Davon, wie man einen Bauernhof zu lieben lernt

Heute gibt es mal keine Geschichte aus dem Stall, auch keine aus der Küche oder dem Garten. Heute überlasse ich auch das Tippen anderen Händen!

Es war ein sonniger Frühling vor vier Jahren. Ich war mitten im Lehramtsstudium und musste mich für ein Praktikum entscheiden. Doch was sollte ich machen? Kaffee kochen in stickigen Büros? Kleidung sortieren in Läden mit furchtbar nerviger Musik? Oder den ganzen Tag irgendwo am Kopierer stehen? Nein, Danke!

Nach ein bisschen Recherche im Internet und ein paar E-Mails war mir klar: Ich gehe nach Österreich auf einen Bauernhof! Und so kam es, dass ich am 28. August 2015 in den Zug stieg, um sechs Wochen am Zittrauerhof zu verbringen. Nach neun Stunden Fahrt war es dann soweit, meine neue „Chefin“ Katharina holte mich am Bahnhof ab und brachte mich an mein Ziel – der Zittrauerhof in Bad Hofgastein.

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Und dann ging alles viel schneller als erwartet! Kaum war ich angekommen, war ich auch schon in das Leben und Arbeiten am Zittrauerhof eingebunden. Noch bevor ich meine Taschen aus dem Kofferraum räumen konnte, bekam ich schon die ersten Aufgaben: Blumen gießen, Schilder für den Kuhstall schreiben und die Tiere in den Kinderstall bringen. Und durchgehend war ich fasziniert von der Umgebung, dem Hof und der Bauernhofatmosphäre. Besser hätte der Start wohl kaum laufen können!

 

Über den Nachmittag und Abend verteilt lernte ich nach und nach alle Bewohner und Familienmitglieder des Hofes kennen. Mein Zimmer teilte ich mir (zumindest noch für eine Woche) mit einer anderen Praktikantin, die mich in der ersten Woche ein bisschen anlernte. Zum Glück, denn eigentlich hatte ich von Bauernhof gar keine Ahnung.

Ich lernte schnell, dass das Leben am Zittrauerhof sehr vielfältig ist. Neben den Stallarbeiten gab es ja auch noch zusätzlich Hofgäste zu betreuen und auch in das familiäre Leben wurde ich komplett eingebunden.

Meine Tage waren alle ähnlich und doch ganz verschieden. Der erste Weg führte mich morgens in die Küche, um den „Schweine-Eimer“ zu holen. Diesen nahm ich dann mit in den Kinderstall und fütterte damit die Schweine. Nachdem ich jedes Tier freudig begrüßt hatte und mir den ein oder anderen blauen Fleck beim Melken der Ziege Flecki eingefangen hatte, brachte ich das Kleinvieh auf die Weide. Danach kam eine meiner Lieblingsaufgaben: das Gästefrühstück. Noch heute liebe ich es, schöne Frühstücksteller anzurichten, denn auch das Auge isst mit.

 

Der Vormittag bestand meistens aus Arbeiten im Haus: tägliches Fegen der Treppe, Äpfel aufsammeln, Zimmer putzen, in der Küche Ordnung machen, getrocknete Kräuter wegräumen und besonders toll, die Herstellung verschiedener Hofprodukte. Mein kleines Büchlein mit Rezepten der österreichischen Küche, Marmeladenrezepten, Anleitung für verschiedene Sirups und die Herstellung von Joghurt und Topfen steht noch heute gut greifbar in meinem Regal. Katharina hat mir in den sechs Wochen einfach unglaublich viel Tipps und Tricks in der Küche beigebracht, wofür ich ihr nach wie vor sehr dankbar bin!

 

Um die Mittagszeit musste dann das Essen auf den Tisch. Und so wurde oft zusammen gekocht und jeden Mittag zusammen gegessen. Noch fix alles aufgeräumt und ich konnte in die Mittagspause starten. Am liebsten ging ich in den zwei Stunden zu den Kälbern, in den Garten oder fuhr ein wenig Rad. Manchmal machte ich aber auch einfach nur ein Nickerchen.

 

Die Nachmittage begannen mit dem Einholen der Tiere und gingen meist in eine Arbeit draußen über (Hof aufräumen, Fahrräder in Ordnung bringen, Blumen zupfen, Kräuter ernten…). Katharina hat einen wirklich tollen Garten und in jeder Ecke findet man Blumentöpfe und Blumenbeete. Häufig kümmerten wir uns gemeinsam darum, damit auch alles so schön blieb.

 

Nach einer leckeren Jause (meine liebste Mahlzeit am Bauernhof) wurde entweder noch ein bisschen draußen gearbeitet oder Hofprodukte fertiggemacht. Schließlich sollen Katharinas Leckereien nicht nur fabelhaft schmecken, sondern auch gut aussehen. Nebenbei wurde oft noch etwas gebacken, sodass man mit leckerem Gebäckduft ins Bett gefallen ist.

Neben dem Bauernhofalltag gab es natürlich auch besondere Ereignisse. So durfte ich schon kurz nach meiner Ankunft den Almabtrieb miterleben und auch die Apfelernte stellte ein besonderes Ereignis meines Praktikums dar.

 

Anfangs dachte ich, dass ich es niemals schaffe den Bauernhofalltag für sechs Wochen durchzuziehen, doch es kam ganz anders als gedacht. Viel zu schnell waren die sechs Wochen vorbei und beim Abschied kullerte doch die ein oder andere Träne.

Katharina, ihre Familie und der Bauernhof sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich erwische mich mindestens einmal in der Woche, wie ich beginne von meiner Zeit dort zu schwärmen und in Erinnerungen schwelge. Ich habe in der Zeit nicht einfach nur ein Praktikum gemacht, ich habe unglaublich viele Dinge gelernt, die mich noch heute begleiten. Außerdem habe ich nicht nur eine tolle „Chefin“ gefunden, sondern auch eine neue Freundin.

Seit meinem Praktikum habe ich den Zittrauerhof zwei Mal besucht. Aber immer nur für wenige Tage und das letzte Mal ist nun auch schon wieder zwei Jahre her.

 

Deswegen freue ich mich auch ganz besonders auf den diesjährigen Sommer, da ich endlich wieder an meinen geliebten Zittrauerhof zurückkehre und dort ein Woche Urlaub verbringen werde. Natürlich werde ich es mir nicht nehmen lassen, auch die ein oder andere Arbeit zu übernehmen.

Und wenn Katharinas Leser und „Follower“ Lust haben, nehme ich sie gerne in der Instagram-Story von @urlaubamzittrauerhof mit und zeige mal das Leben und den Urlaub am Zittrauerhof in Bad Hofgastein.

Viele Grüße
Annika

 

 

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Angepackt

 

Jedes Jahr gehen per Post oder Mail einige Praktikumsbewerbungen bei mir ein. Ob nur für 2 Wochen oder 6 Monate ist jede Länge mit dabei. Deswegen möchte ich heute mal zeigen, was ein Praktikum bei uns am Zittrauerhof bedeutet! Dafür habe ich mal die Erfahrungen und Erlebnisse unserer bisherigen Praktikanten und Praktikantinnen zusammengefasst.

In der Früh geht es auf direktem Weg für unsere Praktikantin zum Milchholen für die Frühstücksgäste, dann in den Kinderstall, denn Schafe, Ziegen, Esel und Pony warten schon sehnsüchtig auf das frische Gras und möchten auf die Weide gebracht werden. Oft sind dann schon Frühaufsteher bei den Gästen dabei und werden nach zeitlichen Möglichkeiten auch mit eingebunden und können mitmachen.

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Stehen die Tiere glücklich und zufrieden auf der Weide, werden noch Hühner- und Enteneier eingesammelt und die Milch aus der Milchkammer geholt. Manchmal nur für den alltäglichen Bedarf, manchmal ganze Eimer voll für die Herstellung von Joghurt, Frischkäse oder Topfen. Ist man mit den Stallarbeiten fertig, wird noch der Müll aus der Küche weggebracht und wir richten dann noch das Gästefrühstück gemeinsam her.

brettljause mit BlumenIch lege selbst sehr viel Wert auf den Aspekt „das Auge ißt mit“, weswegen alle Produkte und Lebensmittel schön angerichtet werden. So freuen sich unsere Gäste umso mehr, wenn sie in die Stube kommen und einen schön gedeckten Frühstückstisch vorfinden und alle (Wild)-Kräuter auch gegessen werden können. Nachdem Kaffee und frische Eier an die Tische gebracht sind, kann das eigene Frühstück in der Familienküche beginnen.

Die Vormittagsarbeiten beginnen direkt nach dem Frühstück: Während die Gäste in der Stube Energie für den Tag sammeln, werden die Zimmer schnell zwischengereinigt; sobald die Stube leer ist, wird das Geschirr abgeräumt und alles wieder krümelfrei gemacht; das Haus und der Bereich vor dem Haus werden gefegt, sodass alles ordentlich aussieht – auch die ein oder andere Spinnwebe müssen dabei weggemacht werden. Ist an einem Tag Abreise, werden die Zimmer und Appartements am Vormittag säuberlich gereinigt, ansonsten finden sich immer unterschiedliche Arbeiten im Stall, am Hof, im Garten oder in der Küche.

Zu dieser Zeit entstehen dann auch die leckeren Marmeladen, Säfte und Milchprodukte. Allen Mädels rate ich gleich zu Beginn ein Heftchen anzulegen, in dem alle Rezepte und Erfahrungen, die am Zittrauerhof gemacht werden, notiert werden können. Umso mehr freue ich mich, wenn Mails von Mamas oder den Mädels selbst kommen, dass sie froh sind, das Praktikum bei uns gemacht zu haben und so vieles für das tägliche Leben verwenden können. Ich versuche, aus jedem Fähigkeiten rauszukitzeln, die vielleicht bislang noch unentdeckt blieben :- )

Gegen Mittag wird der Ofen eingeheizt und meist österreichische Gerichte gezaubert. Dabei hat schon der ein oder andere sein Kochtalent entdeckt oder bemerkt, dass die Küche doch nicht so seins ist ;).

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Nachdem der Abwasch getätigt ist, geht es in die Mittagspause. Um 16 Uhr bringen wir die Tiere wieder in den Stall. An manchen Tagen findet auch ein Kinderprogramm mit Go-Kart, Wasserspielen und Gießkannenschlachten statt, welches vorher noch vorbereitet werden muss. Nachdem die Kleintiere versorgt und die Kühe im Stall zum Melken reingebracht werden, kontrollieren wir noch die Spielplätze, Blumen und richten gemeinsam das Abendessen, das wir manchmal auch draußen im Garten verzehren. Am Zittrauerhof wird einem nicht so schnell langweilig.

Bevor es zu einem Praktikum kommt, lade ich die Mädels zum Schnuppern ein, so lernen sich beide Teile kennen und sehen, ob es klappen kann oder nicht.

Ein Praktikum an unserem Hof ist sehr vielfältig, aber auch teilweise schon anstrengend. Man ist bei uns in die Familie komplett integriert und eingebunden, muss Kinder mögen, verlässlich sein und ehrlich. Für mich ist es am schönsten, wenn ich ab und an von Auszeit-Frauen und Praktikantinnen Mails bekomme und erfahre, wie es läuft.

Leute auszubilden oder einen Teil ihres Lebens zu begleiten und „weiterzubringen“  ist für mich ein sehr schöner Bereich meines Bäuerinnen-Seins 🙂

Eure Bäuerin Katharina

Auf den harten Prüfstand

In der letzten Woche hatten wir hier am Zittrauerhof Besuch. Besuch haben wir häufiger, ob Familie, Freunde, Bekannte oder Hofgäste – bei uns ist immer was los und stets treffen sich hier viele Menschen. Aber in der letzten Woche kam dann ein besonderer Besuch: Die Urlaub am Bauernhof-Prüfungskommission.

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Spätestens alle vier Jahre werden die Mitglieds-Höfe der Organisation Urlaub am Bauernhof besucht, kontrolliert und neu kategorisiert. Und auch bei uns war es nun wieder einmal Zeit dazu. Ein wenig aufgeregt ist jeder Bauernhof zuvor, denn man weiß nie, wie der Betrieb subjektiv von diesen Personen eingeschätzt wird. Aber ich muss sagen, dass ich schon ziemlich zufrieden bin mit dem, was wir hier am Hof haben, wie es aussieht und was wir unseren Gästen bieten, weil man ja auch den Hintergrund weiß, welche Arbeiten und Mühen dahinter stecken :- )

Also fuhr am Mittwoch ein Auto mit der Spezialkommission vor, um unseren Hof genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird der Hof in seiner Gesamterscheinung, die Infrastrukur, der Stall, das Haus, die Umgebung, die Tiere und die Zimmer in Augenschein genommen. Auch wie sich der Betrieb im Internet präsentiert, wie die Angebote geschrieben werden, wie eine Hofkartei, die Infomappe ausschaut – auch das wird durchgesehen. Die Überprüfungen findet dabei nach einem bestimmten Anforderungskatalog statt, welcher genau beschreiben soll, bei welchem Standard wie viele Blumen vergeben werden.

Die durchführende Kommission ist dabei sehr kritisch und versucht, jeden noch so kleinen Fehler aus ihrer Sicht zu finden. Zu den überprüften Punkten gehört beispielsweise, ob die Steckdosen gesäubert sind, die Matratzen guter Qualität entsprechen, die Bäder auf dem neuesten Stand sind, keine Spinnweben das Hofbild stören oder auch keine Kunstblumen als Dekoration verwendet werden. Aber natürlich wird auch der Stall, die bestehenden Tierarten, die Kinderspielgeräte und die ganze Hofstruktur begutachtet.

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Der Aufenthalt der Prüfungskommission dauerte drei Stunden, bis jeder Hofwinkel angeschaut und bewertet war. Dabei wurde alles direkt in einem Tablet festgehalten und ausgewertet. Früher fand das auch noch mit Zettel und Stift statt, aber auch Urlaub am Bauernhof geht mit der Zeit. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, bekommt man das Ergebnis der neuen Kategorisierung mitgeteilt. Dabei werden zwischen zwei und fünf Blumen vergeben. Bei fünf Blumen erfüllt der Hof jeden Luxus mit „Wow-Effekt“,  den wohl nur die Bauernhof-„Hotels“ erfüllen können.

Ich bin sehr glücklich und zufrieden, auch in diesem Jahr wieder meine vier Blumen erhalten zu haben und bin froh, dass meine Familie, Freunde und Helferleins uns unterstützen, um überhaupt dieses Ergebnis erreichen zu können.

danke kuhDanke auch an unsere Gäste, die Bewertungen ins Netz schreiben, denn auch dies wird von der Kommission miteinbezogen.

Ein besonderes Schmankerl für mich war jedoch, dass wir die Ersten in der heurigen Kategorisierungsrunde „Ausgezeichneter Kinderbauernhof“ und „Kräuterbauernhof“ sind. Das freut uns besonders, es ist eine kleine Anerkennung für die viele Arbeit und Herzblut, welche man tagtäglich – und nicht nur an diesem einen Tag – investiert.

Wir freuen uns, unsere Gäste in bewährter Qualität auf unserem Hof begrüßen zu dürfen.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Der Abschied fällt schwer …

Für insgesamt mehrere Wochen hat sich Marianne aus Oberösterreich entschieden, ihr Sommer-Praktikum bei uns am Bauernhof zu absolvieren. Es war für uns eine schöne, gemeinsame Zeit mit vielen Erlebnissen und gerade wenn man solche Perlen am Hof hat, ist es schon schwer Abschied zu nehmen. Marianne, die gerade mal 18 Jahre alt ist, wird aber nicht alleine nach Hause fahren, sie hat sich in Gastein verliebt und verlässt den Zittrauerhof gemeinsam mit unserer Red Frisian Kuh Carola, sie wird sie dann in Oberösterreich weiter verwöhnen und melken.

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Marianne übt schon mal das Führen mit Carola.

In den nächsten Zeilen schreibt Marianne ein wenig über ihre Zeit am Hof, ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle:

Ich habe mein mehrwöchiges Praktikum am Zittrauerhof in Bad Hofgastein absolviert. Mir war schon beim Schnuppern im Frühjahr klar, dass das der passende Betrieb für mich wird. Ich wurde von Anfang an voll und ganz in die Familie integriert und aufgenommen. Auch mit Katharina, Matthias und den Kindern habe ich mich auf Anhieb sehr gut verstanden und so herrschte eigentlich immer ein gutes und auch lustiges Arbeitsklima. Katharina hat mir sehr viel beigebracht, von der Käseherstellung über das Kochen von Marmeladen und Sirupsorten bis hin zu  vielen verschiedenen Gerichten sowie alltägliche Tipps und Tricks in Haushalt, Stall und Garten. Darüber bin ich sehr froh und auch dankbar!

Auch meine Back- und Kochleidenschaft kam nie zu kurz. So stand fast jeden zweiten Tag ein neues Gebäck oder Backwerk auf dem Plan und erfüllte dann die Küche mit himmlischen Düften.

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Ebenso zum Praktikum gehörten kleine Tollpatschigkeiten wie zerbrochene Gläser und Teller. Doch Katharina meinte dazu, dass Scherben Glück bringen würden und nahm es nicht so tragisch „wo man arbeitet, fallen Späne“.

Katharina sagte mir bereits bei meiner Bewerbung, dass ich sehr vielseitig eingesetzt werden würde, im Garten, sowohl im Stall als auch bei der Reinigung der Zimmer und Ferienwohnungen. Als dann der erste „Putztag“ in Angriff genommen werden musste, wurde mir erst klar, worauf man alles achten muss. Doch sobald mich das Putzfieber erst einmal gepackt hatte, verging die Zeit wie im Flug.

Morgens übernahm ich, in den ersten Wochen den Stalldienst im Kinderstall.

2016-04-zicklein-auf-der-welt-fleckyFlecki musste gemolken, die Boxen wurden ausgemistet und die Tiere gefüttert und auf die Weide gebracht werden. Die Ziegen wuchsen mir im Laufe der Wochen sehr ans Herz, ebenso wie Nelly, die Hofhündin.  Auch an das Abkehren der Spinnweben und Weberknechte mussten rund um den Hof immer abgekehrt werden. Abends half ich fallweise beim Melken der Holstein-Kühe. Schon bald hatte ich eine Lieblingskuh: Carola. Mir machte die Arbeit im Stall und mit den Tieren sehr großen Spaß, ebenso wie das Reiten auf Kria, mit Johanna als Lehrerin.

Im Hochsommer half ich bei der Heuernte mit, es war eine schöne medidative Arbeit, meist halfen auch die Kinder mit. „Viele Hände machen der Arbeit ein Ende“. img_8474

Ein großes Highlight war für mich auch die Übernachtung auf der Alm und das damit verbundene Wipferl plücken für den Honig.

IMG_5606 (2)Besonders die Aussicht, die Ruhe und die gute Luft waren faszinierend und beruhigend. Hias und Sepp nahmen mich auch mit beim Holz richten und Einlagern für das nächste Jahr, eine schöne gemeinsame Arbeit und ein Erlebnis. Danke.

Mich hatte von Anfang an die Direktvermarktung auch sehr interessiert und begeistert, so durfte ich Topfen, Joghurt, Frischkäse und auch Camembert erlernen und herstellen, sowie Marmeladen und Sirupsorten. Ich werde davon ganz sicher zu Hause einiges nachmachen!

Abends spielte ich ab und zu mit Johanna auf der Steirischen Harmonika und wir lernten uns gegenseitig einige neue Lieder.

Mein Praktikum wird mir ganz sicher immer in Erinnerung bleiben, da ich so viele liebe Menschen kennenlernen durfte und sehr viele Dinge erlebt und erlernt habe. Ich bin froh, dass ich auf diesen Betrieb gestoßen bin und ich werde mit Sicherheit wieder einmal auf Besuch vorbeischauen!       

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Marianne

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Marianne für die wundervollen Wochen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Bäuerin Katharina & Familie

Ein tolles Rezept aus der Praktikantinnen-Ecke

Am Zittrauerhof sind bei uns während  der Sommermonate einige Praktikantinnen von Landwirtschaftsschulen oder Hauswirtschaftsschulen, Waldorfschulen und Höheren Lehranstalten bei uns beschäftigt. Am meisten freut es mich, wenn nachdem die Mädels wieder heimfahren, das am Hof erlernte daheim anwenden. Jede Praktikantin kommt mit bestimmten Neigungen zu uns und wird dahingehend gefördert. Auf jeden Fall ist es mir wichtig, dass jeder, der bei uns sein Praktikum macht, die grundlegenden Dinge in der Küche und die Liebe zur Bäckerei und zu den Kräutern ebenso erfährt, auch wenn der Schulschwerpunkt oft in der Landwirtschaft liegt. Und dann freut es mich umso mehr, wenn nach der Heimfahrt die Mädels mir Fotos von Gebäck und Mehlspeisen, Frischkäse, Joghurt usw. schicken, das sie bei uns gelernt und daheim selbst für ihre Familie gemacht haben. Vor ein paar Tagen habe ich ein tolles Rezept von Lisa bekommen, sie ist inzwischen eine ganz tolle Bäckerin und verwöhnt ihre Familie mit Leckereien. Dieses Mal hat sie mir ein neues Rezept geschickt, das ich gerne mit euch teilen möchte.

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Rezept für die süßen Hörnchen

 Nuß-Hörnchen – schauen doch lecker aus oder ? Gleich in den nächsten Tagen probieren und genießen.

Gutes Gelingen und schöne Grüße vom Zittrauerhof in Gastein.

 

Wir halten zusammen …

Hallo! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Emma und ich bin das kleine Küken, das auf dem Zittrauerhof emsig seine Runden dreht. Auf den ersten Blick mag so mancher meinen, ich sei ein ganz gewöhnliches Küken, doch der Schein trügt, denn außer meinen Eltern ist an mir, oder besser gesagt an meinem Umfeld nichts so richtig normal 🙂

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Angefangen, mir darüber Gedanken zu machen, habe ich schon kurz nachdem ich aus dem Ei geschlüpft bin. Da ist mir nämlich aufgefallen, dass ich irgendwie total anders aussehe als meine drei Geschwister. So, als ob ich gar nicht richtig zur Familie gehören würde. Doch als meine Mama mir dann erklärte, dass ich aus einem Hühner-Ei und die anderen drei aus Laufenten-Eier geschlüpft bin, verstand ich schon, warum mein Aussehen so ganz anders war. Anfangs war ich sehr traurig. Mama fand aber sofort die richtigen Worte, um mich wieder aufzuheitern. Sie sagte zu mir, dass es nicht ausschlaggebend sei, wie jemand aussieht – es kommt auf die inneren Werte an. Und so war es dann auch.

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Einige Wochen vergingen und meine Geschwister und ich wurden immer größer und stärker. Eines Tages war es dann soweit: Wir durften endlich ins Freie! Zuerst konnten wir nur in einem vom Bauern gebauten Käfig draußen sein. Meine drei Geschwister kuschelten sich immer zu mir und ich fühlte mich so wohl unter ihnen, auch wenn ich die Kleinste war. So waren wir vor den Katzen, Krähen und Hunden geschützt und konnten trotzdem schon die Gegend erkunden.

Tage und Wochen zogen vorbei und dann kam der große Tag der Freiheit. Wir durften raus aus dem Käfig und die Welt erkunden. Die Bäuerin gab mich anfangs zu den Hühnern, doch sie merkte gleich, dass ich mich bei den Laufenten viel wohler fühlte und dass dies meine Familie sei. Und so watscheln meine Geschwister mit mir in der Wiese herum, auf der Jagd nach leckeren Würmern, Käfern, Schnecken und Brotkrümeln. Huch, da ist schon wieder ein großer Wurm direkt vor meinem Schnabel. Da kann ich nicht nein sagen!

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Also, macht´s gut und vielleicht sehen wir uns ja einmal am Zittrauerhof !