Den Regentropfen zum Trotz

Jeder, der schon mal am Bauernhof bei der Heuernte mitgeholfen hat, kennt diese Situation: Der Wetterbericht passt, das Barometer zeigt sich auch beständig und es ist Zeit für den ersten Grasschnitt. Die Geräte sind generalüberholt, die Rechen gerichtet, Diesel bestellt und Leute organisiert, die an diesem Tag beim Mähen, Heuen und in der Scheune helfen können.
Oft ein nicht so einfaches Unterfangen, da ja fast jeder berufstätig ist und jeder selbst eingespannt ist.

Nun denn, hat man diese Vorbereitungen getroffen, wär ja alles gut organisiert. Doch oft macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung und es fallen schwere Tropfen zu Boden, noch bevor wir überhaupt mit der Mäherei begonnen haben. Oder so wie es am letzten Feiertag war – trotz stabiler Wettervorhersage ständige Wolken am Himmel und kleine Regenschauer zwischendurch. Man glaubt gar nicht, wie schnell man auf einmal heuen kann, wenn schlechtes Wetter droht. Das war schon so, als wir Kinder waren, da entwickelt man Kräfte und eine Schnelligkeit, die man sonst nicht hat. Und zumindest mache ich das so, ich schick dann immer ein Stoßgebet in den Himmel und ersuche ihn, dass er mit dem Regenschauer doch noch warten möge. Viele werden schmunzeln, aber an dem Spruch „an Gottes Segen  ist alles gelegen“ ist viel Wahres dran.

Hat man die Ernte reingebracht (und die Nachbarn auch) und es prasselt dann hernieder, ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass man doch noch alles rechtzeitig geschafft hat. Noch dazu, wenn man bei getaner Arbeit dann bei einer Brettljause zusammensitzt und ein bisschen „runter“ kommt.

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Vom Frühling im Stall und auf der Weide

Das Frühjahr bringt immer wieder viel Neues hier bei uns am Zittrauerhof im Gasteinertal. Ob Umbauten, neue Gartenideen oder neue Stallbewohner!

Das Frühjahr ist Zeit der Geburten bei uns am Hof. Unsere Kälber sind bereits alle zur Welt gekommen und auch in unserem Kinderstall sind alle Geburten vorüber. Aber ein neuer Hofbewohner hat uns erst in der letzten Woche beglückt und wir sind sehr froh, dass es diesmal nur freudige Nachrichten gibt.

Auch dieses Mal kommt die Meldung aus unserem Pferdestall, denn unsere Noriker Stute Perl ist wirklich eine gute Ammenmutter und die Kleine gedeiht prächtig.

Besonders erfreulich ist, dass die schöne Islandstute Kelly ihr erstes Fohlen zur Welt gebracht hat. Kelly selbst ist auch schon am Zittrauerhof geboren und wir sind ganz stolz auf sie, dass sie uns nun auch Nachwuchs geschenkt hat!

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Bereits im letzten Jahr berichteten wir, dass Kellys Mutter Kria nicht mehr bei uns am Hof lebt, sondern nach Norddeutschland zog, um dort trotz ihrer Krankheit noch ein paar schöne Jahre erleben zu können. Es geht ihr gut und sie hat keine Beschwerden mehr durch das Meeresklima.

Aber nicht nur im Pferdestall passiert einiges, auch im Kuhstall ist einiges los und seit den letzten Tagen sieht man unsere Kühe wieder glücklich über die Weiden stapfen, denn die winterlichen Stalltage sind vorüber! Ein schöner Anblick, die eigenen Tiere wieder auf den saftigen grünen Wiesen zu sehen und wie sie auf die Wiese sprinten.

Und schon die Bilder zeigen nicht nur das saftige Gras, sondern auch den strahlenden Löwenzahn. Und natürlich konnte ich nicht wiederstehen auch in diesem Jahr wieder ein paar leckere und gesunde Sachen daraus zu zaubern.


Hat jemand Interesse an Rezepten zu Löwenzahn? Dann kommentiert doch hier oder auf unserem Instagram-Account @zittrauerhof .

Ganz neu übrigens für unsere Hofgäste: Wer selbst auf Instagram aktiv ist, kann uns gerne auf den Fotos verlinken und den Hashtag #kuhlerurlaub verwenden. Wir freuen uns über alle Urlaubserinnerungen unserer Gäste und reposten sie gerne in unserem Feed 😉 Diese Idee stammt von Annika und sie wird das auch betreuen, ich bin dahingehend kein Profi 🙂  Eure Katharina vom Zittrauerhof

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Auf den harten Prüfstand

In der letzten Woche hatten wir hier am Zittrauerhof Besuch. Besuch haben wir häufiger, ob Familie, Freunde, Bekannte oder Hofgäste – bei uns ist immer was los und stets treffen sich hier viele Menschen. Aber in der letzten Woche kam dann ein besonderer Besuch: Die Urlaub am Bauernhof-Prüfungskommission.

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Spätestens alle vier Jahre werden die Mitglieds-Höfe der Organisation Urlaub am Bauernhof besucht, kontrolliert und neu kategorisiert. Und auch bei uns war es nun wieder einmal Zeit dazu. Ein wenig aufgeregt ist jeder Bauernhof zuvor, denn man weiß nie, wie der Betrieb subjektiv von diesen Personen eingeschätzt wird. Aber ich muss sagen, dass ich schon ziemlich zufrieden bin mit dem, was wir hier am Hof haben, wie es aussieht und was wir unseren Gästen bieten, weil man ja auch den Hintergrund weiß, welche Arbeiten und Mühen dahinter stecken :- )

Also fuhr am Mittwoch ein Auto mit der Spezialkommission vor, um unseren Hof genau unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird der Hof in seiner Gesamterscheinung, die Infrastrukur, der Stall, das Haus, die Umgebung, die Tiere und die Zimmer in Augenschein genommen. Auch wie sich der Betrieb im Internet präsentiert, wie die Angebote geschrieben werden, wie eine Hofkartei, die Infomappe ausschaut – auch das wird durchgesehen. Die Überprüfungen findet dabei nach einem bestimmten Anforderungskatalog statt, welcher genau beschreiben soll, bei welchem Standard wie viele Blumen vergeben werden.

Die durchführende Kommission ist dabei sehr kritisch und versucht, jeden noch so kleinen Fehler aus ihrer Sicht zu finden. Zu den überprüften Punkten gehört beispielsweise, ob die Steckdosen gesäubert sind, die Matratzen guter Qualität entsprechen, die Bäder auf dem neuesten Stand sind, keine Spinnweben das Hofbild stören oder auch keine Kunstblumen als Dekoration verwendet werden. Aber natürlich wird auch der Stall, die bestehenden Tierarten, die Kinderspielgeräte und die ganze Hofstruktur begutachtet.

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Der Aufenthalt der Prüfungskommission dauerte drei Stunden, bis jeder Hofwinkel angeschaut und bewertet war. Dabei wurde alles direkt in einem Tablet festgehalten und ausgewertet. Früher fand das auch noch mit Zettel und Stift statt, aber auch Urlaub am Bauernhof geht mit der Zeit. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, bekommt man das Ergebnis der neuen Kategorisierung mitgeteilt. Dabei werden zwischen zwei und fünf Blumen vergeben. Bei fünf Blumen erfüllt der Hof jeden Luxus mit „Wow-Effekt“,  den wohl nur die Bauernhof-„Hotels“ erfüllen können.

Ich bin sehr glücklich und zufrieden, auch in diesem Jahr wieder meine vier Blumen erhalten zu haben und bin froh, dass meine Familie, Freunde und Helferleins uns unterstützen, um überhaupt dieses Ergebnis erreichen zu können.

danke kuhDanke auch an unsere Gäste, die Bewertungen ins Netz schreiben, denn auch dies wird von der Kommission miteinbezogen.

Ein besonderes Schmankerl für mich war jedoch, dass wir die Ersten in der heurigen Kategorisierungsrunde „Ausgezeichneter Kinderbauernhof“ und „Kräuterbauernhof“ sind. Das freut uns besonders, es ist eine kleine Anerkennung für die viele Arbeit und Herzblut, welche man tagtäglich – und nicht nur an diesem einen Tag – investiert.

Wir freuen uns, unsere Gäste in bewährter Qualität auf unserem Hof begrüßen zu dürfen.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

Erholung für die Seele

Meine Lieben, auch wenn eigentlich überhaupt keine Zeit dafür ist und die Putz- und Räumarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gestern war herrlichstes Wetter und da muss man seiner Seele einfach was gönnen.

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Mir tut der Garten sooo gut und so stapfte ich nach dem nötigsten Arbeiten zu den Hochbeeten, betrachtete den wunderschön blühenden Obstgarten und empfand sofort eine kleine Auszeit für mich. Wem geht es auch so??

Ich gewinne durch das Graben in der Erde, das Einpflanzen und das Ernten eine innere Ruhe; erfreue mich an dem herrlichen Duft, wenn man die Kräuter jätet und berührt. Man ist dann ein bisschen weg von allem und tankt auf. Eine ehemalige Praktikantin sagte zu mir nach dem Sommer, Katharina – das ist Meditation für mich und lächelte.

Damit der Beitrag nicht zu philosophisch wird, hab ich auch einen Tipp für das Ansetzen von Salat. Ich setze den Salat immer nur beim abnehmenden Mond, bei aufnehmenden Mond schießen die Salatköpfe leichter aus und schauen dann aus wie Bäume;). Wenn Interesse besteht, schreibe ich gerne mal einen Beitrag, welche Pflanzen man nebeneinander setzen soll und welche nicht (Bsp. Schnittlauch und Petersilie).

Der Pflücksalat ist einfach ein Hit und ich pflanze im Frühling ganz viel davon zwischen den Kopfsalat. Man hat sehr lange davon und der Pflücksalat wächst immer nach. Eine herrliche Gabe der Natur. Bei uns wird jetzt in den Bauerngärten die Wachstums- und Schutzfolie von den Pflanzen gegeben, da der Frost vorbei ist und nun alle Pflanzen die volle Sonnenkraft zum Wachsen benötigen. Zu Muttertag hab ich meistens den ersten Salat und darauf freu ich mich immer besonders:

Viel Spaß beim Garteln wünscht euch Bäuerin  Katharina vom Zittrauerhof. http://www.gasteinurlaub.com