Das Kleid des Winters

So schnell wie das Jahr 2017 kam, so schnell neigt es sich schon wieder dem Ende. Der vorletzte Monat des Jahres ist angebrochen und der Zittrauerhof legt seinen Wintermantel an!

Im Sommer ist der Bauernhof in ein farbenfrohes Kleid aus Blumen gekleidet. An jeder Ecke steht ein Blumentöpfchen und der Garten strahlt in voller Pracht. Doch im Herbst ändert sich das ganz schnell, sobald alles geerntet und die Sommerblumen verblüht sind.

Aber der Hof verfällt über die Wintermonate keineswegs in ein tristes Bild!
Bei uns im Gasteinertal ist es Tradition, dass die Häuser und Eingangsbereiche winterlich geschmückt werden. Dafür braucht man sehr viele Latschenzweige, welche per Hand auf der Alm gepflückt und geschnitten werden. Da es sich um eine recht aufwendige Arbeit handelt, braucht man fast den ganzen Tag und mehrere Personen dazu.

Sind die Latschen dann im Tal angekommen, geht das große Dekorieren los und der Hof erstrahlt in winterlichem Glanz! Und passend zum Winterkostüm des Zittrauerhofes hat Frau Holle ihre Betten geschüttelt und das Gasteinertal in ein weißes Kleid gehüllt. Man könnte fast meinen, der Winter ist da und Weihnachten stehe vor der Tür.

2017-11-07-PHOTO-00001239.jpgAber so schnell wie die letzten Monate verflogen sind, werden auch die Wochen bis dahin ganz schnell vergangen sein! Eine schöne Zeit vom Zittrauerhof, Katharina Schwaiger.

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Zeit für Löwenzahn ..

Zum Frühling gehört auch der Löwenzahn dazu, er ist so vielseitig verwendbar und besonders lecker auch in der Küche. Mein Lieblingsrezept ist, vom Löwenzahn einen Honig zu erzeugen. Gerne teile ich mit euch das Rezept. Der Löwenzahnhonig eignet sich besonders gut als Beigabe für ein Naturjoghurt, als Süßungsmittel bei Kräutertees oder bei trockenem Husten den Löwenzahnsirup oder Wipferlsirup löffelweise einnehmen. Will man ihn auf ein Butterbrot schmieren, koch in den Honig länger ein oder lass ihn stehen und koch ihn am nächsten Tag nochmals ein, dann wird er auch dickflüssiger.

löwenzahn frühling

Rezept:

300 g Löwenzahn – Blütenköpfe, an einem trockenen Tag gepflückt, mittags
2 kg Feinkristallzucker oder Gelierzucker
2 Bio-Zitrone(n), ein bisschen Zitronensäure
1 Liter Quell-Wasser

Zubereitung

Die Blüten an einem trockenen Tag pflücken, idealerweise in der Mittagszeit. Nur die Blüten, nicht die Stengel. 1 Liter Wasser, 30 min köcheln lassen und zum Schluss die in Scheiben geschnittenen Zitronen hinzugeben. Auf die Seite ziehen und den Sud am nächsten Tag (ich lass es 12 Stunden stehen) durch ein Stofftuch (saubere Molton-Windel) pressen oder mittels Sieb. Mit Zucker 1 -4 Stunden langsam köcheln, ich nehme immer 50 % Feinkristall und 50% Gelierzucker.  Vorsicht – kann überschäumen!!! Gelierprobe machen!  Wenn die Konsistenz passt, in heisse Gläser abfüllen und verschließen. Gelierprobe: man nimmt einen flachen Teller, spült ihn kalt ab und gibt dann mit einem Löffel den Löwenzahnhonig drauf. Lässt es ein bisschen stehen und nach kurzer Zeit überprüft man, ob der Honig vom Teller runterrinnt oder nicht.

Viel Spaß beim Nachmachen und schöne heiße Frühlingstage, der nächste Bericht ist von unserer ersten Heuernte. Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

PS: Dieses Grundrezept verwende ich auch für die Herstellung von Frühlingskräuterhonigsorten oder meinen Fichtenwipfelhonig.

 

Die Küche voll im Griff

Zeit für ein neues Rezept, oder? Weil ich ein Fan von einfachen und schnellen Kuchen bin, hier ein Rezept von meiner Freundin Annika. Ein Tag und ein ganzes Blech war aufgegessen!

Schwiegermutterkuchen

Für den Knetteig:
150g Mehl
65g Butter
65g Zucker
1 ganzes Ei
1 Tl Backpulver

Für den Rührteig:
100g Butter
200g Zucker
3  ganze Eier
175g gemahlene Nüsse
50g Mehl
1,5 Tl Backpulver

1 Glas eingelegte Kirsche, am besten entkernt (gut abtropfen lassen)
Schokoladenglasur

Zubereitung:
Den Knetteig in eine Springform geben, glatt ausrollen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die gut abgetropften Kirschen darauf verteilen. Dann den Rührteig gleichmäßig über die Kirschen geben.

Umluft: 150°C, eine Stunde backen

Abkühlen lassen und mit Schokoladenglasur überziehen.

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Und das Beste an dem Kuchen? Er wurde in meiner neuen Bauernküche gebacken. Die letzten Wochen herrschte ein wahres Chaos hier im Bauernhof; überall standen Kisten und Kübeln herum und täglich gingen Handwerker ein und aus. Aber nun ist die Küche fertig, fast komplett eingeräumt und mein geliebter Ofen ist schon eingeheizt.

Ich bin so glücklich über meine neue Küche (wie wenn mein Mann einen neuen Traktor bekommt) und sage: DANKE! an alle Arbeiter und Helfer. Ein besonderer Dank gilt der Tischlerei Rudigier und Elektrotechnik Grechenig für die grandiose Arbeit und Unterstützung unserer Ideen!

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Ostern steht vor der Tür

Wie fast jeder weiß, ist es bei uns und in vielen anderen Ländern Brauch und Tradition für das Osterfest Eier zu färben.

Und so kommt es, dass auch wir hier jedes Jahr aufs Neue an Gründonnerstag die Küche in eine Ostereier-Werkstatt verwandeln. Auf Bauernhöfen wird auch heute noch oft mit Kräutern gefärbt und auch wir führen diese Tradition weiter. Um das große Eierfärben zu beginnen, benötigt man: Kräuter (es eignen sich Kresse, Schlüsselblumen, Veilchen, Farne…) und wer möchte Faschings- oder Gummibänder, alte Strumpfhosen, Bänder, Schere, Gummihandschuhe, Farben, alte Dosen.

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Zuerst die Eier kochen – in lauwarmes Wasser geben, Schuss Essig dazu, dann gibt man die Eier rein. Dann 6 Minuten kochen lassen und mehrmals mit kaltem Wasser abschrecken. So springen weniger Eier und sie lassen sich später besser abschälen.

Dann nimmt man eine Strumpfhose und bindet sie auf einer Seite fest zu. Das Ei feucht machen und die Kräuter auf das Ei „aufkleben“, in die Strumpfhosen rein, fest zubinden und in die Farbe geben (1-2 Sackerl gute Farbe , Schuss Essig, heisses Wasser), je nach Belieben lässt man sie drinnen und holt sie dann mit einem alten Löffel raus. Die Strumpfhose mit Gummihandschuhen öffnen, die Eier heraus holen und mit Küchenpapier abtupfen. Anschließend legt man sie auf ein Eideggerl. Zum Schluss noch mit Speckschwarte einschmieren, damit sie schön glänzen.

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Die besonders schönen Ostereier nehmen wir für die Osterweihe am Sonntag. Für die Osterzeit machen wir auch besonders leckere Österliche Törtchen, das Rezept folgt morgen auf Facebook vom Zittrauerhof.

Viel Spaß beim Nachmachen und ein schönes Osterfest!
Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Traditionen leben

Jedes Jahr im Februar ist ein ganz besonderer Moment für die Bauernhöfe in unserer Gegend. Und so findet auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Lichtmess mit allen zugehörigen Bräuchen statt. An Mariä Lichtmess verschwinden alle Zeichen von Weihnachten aus den Wohnungen und Häusern und kündigen den Frühling an. Zu diesem Anlass findet auch in unserer schönen Kirche heute um 19 Uhr am 02.02.2016 ein schöner Fest-Gottesdienst statt. Es ist auch ein “Feiertag” in der Bauernschaft und man kocht an diesem Tag was besonders Gutes und arbeitet an diesem Tag ein bisschen weniger 🙂

Und so war es früher so, dass an diesem besonderen Tag alle Mägde und Knechte die Höfe wechselten und ihre Arbeit an einem neuen Ort begannen oder blieben. Und um diesen Umzug und Neubeginn zu feiern, kam es zu den heute bekannten “Schlenkerfahrten” wie im Großarltal, die ebenfalls schon Tradition geworden sind.

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Es ziehen die Kutschen am Blasiustag durch die Landschaft und man widmet seine Gedanken und Gebete auch an lieb gewordene “Mitarbeiter”. Und auch wir am Hof hatten einen Knecht, der uns allen im Herzen geblieben ist und bleiben wird. Er verbrachte mehrere Jahrzehnte hier am Zittrauerhof.

Unser lieber Willi war und ist ein ganz besonderer Mensch für uns und wir werden ihn immer in Gedenken halten so wie viele Gäste von uns auch.

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Weihnachtsduft liegt in der Luft …

Die vierte Kerze im Adventskranz wurde bereits vor einer Woche entzündet und die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Die Weihnachtsstimmung ist aufgezogen und die wohl für jeden liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Nicht nur wir Menschen am Zittrauerhof feiern bei uns Weihnachten – auch die Tiere. So ist es bei uns Tradition, dass auch der Kinderstall geschmückt und ein eigener Weihnachtsbaum  für unsere tierischen Hofbewohner aufgestellt wird. So verbreitet sich die Weihnachtsstimmung bis in das kleinste Eck an unserem Hof.

Und wie es die Tradition des Stallschmückens gibt, gibt es noch viele weitere. So ist es bei uns Brauch, dass Opa mit den Kindern in den Wald fährt, um den perfekten Weihnachtsbaum zu finden, zu fällen und aufzustellen. Natürlich macht man das nur, um dem Christkind Arbeit zu ersparen, schließlich es hat ja schon genug zu tun und muss sich nicht auch noch um einen Baum kümmern!

Und wenn es dann soweit ist, wenn Heiligabend vor der Tür steht, kehrt Ruhe und Stille am Hof ein. Man besinnt sich auf das Wesentliche im Leben und gedenkt einmal mehr noch denen, die nicht mehr bei uns sind.

Besonders der heilige Abend ist geprägt von Traditionen und Ritualen, die jeder hier am Hof kennt. In einem meiner ersten Beiträge habe ich über den Erbhof geschrieben, und dass wir es uns zur Aufgabe gemacht haben, alte Traditionen und Bräuche am Leben zu halten. Und so führen wir auch die Tradition des Räucherns weiter. So gehen wir durch Bauernhaus, Stall und über den Hof und räuchern mit Kräutern und Weihrauch, um böse Geister zu vertreiben, und Krankheit sowie Unheil vom Hof zu verbannen. Wir füllen Ofenglut in eine große Räucherpfanne und geben Weihrauch darauf.

 Es ist ein uralter Brauch und ein wichtiges Ritual für uns in der Weihnachtszeit.

Und nun möchte ich allen Lesern und lieben Stammgästen, die die Bauernhof-Geschichten lesen, besonders schöne Weihnachtsfeiertage wünschen und jeder das bekommt, was er verdient und sich wirklich vom Christkind gewünscht hat. Einen herzlichen Händedruck, eine Umarmung, Verständnis, Lachen, die Familie beisammen zu haben und Geschenke, die mit Herz ausgesucht wurden.

Eure Bäuerin Katharina

Ausnahmezustand in Gastein

In diesen Tagen ist Gastein wohl – ich sag es jetzt mal so – im Ausnahmezustand. Der 5. und 6. Dezember sind fast wie „Feiertage“ bei uns, viele Mitarbeiter im Tourismus und bei den Handwerker-Betrieben nehmen sich von der Arbeit frei, um aktiv beim Gasteiner Krampuslauf mit dabei sein zu können. Diejenigen, die nicht in Gastein aufgewachsen sind oder als Kind schon Bezug zum Krampuslauf hatten, werden diesen Fanatismus vielleicht nicht verstehen. Bei uns im Tal gehört der Krampuslauf dazu wie das Weihnachtsfest, das Räuchern in den Rauhnächten usw. und die Gasteiner sind sehr stolz darauf. 

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80 bis 100 Krampuspassen ziehen dann von Haus zu Haus um die Guten zu belohnen und die Bösen zu bestrafen. In einer Pass gibt es einen Nikolaus mit seinem Korbträger (Guazltrager) und zumeist einem Engerl (vorwiegend in Bad Gastein). Dazu kommen noch mindestens 4 Krampusse (Klaubauf), die mit ihrem imposanten und furchteinflößenden Aussehen für Angst und Schrecken bei Gross und Klein sorgen. Die handgeschnitzen Holzmasken mit Widder- und Bockhörner werden mit viel Liebe und großem Aufwand nach langjähriger Tradition hergestellt und haben auch abhängig vom Ortsteil wo die Pass läuft, unterschiedliche Gesichtsformen. Dazu hat jeder Krampus ein dickes Fell (zumeist vom Schaf) und Stahlglocken, die sogenannten Rollen oder Schellen, wodurch man die Krampuspassen schon von weitem hören kann. Dieses einzigartige Geräusch zusammen mit dem lauten Brüllen (Teufelschrei) liegt an diesen beiden Tagen in der Gasteiner Luft und sorgt für eine eigenartige und mystische Stimmung. (Auszug Gasteinertal.com)

Heute am 6. Dezember gehen die Krampusse in die ländlichere Gegend und die Randbereiche der Orte, gestern waren sie im Ortszentrum zu sehen.
Das besondere ist – der Krampuslauf ist uraltes Brauchtum und hat sich besonders im Gasteinertal ursprünglich erhalten. Die einzelnen Passen, welche alle einen einzigartigen Namen führen, sorgen selbst dafür, dass die Tradition hoch gehalten und das lebendige Brauchtum so von Generation zu Generation weitergeführt wird.

Der Gasteiner Krampuslauf prägt die Gasteiner Bevölkerung, vom kleinen Kind bis zum uralten Urgroßvater sieht man an diesen Tagen das Glitzern in den Augen, viele Krampusläufer verfallen schon Wochen vorher in die Vorfreude („Kramperlnarrisch“) und bereiten sich mit Vorarbeiten und etlichen Krampussitzungen akribisch darauf vor.

Viele ausgewanderte Gasteiner kommen zu dieser Zeit aus allen Ecken der Welt „heim“, um beim Krampuslauf dabei zu sein, ob als Mitglied einer Pass oder als Zuschauer – ein Zeugnis, welchen Stellenwert der Brauch im Herzen der Gasteiner hat und dass es sich vom Trend in anderen Regionen als „Aufführung eines bedeutungslosen Spektakels“ deutlich und konsequent abgrenzt.

Viele Infos (auch Auszüge dieser Bauernhof-Geschichten) und Videos zum Gasteiner Krampuslauf findet Ihr bei Gerhards Seite, der liebevoll alle Details zusammengetragen hat.  http://www.gasteinertal.com/krampuslauf/

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Gasteiner Krampuslauf mit Nikolaus, Körblträger und Krampusse.

Bauernhaus-Charme ….

Zentraler Punkt auf unserem Hof ist das 400 Jahre alte Bauernhaus, welches nicht nur Platz für Familie und Freunde, sondern auch für unsere Feriengäste bietet. Für Außenstehende mag der Zittrauerhof ein Hof wie jeder andere sein, doch mancher mag vielleicht nicht erkennen, was der Hof für eine Geschichte mit sich trägt.

erbhof-zittrauerBereits seit dem 16. Jahrhundert befindet sich unser Hof im Familienbesitz und wird von Generation von Generation weitervererbt. Man spricht deshalb auch von einem Erbhof. Was also mit dem Hof geschieht und welche Entscheidungen getroffen werden, spielt nicht nur im Hier und Jetzt eine Rolle, sondern auch in der Zukunft der eigenen Familie, da diese die Entscheidungen über Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiterträgt.

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unser Gang im ersten Stock

Aber nicht nur die Geschichte des Hofes macht den Zittrauerhof für uns so liebevoll. Besonders der Charme des alten Bauernhauses – die ältesten Mauern sind 400 Jahre alt  – bezaubert uns immer wieder und auch unsere Gäste. Trotz vieler Renovierungen wurde immer darauf geachtet, dass die alten Elemente des Hauses erhalten blieben. 

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Das Knarren der Holzdielen, wenn man in die Zimmer kommt oder das Knacksen der Holzheizung, machen den Aufenthalt hier zu etwas ganz Besonderem !

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Alte Bauernhäuser bergen einen ganz eigenen Charme. Ob knarrende Dielen, alte Bauernschränke oder eine alte Nähmaschine, die Holzverzierungen im ganzen Haus – das alles macht das Leben hier im Haus zu etwas ganz Heimeligen. Das Haus hat Geschichte, es birgt Freuden, Tränen, Ereignisse, Glücksmomente mit sich und hat auch – so finde ich – einen eigenen Geruch (auch wenn ich mal nicht räuchere….. :-). Man fühlt sich daheim, auch wenn man hier nur eine Woche auf Urlaub ist, sagen uns viele.

Auch wenn die Renovierung alter Häuser sehr aufwendig ist, weil alles schief ist und so manchem Handwerker schon verzweifeln ließen oder wenn Stromleitungen einfach nicht zum Finden waren oder die Stiegen einfach nicht fertig wurden, weil trotz Maßarbeit einfach sich alles verschoben hat, würde ich dieses Haus gegen kein neues tauschen.

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Ich wünsche allen einen schönen ersten Advent. Genießt die Vorweihnachtszeit mit euren Lieben im neuen oder alten Haus, das ist wohl das Kostbarste in dieser Zeit und kann mit nichts in der Welt nachgeholt werden.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

Einfach und fein – unsere Topfenknödel

Heute ist es mal wieder Zeit für ein leckeres Rezept, das nicht nur einfach is,  sondern auch unglaublich lecker! Und grade jetzt, wo es draußen immer kälter wird und die Schneeflocken vom Himmel tanzen, bringen unsere Topfenknödel eine wohlige Wärme für Leib und Seele!

Obstknödel mit Topfenteig

Zutaten:
250 g Topfen (Quark)
1 Ei ganz
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 EL Grieß
1 EL weiche Butter
Salzwasser, Lieblingsobst
Zum Wälzen: 6 EL Semmelbrösel, nach Gefühl Mandelblättchen, Zimt, Haselnüsse  – was einem schmeckt , 3 EL Butter

Daraus werden ca. 6 große Obstknödel oder 9 kleine Topfenknödel.

  1. wenn das Obst gefroren ist, kurz vor dem Kochen aus der Gefriertruhe rausgeben
  2. Topfen, Ei, Salz, Mehl, Grieß und Butter vermixen.
  3. Ca. 30 min in Kühlschrank oder 15 min Gefriertruhe geben.
  4. Auf einem Holzbrett oder Arbeitsfläche Mehl bestäuben und den Teig aus der Schüssel geben. Den Teig zu einer dicken Rolle formen und 1 cm dicke Scheiben abschneiden.
  5. Auf jede Scheibe ein Stück Obst legen und anschließend Knödel daraus formen.
  6. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Knödel für 8 -10 Minuten kochen bzw. köcheln lassen.
  7. Währenddessen Butter und Semmelbrösel, Vanillezucker, Mandelblättchen, Zin, geriebene Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und die Knödel darin wälzen.

Und fertig sind unsere Topfenknödel mit Lieblingsobst! Ich mach auch gerne nur Topfenknödel ohne Obst und dann ein Fruchtmark oder eine gute Erdbeermarmelade dazu, serviert mit einer Kugel Eis – schmeckt lecker.

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Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

Traditionen leben

Jedes Jahr im Februar ist ein ganz besonderer Moment für die Bauernhöfe in unserer Gegend. Und so findet auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Lichtmess mit allen zugehörigen Bräuchen statt. An Mariä Lichtmess verschwinden alle Zeichen von Weihnachten aus den Wohnungen und Häusern und kündigen den Frühling an. Zu diesem Anlass findet auch in unserer schönen Kirche heute um 19 Uhr am 02.02.2016 ein schöner Fest-Gottesdienst statt. Es ist auch ein „Feiertag“ in der Bauernschaft und man kocht an diesem Tag was besonders Gutes und arbeitet an diesem Tag ein bisschen weniger 🙂

Und so war es früher so, dass an diesem besonderen Tag alle Mägde und Knechte die Höfe wechselten und ihre Arbeit an einem neuen Ort begannen oder blieben. Und um diesen Umzug und Neubeginn zu feiern, kam es zu den heute bekannten „Schlenkerfahrten“ wie im Großarltal, die ebenfalls schon Tradition geworden sind.

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Schlenkerfahrt im Grossarltal

 

Es ziehen die Kutschen am Blasiustag durch die Landschaft und man widmet seine Gedanken und Gebete auch an lieb gewordene „Mitarbeiter“. Und auch wir am Hof hatten einen Knecht, der uns allen im Herzen geblieben ist und bleiben wird. Er verbrachte mehrere Jahrzehnte hier am Zittrauerhof.

Unser lieber Willi war und ist ein ganz besonderer Mensch für uns und wir werden ihn immer in Gedenken halten so wie viele Gäste von uns auch.

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unvergessen – sein Lachen, sein Fleiß und seine Herzlichkeit