Wetzstoa und Gebackene Mäuse

Es ist nun wieder mal an der Zeit, ein traditionelles Schmankerl aus der bäuerlichen Küche zu posten. Früher für viele Bauernmärkte gemacht, heute als Nachtisch für die Bauarbeiter : Wetzstoa (sind länglich) und Gebackene Mäuse. Es ist ein einfaches Germteig-Rezept, das man dann mit dem Löffel raussticht und ins heisse Fett gibt. die Wetzstoa Nudeln sind länglich, man sticht einen Teig aus der Schüssel und formt den Teig länglich wie einen kleinen Strutzen. Der Name Wetzstoa kommt von „Wetzstein“ – beim Sensenmähen hat man einen Wetzstein zum Schleifen der Sense und daher kommt wohl der Name, weil die längliche Mehlspeise auch dann so aussieht wie der Wetzstoa beim Sensen wetzen 🙂

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In das Mehl in der Mitte eine kleine Grube machen, eine Packung Trockengerm oder eine halbes Hefewürferl sowie den Zucker mit reingeben, lauwarme Milch in die Grube dazu und ein bisschen umrühren, gehen lassen für ein paar Minuten. Das Salz auf der Seite dazu und die Eier ebenso reingeben. Den Teig gut verkneten und bei Zimmertemperatur eine Stunde gehen lassen. Man nimmt Weizenmehl für dieses Rezept.

Anschliessend erhitzt man Öl oder Butterschmalz und sticht, wenn das Fett ca. 160 Grad hat, mit dem Löffel in die Masse und gibt einen Löffel voll in das heisse Fett. Durch das einfache Reinstechen entsteht eine „Maus“ oft auch mit einem Schwanzerl dabei. Daher dieser Name bei dieser Mehlspeise. Langsam rausbacken und ab und zu drehen. Auf jeden Fall kann man mit einem Spiess kurz reinstechen und hat so die Kontrolle, ob innen der Teig auch komplett durch ist. Bleibt nichts „picken“, so kann die Mehlspeise raus auf ein Blech mit Küchenrolle. So rinnt das Fett ab. Die Gebackenen Mäuse oder Wetzstoa dann mit Staubzucker bestreuen und geniessen. Man kann diese Mehlspeise auch super einfrieren und ein anderes Mal zum Frühstück verwenden.

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Mahlzeit und viel Spass beim Probieren wünscht euch Katharina vom Zittrauerhof im Gasteinertal.

Möchtet Ihr bei der nächsten Bauernhof-Geschichte wieder etwas über unsere Tiere erfahren ? Inzwischen gibt es einen ganz süßen Nachwuchs 🙂

 

 

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Die weiße Winterdecke des Duftgartens

„Ruhepause“… so lädt die Bank in unserem Duftgarten ein, sich eine kleine Weile zu entspannen und für einen kurzen Moment alles rundherum zu vergessen.IMG_3744

Die Düfte verschiedener Kräuter und Pflanzen, welche die Landschaftsgärtnerin Resi und ich mit viel Sorgfalt ausgesucht und gepflanzt hat, regen die Sinne an, entspannen und wirken positiv auf unsere Gefühle! Doch nicht nur für unseren Geruchssinn ist der Duftgarten etwas ganz Besonderes, sonder auch das Auge bekommt einiges zu sehen. Im Jahresverlauf blühen die verschiedensten Blumen und lassen den gemütlich angelegten Duftgarten immer wieder anders aussehen. Die Vielfalt der Blumen und das Arrangement der Wege sind ein wahrer Hingucker.

IMG_3753Durch den Duft des Gartens wird die ein oder andere Biene, Hummel und Schmetterling angelockt und verzaubert das Auge mit der Schönheit der Natur.

Um das ganze Spektrum des Duftgartens und so manches Hausmittel kennen zu lernen, haben unsere Gäste die Möglichkeit bei der Hofführung mit mir teilzunehmen, welche einem die Schönheit und den Nutzen des Gartens näher bringt.

Doch der Winter kam mit Macht! Es war bereits der zweite Wintereinbruch in dieser IMG_3981Jahreshälfte. Die Schilder sind verräumt, die meisten Kräuter und Salatköpfe geerntet und die Pflanzen gehen in ihre Winterpause, um im nächsten Jahr wieder mit voller Energie zu blühen und zu duften.

Der Duftgarten schließt nun seine Pforten und heißt bald seine weiße Winterdecke willkommen!