Angepackt

 

Jedes Jahr gehen per Post oder Mail einige Praktikumsbewerbungen bei mir ein. Ob nur für 2 Wochen oder 6 Monate ist jede Länge mit dabei. Deswegen möchte ich heute mal zeigen, was ein Praktikum bei uns am Zittrauerhof bedeutet! Dafür habe ich mal die Erfahrungen und Erlebnisse unserer bisherigen Praktikanten und Praktikantinnen zusammengefasst.

In der Früh geht es auf direktem Weg für unsere Praktikantin zum Milchholen für die Frühstücksgäste, dann in den Kinderstall, denn Schafe, Ziegen, Esel und Pony warten schon sehnsüchtig auf das frische Gras und möchten auf die Weide gebracht werden. Oft sind dann schon Frühaufsteher bei den Gästen dabei und werden nach zeitlichen Möglichkeiten auch mit eingebunden und können mitmachen.

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Stehen die Tiere glücklich und zufrieden auf der Weide, werden noch Hühner- und Enteneier eingesammelt und die Milch aus der Milchkammer geholt. Manchmal nur für den alltäglichen Bedarf, manchmal ganze Eimer voll für die Herstellung von Joghurt, Frischkäse oder Topfen. Ist man mit den Stallarbeiten fertig, wird noch der Müll aus der Küche weggebracht und wir richten dann noch das Gästefrühstück gemeinsam her.

brettljause mit BlumenIch lege selbst sehr viel Wert auf den Aspekt „das Auge ißt mit“, weswegen alle Produkte und Lebensmittel schön angerichtet werden. So freuen sich unsere Gäste umso mehr, wenn sie in die Stube kommen und einen schön gedeckten Frühstückstisch vorfinden und alle (Wild)-Kräuter auch gegessen werden können. Nachdem Kaffee und frische Eier an die Tische gebracht sind, kann das eigene Frühstück in der Familienküche beginnen.

Die Vormittagsarbeiten beginnen direkt nach dem Frühstück: Während die Gäste in der Stube Energie für den Tag sammeln, werden die Zimmer schnell zwischengereinigt; sobald die Stube leer ist, wird das Geschirr abgeräumt und alles wieder krümelfrei gemacht; das Haus und der Bereich vor dem Haus werden gefegt, sodass alles ordentlich aussieht – auch die ein oder andere Spinnwebe müssen dabei weggemacht werden. Ist an einem Tag Abreise, werden die Zimmer und Appartements am Vormittag säuberlich gereinigt, ansonsten finden sich immer unterschiedliche Arbeiten im Stall, am Hof, im Garten oder in der Küche.

Zu dieser Zeit entstehen dann auch die leckeren Marmeladen, Säfte und Milchprodukte. Allen Mädels rate ich gleich zu Beginn ein Heftchen anzulegen, in dem alle Rezepte und Erfahrungen, die am Zittrauerhof gemacht werden, notiert werden können. Umso mehr freue ich mich, wenn Mails von Mamas oder den Mädels selbst kommen, dass sie froh sind, das Praktikum bei uns gemacht zu haben und so vieles für das tägliche Leben verwenden können. Ich versuche, aus jedem Fähigkeiten rauszukitzeln, die vielleicht bislang noch unentdeckt blieben :- )

Gegen Mittag wird der Ofen eingeheizt und meist österreichische Gerichte gezaubert. Dabei hat schon der ein oder andere sein Kochtalent entdeckt oder bemerkt, dass die Küche doch nicht so seins ist ;).

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Nachdem der Abwasch getätigt ist, geht es in die Mittagspause. Um 16 Uhr bringen wir die Tiere wieder in den Stall. An manchen Tagen findet auch ein Kinderprogramm mit Go-Kart, Wasserspielen und Gießkannenschlachten statt, welches vorher noch vorbereitet werden muss. Nachdem die Kleintiere versorgt und die Kühe im Stall zum Melken reingebracht werden, kontrollieren wir noch die Spielplätze, Blumen und richten gemeinsam das Abendessen, das wir manchmal auch draußen im Garten verzehren. Am Zittrauerhof wird einem nicht so schnell langweilig.

Bevor es zu einem Praktikum kommt, lade ich die Mädels zum Schnuppern ein, so lernen sich beide Teile kennen und sehen, ob es klappen kann oder nicht.

Ein Praktikum an unserem Hof ist sehr vielfältig, aber auch teilweise schon anstrengend. Man ist bei uns in die Familie komplett integriert und eingebunden, muss Kinder mögen, verlässlich sein und ehrlich. Für mich ist es am schönsten, wenn ich ab und an von Auszeit-Frauen und Praktikantinnen Mails bekomme und erfahre, wie es läuft.

Leute auszubilden oder einen Teil ihres Lebens zu begleiten und „weiterzubringen“  ist für mich ein sehr schöner Bereich meines Bäuerinnen-Seins 🙂

Eure Bäuerin Katharina

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Der Abschied fällt schwer …

Für insgesamt mehrere Wochen hat sich Marianne aus Oberösterreich entschieden, ihr Sommer-Praktikum bei uns am Bauernhof zu absolvieren. Es war für uns eine schöne, gemeinsame Zeit mit vielen Erlebnissen und gerade wenn man solche Perlen am Hof hat, ist es schon schwer Abschied zu nehmen. Marianne, die gerade mal 18 Jahre alt ist, wird aber nicht alleine nach Hause fahren, sie hat sich in Gastein verliebt und verlässt den Zittrauerhof gemeinsam mit unserer Red Frisian Kuh Carola, sie wird sie dann in Oberösterreich weiter verwöhnen und melken.

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Marianne übt schon mal das Führen mit Carola.

In den nächsten Zeilen schreibt Marianne ein wenig über ihre Zeit am Hof, ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle:

Ich habe mein mehrwöchiges Praktikum am Zittrauerhof in Bad Hofgastein absolviert. Mir war schon beim Schnuppern im Frühjahr klar, dass das der passende Betrieb für mich wird. Ich wurde von Anfang an voll und ganz in die Familie integriert und aufgenommen. Auch mit Katharina, Matthias und den Kindern habe ich mich auf Anhieb sehr gut verstanden und so herrschte eigentlich immer ein gutes und auch lustiges Arbeitsklima. Katharina hat mir sehr viel beigebracht, von der Käseherstellung über das Kochen von Marmeladen und Sirupsorten bis hin zu  vielen verschiedenen Gerichten sowie alltägliche Tipps und Tricks in Haushalt, Stall und Garten. Darüber bin ich sehr froh und auch dankbar!

Auch meine Back- und Kochleidenschaft kam nie zu kurz. So stand fast jeden zweiten Tag ein neues Gebäck oder Backwerk auf dem Plan und erfüllte dann die Küche mit himmlischen Düften.

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Ebenso zum Praktikum gehörten kleine Tollpatschigkeiten wie zerbrochene Gläser und Teller. Doch Katharina meinte dazu, dass Scherben Glück bringen würden und nahm es nicht so tragisch „wo man arbeitet, fallen Späne“.

Katharina sagte mir bereits bei meiner Bewerbung, dass ich sehr vielseitig eingesetzt werden würde, im Garten, sowohl im Stall als auch bei der Reinigung der Zimmer und Ferienwohnungen. Als dann der erste „Putztag“ in Angriff genommen werden musste, wurde mir erst klar, worauf man alles achten muss. Doch sobald mich das Putzfieber erst einmal gepackt hatte, verging die Zeit wie im Flug.

Morgens übernahm ich, in den ersten Wochen den Stalldienst im Kinderstall.

2016-04-zicklein-auf-der-welt-fleckyFlecki musste gemolken, die Boxen wurden ausgemistet und die Tiere gefüttert und auf die Weide gebracht werden. Die Ziegen wuchsen mir im Laufe der Wochen sehr ans Herz, ebenso wie Nelly, die Hofhündin.  Auch an das Abkehren der Spinnweben und Weberknechte mussten rund um den Hof immer abgekehrt werden. Abends half ich fallweise beim Melken der Holstein-Kühe. Schon bald hatte ich eine Lieblingskuh: Carola. Mir machte die Arbeit im Stall und mit den Tieren sehr großen Spaß, ebenso wie das Reiten auf Kria, mit Johanna als Lehrerin.

Im Hochsommer half ich bei der Heuernte mit, es war eine schöne medidative Arbeit, meist halfen auch die Kinder mit. „Viele Hände machen der Arbeit ein Ende“. img_8474

Ein großes Highlight war für mich auch die Übernachtung auf der Alm und das damit verbundene Wipferl plücken für den Honig.

IMG_5606 (2)Besonders die Aussicht, die Ruhe und die gute Luft waren faszinierend und beruhigend. Hias und Sepp nahmen mich auch mit beim Holz richten und Einlagern für das nächste Jahr, eine schöne gemeinsame Arbeit und ein Erlebnis. Danke.

Mich hatte von Anfang an die Direktvermarktung auch sehr interessiert und begeistert, so durfte ich Topfen, Joghurt, Frischkäse und auch Camembert erlernen und herstellen, sowie Marmeladen und Sirupsorten. Ich werde davon ganz sicher zu Hause einiges nachmachen!

Abends spielte ich ab und zu mit Johanna auf der Steirischen Harmonika und wir lernten uns gegenseitig einige neue Lieder.

Mein Praktikum wird mir ganz sicher immer in Erinnerung bleiben, da ich so viele liebe Menschen kennenlernen durfte und sehr viele Dinge erlebt und erlernt habe. Ich bin froh, dass ich auf diesen Betrieb gestoßen bin und ich werde mit Sicherheit wieder einmal auf Besuch vorbeischauen!       

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Marianne

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Marianne für die wundervollen Wochen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Bäuerin Katharina & Familie

Auszeit am Bauernhof …

…aber wie?

So manch einer wünscht sich, einfach mal dem Alltag entfliehen zu können, Kraft zu sammeln und seine Horizonte zu erweitern. Doch oft fehlt einfach das passende Angebot oder es scheitert an der Umsetzung. Gemeinsam mit Ruth Hausmann, Dipl. Pädagogin und Dipl. Lebensberaterin, findet heuer am Hof meiner Schwester „Biohof Maurachgut“ und auf unserem Zittrauerhof ein Rundum-Programm der ganz besonderen Art statt.

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Echte Landwirtschaft mit „Tieren zum Anfassen“

Speziell an Frauen gerichtet, die sich erholen und sich für die Herausforderungen des Alltags körperlich und mental stärken wollen. In das Bauernhofleben eintauchen, am abwechslungsreichen Rahmenprogramm (Yoga-Nachmittage, Besuch von Schaugärten…) teilnehmen und die umliegende Naturlandschaft in vollen Zügen genießen.

Bauernhofalltag in der Natur
„Es sind die einfachen, natürlichen und sinnvollen Dinge, die am Bauernhof gemacht werden..“ erzählt eine „Auszeitlerin“ von ihren Tagen am Bauernhof.

Ruth Hausmann, sie ist auch für das Sinnzentrum in Salzburg tätig: „In einer Kleingruppe erfahren Sie Übungen zur inneren Achtsamkeit und positive Gedankenmuster. Unser Ziel ist es, Energie und Lebensfreude, somit die eigene Lebensqualität, zu steigern.“

 

Grasende Kühe inmitten der Naturlandschaft
Grasende Kühe am Bergbauernhof Maurachgut – schöne Landschaft, um abzuschalten und Kraft zu tanken.

Natürlich hat man noch viel Zeit das wunderschöne Gasteinertal in Ruhe auf sich wirken zu lassen und zu erkunden. Interesse geweckt ? Dann einfach bei uns melden, wir schicken gerne weitere Infos zu.

Eure Bäuerinnen Katharina und Rosi

Ich bin dann mal weg!

Lust einfach mal das Bauernhofleben kennen zu lernen? Freude an körperlicher Arbeit? Keine Lust mehr auf den Büro-Job oder einfach mal ganz was anderes als bisher machen? Verbinden Sie Ihren Auszeit-Urlaubsaufenthalt mit neuen Erfahrungen. IMG_3744

Das ist am Zittrauerhof im Gasteiner-Tal möglich. Fern von Stress und Alltag, kann man erstmal in Ruhe die Seele baumeln lassen und sich an unserem Hof einleben.

 „Es sind die einfachen, natürlichen und sinnvollen Dinge, die man hier macht, ganz anders als mein Bürojob, der jeden Tag gleich abläuft!“

Schon ab dem ersten Tag ist man eingebunden! Und dabei wird es einem nie langweilig!!!

Der morgendliche Gang in den Kinderstall und zum Milchholen gehört zum Alltag in unserer Familie. Frische Luft, ein wunderbares Alpenpanorama und Energie und Kraft in jedes Körperteil.

Im Laufe des Tages beschäftigt man sich mit den unterschiedlichsten Dingen. Ob Kochen, Sauber machen, Unkraut jäten, Kühe treiben, Heu rechen oder Sirup herstellen, für jeden ist etwas dabei.IMG_3824

Während einer Auszeit an unserem Hof kommt man der Natur näher und lernt im Einklang mit ihr zu leben. So wie unsere Familie es schon seit Generationen tut. Man erlebt, wie Tiere kommen und gehen, wie Pflanzen sprießen und geerntet werden.

„Die Arbeit ist wie Meditation“. Besonders bei der Gartenarbeit kann man die Seele baumeln lassen und den Kopf frei kriegen. Die Flucht aus dem Alltag hat schon so manch einem geholfen, wieder neuen Schwung ins Leben zu bringen und mit neuer Energie in den Tag zu starten. IMG_3787

„Anfangs war ich abends total müde und erschöpft, aber ich bin immer glücklich und zufrieden eingeschlafen“ 

Nach einem langen Arbeitstag kann man den angestrengten Körper in der Gasteiner Alpentherme verwöhnen oder den Sonnenuntergang in einem wunderschönen Alpenpanorama bewundern, bevor am nächsten Tag wieder der Wecker klingelt und es heißt: Aufstehen, die Tiere und Arbeit ruft !

Wer Interesse an einer Auszeit an unserem Bauernhof hat, kann sich gerne bei uns melden. IMG_4138

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