… Gedanken …

Der Tag Allerheiligen und Allerseelen ist einerseits ein willkommener Feiertag, aber auch für viele mit intensiven Gedanken an die Verstorbenen verbunden. Traurigkeit macht sich oft breit und mit Wehmut denkt man die gemeinsamen Erlebnisse und vermisst diese Menschen umso mehr. Mir ist es jahrelang so gegangen, dass ich einfach nur froh war, wenn dieser Tag vorüberging und man ihm vom Kalender streichen konnte.

Unsere Tiere schaffen es immer wieder, dass sie gerade diese „schwierigen“ Tage erhellen und so konnte sich heute, als sich alle am Friedhof versammelten, unsere Kuh Bella entschließen, ein schönes Kalb auf die Welt zu bringen.

Mein Mann war bei der Geburt dabei und die Freude besonders groß, weil – weiblich –  und unsere Tochter gab ihr gleich den Namen „Bleami“ (Blume).  Mit solchen Ereignissen erhellt man diese trüben Tage und sieht, dass das Leben auch täglich schöne Dinge schenkt und jeder sie dringend zum Leben braucht.

Bella hat ihr zweites Kalb geboren und sie ist eine sehr fürsorgliche Mama. Wir lassen die Kälbchen, wenn die Mutter sie trinken lässt, meist 1-2 Tage in der Geburtsbox und geben sie erst dann zum Melkstand bzw. in den Kälbchen-Stall. Nach der Geburt bekommt die Kuh gleich viel warmes Wasser mit Cola gemischt, es enthält viel Zucker und hilft der Kuh, dass sie schneller auf die Beine kommt. Wir geben ihr soviel Wasser, wie sie will, immer lauwarm, nie kalt. Sie bekommt auch gleich Arnica Globoli verabreicht, auch das Kalb. Das Kälbchen wird ausschließlich anfangs mit der Biestmilch (Kolostralmilch) der Mama genährt, 2  x täglich jeweils zwei Liter. Die Kolostralmilch ist dickflüssig, gelblich. Von den ältesten Kühen behalten wir uns die Milch der ersten Melkzeit immer auf und frieren sie ein. Hat eine Kuh keine Milch bei der Geburt oder ist sie krank, kann man immer auf die wertvolle Biestmilch vom eigenen Stall zurückgreifen.

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Auch ist es sehr gesund, die Biestmilch zur Stärkung selbst zu trinken. Ich friere sie mir in Eisbeutel ein und mische mir jeden Tag ein kleines Würferl in das Joghurt am Morgen. Das stärkt auf ganz biologische Weise. Für die Spitzensportler wird die Kolostralmilch in Tablettenform produziert, hat mir eine Vorarlberger Praktikantin erzählt.

So geht ein besinnlicher, nachdenklicher Tag mit einem erfreulichen Ereignis zu Ende. Bis bald bei der nächsten Bauernhofgeschichte. Katharina Schwaiger, Bäuerin vom Zittrauerhof.

 

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Wienerin zeigt großes Herz

Wem geht es nicht so ? Man macht vieles im Leben, das „nichts“ bringt oder für andere wertlos oder überflüssig erscheint und die Zeit doch „besser für was andres genützt“ werden könnte …  Aber bestimmte Dinge im Leben braucht man eben für die Seele und es ist gut, dass noch nicht alles so rational betrachtet werden muss und man auch was fürs Herz haben darf. Das macht das Leben noch lebenswert und schön, oder ?

In dieser Bauernhofgeschichte möchte ich über einen Menschen schreiben, der sehr viel Zeit und Liebe opfert, um Tiere zu hegen und zu pflegen und in letzter Zeit auch viel Geduld, liebe und Zeit investiert, um kleine Hasenleben zu rettendav

Vor fast einer Woche ist Lea Hasenmama geworden und es schien alles in Ordnung zu sein. Der Hasenstall wurde zugesperrt, damit niemand ins Nestchen greift und doch hat sie nach zwei Tagen die ersten Babies rausgelegt und sie sind erfroren.

Auch um die anderen schien sie sich nicht mehr zu kümmern und so hat sie meine Praktikantin aus Wien – Katharina – in die Obhut und mit ins Haus genommen. Jetzt mag einer sagen, so „umtun“ wegen der kleinen Häschen und so ein Aufwand. Ja, das stimmt und doch nicht. Wer bestimmt, was wertvoll ist und was nicht? „Ich mag Tiere und es ist einen Versuch wert“, mit diesen positiven Sätzen ging Katharina und unsere Tochter an die Sache ran und sie fütterten die kleinen Racker genau nach Plan neben der täglichen, vielen Arbeit am Hof, alle paar Stunden ist es nötig. Katharinas Freundin vom Tiergarten Schönbrunn empfiehlt Ziegenmilch zur Aufzucht und das vertragen sie wirklich gut.

Sehr aufwendig – mit einer kleinen Spritze – werden sie nun gefüttert, zuerst gewogen, damit man das Gewicht kontrollieren kann und nach dem Trinken wieder auf die Waage. IMG_20180810_132455.jpg

In eine kleine Schachtel gepackt, mit Watte eingehüllt, schlafen sie und bewegen sich lebhaft. Sie sind nicht mehr nackt, haben schon ein klein bisschen Fell und werden die nächsten Tage, wenn sie gesund bleiben, die Augen öffnen.

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Wir wünschen den Kleinen weiterhin gutes Gedeihen und den beiden Pflegemamis noch eine Weile an Ausdauer, bis sich die Hasenbabies selbst verpflegen können und viele glückliche Momente.

Kleine Freuden machen das Leben aus. Suchen wir uns kleine Dinge, die das Leben trotz aller Schwierigkeiten und Steine, die einem in den Weg gelegt werden, schön machen und uns erfreuen. Und unnütz für andere sind 🙂 Das wünsch ich Ihnen von Herzen.

Alles Liebe, Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

P.S: Über Facebook werden wir ab und zu wieder über die kleinen Racker berichten und kleine Videos reinstellen. Seid gespannt.

 

Unser Landtierarzt Dr. Hans Christ

Heute ist der Blog einer Person gewidmet, die für die Bauernhöfe in unserem Tal sehr wichtig ist: Unserem Landtierarzt Dr. Hans Christ. Immer schnell und pfiffig unterwegs mit seinem weißen Arztauto steht er den Bauern bei Problemfällen, bei Impfungen und Besamungen zur Seite. Hört man das Hupen vor dem Haus, heißt es schnell – Kinder auf die Seite – und rauf in den Stall, Dr. Christ ist da.

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Dr. Hans Christ, geboren 1958, ist ein waschechter Wiener aus Döbling und promovierter Tierarzt. Er lebt seit Jahren im schönen Salzburger Gasteiner Tal und geht in seinem Beruf und in der Liebe zu den Tieren und in seinen Büchern, die er schreibt auf, inzwischen hat er  neben humorvollen Tierarztgeschichten auch Krimis veröffentlicht.

Er erzählt in seinen heiteren Geschichten außergewöhnlich lustige und skurrile Episoden aus seinem Berufsalltag. Und davon gibt es viele. Eine Kuh, die Damenunterwäsche gefressen hat oder ein Papagei, der durch widrige Umstände zum Alkoholiker wurde.

Bei den Rezensionen im Internet konnte ich folgende Rückmeldungen finden:

Für alle, die Tiere lieben und Sinn für Humor haben, eine sehr kurzweilige, vergnügliche Lektüre, bei der aber auch nachdenkliche Momente ihren Platz haben. Dr. Christ, der Autor, beschreibt seinen beruflichen Alltag als Landtierarzt im Bundesland Salzburg und neben den vielen tierischen und zwischenmenschlichen Kontakten, die mit viel Sinn für ironischen Humor beschrieben werden, gibt es auch kritische Ansätze hinsichtlich reiner Schulmedizin und auch verschiedener bürokratischer Hürden im Alltag eines Tierarztes. Auch Alltagsszenen aus dem Privatleben von Dr. Christ und seine Studienzeit kommen vor und runden diese wunderbare Lektüre ab.

Nach meiner Frage, ab wann er Tierarzt werden wollte, kam ein Schmunzeln über seinen Schnurrbart und die Antwort kam prompt „schon mit 5 Jahren“. Allerdings wollte er ursprünglich Kleintierchirurg werden, durch einen Job in der Steiermark wuchs jedoch die Liebe zu den Großtieren und das Interesse an der Alternativmedizin. Als Biobauernbeauftragter der Tierärztekammer merkte er, dass man mit der Schulmedizin bei gewissen Dingen „ansteht“ und er war mit einigen Ergebnissen bei der Behandlung an Tieren unzufrieden. Durch eine Bekanntschaft mit einem Berufskollegen, Selbststudium und vielen Fortbildungen merkte er, dass gewisse Behandlungen sehr gut ergänzend mit Homöopathie funktionieren – die ersten Erfolgserlebnisse, das weiß er auf der Stelle „waren die Apis-Globoli, die der Bauer der behandelten Kuh dann auch gleich bei sich selbst ausprobierte“.

Er ist ein Spezialist für Homöopathie und Akupunktur. Da kann es schon mal vorkommen, dass einer Kuh Inhalationen oder Essigwickel verordnet werden oder bei Eiterabszessen man täglich heiße Kartoffelwickel machen muss.

Es bleibt oft nicht aus, dass Antibiotikum verordnet werden muss, aber ergänzend oder bei leichteren Beschwerden arbeitet er viel mit den Hausmitteln und Homöopathie.

Dr. Christ ist ein ausgezeichneter Diagnostiker, er nimmt sich auch kein Blatt vor dem Mund, wenn es darum geht, dass sich eine Behandlung bei einem Tier nicht mehr „auszahlt“ oder eine Erlösung für das Tier die bessere Variante wäre.

Ich würde unseren Tierarzt als impulsiv, unterhaltsam und sehr tierlieb bezeichnen. Da es unser Tierarzt immer sehr eilig hat, kann es auch passieren, dass ab und an eine Bauern-Katze bei ihm im Auto Platz nimmt und nach einer halben Stunde ein Telefonat von seiner Frau erfolgt – „bitte eure Katze abholen, sie ist bei meinem Mann im Auto und er hat keine Zeit, sie selbst zurückzubringen“…

Seine besondere Liebe gilt den Hunden, kommt sein Auto um die Ecke „gerast“, wie es bei Dr. Christ schon des Öfteren sein kann, fetzt unsere Nelly schon zum Stall und hechelt und springt ihn vor Freude an. So kennt er sicher jeden Hofhund beim Namen und die Hunde den Tierarzt auch. Da kann der Notfall noch so groß sein, für den Hund gibt’s immer einen Leckerbissen aus dem Auto und ein paar Streicheleinheiten dürfen auch nicht fehlen.

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Dr. Christ sieht sich selbst als Genießer, der gute und lustige Gespräche im Wirtshaus mag, er liest und schreibt gerne in seiner Freizeit und schaut sich gerne spannende Fußballspiele an. Er hält nichts von der vielen Bürokratie, er ist ein Praktiker, der schnell und unkompliziert handeln will und das Wohl der Tiere steht für ihn an oberster Stelle.

Ich glaube auch, dass es nicht viele Tierärzte gibt, die sich die Zeit nehmen und zu Bauernhöfen hinfahren, bei denen nicht gerade ein Notfall oder eine Besamung im Stall zu erledigen ist, sondern bei den Menschen Krankheit oder Leid Einkehr gefunden hat. So weiß ich es aus eigener Erfahrung und von einigen anderen Bauernhöfen auch, dass er bei menschlichem Leid und Schicksalschlägen des öfteren ins Bauernhaus kam und sich nach den Menschen erkundigt hatte und das Leid somit ein bisschen psychisch mitgetragen hat. Das macht ihn menschlich und zeigt Stärke. Willi, unseren Knecht, mochte Dr. Christ besonders gern und nachdem er von seiner Krankheit und seinen Behandlungen erfuhr, besuchte er ihn und brachte ihm ein Tragerl Bier vorbei und unterhielt ihn mit ein paar lustigen Episoden aus seinem Alltag. Solche kleine Gesten vergisst man nicht, gerade in der heutigen Zeit ist die Menschlichkeit oft auf der Strecke geblieben und es zählt nur der Schilling (Insider wissen, warum ich das schreibe) – ahh ich meine Euro.

Die Bauernschaft Gastein ist sehr glücklich, so einen  Tierarzt bei uns im Tal zu haben. Und wer ein bisschen Bauernhofleben aus dem eigenen Urlaub mit nach Hause nehmen möchte, sollte mal in die Bücher schauen.

Eure Bäuerin Katharina

Ameisenguglhupf – einfach und gut

Bei vielen Bauernhöfen wird für das Gästefrühstück und für die Familie selbst oft ein Guglhupf gemacht. Ein besonders gutes und einfaches Rezept ist der AMEISEN-GUGLHUPF. Viel Vergnügen beim Nachbacken.

Zutaten:  4 Eier, 80 g Kristallzucker, 110 g STaubzucker, 1/8 lt. Mineral oder Leitungswasser, 1/8 lt Öl, 250 g Mehl, 1 Pkg. Backpulver, 1 Pkg. Vanillezucker, etwas Zitronenzucker oder Zitronenschale. Kochschokolade.

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Zubereitung: Eiklar  mit Kristallzucker zu einem festem Schnee schlagen. Staubzucker, Vanillezucker, Zitronenschale vermischen und mit Dotter und Wasser sehr schaumig rühren (Wasser langsam einrühren). Öl langsam hinzufügen. Mehl und Backpulver vermischen und langsam (ich geb immer einen Löffel nach dem anderen rein) hinzufügen. Zum Schluß den Schnee unterheben. Und gehackte Schokolade hinzu (ich nehm hier immer einen Plastiksack und geb die Kochschokolade rein, schlag mit dem Schnitzelklopfer drauf und fertig ist die gehackte Schokolade). Zum Häckseln kann man auch eine Küchenmaschine gut nehmen.

Bei 180 Grad 45 min backen.

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Dieses Rezept hab ich von Marianne,  die bei uns am Hof ihr Praktikum machte – die Kinder lieben diesen Guglhupf. Viel Freude beim Nachbacken, Katharina, Zittrauerhof Gastein.

P.S: Warum Ameisenguglhupf ? Wenn man genauer hinschaut, sieht man die kleinen schwarzen Flecken im Guglhupf (Schoki), das sieht für die Kinder aus wie eine „kleine Ameise“.

 

 

Frühlingsgefühle …

Wer von uns hat in diesen Tagen keine Frühlingsgefühle ? Die immer länger werdenden Tage, die herrlichen Sonnenstrahlen, die unseren Körper und unser Herz erwärmen und die einzelnen Fleckerl, die schon aper werden. Einfach schön und es tut der Seele gut.

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 Auch die Tiere spüren, dass es schon bald Frühling wird und wollen, obwohl noch die Schneedecke im Tal ist, hinaus ins Freie. Wie wohlig sie sich auf der Schneewiese bewegen, laufen und hüpfen, einfach eine Freude, ihnen zuzusehen.

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Wenn das Wetter so herrlich ist und die Berge so viel Kraft und Freiheit ausstrahlen, dann spiegelt sich das auch bei der Stimmung unserer Gäste wider. Da und dort ein Lächeln am Morgen und innere Zufriedenheit, die sich breit macht. Das ist doch für die meisten von uns das schönste Urlaubserlebnis, mitten in der Natur zu sein, schönes Wetter zu haben und „frei“ zu sein, einfach mal den Tag ohne Druck, Sorgen und Aufgaben gemeinsam genießen zu können.

Diese Jahreszeit ist auch eine Zeit der Geburten. Im Kuhstall kamen in den letzten Wochen einige Kälbchen zur Welt – darunter auch die kleine Greta und Edelweiß !

Bald wird es auch im Kinderstall Nachwuchs geben – das Brillenschaf und die Ziegen sind schon kugelrund – die Kinder gehen mit ihnen schon spazieren, denn Schwangerschaftsgymnastik tut den Tieren ebenso gut.

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Alles Liebe vom Zittrauerhof und lassen wir uns von den Frühlingsgefühlen verzaubern ! Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof  

 

Wovon Männer träumen …

Was sich Männer denn wohl in ihren Träumen oft vorstellen? Das mögen sich wohl so einige Frauen des öfteren mal fragen. Aber es gibt Momente, in denen unsere Männer doch mal etwas davon preisgeben. Und so kam es, dass wir im Dezember von einem Herzenswunsch meines Mannes erzählt bekamen. Ein neues Auto? Nein! Eine neue Maschine für den Hof? Nein? Ein Minipony? Oh ja! Und so kam es kurz nach Weihnachten, dass Matthias mit Gefolge einen neuen Hofbewohner zu uns holte. Weit entfernt und lange zu fahren, aber wenn einem was wirklich wichtig ist, spielt Zeit keine Rolle.

Für meinen Mann sind Pferde schon lange sein Hobby, doch grade Miniponys haben nochmal ihren eigenen Charme!

Die Züchterin unseres Miniponys hat uns ein paar Worte über die Zucht und besonders über unseren Neuzugang „Jasmyne“ geschickt:

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Petra Jäger – passionierte Minipony-Züchterin

 

Petra Jäger vom Miniponyhof im Lavanttal: „Jasmyne wurde im Jahr 2010 mitsamt ihrer Mutter Helawi Camoe Rose von uns aus England importiert. Sie hatte bei uns eine sehr unbeschwerte Kindheit genossen und durfte so lange bei Fuß ihrer Mutter bleiben, bis die Mutter von sich aus entschied, daß es Zeit für Jasmyne war, erwachsen zu werden. Anschließend übersiedelte Jasmyne zusammen mit anderen gleichaltrigen Jungtieren in meinen sogenannten „Kindergarten“. Dort sind die Jungtiere unter sich, können spielen und allerhand Klamauk machen. Jasmyne fiel in der Gruppe stets sehr positiv auf. Sie hat dieselbe endlose Geduld wie ihre Mutter Cameo Rose, die unser Ruhepol der Herde ist.

Auch die Liebe zu Kindern hat Cameo Rose an ihre Tochter vererbt. Jasmyne liebt den Kontakt zum Menschen und mag es gerne verwöhnt und betüddelt zu werden, ihr Stockmaß beträgt 82 cm. Mein Bauchgefühl sagte mir, daß Jasmyne nun bei Fam. Schwaiger das perfekte Zuhause für sich und ihre Bedürfnisse gefunden hat. So fiel mir der Abschied zwar sehr schwer, aber Jasmyne hat nun ihr Zuhause und ihre Aufgabe gefunden. Und das freut mich sehr! Wir wünschen Jasmyne alles Gute und viel Gesundheit und der lieben Fam.Schwaiger viel Freude und eine glückliche Zeit mit Jasmyne und all den anderen tollen Tieren am Zittrauerhof!

Inzwischen sind wir schon einige Male mit ihr spazieren gegangen und sie gewöhnt sich an ihre neue Heimat. Im Gasteinertal gibt es bereits einige Minipony-Zuchtbetriebe, darunter auch Alois Salzmann vom Tofererhof und Sepp Salzmann, Spenglerei-Meisterbetrieb und zugleich Besitzer der „Salty-Ranch“. Lasst euch überraschen, der nächste Blog-Beitrag wird von Sepp sein, wie er zu den Pferden kam und warum Tiere so einen positiven Einfluss auf Menschen haben ….

Einen schönen Sonntag wünscht euch eure Bäuerin Katharina

 

Weihnachtsduft liegt in der Luft …

Die vierte Kerze im Adventskranz wurde bereits vor einer Woche entzündet und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Die Weihnachtsstimmung ist aufgezogen und die wohl für jeden liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Nicht nur wir Menschen am Zittrauerhof feiern bei uns Weihnachten – auch die Tiere. So ist es bei uns Tradition, dass auch der Kinderstall geschmückt und ein eigener Weihnachtsbaum  für unsere tierischen Hofbewohner aufgestellt wird. So verbreitet sich die Weihnachtsstimmung bis in das kleinste Eck an unserem Hof.

Und wie es die Tradition des Stallschmückens gibt, gibt es noch viele weitere. So ist es bei uns Brauch, dass Opa mit den Kindern in den Wald fährt, um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden, zu fällen und aufzustellen. Natürlich macht man das nur, um dem Christkind Arbeit zu ersparen, schließlich es hat ja schon genug zu tun und muss sich nicht auch noch um einen Baum kümmern!

Und wenn es dann soweit ist, wenn Heiligabend vor der Tür steht, kehrt Ruhe und Stille am Hof ein. Man besinnt sich auf das Wesentliche im Leben und gedenkt einmal mehr noch denen, die nicht mehr bei uns sind.

Besonders der heilige Abend ist geprägt von Traditionen und Ritualen, die jeder hier am Hof kennt. In einem meiner ersten Beiträge habe ich über den Erbhof geschrieben, und dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, alte Traditionen und Bräuche am Leben zu halten. Und so führen wir auch die Tradition des Räucherns weiter. So gehen wir durch Bauernhaus, Stall und über den Hof und räuchern mit Kräutern und Weihrauch, um böse Geister zu vertreiben, und Krankheit sowie Unheil vom Hof zu verbannen. Wir füllen Ofenglut in eine große Räucherpfanne und geben Weihrauch darauf.

 Es ist ein uralter Brauch und ein wichtiges Ritual für uns in der Weihnachtszeit.

Und nun möchte ich allen Lesern und lieben Stammgästen, die die Bauernhof-Geschichten lesen, besonders schöne Weihnachtsfeiertage wünschen und jeder das bekommt, was er verdient und sich wirklich vom Christkind gewünscht hat. Einen herzlichen Händedruck, eine Umarmung, Verständnis, Lachen, die Familie beisammen zu haben und Geschenke, die mit Herz ausgesucht wurden.

Eure Bäuerin Katharina

Der Winter naht!

Das weiße Kleid des Winters legte in den letzten Tagen seine Pracht über die Berge, Wälder und Wiesen. Kaum zu glauben, dass  es bald schon wieder Winter im Gasteinertal wird.  Die Schneeflocken tanzten aus den Wolken hervor und zuckerten unseren Hof bins ins Tal an. Gerhard Michel von http://www.gasteinertal.com hat das herrliche Beitragsbild vom Schareck aus aufgenommen – danke !

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Wie jedes Jahr bringt der erste Schnee eine ganz besondere Faszination für Groß und Klein mit sich und die ersten Wintersportler decken sich schon mit Skiausrüstungen und Bergbahnkarten ein, um bei Öffnung der Skigebiete gleich ihr Können auf der Piste zu zeigen.

Bei uns am Hof geht nun alles in die Wintervorbereitung und Felder, Hof und Alm werden schneefest gemacht. Der Schnee ist im Talboden zwar wieder weg, allerdings werden auch die Tiere bald „eingestellt“, das heißt, sie werden geschert und in den Stall gebracht und dort gefüttert und kommen nicht mehr täglich auf die Weide. Was dann mit den Wiesen in nächster Zeit geschieht, folgt bei der nächsten Bauernhof-Geschichte.

Nach getaner Arbeit im Stall und am Hof freut man sich sehr über ein warmes Getränk, um den Körper wieder zu wärmen. Ein Rezept möchte ich gerne teilen, da es nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist, einfach und schnell zu machen geht und den Körper für die kalten Tage stärkt!

INGWER PUNSCH

Ingwer 100 g frisch geschnitten oder gerieben

Salbeiblüten

100 ml Zitronensaft

200 g Rohrzucker

100 ml Wasser

Alles aufkochen und auf die Seite stellen. Zitronensalbei, Zitronenverbene oder  ein anderes gut riechendes Kraut dazu geben.

Abseihen und etwas abkühlen lassen.

In Flaschen füllen und in den  Kühlschrank stellen.

Punschansatz mit heißem Wasser oder Apfelsaft aufgießen – fertig.

Für die Großen kann nach Belieben etwas Rum dazu gegeben werden!

Dieser Ingwerpunsch ist einfach praktisch, wenn Besuch kommt, man hat ihn immer im Kühlschrank und braucht ihn nur mit heißem Apfelsaft aufgießen – fertig ! Was wärmt euch an kalten Wintertagen am Besten auf?

Eure Bäuerin Katharina

Wir halten zusammen …

Hallo! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Emma und ich bin das kleine Küken, das auf dem Zittrauerhof emsig seine Runden dreht. Auf den ersten Blick mag so mancher meinen, ich sei ein ganz gewöhnliches Küken, doch der Schein trügt, denn außer meinen Eltern ist an mir, oder besser gesagt an meinem Umfeld nichts so richtig normal 🙂

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Angefangen, mir darüber Gedanken zu machen, habe ich schon kurz nachdem ich aus dem Ei geschlüpft bin. Da ist mir nämlich aufgefallen, dass ich irgendwie total anders aussehe als meine drei Geschwister. So, als ob ich gar nicht richtig zur Familie gehören würde. Doch als meine Mama mir dann erklärte, dass ich aus einem Hühner-Ei und die anderen drei aus Laufenten-Eier geschlüpft bin, verstand ich schon, warum mein Aussehen so ganz anders war. Anfangs war ich sehr traurig. Mama fand aber sofort die richtigen Worte, um mich wieder aufzuheitern. Sie sagte zu mir, dass es nicht ausschlaggebend sei, wie jemand aussieht – es kommt auf die inneren Werte an. Und so war es dann auch.

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Einige Wochen vergingen und meine Geschwister und ich wurden immer größer und stärker. Eines Tages war es dann soweit: Wir durften endlich ins Freie! Zuerst konnten wir nur in einem vom Bauern gebauten Käfig draußen sein. Meine drei Geschwister kuschelten sich immer zu mir und ich fühlte mich so wohl unter ihnen, auch wenn ich die Kleinste war. So waren wir vor den Katzen, Krähen und Hunden geschützt und konnten trotzdem schon die Gegend erkunden.

Tage und Wochen zogen vorbei und dann kam der große Tag der Freiheit. Wir durften raus aus dem Käfig und die Welt erkunden. Die Bäuerin gab mich anfangs zu den Hühnern, doch sie merkte gleich, dass ich mich bei den Laufenten viel wohler fühlte und dass dies meine Familie sei. Und so watscheln meine Geschwister mit mir in der Wiese herum, auf der Jagd nach leckeren Würmern, Käfern, Schnecken und Brotkrümeln. Huch, da ist schon wieder ein großer Wurm direkt vor meinem Schnabel. Da kann ich nicht nein sagen!

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Also, macht´s gut und vielleicht sehen wir uns ja einmal am Zittrauerhof !

 

 

 

 

 

 

 

Für unsere kleinen Gäste

Urlaub am Bauernhof – natürlich ist das auch was für die Erwachsenen unter uns, denn wer schläft nicht gerne in einem gemütlichen Bauernhaus, wacht mit Blick auf Kühe und Felder auf oder genießt die Anwesenheit der Tiere?!

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Aber vor allem für unsere kleinen Gäste ist Urlaub am Bauernhof ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Kinder haben noch nie zuvor einen richtigen Bauernhof gesehen oder gar ein Kalb angefasst. Wie funkeln oft Kinderaugen, wenn sie mit den Tieren zusammen sind, sie berühren und sie liebkosen.

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Aber ein familienfreundlicher Hof zeichnet sich nicht nur damit aus, dass Familien dort in ihren Ferien wohnen dürfen. So ist es für die Bauersleute immer wieder eine Herausforderung, neue Ideen zu sammeln, Erfahrungen aufzugreifen und Dinge zu verbessern.

Ein besonderes Highlight an unserem Hof ist der Kinderstall. Ich habe schon öfter darüber geschrieben und fleißige Leser wissen bereits, was es dort zu sehen gibt. Ob Hasen zum Streicheln, Brillenschaf Molly zum Spazierengehen oder unsere Minischweine, für jeden ist etwas dabei. Und für Kinder, die lieber spielen, gibt es auch jede Menge. Wer also gerne mal im Sand Bagger fahren mag oder schaukelnd die Umgebung betrachten will, ist in unserer Baumeister-Spielstraße oder auf dem Spielplatz herzlich willkommen!

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit von unserem Hof! Und tadaaaaa…. hier ist sie nun seit Juli 2016 : unsere Kinderseilbahn-Rutsche!

Seilbahnrutsche Zittrauerhof

Besonders gern helfen die Kinder wochentags beim Reinbringen der Tiere mit und dürfen beim Füttern nachmittags mithelfen. Auch der Gießkannenlauf ist für die Kinder im Hochsommer – ob Groß oder Klein – ein Heidenspaß- Mehr Infos unter http://www.gasteinurlaub.com

Urlaub am Bauernhof ist für Gäste, die das Miterleben am Bauernhof suchen, eine ideale Urlaubsform. Viele tolle Sachen für Groß und Klein zu entdecken.

Eure Bäuerin Katharina