Aus dem Rezeptbuch meiner Mama

Zuerst einmal DANKE für die netten Rückmeldungen: Gäste, Einheimische, Unbekannte freuen sich über die Reportagen meiner Bauernhofgeschichten und besonders gerne und oft werden die Rezepte aus der Bauernküche nachgemacht.

Heute schick ich euch ein tolles Rezept, das wir in meinem Elternhaus am Maurachgut gerne und oft gemacht haben. Den Fantakuchen. Ich glaub, als Kinder hat er uns noch besser geschmeckt, weil allein das Wort Fanta schon positives bewirkt hat. Vielleicht für die Kinder in der heutigen Zeit nichts Besonderes mehr, aber bei uns war und ist es nach wie vor ein „besonderes“ Getränk, welches es nur an Geburtstagen oder besonderen Anlässen eingekauft und getrunken wird 😊, da wir fast ausschließlich selbstgemachte Säfte trinken.

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Der Kuchen ist besonders saftig und lecker – einfach gut für warme Sommertage zum Kaffee. Er geht relativ schnell und schmeckt besonders mit Pfirsich, Himbeeren oder Schwarzbeeren (Heidelbeeren).

 

Diese Maße sind für ein Blech gedacht.

Boden: 4 Eier (Dotter, Eiklar trennen),250 g Zucker, 1/8 lt. Öl, 150 ml Fanta (oder Mineral oder Cola), 250 g Weizenmehl, 3 Teelöffel Backpulver.

Eiklar fest schlagen und in einer zweiten Schüssel die Dotter mit dem Zucker schaumig rühren, danach löffelweise Öl hinzugeben und Fanta. Wenn es dann schön schaumig ist, langsam löffelweise das Weizenmehl und Backpulver rein. Auf ein Backblech geben und bei ca. 180 Grad 25 min backen. Auskühlen lassen.

 

Wir haben heute Heidelbeeren als Belag genommen – frisch von der Alm. Bei uns heißen sie Schwarzbeeren und sind als Obst auch besonders beliebt. Nachdem der Kuchen ausgekühlt ist, bedeckt man den Boden mit Heidelbeeren und bereitet den Belag vor.

Belag: 1 Becher Sauerrahm Salzburger Land am besten 😊, 1 Packung Creme fraiche, 1 Becher selbstgemachtes Joghurt oder Joghurt Salzburger Land , 2 Packerl Vanillezucker, wenn man will, kann man noch ein bisschen normalen Feinkristallzucker hinzufügen. Wenn man will, noch ein Packerl Sahnesteif.

1 Dose Pfirsich klein schneiden oder wie wir heute Heidelbeeren vorbereiten und auf den Boden des fertig gebackenen Teiges geben. Danach die Creme drüber und ab in den Kühlschrank, hat es ein bisschen angezogen, so kann man danach noch ein bisschen Zimt darüberstreuen. Guten Appetit vom Zittrauerhof in Gastein. http://www.gasteinurlaub.com

 

Lust auf Bauernkrapfen…

C Michel Gerhard

Grad in letzter Zeit hat mich öfter die Lust gepackt, Bauernkrapfen zu machen. In Gastein werden sie ja entweder mit Sauerkraut gefüllt oder mit guter Marillen- oder Preiselbeer-Marmelade gegessen.

Beim letzten Mal hab ich ein paar Fotos gemacht, damit man sich beim Nachmachen ein wenig leichter tut. Am besten sind sie ganz frisch rausgebacken !

Rezept für ca. 20 Bauernkrapfen:

Man braucht:

  • 750 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 45 g Zucker
  • 5 Dotter und 1 ganzes Ei
  • 1 Schuss Rum oder Schnaps (dann säuft sich der Teig nicht an beim Rausbacken)
  • 90 g Butter
  • 480 ml Milch 1 Würfel Germ (2 Pkg. Trockengerm)

Aus den angegebenen Zutaten einen Germteig zubereiten. Anschließend 30 min gehen lassen und danach mit einem grossen Esslöffel Teigstücke abstechen und auf einer Arbeitsplatte oder Brett runde Kugeln daraus schleifen.

2016 Bauernkrapfen
Kugeln formen

Mit einem sauberen Hangerl (Küchentuch) zudecken und wieder ca. 15 min gehen lassen. Inzwischen das Butterschmalz / oder gutes Öl (ich mische Hälfte Butterschmalz, Hälfte Rapsöl) heiß machen und ein Blech Küchenpapier vorbereiten.

Sind die Kugeln dann schön gegangen, einfach ausziehen und kurz im heißen Fett rausbacken, bis sie schön goldbraun sind. Bei der ersten Seite geb ich kurz einen Deckel auf die Pfanne, dann gehen sie schöner auf.

2016 - bauernkrapfen rausbacken
im heissen Fett rausbacken

Auf dem vorbereiten Küchenpapier die fertigen Krapfen abtropfen lassen und entweder mit Sauerkraut oder mit Staubzucker und Marmelade servieren.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob das Fett heiss genug ist, dann gibt man eine Prise Mehl ins Fett, brutzelt es dann gut, weiss man, jetzt gehören die Krapfen rein

Ich freue mich über Rezepte anderer Bäuerinnen, denn es gibt ja so viele gute Rezepte und hoffe, dass auch andere die „Geheimrezepte“ weitergeben.

Gutes Gelingen und liebe Grüße. Katharina

P.S: Das Foto vom „fertigen“ Krapfen hat übrigends Gerhard Michel gemacht 🙂

Essen hält Leib und Seele zusammen

„Mmmmmmh, hier riecht es aber lecker“ oder „Ooooooh das sieht aber köstlich aus“ bekomme ich hier am Hof manchmal gesagt. Ob beim Frühstück, bei der Zubereitung von unseren Hofprodukten oder einfach bei unseren eigenen Mahlzeiten gilt stets und ständig:

Essen hält Leib und Seele zusammen!

Mein besonderes Anliegen hierbei ist nicht nur, dass es mit wertvollen Zutaten gemacht wird, gut schmeckt und riecht, sondern auch noch schön aussieht. So wird das Gästefrühstück mit liebevollen Dekorationen aus dem Garten verschönert, damit sich unsere Gäste auch mit dem Auge am Frühstückstisch erfreuen können.

Das eine oder andere Mal wird man dann auch schon nach Rezepten gefragt, um sich den Urlaub noch mit nach Hause zu nehmen. Aber das ist gar nicht mal so einfach bei uns Bäuerinnen. Denn meist sind die Rezepte nicht mit Maßangaben festgehalten, sondern wurden von Mama und Schwiegermutter mündlich weitergegeben, ganz nach dem Motto: Die Übung macht den Meister und schau einfach zu!

Aber die Bäuerin von heute will ja nicht nur mit Omas Rezepten kochen, sondern auch mal etwas Neues ausprobieren und sich ständig fortbilden. Am liebsten lerne ich Neues zum Thema Kräuter, Räuchern und Spezialgebiete beim Kochen.

Und weil das Kochen und die Arbeit in der Küche für mich etwas ganz Besonderes ist und mir viel Spaß bringt, möchte ich das ein oder andere Rezept aus den besuchten Kochseminaren mit meinen Lesern teilen. Natürlich gibt es nicht irgendein Rezept, sondern immer etwas, was wir in der Familie selbst sehr gerne essen oder trinken und erprobt ist.

Jetzt im Herbst finde ich glücklicherweise häufiger die Zeit, ein bißchen Jausengebäck zu backen. Eine schöne Abwechslung zum selbstgemachten Sauerteigbrot, welches es immer bei uns gibt. Ein besonderer Liebling unserer Kinder sind die „Salzstangerl“ (ich nehm aber immer mind. die doppelte Menge für unseren Haushalt 🙂

Zutaten (reicht für ca. 15 Stk.)

 500 g Weizenmehl
1/2 Becher Sauerrahm

20 g Germ (Hefe)
1/4 lt. Milch
70 g Fett
1 TL Salz
1 TL Brotgewürz 
Kümmel und Salz oder Mohn, Sesam etc.
1 Ei zum bestreichen

In eine Schüssel Mehl, Brotgewürze reingeben, ebenso die gut warme Butter, Sauerrahm, das Salz am Außenrand des Teiges geben, in der Mitte der Schüssel eine kleine Grube machen und die Germ sowie die lauwarme Milch rein. Dann gut verrühren und idealerweise auf einem Brett kneten. Der Teig braucht nicht zu gehen. Weiter geht´s – man teilt den Teig in drei Teile, kreisförmig ausrollen, schneidet ihn wie eine Torte in 8 Stücke und rollt dann die einzelnen Stücke von der breiten Seite her auf. Wenn man will, kann man einzelne Stangerl jetzt mit Schinken und Käse einrollen. Mit Wasser bestreichen und 15 min gehen lassen. Anschließend 2 x mit Ei bestreichen, Salz oder Kümmel, Mohn, Sesam oder gar nichts draufstreuen. 5 Min gehen lassen. 

Die Salzstangerl bei 220 Grad ca. 20 Minuten backen bis sie schön goldbraun und knusprig sind. Danach vom Blech runter und auf ein Gitter legen, damit sie schön ausdampfen können. Will man die Salzstangerl würzig, so gebe ich einen guten Bauernschinken und einen würzigen Käse als Fülle in die Stangerl und wickle es einfach mit rein. Schmeckt wunderbar mit frischem Salat oder zu einem Aufstrich dazu.

salzstangerl (1)

Doch es wird nicht nur gebacken und was gutes zum Essen hergestellt, auch zum Trinken gibt es was feines. Grade im Winter ist es wichtig, den Körper fit und gesund zu halten. Hierbei hilft der Ingwerpunsch. Gerne von allen getrunken, hält fit und ist super haltbar!

Zutaten

Ingwer 100 g frisch geschnitten oder gerieben
Salbeiblüten
100 ml Zitronensaft
200 g Rohrzucker
100 ml Wasser

Alles aufkochen und auf die Seite stellen. Zitronensalbei, Zitronenverbene oder sonst ein gut riechendes Kraut dazu , Melisse usw. Abseihen und etwas abkühlen lassen. In eine saubere Flasche füllen und in den Kühlschrank stellen. Man gibt dann einen Schluck davon in heißes Wasser, man kann den Punschansatz auch mit heißem Apfelsaft aufgießen, schmeckt herrlich und wärmt! Ggf. auch ein Stamperl Rum dazu 🙂

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkommen und -backen und freue mich über Fotos eurer Kreationen!

Eure Katharina