Für unsere kleinen Gäste

Urlaub am Bauernhof – natürlich ist das auch was für die Erwachsenen unter uns, denn wer schläft nicht gerne in einem gemütlichen Bauernhaus, wacht mit Blick auf Kühe und Felder auf oder genießt die Anwesenheit der Tiere?!

gockel Toni im Kinderstall

Aber vor allem für unsere kleinen Gäste ist Urlaub am Bauernhof ein ganz besonderes Erlebnis. Viele Kinder haben noch nie zuvor einen richtigen Bauernhof gesehen oder gar ein Kalb angefasst. Wie funkeln oft Kinderaugen, wenn sie mit den Tieren zusammen sind, sie berühren und sie liebkosen.

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Aber ein familienfreundlicher Hof zeichnet sich nicht nur damit aus, dass Familien dort in ihren Ferien wohnen dürfen. So ist es für die Bauersleute immer wieder eine Herausforderung, neue Ideen zu sammeln, Erfahrungen aufzugreifen und Dinge zu verbessern.

Ein besonderes Highlight an unserem Hof ist der Kinderstall. Ich habe schon öfter darüber geschrieben und fleißige Leser wissen bereits, was es dort zu sehen gibt. Ob Hasen zum Streicheln, Brillenschaf Molly zum Spazierengehen oder unsere Minischweine, für jeden ist etwas dabei. Und für Kinder, die lieber spielen, gibt es auch jede Menge. Wer also gerne mal im Sand Bagger fahren mag oder schaukelnd die Umgebung betrachten will, ist in unserer Baumeister-Spielstraße oder auf dem Spielplatz herzlich willkommen!

Und dann gibt es noch eine Neuigkeit von unserem Hof! Und tadaaaaa…. hier ist sie nun seit Juli 2016 : unsere Kinderseilbahn-Rutsche!

Seilbahnrutsche Zittrauerhof

Besonders gern helfen die Kinder wochentags beim Reinbringen der Tiere mit und dürfen beim Füttern nachmittags mithelfen. Auch der Gießkannenlauf ist für die Kinder im Hochsommer – ob Groß oder Klein – ein Heidenspaß- Mehr Infos unter http://www.gasteinurlaub.com

Urlaub am Bauernhof ist für Gäste, die das Miterleben am Bauernhof suchen, eine ideale Urlaubsform. Viele tolle Sachen für Groß und Klein zu entdecken.

Eure Bäuerin Katharina

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Alles Zucchini …

Im Garten wunderbar wachsend, sind die Zucchini und Gurken wohl ein besonders gutes und gesundes Gemüse und so vielseitig verwendbar. Heute gibt es wieder mal ein paar Rezepte, erprobt und schon jahrelang verwendet. Viel Spaß beim Nachkochen !

Süß saures Gemüse:

zucchini groß

 Gemüse süß – sauer

Ergibt 4 gr. Gläser oder 7-8 kleine

1 kg Zucchini (ideal gelb und grün), 3 gr. Zwiebel, 4 Paprika rot (roter Spitzpaprika u. Tricolore (Rot, Orange u. Gelb), 10 dag Sellerie (gehobelt), Ca. ¼ l Wasser – ev. etwas mehr, ¼ – ½ l Apfelessig, 3 EL Senfkörner, 2 Lorbeerblätter, 20 dag Zucker, 3 kl. Löffel Salz, 4 Knoblauchzehen

Alles schneiden nicht zu klein, in einen großen Topf geben, aufkochen, 8 – 10 Min. köcheln (nicht zu weich, soll knackig bleiben) und ein wenig Einsiedehilfe dazugeben, in saubere, heiße Gläser sofort abfüllen u. stürzen. Nach 1 Std. wieder umdrehen. Fertig. Schmeckt supergut zur Jause.

Zucchinikuchen: einfach und schnell gemacht !

zucchinikuchen mit mandelsplitter

2  Joghurtbecher oder Häferl geriebene Zucchini
2 Joghurtbecher oder Häferl  Zucker (für jene, die es nicht so süß mögen, ein bisschen weniger)
2 Joghurtbecher oder Häferl Mehl
1  Becher Öl
1 Backpulver u 1 Vanillezucker
Etwas Zimt
4 Eier  (Dotter und Eiklar trennen)
evt. etwas geriebene Nüsse oder Mandeln oder Mandelsplitter

Schnee schlagen und anschließend Dotter mit Zucker schaumig rühren, 2-3 Esslöffel heißes Wasser langsam beimengen, Öl langsam einrühren,  restl. Zutaten dazu, Schnee unterheben und bei ca. 170 – 180 Grad 25- 35 min backen.

Wenn man eine hohe Zucchinitorte haben will, in Tortenform Teig einfüllen (vorher befetten nicht vergessen), wir nehmen immer ein kleines Blech und geben die Masse drauf, der Kuchen ist dann halt nicht so hoch. Wenn er ausgekühlt ist, mit nicht zu süßer Marmelade (Bsp. Ribisl, Preiselbeer, Gelee bestreichen) und mit Schokoglasur überziehen. Ist die Schokoglasur ein bisschen getrocknet, ein paar Mandelsplitter oder Kokosraspeln drauf. Fertig.

Gutes Gelingen !

Eure Bäuerin Katharina.

 

Opa Hias ist spitze !

Heute will ich euch mal wieder ein Mitglieder des Zittrauerhofs vorstellen. Es geht um „Opa Hias“, meinen Schwiegervater. Früher selbst der Besitzer des Hofes unterstützt er uns heute immer noch, wo er kann. Er ist mit Herzblut Bauer, Alm-Öhi und Opa und lebt für die Arbeit am Hof.

Aber diesmal soll es nicht um „Opa und die Arbeit gehen“. Denn viel wichtiger ist „Opa und seine Enkel„, denn jeder hier am Hof kennt das Bild, wenn Hias von seinen Enkeln umzingelt oder begleitet wird.

Für unsere Kinder und Neffen ist Hias nicht einfach nur ein Opa, er ist ein guter Wegbegleiter und Lehrmeister. Er bringt ihnen das Leben früher und heute am Hof näher und ist für sie da, wenn sie Freude oder Sorgen haben oder einfach nur mal mitteilungsbedürftig sind.
Wenn er erzählt oder erklärt, kann man neugierige Kinderaugen beobachten. Irgendwie ist er ja auch ein Lehrer. Von ihm erfahren die Kinder, wie viele Arbeiten am Hof oder der Alm verrichtet werden oder was man beachten muss, damit es allen Tieren am Hof gut und keine Maschine kaputt geht.

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Seine Enkel verbringen so gerne Zeit mit ihrem Opa Hias, egal ob Kartenspielen, Hofarbeit oder einfach nur rumalbern, doch ganz besonders freut sich jedes der Kinder auf die gemeinsame Zeit auf der Alm. Wenn Opa Hias die Sommermonate auf der Alm verbringt, darf jedes der Enkelkinder mal bei ihm schlafen und natürlich mithelfen. Doch diese Zeit erfordert auch ein wenig Planung, bevor alles losgeht. Denn auch wenn alle Kinder gerne gemeinsam auf der Alm sein würden, geht es der Reihe nach, sodass Opa Hias immer eine helfende Hand zur Seite hat und nicht zuviele Kinder auf einmal oben sind. Jedes Kind weiß genau, wann was zu tun ist. Und auch wenn Opa sehr streng sein kann, ist die Zeit mit ihm immer etwas Besonderes und wird in den Köpfen der Kinder bleiben.

Hias hat das Herz am rechten Fleck und macht besonders den Kindern mit unerwarteten Geschenken eine sehr große Freude …. Und ab und an passiert es dann, dass seine Enkel als Dank oder Aufmerksamkeit einen Esel geschenkt bekommen oder auf einmal ein Kindermoped auf dem Hof steht oder er ein paar Fußball-Pickerl mit heimbringt. Denn seine Enkel sind für ihn das Größte, genau wie er für seine Enkel.

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klein, aber oho !

Vor ein paar Monaten haben wir den schönen Shetland-Tigerhengst vom Zuchtbetrieb Rupert Schartner aus St. Johann-Alpendorf gekauft. Amigo – wir haben den Namen beibehalten, hat ein Stockmaß von 1 m und ist 5 Jahre alt. Unsere Stuten waren anfangs ein wenig unruhig, als Amigo auch aus einer Box rausschaute und wieherte, aber inzwischen haben sie sich ein bißchen an die neue Situation gewöhnt.

hias mit Pferden

Für jene, die keine Pferde halten, stellt sich wohl die Frage. Wozu braucht man einen Hengst auf einem Bauernhof, wenn es Hengststationen gibt? Derzeit haben wir zwei Noriker-Zuchtstuten, die zu belegen sind. Dabei erweist es sich als praktisch und zeitsparend, denn mit Hilfe von Amigo kann die Rosse schneller festgestellt werden. Sonst müsste man jedes Mal mit der Stute zum Norikerhengst fahren und das ist doch ein ziemlicher Zeitaufwand. So fahren wir nur dann zum Deckhengst, wenn die Pferde in der Rosse sind und belegt werden können.

Außerdem wird Amigo ab und an jetzt Damenbesuch bekommen, seit ein paar Tagen ist die erste Shetlandponystute bei ihm und wenn das Fohlen von Kria, unserer Islandstute, etwas grösser ist, kommt Amigo auch zu ihnen auf die Weide.

2016-04 Kria mit Hengstfohlen

Heute haben wir auch die Norikerstuten das erste Mal auf die Weide gebracht und hoffen, dass nicht wieder ein Schneefall bis ins Tal für Änderungen sorgt.

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Einen schönen ersten Mal und liebe Grüße vom Zittrauerhof

Bäuerin Katharina

Was liegt denn da auf der Weide?

Momentan ist bei uns so einiges los im Kinderstall am Zittrauerhof! Im Februar der Nachwuchs unserer lieben Molly, zu Ostern unsere kleinen Häschen und nun stand schon die nächst Geburt ins Haus. Die Wunder dieser Welt sind einfach atemberaubend.IMG_6222

Gestern war es soweit, dass unsere liebe Fiona – die Tochter von Flecky – mitten auf der Weide Zwillinge zur Welt brachte.

Diese Art von Ziegen stammen von den Bezoarziegenziegen ab, welche früher in Mittel- und Südeuropa, Vorder- und Zentralasien sowie in Nordafrika lebten.Sie sind sehr robuste Tiere und durch ihren Körperbau optimal an das Leben in den Bergen angepasst.

Und heute gab es dann die zweite Überraschung: gleich am Vormittag brachte Flecky ihr Zicklein zur Welt, gleich nach der Geburt ist es aufgestanden und gewackelt. Die Fotos wurden eine Stunde nach der Geburt gemacht 🙂

2016-04 Zicklein auf der Welt Flecky

Wie man auch sehr gut auf den Fotos erkennen kann, gehören viele Ziegenrassen zu den Hornträgern. Aber die Hörner sind keines Falls nur auf die männlichen Tiere beschränkt. Denn auch die Geiß trägt dünne, kurze Hörner, die leicht gebogen sind. Der Ziegenbock prahlt dagegen mit seinen kräftigen, stark nach hinten gebogenen Hörnern, die bis zu einem Meter lang werden können.

Unsere Ziegen suchen sich ihr Futter auf der Weide selbst. Am Morgen und am Abend bekommen sie noch zusätzlich ein bisschen Heu und hartes Brot als Leckerli. Im Winter werden sie zwar auch manchmal ausgeführt ins Freie, gefüttert werden sie aber nur im Stall mit Heu, ab und zu Karotten und auch ab und zu hartes Brot. Frisches Wasser muss immer – ob auf der Weide oder im Stall -zur Verfügung stehen.

Wir freuen uns sehr über unseren Nachwuchs am Hof und ich hoffe, ihr auch !

Eure Bäuerin Katharina

Olga´s neue Heimat

Seit vielen Jahrzehnten werden am Zittrauerhof Noriker Pferde gezüchtet. Die Noriker werden zwar nicht mehr wie früher für die Heuernte und Waldarbeiten eingesetzt, trotzdem ist es wichtig, dass man von klein auf – wie bei allen anderen Tieren auch – sich mit ihnen abgibt, sie erzieht und trainiert.

olga nah - Bauernhaus
Olga liebt es im Schnee zu laufen

Olga – eine schöne, bald 7jährige Noriker Rappstute, haben wir im Jänner verkauft und eine richtige Pferdeliebhaberin für sie gefunden. Besonders freuen sich die neuen Besitzer auf das Fohlen, welches im Frühling geboren wird.

olga bei felsen

Gerne möchten wir über Olgas neue Heimat erzählen. Mein Mann hat die Stute persönlich zu Margit Ripper nach Stuhlfelden gebracht und Opa war natürlich auch mit bei der Verladung – er liebt ja die Noriker ganz besonders.

olga mit Hias vor dem Wegfahren

Margit Ripper hat uns ein bisschen was über sich und Ihr Bauernhof-Leben erzählt:

Rudi und ich sind seit 15 Jahren ein Paar und seit 2004 verheiratet, wir haben zwei Mädels. Ich bin seit Kindertagen ein Pferdenarr, bereits als Kinder hatten wir das erste Pony, als ich älter wurde folgte das erste Reitpferd. Durch einen tragischen Unfall ist mein Vater ums Leben gekommen, das Pferd wurde leider verkauft. Als ich dann meinen Mann kennen gelernt habe, kaufte ich mir sofort wieder ein Pferd und habe es bei ihm eingestellt. Dieses Pferd gibt es heute noch und ist ein treuer Begleiter von mir geworden. Ich stamme von einem kleinen Bergbauernhof und lernte Rudi beim Praktikum zu meinem Facharbeiter kennen. Er hat bereits mit 17 Jahren seinen elterlichen Hof übernommen, da sein Vater verstarb. Bis Anfang der 90 er Jahre hatten Rudis Eltern immer 2  Noriker Rotfuchsen, die zur Heuernte eingesetzt wurden. Da der Bauernhof in Zone 3 liegt, es wurde Mist mit den Pferden ausgebracht…..Also haben wir beide einen starken Bezug zu den Pferden.

Seit 20 Jahren ist der Unterhaslachhof Spitzname „Jaggeihof“ Mitglied des Rinderzuchtverbandes und ein Milchviehbetrieb. Derzeit werden 12 Kühe gemolken und auch Kalbinnen aufgezogen. Wir sind ein Biobetrieb mit Hühnern, Hund, Hasen…..Seit 2 Jahren bin ich Betriebsführerin, vorher Krankenschwester, und mein Mann geht Vollzeit arbeiten. Mit meinem Traberpferd reite ich sooft wie möglich, auch meine beiden Mädels reiten. Das Reiten ist auch ihre große Leidenschaft geworden.

Olga 2015 (8)

Ein Norikerpferd ist seit Jahren ein großer Wunsch von mir und ich habe lange danach gesucht. Ich hoffe, dass sich Olga gut an uns gewöhnt. Mein Mann hat für sie noch eine große Box gebaut. Und alles weitere wird die Zeit bringen, mein Bestreben ist es, Olga zu reiten und mich mit ihr zu beschäftigen. Man merkt, dass sie gerne im Freien ist.

ausblick vom Hof ripper
Ausblick von unserem Bauernhof

In der Früh kann sie es kaum erwarten, bis ich ihr die Türe öffne und sie in den Auslauf kann. Auf jeden Fall hat sie einen guten Platz bekommen, wo sich die ganze Familie um sie kümmert. Im Sommer kommt sie dann mit den anderen Tieren auf die Alm und im Herbst solange wie möglich auf die Weide.

Wir sind sehr froh, ein so schönes zu Hause für unsere liebe Olga gefunden zu haben und freuen uns schon auf weitere Geschichten aus ihrer neuen Heimat!

Eure Bäuerin Katharina