Ein TAG mit Katharina beginnt …

Meinem Bauernhofblog möchte ich in Hinkunft nicht nur zum Weitergeben von guten Rezepten widmen, sondern auch die LeserInnen an der täglichen Arbeit am Hof teilhaben lassen. Tipps geben, wie man Kräuter trocknet, wie man Marmelade einkocht. Heute abend beschreibe ich, welche Möglichkeiten es gibt, einen Balkon oder Eingang beim Haus winterlich zu schmücken.

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Bei uns werden im Spätherbst die Latschen von der Alm geholt, eine mühsame Arbeit, mein Schwager Sepp fährt mit allen Kindern schon in der Früh rauf, dann werden die Latschen in unserem Almgebiet mit der Zange gezwickt, in Büschel gebunden und runtergezogen zur Hütte. Der Jeep wird beladen, meist mittags kommen dann alle von der Alm retour. Die Winterdekoration für unsere Häuser und unserer Familie ist gesichert. Auch nehmen wir sie gerne zum Dekorieren der Gräber her.

Als ich zum Hof kam, wurde ich von meiner Schwiegermutter Rosmarie eingeweiht, wie man richtig die Latschen in die Blumentrögerl reinsteckt, sodass sie auch den ganzen Winter halten und frisch aussehen.

Am besten ist es, man lässt die Blumentröge mit der Erde gleich am Balkon. Ich schneide immer nur die Balkonblumen vom Sommer, den Stamm, ab und lasse die feste Erde im Balkontrögerl. Dann gieße ich sie fest ein mit Wasser, sodass die Erde wieder ein bisschen weicher wird und man die Latschen leichter stecken kann.

Die grossen Latschenpackerl werden aufgemacht und die Latschen schräg eingeschnitten, damit man sie leichter stecken kann, wenn möglich, alle in ca. gleicher Länge. Dann trägt man sie in einer Schachtel rauf auf den Balkon und beginnt zu stecken. Am schönsten werden sie, wenn man „Reihen“ steckt. Sprich pro Trögerl beginnt man mit dem Stecken der ersten Reihe ganz vorne, dann die zweite, wir machen pro Trägerl vier Reihen. Also, zuerst eingießen, dann stecken, dann nochmals eingießen. Man muss die Latschen schon relativ weit runterstecken, damit sie der Wind im Winter eines Tages nicht mitnimmt und „rauszieht“.

Ist ein schöner Herbst, ist es sinnvoll, sie wie Blumen alle paar Tage einzugießen, dass sie frisch bleiben. Kurz bevor es richtig kalt und frostig wird, gieße ich sie nochmals fest ein, damit die Erde dann gefroren wird und die Latschen fixiert sind. Beginnt die Weihnachtszeit, kommen dann noch Schlaufen und Kugeln drauf. Ich finde, die Latschen sind, auch wenn sie einiges an Zeit brauchen, ein schöner Hingucker, gerade bei alten Bauernhäusern und ich habe große Freude an dieser Arbeit.

Wie gefällt euch dieser Blumenschmuck ? Zwei Packerl Latschen haben wir noch, wenn jemand Lust auf die Dekoration bekommen hat, bitte baldmöglichst melden.

Gutes Gelingen beim Dekorieren wünscht euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

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…. wenn dich der Pferdevirus erwischt ….

… ich freue mich, im heutigen Blog eine Geschichte von Salzmann Sepp, Spenglerei-Meister in Bad Hofgastein, zu veröffentlichen. Er hat sich die Zeit genommen und schreibt über das Hobby Pferd, welches für viele in unserem Tal einen so einen hohen Stellenwert hat, Kraft und Freude gibt.

Meine Liebe zu den Tieren begann schon in den 70igern….. fleißig gespart und mit dem Vater nach Maishofen zur Schafversteigerung, wo wir uns 4 Schafe ersteigert haben. …wir züchteten in den folgenden Jahren zuerst Texel Schafe, dann Tiroler Bergschafe und bis vor ein paar Jahren noch Schwarzkopfschafe. Mitte der 90iger kam es durch einen witzigen Zufall dazu, dass ich mit ein paar Freunden beim Haitzing Hias einen Ausritt mit seinen Pferden machte und ich meine Liebe zu den Pferden entdeckte. Wir nahmen dann gemeinsam übern Winter beim Hias Reitstunden und schlossen dann im Frühjahr mit dem Reiterpass ab….. Es dauerte natürlich nicht lange und ich wollte ein eigenes Pferd. Nach einer Warmblutstute und später einen Wallach ergab es sich, dass ich die Möglichkeit bekam, meine grosse Leidenschaft, das Westernreiten zu erlernen. Mit meiner Quarter Horse Stute Elly lernte ich diese pferdefreundliche Reitweise zu lieben und hatte viele Jahre tolle Erlebnisse mit ihr.

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 In diesen Jahren kam noch der schwarz-weiss gefleckte Paint Hengst Black Contynentel dazu. salzmann sepp.jpg Ich züchtete mit den Beiden den wunderschönen Buck Skin Hengst „Jaconty v.d. Salty Ranch“, mein ganzer Stolz, den ich aufzog, zum Teil selber ausbildete und mit 3 Jahren an den bekannten Pat Parelli Instructor Michael Grohmann verkaufte.

sepp-stolzDie Arbeit mit meinen Westernpferden machte mir viel Freude und ich genoß die Ausritte mit Freunden und Urlaube mit meiner Reiterrunde. Diese Reiterrunde und Freundschaft verbindet uns jetzt schon über 20 Jahre und wir machen immer noch unseren jährlich Reitausflug, der uns schon bis nach Montana brachte, wo wir eine Woche auf einer Ranch mit Cowboys gearbeitet haben.

Da diese Leidenschaft doch zeitintensiv ist und leider der Punkt kam, wo die Zeit nicht mehr reichte, entschloss ich mich, von meinen Quarters zu trennen und suchte und fand tolle Plätze für sie bei „Pferdemenschen“ wo es ihnen gut gehen sollte.

Nur…..wenn einem die „Leidenschaft Pferd“ einmal infiziert hat, ist sie unheilbar….! Es ging natürlich nicht lange ohne Pferde und so kam ich vor 7 Jahren auf meine kleinen Rasenmäher…..den Mini Pferden.

sepp-und-seine-miniponys-kopieWinzig klein und doch ein Pferd. Seit dem züchte ich die kleinen Zwerge und habe mittlerweile eine nette bunte Herde beisammen. Ihnen abends beim Fressen und unbeschwertem Herumtollen zuzusehen, gibt einem das Gefühl, dass die Probleme des Tages eigentlich gar nicht mehr so groß sind und daß die Natur und die Tiere eine der schönsten Dinge im Leben sind, die wir haben.

Das vergessen wir leider viel zu oft. …..in diesem Sinne, liebe Freunde, geniesst das Leben und gebt Acht, dass euch der Pferde Virus nicht erwischt….weil der ist unheilbar!! Liebe Grüsse Sepp Salzmann „Salty Ranch“

Danke Sepp für diesen schönen Beitrag !!  Viel Spass beim Lesen liebe Pferdefreunde.