude und Zeitaufwand alle Wägen und Tiere geschmückt werden !

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Wenn der Stall zum Kreissaal wird!

Das ganze Jahr über gibt es bei uns am Zittrauerhof immer wieder Geburten, doch gerade im Frühjahr ist besonders viel los in unseren Ställen. Noch laufen viele Kleintiere trächtig durch die Gegend, doch schon bald wird es losgehen!

Ob Kinder-, Kuh- oder Pferdestall überall erblickt man momentan runde Bäuche und ab und an kann man sogar Bewegung darin erkennen. Doch wo erwartet uns nun Nachwuchs?

Im Kinderstall werden in den kommenden Wochen hoffentlich Lämmer und Kitzlein das Licht der Welt erblicken! Unser liebes Brillenschaft Molly ist nun das zweite Jahr in Folge trächtig. Mal sehen, ob es wieder so ein zuckersüßes Lämmchen wird wie im letzten Jahr! Auch die schöne weiße Ziege LADY und die Häsin Magret erwarten in den nächsten Wochen ihren Nachwuchs.

Gehen wir nun in den Kuhstall. Hier ist Jutta heute gerade Mama geworden und eine Kalbin hat demnächst ihren Geburtstermin.

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Mein Mann Matthias hilft fast 30 Kühen im Jahr bei der Geburt. Hier ein kleiner Einblick in den derzeitigen Kälber-Kindergarten 🙂

Die ersten Frühjahrsmonate haben wir dann so einiges zu tun hier am Hof, denn umso mehr Tiere da sind, umso mehr Arbeit fällt an. Aber es ist immer wieder schön,  die Kleinen aufwachsen zu sehen. Doch was passiert eigentlich mit den ganzen Tieren? Einen Teil der Tiere behalten wir selbst, andere hingegen werden direkt ab Hof verkauft oder versteigert. Denn auch das gehört zu dem alltäglichen Leben auf dem Bauernhof!

Doch werfen wir nun noch einen Blick in den Pferdestall! Denn auch hier stand in den letzten Tagen eine Geburt an. Unsere Norikerstute Perl, die älteste um genau zu sein, brachte in den letzten Tagen ihr Stutfohlen zur Welt. Drei Wochen zu früh – doch die Geburt selbst war problemlos, das Fohlen wurde erstversorgt, die Nabelschnur abgebunden, desinfiziert und der Tierarzt verabreichte eine Impfung gegen Fohlenlähme.

20170304_123418 Perl mit dem kleinen Schatz
Perl – unsere Norikerstute mit ihrem Zwergerl

Fohlen trinken über den Tag und die Nacht verteilt sehr häufig kleinere Mengen Stutenmilch. Unser neues Fohlen war leider 3 Wochen zu früh und hat die Zitzen nicht selbst gefunden, weshalb Matthias die Kleine die ersten zwei Tage mit der Flasche gefüttert hat. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat es dann aber auch selbst den Weg zur Muttermilch gefunden.

 

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Wir dachten, unser Fohlen sei nun über den Berg, es trank brav und war quietschvergnügt, allerdings ist es nach wenigen Tagen plötzlich verstorben und wir waren alle sehr betroffen. Meine Oma sagte oft, „a Rössl, a Blüa“ (ein Fohlen, eine Blüte) und so scheint es auch bei diesem besonderen Fohlen gewesen zu sein, dass es nur kurzzeitig wie eine Blüte bei uns war.

Das Leben am Bauernhof hat sehr viele schöne Seiten und grade die Geburten sind eine Faszination des Bauernhoflebens, doch es gibt immer auch das Risiko, dass der Nachwuchs nicht überlebt oder es zu Komplikationen kommt. Nichts ist selbstverständlich. Das ist sehr traurig und schade, aber auch das gehört zu unserem Beruf dazu, mit dem man leben muss.

Wir halten Euch auf dem Laufenden. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

… auf die Plätze – fertig – los – zum Heign is!!

Wenn der Löwenzahn verblüht ist, haben die Bauern ein besonderes Kribbeln in den Beinen, die Wetterberichte werden intensiver beobachtet und man schaut auf die alten Zeichen, die die Natur uns preis gibt. Wann gehts los mit der Mäherei ? Mein Tati (Papa)  hatte sehr lange ein besonderes Gespür dafür, schaute auf seinen Südtiroler Barometer und ging oft noch bei Regen ausmähen und wusste, jetzt wird es schön!! Da hiess es dann oft, „wenn der Jakob mäht, dann gemma a“.  🙂

tati beim mähen
Unser Tati beim Mähen

Es wäre jetzt auch Zeit zu mähen und die Wiesen sind reif für die Ernte. Nur macht einem das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung und es wird in den letzten Jahren immer schwieriger, den Silo bzw. das Heu „trocken“ ohne Regengüsse einzubringen. Auch die ganze Technik kann einem die Entscheidung nicht abnehmen, ob es tatsächlich „halten wird oder nicht“. Passt dann endlich das Wetter so wie am 7. Juni – hört man schon früh morgends die Mäher laufen, die Traktoren auf den Straßen fahren und man weiss, die nächsten Stunden gibts jede Menge zu tun. Ich liebe den Geruch von frisch gemähtem Gras, ihr sicherlich auch oder ? 

Im Frühling werden die ganzen Traktoren, Maschinen, Kräne gewartet, kontrolliert, die Messer ausgewechselt, geschliffen und geputzt. die Sensen „gedongelt“. Damit man dann, wenn das Wetter passt, schnell reagieren kann. Für jene Bauernhof-Geschichtenleser, die noch nie bei einer Heu-Ernte dabei waren, möchte ich gerne schreiben, wie es bei uns abläuft, wenn gemäht wird.

155_5511Passt das Wetter, muss zuerst mit dem Mäher und der Sense „ausgemäht“ werden, wir haben zwar viele flache Wiesen, aber es sind viele Gräben dazwischen. Es ist wichtig, dass die Wassergräben immer gemäht und geheut werden, sonst wächst alles zu. Ist dann ausgemäht, fährt mein Mann mit dem Traktor und mäht die Wiesen mit dem Mähwerk. In Gastein wird im Sommer meist dreimal gemäht, das erste Mal nennt man „Vorgras“ und wir geben diesen ersten Schnitt meist in die Silage. Ist alles gemäht, sausen wir aufs Feld und rechen händisch mit der Hand die  Feldränder und heuen die Gräben aus. Dann kommt Opa Hias oder im Sommer auch unser Praktikant Thomas Scheiblbrandner und wendet mit dem Kreisel-Heuer das Gras, damit es abtrocknen kann.

siloballen verkaufFür die Silage braucht man einen sonnigen Tag, für das Heu mindestens zwei. Mähen wir ein steiles Stück, man sagt in Gastein, eine Leitn, so kehrt man manche Teile, die man mit den Maschinen nicht erwischt, mit der Hand um, dass sie trocknen können. Der Duft, wenn das Gras am Boden liegt, ist einfach fantastisch.  Wenn man länger am Feld ist, nimmt man sich eine Wasserflasche mit. Bei mir daheim war es so, dass das kleinste Kind immer der Wasserträger war und die grösseren haben geheut. Auf den Bergbauernhöfen muss trotz spezieller Maschinen noch sehr viel per Hand gemäht und geheut, umgekehrt werden, dazu gehört viel Wertschätzung und Achtung!  Es ist bewundernswert und schön, dass in unserem Tal noch so viel gemäht wird und dass die Familien zusammenhelfen, gerade wenn viel mit der Hand zu heuen ist. Drängt das Wetter, muss man noch einen Zahn zulegen und schneller heuen. Hat die Sonne das Gras bzw. Heu wunschgemäß getrocknet, wird das Gras zu „Riedeln“ zusammengeschlagen, damit der Traktor mit dem Ladewagen oder der Siloballenpresser das Gras aufheben kann. Soll das Gras zu Heu werden, muss es mehrmals gewendet werden, es braucht mind. 2 Sonnentage. Einige Bauernhöfe haben inzwischen Belüftungsanlagen, sodaß man das Heu auch wenn es noch nicht ganz trocken ist, ernten kann und belüftet es im Anschluß in der Hien (Scheune).Bei dem wechselhaften Wetter sicherlich die beste Investition.

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unser unvergeßlicher Willi beim Einfutter-Mähen

 

Auf jeden Fall ist die Heu-Ernte immer wieder schön und es gibt für keinen Bauern mehr Freude, wenn alles trocken geheut werden konnte und nichts angeregnet wurde. Regnet es einem dazwischen, muss die ganze Arbeit nochmals gemacht werden und zusätzlich hat man den Nachteil, dass das Futter an Wert verliert. Hat man Pech, liegt das Gras tagelang,  und wird dann bei den Bauern als „Fuchs“ bezeichnet… Dann hoffen wir mal, dass das Wetter entgegen der Prognosen besser wird und wir Bauern wieder zur Heu-Ernte starten können. Einen schönen Vatertag euch allen ! Katharina

 

Muuuuh… das geht auf die Kuh !

Wär hätte es gedacht, aber heute geht es um unsere Kühe. Wobei falsch, viel mehr geht es um das, was unsere Kühe uns geben! Die Milch… Manch einer mag jetzt vielleicht schon denken: Was will Katharina denn jetzt??? Ich weiß, dass das Thema Milch momentan in aller Munde ist, doch es bestimmt und beeinflusst ja auch unser Leben hier am Hof. Schließlich waren und sind wir seit Jahrzehnten ein Milchbetrieb und möchten es auch bleiben – wie viele andere Bauern auch !!! Der derzeitige Milchpreis, der Vermarktungspreis für die Kühe stimmt jedoch allgemein sehr bedenklich.

Grasende Kühe inmitten der Naturlandschaft
alle Milchviehbetriebe bekommen die Dumping-Preise im Supermarkt zu spüren

Ich möchte einfach diese Woche mal meine Gedanken mit euch teilen, vielleicht kennt jemand auch Antworten auf Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann…

Milch ist bei uns, als auch bei anderen im Haushalt allgegenwärtig. Ob beim Frühstück, Mittag oder Abendessen; zum Backen, Kochen oder einfach so zum Verzehr; in frischen Produkten oder in Fertigwaren im Supermarkt, überall findet man Milch. Bewusst oder unbewußt wird sie täglich benützt. Und doch ist man nicht bereit mehr für ein Päckchen oder eine Flasche Milch zu zahlen? Oder würden die Menschen sogar mehr zahlen für dieses kostbare LEBENSmittel? Ich weiß es nicht…

Gerade weil Milch in so vielen Produkten enthalten ist und regelmäßig verwendet wird, sollte es doch eigentlich ein Bewusstsein bei allen geben, das auch wertzuschätzen. Vier Euro für einen Energydrink bezahlen, aber bei einem Liter Milch knausern? Ich finde das kann doch einfach nicht sein.

Joghurt

Vielleicht sehen viele Menschen auch gar nicht, was eigentlich hinter der Milch steckt oder sie kennen einfach nicht den Geschmack von richtig guter Vollmilch frisch vom Hof. Eine Praktikantin aus Deutschland sagte mir mal: „Katharina, ich habe diese Woche das erste Mal wieder Milch zu Hause probiert. Und sie hat einfach nicht geschmeckt. Früher war der Geschmack für mich normal, aber nach Wochen mit frischer Alpenmilch von euch ist das einfach kein Vergleich mehr“.

Und ja man kann sagen: Milch ist nicht gleich Milch! Man schmeckt den Unterschied. Ob frisch zum Trinken oder im Joghurt. Unsere Kühe gehen jeden Sommer hoch auf die Alm und fressen saftiges Almgras und Alpenkräuter. Und ich behaupte und das ist auch bei den Molkerei-Ergebnissen Fakt, dass man das schmeckt ;).

Und jetzt hab ich Lust auf ein Glas Milch! Ihr auch? Dann geht doch mal zum Bauern um die Ecke oder kauft die gute SalzburgerLand Milch im Geschäft. Super lecker, super gesund und einfach gut! Ich bin mal positiv gestimmt und hoffe, dass der eine oder andere dies beherzigt und sich etwas Gutes gönnt – sei es in Form von Käse, Milch, Joghurt, Kuchen, Aufstriche, Topfen usw. – jeder einzelne ist wichtig. Auch wenn nachfolgendes Plakat eine andere Tier-Rasse darstellt, stimmt der Beitrag voll und ganz.

milchpreis

Eure Bäuerin Katharina

 

jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

kühe namensschilder
Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .

Kleine Tierliebhaber entdecken den Kinderstall

Dass sich die Gäste bei einem Bauernhof-Urlaub Tiere erwarten, ist uns als Vermieter bewusst. Ich habe bei unseren Kindern und Gästekindern gesehen, wie wichtig der Kontakt mit Tieren ist. Wieviel Freude Tiere uns bereiten können,  Ruhe ausstrahlen und die Seelen glücklich machen. Viele unserer Gäste kommen aus der Stadt oder aus Regionen, wo Landwirtschaft keine große Rolle mehr spielt und gar nicht so genau wissen, wie das Leben mit und von der Natur eigentlich möglich ist. Welche Tierarten es gibt, was sie mögen und fressen, wie lange sie trächtig sind usw.

 maria mit mona kind mit Minischwein bella

Und so hatten wir im letzten Frühling die Idee, einen einzigartigen „Kinderstall“ zu gestalten, der die Heimat unserer Kleintiere werden soll. Doch wo fängt man an? Was muss man beachten? Und was wollten wir überhaupt genau? Um diese Fragen zu klären, haben wir mit Lisa, einer pädagogischen Fachkraft, unserer treuen Stammgastdame Sabine, meinen Mann und dem ideenreichen Opa Hias ein Konzept für das neue Vorhaben erstellt.

kind mit hasen

Der so entstandene Kinderstall ermöglicht einen guten und spielerischen Einstieg in die Tierwelt und ist exklusiv für unsere Hausgäste zugänglich. Es gibt viel Wissenswertes zu entdecken und so manches Tier darf eigenständig gefüttert und gepflegt werden. Dabei handelt es sich aber nicht um einen gewöhnlichen Streichelzoo, sonder das richtige Stallleben wird hautnah erlebt. Ob beim Füttern der Ziege, dem Pflegen der Hasen oder dem Spaziergang der Mini-Schweine über den Hof, für Spaß und neue Erfahrungen ist im Kinderstall garantiert! Auch an Sichtfenster für Kinder, die den Abstand zum Tier noch brauchen und aus der Ferne betrachten wollen, hat mein Mann gedacht. Die viele Arbeit, die enstandenden Kosten und die Zeit, die wir für die Errichtung benötigt haben, hat sich ausgezahlt.

Doch das Leben mit den Tieren spielt sich nicht nur im Stall ab! Tagsüber kann man Tier und Natur rund um den Hof erleben. So kann man beispielsweise die Turnkünste der Ziegen auf ihrem eigenen Ziegenspielplatz sehen und erforschen oder die fleißigen Laufenten bei ihren täglichen Runden über den Hof begleiten. Sieht, wie Nelly mit dem Opa die Kühe reintreibt oder ein Kälbchen getränkt wird. Und wenn man Glück hat, erlebt man sogar wie ein neuer Hofbewohner das Licht der Welt erblickt.

maria und mama beim Kuscheln vom Hasen2015-09 Jacky Jaqueline (9 mit Molly   SAMSUNG DIGITAL CAMERA