Marzipan und Vanille …

Herrlichstes Wetter mit viel Sonne. Skipisten, die teilweise schon geöffnet sind  – heute ist schon der 2. Adventsonntag –  die Zeit vergeht wie im Flug! Wenn zwischendurch Zeit ist, dann backe ich am liebsten Kekse mit den Kindern. Es ist eine schöne, gemeinsame Beschäftigung und gehört zu Weihnachten für mich einfach dazu. Inzwischen ist es halt so, dass im Hintergrund keine Weihnachtsgeschichten oder Lieder zu hören sind, sondern die neuesten Bravo-Hits oder mit höchster Lautstärke Ö3, weil die Kinder in dem Alter sind – aber das ist Nebensache 🙂  Schön ist, dass man gemeinsam was macht und das Kekse backen den Kindern immer noch Freude bereitet.

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Besonders gerne machen wir die Marzipanmuscheln, sie sind einfach zu machen und gut. Wie fast alle Rezepte aus dem Kochbuch „Niederösterreichische Mehlspeisenträume – köstlich und erprobt“  – welches ich dank einem lieben Stammgast und inzwischen sehr guten Freundin bekommen habe. Also, wenn jemand gerne bäckt, dieses Kochbuch kann ich wirklich als Geschenk empfehlen.

Marzipanmuscheln

100 g Marzipan, 300 g Butter (weich, am Vortag rausgeben oder eben Zimmertemperatur), 120 g Staubzucker, 350 g Mehl, 2 Eiklar, 1 Prise Salz, 1 Pkg. Vanillezucker, Zitronenschale. Marillenmarmelade, Schokoglasur

Eiklar schlagen, bis es „steif“ ist. Marzipan mit Zucker gut verkneten, weiche Butter und mit gesiebtem Staubzucker und den Aromen richtig schaumig rühren (ich lass es mind. 15 min rühren). Nach und nach das geschlagene Eiklar zugeben und das Mehl einrühren. Sofort in einem Spritzsack mit Sterntüle füllen und kleine Muscheln auf ein (kaltes) Blech spritzen – Backpapier drunter. Hell backen bei ca. 180 Grad. 2 Stück mit Marillenmarmelade zusammensetzen, wenn sie ausgekühlt sind und die Spitzen in Schokoglasur eintauchen. Wichtig ist, dass die Masse sofort in den Spritzsack kommt, sonst wird sie zu hart und man braucht viel Kraft und viel mehr Zeit 🙂

Vanillekipferl – ein sicheres Rezept

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350 g glattes Mehl, 210 g Butter oder Margerine, 110 g Staubzucker, 110 g fein geriebene Walnüsse oder Haselnüsse, 2 Dotter. Staubzucker und Vanillezucker zum Wälzen.

Alle Zutaten rasch zu einem Mürbteig verarbeiten (ich geb einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine) und kühl eine halbe Stunde rasten lassen. Ich geb den Mürbteig in den Kühlschrank für eine halbe Stunde. Aus dem Teig dünnere Rollen formen und von diesen kleine möglichst gleich große Stücke abschneiden und zu Kipferln wälzen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Rohr bei ca. 180 Grad etwa 8 Minuten hell backen. Noch heiß in ein Gemisch aus Staubzucker und Vanillezucker geben und auskühlen lassen.

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Hollerblütensaft – Muatas Rezept

Nachdem uns allen wunderschöne Tage mit herrlichem Sonnenschein geschenkt wurden, haben sicherlich alle Bauern die Chance für eine gute Heu-Ernte genützt. Das trockene Wetter ist auch ideal zum Abernten von Kräutern und zum Ansetzen von Säften unter anderem vom Hollunder. Der Hollunderstrauch ist einer meiner Lieblinge, als Tee, als gebackene Nachspeise, als Gelee, als Ergänzung in Marmeladen oder als Hollerblütensaft.

20160621_164426 hollerblüten nah.jpgDie Maurach-Muata, meine Oma, hat uns ein wirklich gutes Rezept gelehrt, das gut hält und einfach zu machen ist. Gerne geb ich das Rezept weiter und wünsche gutes Gelingen.

Hollunderblüten-Sirup

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zum Frühstück selbstgemachte Säfte !

Zutaten: 40 große Hollunderblüten (es können auch 10 Stk. mehr sein), 4 lt. Wasser, 6 kg Feinkristallzucker, 6 Biozitronen (gut gewaschen) oder man mischt Zitronen mit Orangen und 125 g Zitronensäure. Bei trockenem Wetter – idealerweise in der Mittagszeit Hollerblüten ernten, ich zwick es immer gleich nach der Blüte ab, dass fast kein Stengel dabei ist. Also man gibt in einem 10 lt. Kübel oder sonstigem sauberen Gefäß 4 lt. Wasser rein, 6 kg Zucker sowie geschnittene Zitronen und die Zitronensäure, rührt es einige Male um und gibt zum Schluss die trockenen Hollunderblüten rein. Dann wieder fest umrühren. Täglich (3-6 Tage lang) rührt man den Saft mind. 1 x täglich um. Rührt man mehrmals täglich und hat der Saft schon einen guten Geschmack, so kann man den Hollundersaft auch schon nach drei Tagen abfüllen. Er wird durch ein Sieb und eine Windel durchgeseiht und in sauberen Flaschen abgefüllt. Wir pressen die Windel erst zum Schluss aus und verwenden diesen ausgepressten Sirup (also das „Resterl“) gleich zum Trinken. Die abgefüllten Flaschen halten super gut ein Jahr oder länger. Wir lagern sie im Keller, gut verschrauben. Wenn man will, kann man den Hollundersaft auch kurz abkochen und ein bisschen Einsiedehilfe beifügen, allerdings der Saft hält auch sehr gut, wenn er kalt angesetzt ist und alles nach o.a. Anleitung gemacht wurde. Man bekommt ca. 7 lt. Hollunderblütensirup von der o.a. Menge. Gutes Gelingen und morgen einen schönen Sonntag !

Einfach und gut – gedrehtes Baguette

Eigentlich wollte ich die wöchentliche Bauernhof-Geschichte schon früher reinstellen, aber die Feiertage haben es so in sich – grad wenn die erste Heu-Ernte anbricht. Jeder, der auf einem Bauernhof arbeitet oder als Gast dort Urlaub macht, weiss ich damit meine 🙂  Dieses Baguette-Rezept hab ich von Annika, einer tüchtigen Praktikantin vom Vorjahr bekommen, die jetzt selbst viel bäckt und gerne kocht. Das Rezept ist ideal, wenn man abends noch schnell den Teig machen kann und morgends das Baguette frisch rausbacken will. Beim letzten Besuch auf der Alm hatten wir es auch als Jause mit – lecker , lecker…

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Zutaten

1000 g Dinkelmehl
600 ml Wasser, eiskaltes
½ Würfel Hefe
3 TL Salz
2 Prise(n) Zucker

Zubereitung

Alle Zutaten zu einem Teig mit Hand oder Küchenmaschine gut verkneten. Den Teig in ein ausreichend großes und bemehltes rundes Gefäß mit Deckel geben (Bsp. Tupper-Germteigschüssel) Deckel darauf und für ca. 10 – 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Danach den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig erst dann aus dem Kühlschrank holen. Er sollte gut aufgegangen sein (mindestens doppelt so hoch wie vorher), auf ein bemehltes Brett geben, nicht mehr kneten! Mit einem Messer in 6 Teile teilen (wenn man große lange Baguette haben will, einfach weniger oft teilen) und jeden Teigstrang etwa 2 Mal drehen. Die Brote nicht mehr gehen lassen, gleich auf ein Backpapier und auf ein Blech – im vorgeheizten Rohr backen – ca. 15 min, 240 Grad, dann auf 220 runterschalten und je nach gewünschter Bräunung weitere 15 min backen. Dann auf ein Gitter geben, auskühlen lassen.

Ich frier die Baguette auch immer ein,geb sie allerdings wenn sie gut lauwarm sind noch in den Gefrierschrank bzw. Kühltruhe, dann bleiben sie mittig ein bisschen saftiger, wenn man sie auftaut.

Grad bei sommerlichen Temperaturen schmecken diese Baguettes gefüllt mit Salat, Wurst, Käse, Topfenaufstrich, Tomaten usw. einfach gut. Gutes Gelingen. Bäuerin Katharina