Time to say good bye

Wie in jedem Beruf hat auch das Bauernsein seine guten und seine schlechten Tage. Neben wunderbaren Tagen voller Freude, Dankbarkeit und Liebe – wenn neue Hofbewohner das Licht der Welt erblicken, die Ernte gut ausfällt, die Sonne scheint und die Hofgäste zufrieden sind – gibt es auch die eher düsteren Tage, an denen man sich einfach nur wünscht, dass schnell der nächste Tag kommt!

In den letzten Wochen gab solch düstere Tage, an denen das Herz weint und man einfach nicht recht weiter weiß.

Hier am Zittrauerhof baut man nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen auf, sondern auch Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Ist eine solche Beziehung besonders schön, fällt es einem umso schwerer, wenn es dem Tier nicht gut geht. So wie unserer Lissy, die uns besonders ans Herz gewachsen ist!

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Lissy kam vor zwei Jahren als bezauberndes Kalb zu uns an den Hof. Wir haben sie bei unserer damaligen Praktikantin Marianne gekauft, die auf einem hervorragenden Zuchtbetrieb in Oberösterreich groß geworden ist.

Schon im ersten Augenblick verzauberte Lissy uns alle – ihre kuscheligen Ohren, ein bisschen klein und dicklich und einen guten Charakter (als Zuchtberater beschreibt man die Tiere wohl mit anderen „Profi-Begriffen“, ich aber nicht!). Im letzten Jahr kam Lissys erstes Kalb zur Welt und war schon beim ersten Hinschauen ein Abbild der Mutter – genauso wuschelig und einfach lieb.

Doch leider erkrankte Lissy kurz nach der Geburt. Es bildete sich ein Geschwür am Bein. Zuerst sah es so aus, als würden unsere bewährten Hausmittel und die Hilfe vom Tierarzt helfen, doch nach einer kurzen Heilungsphase verschlimmerte sich der Fuß wieder. Es ging ihr so schlecht, dass wir sie von den anderen Tieren trennen mussten, damit sie mehr Ruhe bekam und sie sich erholten konnte. Doch diesmal konnte kein Hausmittelchen oder der Tierarzt ihr helfen. Wir bekamen die Empfehlung das Tier zu erlösen. Abe wenn man einem solch lieben Tier in die runden Kulleraugen schaut, fällt einem die Entscheidung schwer, besonders wenn es einem so sehr ans Herz gewachsen ist. Aber in unserem Beruf muss man an das Tier denken und dass das Leben für Lissy so nur eine Qual ist.

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Jeder Bauer hat wohl sein Lieblingstier und selbst die „harten Kerle“ zeigen in einer solchen Situation eine andere Seite von sich.

Lissy hat nun für immer ihre Augen geschlossen, doch bleibt uns als Trost ihr kleines Kälbchen, dass uns immer an sie erinnern wird!

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jede Dame ihren Namen …

Seit es meinen Bauernhofblog gibt, hat man schon so einiges über unser Leben und die Hofbewohner – egal ob Zwei- oder Vierbeiner – lesen können. Wenn wir hier am Hof über unsere Tiere reden, geht es eigentlich nie um „das Schaf“, „die Ziege“ oder „den Hund“. Wie wir Zweibeiner auch, haben alle unsere Tiere einen eigenen Namen und keiner ist doppelt. Wahrscheinlich ist es in den Blogbeiträgen schon aufgefallen, wenn ich von Molly, Nelly oder Fiona schreibe. Aber bisher ging es meist nur um unsere kleinen Tiere aus dem Kinderstall.

Doch nicht nur dort bekommt jeder seinen ganz persönlichen Namen. Denn auch unsere lieben Kühe, welche der zentrale Punkt an unserem Hof sind, bekommen ihre Namen. Man könnte jetzt meinen, dass wir das nur so zum Spaß für unsere Feriengäste machen, aber jedes Tier am Zittrauerhof verdient es einen eigenen Namen zu tragen und es ist auch  wichtig für einen Zuchtbetrieb und wird auch vom Zuchtwart alles genauestens mitprotokolliert. Und so tragen, unsere Kühe stolz ihre Namen, haben Namensschilder im Stall. Jede Kuh hat ihren bestimmten Platz, auch auf der Alm, wenn sie gemolken werden.

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Jede Dame hat ihren Namen

Manchmal kommen Kühe auch an einem anderen Platz und müssen sich erst an den neuen Stand gewöhnen. Oder eine Kalbin kommt zum Kuhstall rüber, bevor sie das Kalb bekommt. Dann ist es anfangs oft schwierig, dass sie ihren Platz gleich findet und muss von uns genauer „eingewiesen“ werden. Auch jetzt anfangs der Weidesaison bedarf es ein bisschen mehr Zeit und Ruhe, bis alle Kühe am richtigen Platz sind. Matthias spricht jedoch den Namen der Kühe beim Reinlassen in den Stall aus und so tun wir uns leichter beim Einweisen und die Kühe werden es schneller gewöhnt, den richtigen Platz zu finden.

Kommt ein Kalb zur Welt und ist es weiblich, bekommt auch das „Kuskaibi“ den Buchstaben der Mutter, meist die ersten zwei. Bsp. Karina ist die Mama, die Katja ist die Tochter. KA – KA . So ist es zumindest bei uns am Hof.

Ich finde es schön, wenn Kühe noch einen Namen am Hof haben und nicht von Roboters Hand gemolken und betreut werden. Ihr auch ?? Beste Grüße und noch einen schönen Abend, Eure Bäuerin Katharina .