Ausnahmezustand in Gastein

Gasteiner Krampuslauf mit Nikolaus, Körblträger und Krampusse.

In diesen Tagen ist Gastein wohl – ich sag es jetzt mal so – im Ausnahmezustand. Der 5. und 6. Dezember sind fast wie „Feiertage“ bei uns, viele Mitarbeiter im Tourismus und bei den Handwerker-Betrieben nehmen sich von der Arbeit frei, um aktiv beim Gasteiner Krampuslauf mit dabei sein zu können. Diejenigen, die nicht in Gastein aufgewachsen sind oder als Kind schon Bezug zum Krampuslauf hatten, werden diesen Fanatismus vielleicht nicht verstehen. Bei uns im Tal gehört der Krampuslauf dazu wie das Weihnachtsfest, das Räuchern in den Rauhnächten usw. und die Gasteiner sind sehr stolz darauf. 

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80 bis 100 Krampuspassen ziehen dann von Haus zu Haus um die Guten zu belohnen und die Bösen zu bestrafen. In einer Pass gibt es einen Nikolaus mit seinem Korbträger (Guazltrager) und zumeist einem Engerl (vorwiegend in Bad Gastein). Dazu kommen noch mindestens 4 Krampusse (Klaubauf), die mit ihrem imposanten und furchteinflößenden Aussehen für Angst und Schrecken bei Gross und Klein sorgen. Die handgeschnitzen Holzmasken mit Widder- und Bockhörner werden mit viel Liebe und großem Aufwand nach langjähriger Tradition hergestellt und haben auch abhängig vom Ortsteil wo die Pass läuft, unterschiedliche Gesichtsformen. Dazu hat jeder Krampus ein dickes Fell (zumeist vom Schaf) und Stahlglocken, die sogenannten Rollen oder Schellen, wodurch man die Krampuspassen schon von weitem hören kann. Dieses einzigartige Geräusch zusammen mit dem lauten Brüllen (Teufelschrei) liegt an diesen beiden Tagen in der Gasteiner Luft und sorgt für eine eigenartige und mystische Stimmung. (Auszug Gasteinertal.com)

Heute am 6. Dezember gehen die Krampusse in die ländlichere Gegend und die Randbereiche der Orte, gestern waren sie im Ortszentrum zu sehen.
Das besondere ist – der Krampuslauf ist uraltes Brauchtum und hat sich besonders im Gasteinertal ursprünglich erhalten. Die einzelnen Passen, welche alle einen einzigartigen Namen führen, sorgen selbst dafür, dass die Tradition hoch gehalten und das lebendige Brauchtum so von Generation zu Generation weitergeführt wird.

Der Gasteiner Krampuslauf prägt die Gasteiner Bevölkerung, vom kleinen Kind bis zum uralten Urgroßvater sieht man an diesen Tagen das Glitzern in den Augen, viele Krampusläufer verfallen schon Wochen vorher in die Vorfreude („Kramperlnarrisch“) und bereiten sich mit Vorarbeiten und etlichen Krampussitzungen akribisch darauf vor.

Viele ausgewanderte Gasteiner kommen zu dieser Zeit aus allen Ecken der Welt „heim“, um beim Krampuslauf dabei zu sein, ob als Mitglied einer Pass oder als Zuschauer – ein Zeugnis, welchen Stellenwert der Brauch im Herzen der Gasteiner hat und dass es sich vom Trend in anderen Regionen als „Aufführung eines bedeutungslosen Spektakels“ deutlich und konsequent abgrenzt.

Viele Infos (auch Auszüge dieser Bauernhof-Geschichten) und Videos zum Gasteiner Krampuslauf findet Ihr bei Gerhards Seite, der liebevoll alle Details zusammengetragen hat.  http://www.gasteinertal.com/krampuslauf/

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Gasteiner Krampuslauf mit Nikolaus, Körblträger und Krampusse.

Marzipan und Vanille …

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Herrlichstes Wetter mit viel Sonne. Skipisten, die teilweise schon geöffnet sind  – heute ist schon der 2. Adventsonntag –  die Zeit vergeht wie im Flug! Wenn zwischendurch Zeit ist, dann backe ich am liebsten Kekse mit den Kindern. Es ist eine schöne, gemeinsame Beschäftigung und gehört zu Weihnachten für mich einfach dazu. Inzwischen ist es halt so, dass im Hintergrund keine Weihnachtsgeschichten oder Lieder zu hören sind, sondern die neuesten Bravo-Hits oder mit höchster Lautstärke Ö3, weil die Kinder in dem Alter sind – aber das ist Nebensache :-)  Schön ist, dass man gemeinsam was macht und das Kekse backen den Kindern immer noch Freude bereitet.

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Besonders gerne machen wir die Marzipanmuscheln, sie sind einfach zu machen und gut. Wie fast alle Rezepte aus dem Kochbuch „Niederösterreichische Mehlspeisenträume – köstlich und erprobt“  – welches ich dank einem lieben Stammgast und inzwischen sehr guten Freundin bekommen habe. Also, wenn jemand gerne bäckt, dieses Kochbuch kann ich wirklich als Geschenk empfehlen.

Marzipanmuscheln

100 g Marzipan, 300 g Butter (weich, am Vortag rausgeben oder eben Zimmertemperatur), 120 g Staubzucker, 350 g Mehl, 2 Eiklar, 1 Prise Salz, 1 Pkg. Vanillezucker, Zitronenschale. Marillenmarmelade, Schokoglasur

Eiklar schlagen, bis es „steif“ ist. Marzipan mit Zucker gut verkneten, weiche Butter und mit gesiebtem Staubzucker und den Aromen richtig schaumig rühren (ich lass es mind. 15 min rühren). Nach und nach das geschlagene Eiklar zugeben und das Mehl einrühren. Sofort in einem Spritzsack mit Sterntüle füllen und kleine Muscheln auf ein (kaltes) Blech spritzen – Backpapier drunter. Hell backen bei ca. 180 Grad. 2 Stück mit Marillenmarmelade zusammensetzen, wenn sie ausgekühlt sind und die Spitzen in Schokoglasur eintauchen. Wichtig ist, dass die Masse sofort in den Spritzsack kommt, sonst wird sie zu hart und man braucht viel Kraft und viel mehr Zeit🙂

Vanillekipferl – ein sicheres Rezept

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350 g glattes Mehl, 210 g Butter oder Margerine, 110 g Staubzucker, 110 g fein geriebene Walnüsse oder Haselnüsse, 2 Dotter. Staubzucker und Vanillezucker zum Wälzen.

Alle Zutaten rasch zu einem Mürbteig verarbeiten (ich geb einfach alle Zutaten in die Küchenmaschine) und kühl eine halbe Stunde rasten lassen. Ich geb den Mürbteig in den Kühlschrank für eine halbe Stunde. Aus dem Teig dünnere Rollen formen und von diesen kleine möglichst gleich große Stücke abschneiden und zu Kipferln wälzen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Rohr bei ca. 180 Grad etwa 8 Minuten hell backen. Noch heiß in ein Gemisch aus Staubzucker und Vanillezucker geben und auskühlen lassen.

Bauernhaus-Charme ….

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Zentraler Punkt auf unserem Hof ist das 400 Jahre alte Bauernhaus, welches nicht nur Platz für Familie und Freunde, sondern auch für unsere Feriengäste bietet. Für Außenstehende mag der Zittrauerhof ein Hof wie jeder andere sein, doch mancher mag vielleicht nicht erkennen, was der Hof für eine Geschichte mit sich trägt.

erbhof-zittrauerBereits seit dem 16. Jahrhundert befindet sich unser Hof im Familienbesitz und wird von Generation von Generation weitervererbt. Man spricht deshalb auch von einem Erbhof. Was also mit dem Hof geschieht und welche Entscheidungen getroffen werden, spielt nicht nur im Hier und Jetzt eine Rolle, sondern auch in der Zukunft der eigenen Familie, da diese die Entscheidungen über Jahrzehnte oder Jahrhunderte weiterträgt.

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unser Gang im ersten Stock

Aber nicht nur die Geschichte des Hofes macht den Zittrauerhof für uns so liebevoll. Besonders der Charme des alten Bauernhauses – die ältesten Mauern sind 400 Jahre alt  – bezaubert uns immer wieder und auch unsere Gäste. Trotz vieler Renovierungen wurde immer darauf geachtet, dass die alten Elemente des Hauses erhalten blieben. 

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Das Knarren der Holzdielen, wenn man in die Zimmer kommt oder das Knacksen der Holzheizung, machen den Aufenthalt hier zu etwas ganz Besonderem !

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Alte Bauernhäuser bergen einen ganz eigenen Charme. Ob knarrende Dielen, alte Bauernschränke oder eine alte Nähmaschine, die Holzverzierungen im ganzen Haus – das alles macht das Leben hier im Haus zu etwas ganz Heimeligen. Das Haus hat Geschichte, es birgt Freuden, Tränen, Ereignisse, Glücksmomente mit sich und hat auch – so finde ich – einen eigenen Geruch (auch wenn ich mal nicht räuchere…..🙂. Man fühlt sich daheim, auch wenn man hier nur eine Woche auf Urlaub ist, sagen uns viele.

Auch wenn die Renovierung alter Häuser sehr aufwendig ist, weil alles schief ist und so manchem Handwerker schon verzweifeln ließen oder wenn Stromleitungen einfach nicht zum Finden waren oder die Stiegen einfach nicht fertig wurden, weil trotz Maßarbeit einfach sich alles verschoben hat, würde ich dieses Haus gegen kein neues tauschen.

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Ich wünsche allen einen schönen ersten Advent. Genießt die Vorweihnachtszeit mit euren Lieben im neuen oder alten Haus, das ist wohl das Kostbarste in dieser Zeit und kann mit nichts in der Welt nachgeholt werden.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

Gastein im Fieber …

Gasteiner Krampuslauf mit Nikolaus, Körblträger und Krampusse.

Gastein ist seit Wochen wieder im „Krampus-Fieber“ – es haben bereits die ersten Kränzchen stattgefunden und die Vorbereitungen für den Krampuslauf am 5. und 6.12.2016 sind im Gange. Diejenigen, die nicht in Gastein aufgewachsen sind oder als Kind schon Bezug zum Krampuslauf hatten, werden diesen Fanatismus vielleicht nicht verstehen. Bei uns im Tal gehört der Krampuslauf im Jahr dazu wie das Weihnachtsfest, das Räuchern in den Rauhnächten usw. und die Gasteiner sind sehr stolz darauf. Es ist ein uralter Brauch, der in Gastein einen hohen Stellenwert hat.

Die Krampusläufe am 5. und 6. Dezember sind fast wie „Feiertage“ bei uns, viele Mitarbeiter im Tourismus und bei den Handwerker-Betrieben nehmen sich von der Arbeit frei, um aktiv beim Gasteiner Krampuslauf mit dabei sein zu können.

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80 bis 100 Krampuspassen ziehen dann von Haus zu Haus um die Guten zu belohnen und die Bösen zu bestrafen. In einer Pass gibt es einen Nikolaus mit seinem Korbträger (Guazltrager) und zumeist einem Engerl (vorwiegend in Bad Gastein). Dazu kommen noch mindestens 4 Krampusse (Klaubauf), die mit ihrem imposanten und furchteinflößenden Aussehen für Angst und Schrecken bei Gross und Klein sorgen. Die handgeschnitzen Holzmasken mit Widder- und Bockhörner werden mit viel Liebe und großem Aufwand nach langjähriger Tradition hergestellt und haben auch abhängig vom Ortsteil wo die Pass läuft, unterschiedliche Gesichtsformen. Dazu hat jeder Krampus ein dickes Fell (zumeist vom Schaf) und Stahlglocken, die sogenannten Rollen oder Schellen, wodurch man die Krampuspassen schon von weitem hören kann. Dieses einzigartige Geräusch zusammen mit dem lauten Brüllen (Teufelschrei) liegt an diesen beiden Tagen in der Gasteiner Luft und sorgt für eine eigenartige und mystische Stimmung. (Auszug Gasteinertal.com)

Am 6. Dezember gehen die Krampusse in die ländlichere Gegend – so auch zu uns zum  Zittrauerhof, am 5. Dezember sind sie im Ortszentrum zu sehen.
Das besondere ist – der Krampuslauf ist uraltes Brauchtum und hat sich besonders im Gasteinertal ursprünglich erhalten. Die einzelnen Passen, welche alle einen einzigartigen Namen führen, sorgen selbst dafür, dass die Tradition hoch gehalten und das lebendige Brauchtum so von Generation zu Generation weitergeführt wird.

Der Gasteiner Krampuslauf prägt die Gasteiner Bevölkerung, vom kleinen Kind bis zum uralten Urgroßvater sieht man an diesen Tagen das Glitzern in den Augen, viele Krampusläufer verfallen schon jetzt in die Vorfreude („Kramperlnarrisch“) und bereiten sich mit Vorarbeiten und etlichen Krampussitzungen akribisch darauf vor.

Viele ausgewanderte Gasteiner kommen Anfang Dezember aus allen Ecken der Welt „heim“, um beim Krampuslauf dabei zu sein, ob als Mitglied einer Pass oder als Zuschauer – ein Zeugnis, welchen Stellenwert der Brauch im Herzen der Gasteiner hat und dass es sich vom Trend in anderen Regionen als „Aufführung eines bedeutungslosen Spektakels“ deutlich und konsequent abgrenzt.

Viele Infos (auch Auszüge dieser Bauernhof-Geschichten) und Videos zum Gasteiner Krampuslauf findet Ihr bei Gerhards Seite, der liebevoll alle Details zusammengetragen hat.  http://www.gasteinertal.com/krampuslauf/

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Einfach und fein – unsere Topfenknödel

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Heute ist es mal wieder Zeit für ein leckeres Rezept, das nicht nur einfach is,  sondern auch unglaublich lecker! Und grade jetzt, wo es draußen immer kälter wird und die Schneeflocken vom Himmel tanzen, bringen unsere Topfenknödel eine wohlige Wärme für Leib und Seele!

Obstknödel mit Topfenteig

Zutaten:
250 g Topfen (Quark)
1 Ei ganz
1 Prise Salz
150 g Mehl
1 EL Grieß
1 EL weiche Butter
Salzwasser, Lieblingsobst
Zum Wälzen: 6 EL Semmelbrösel, nach Gefühl Mandelblättchen, Zimt, Haselnüsse  – was einem schmeckt , 3 EL Butter

Daraus werden ca. 6 große Obstknödel oder 9 kleine Topfenknödel.

  1. wenn das Obst gefroren ist, kurz vor dem Kochen aus der Gefriertruhe rausgeben
  2. Topfen, Ei, Salz, Mehl, Grieß und Butter vermixen.
  3. Ca. 30 min in Kühlschrank oder 15 min Gefriertruhe geben.
  4. Auf einem Holzbrett oder Arbeitsfläche Mehl bestäuben und den Teig aus der Schüssel geben. Den Teig zu einer dicken Rolle formen und 1 cm dicke Scheiben abschneiden.
  5. Auf jede Scheibe ein Stück Obst legen und anschließend Knödel daraus formen.
  6. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Knödel für 8 -10 Minuten kochen bzw. köcheln lassen.
  7. Währenddessen Butter und Semmelbrösel, Vanillezucker, Mandelblättchen, Zin, geriebene Haselnüsse in einer Pfanne anrösten und die Knödel darin wälzen.

Und fertig sind unsere Topfenknödel mit Lieblingsobst! Ich mach auch gerne nur Topfenknödel ohne Obst und dann ein Fruchtmark oder eine gute Erdbeermarmelade dazu, serviert mit einer Kugel Eis – schmeckt lecker.

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Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof http://www.gasteinurlaub.com

„Bauer unser“ …

http://www.filminstitut.at/de/bauer-unser/

In Kürze kommt ein neuer Kinofilm heraus – „Bauer unser“,  in diesem Kinofilm geht es mal um die  Landwirtschaft, alle Facetten werden beleuchtet und kritisch betrachtet. Bin schon neugierig, wieviele Bauern sich die Zeit nehmen, sich in die Kinostühle zu setzen und nicht erst warten, bis der Film im Fernsehen zu sehen ist..

Je schneller die Zeit zu laufen scheint, desto kostbarer wird der Beruf Bauer werden, da bin ich überzeugt und stolz darauf, zu dieser Berufsgruppe zu gehören.  Ich bin dankbar, noch zu wissen, wie unsere Tiere gehalten werden, die Tiere in unseren Gegenden noch Namen haben und der Bauer noch einen Bezug zum Tier hat. Auch wenn in diesem Film-Trailer dokumentiert wird, dass man grösser werden muss, um überleben zu können, bin ich überzeugt, dass die kleinstrukturierten Landwirtschaften in Österreich gute „Überlegens-Chancen“ haben.  Im Gasteinertal haben wir das Glück, dass die Landwirtschaft gut mit dem Tourismus kombiniert werden kann und die Tourismusträger wiederum das Alm- und Bauernhofleben als Urlaubserlebnis gut vermarkten können.

Mit meinem Bauernhof-Geschichten-Blog  möchte ich auch einen Einblick hinter den Kulissen geben,  mit welchen Tätigkeiten sich Bauern während des Jahres beschäftigen, welche Köstlichkeiten sie herstellen, welche erfreulichen Erlebnisse es gibt und wieviel harte Arbeit dahinter steckt, damit das alles halbwegs funktioniert und bewältigen kann.

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Bekommt man Rückmeldungen von Lesern, freut einem das besonders. Immer wieder erhalten wir auch Bilder von Familien, die bei uns Tiere gekauft haben und berichten, wie es ihnen geht. Gestern bekam ich von einem kleinen Jungen aus dem Burgenland eine schöne Mail, er hat sich von seiner Mama unser Shetlandpony-Hengstfohlen gewünscht und arbeitet schon fest mit ihm.  Danke für die netten Zeilen und alles Gute weiterhin.

Danke der Nachfrage, uns geht es sehr, sehr gut…
Der Kleine „Baily“, so hat ihn mein Sohn getauft, ist nun seit knapp zwei Wochen bei uns und er macht sich super toll. Er ist so schön und bav, einen lieben Charakter hat er – der kleine. Die beiden verstehen sich super und mögen sich sehr.

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Baily mit seinem neuen Besitzer

Er ist nicht scheu, sehr neugierig, keine Angst (vor was und wem auch immer…), er ist lärmresistent und sehr zutraulich. Ab den ersten Tag putzen und striegeln wir täglich, auch wenn er mal nicht so schmutzig ist, aber damit er sich daran gewöhnt, dass das auch dazugehört. Auch Hufeheben gehört zur „Lerneinheit“ dazu. Anfangs noch recht zappelig und stürmisch, aber mit jeden Tag besser und längeren Huf halten.
Gestern hatte ich für meinen Friesen den Hufschmid im Haus und das Zwergerl hat gestern auch gleich seine erste „Pediküre“ bekommen.


Wir gehen entweder spazieren, alleine oder mit seinem „großen Bruder“ oder ich nehme ihn als Handpferd mit, wenn ich reiten gehe. Das haben wir mittlerweile dreimal gemacht und er spaziert brav und munter neben uns her. Dabei handelt es sich um kleine „Schrittrunden“ durchs Dorf oder auf den Feldwegen oder durch Wald.
Verkehrstechnisch habe ich auch keine Probleme mit ihm und wir hatten schon einiges im Angebot…. LKW, kleine und große Traktoren, Busse, Motorräder, Sattelschlepper usw. ……. “

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Baily und seine Spaziergänge

Danke für den Bericht. Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend noch.

Eure Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof

P.S: Vielleicht sieht man sich ja im Kino mit 3D Brille in St. Johann bei „Bauer unser“. https://www.filmladen.at/film/bauer-unser/

 

 

 

 

Der Winter naht!

Blick ins Gasteinertal vom Schareck
Copyright gasteinertal.com

Das weiße Kleid des Winters legte in den letzten Tagen seine Pracht über die Berge, Wälder und Wiesen. Kaum zu glauben, dass  es bald schon wieder Winter im Gasteinertal wird.  Die Schneeflocken tanzten aus den Wolken hervor und zuckerten unseren Hof bins ins Tal an. Gerhard Michel von http://www.gasteinertal.com hat das herrliche Beitragsbild vom Schareck aus aufgenommen – danke !

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Wie jedes Jahr bringt der erste Schnee eine ganz besondere Faszination für Groß und Klein mit sich und die ersten Wintersportler decken sich schon mit Skiausrüstungen und Bergbahnkarten ein, um bei Öffnung der Skigebiete gleich ihr Können auf der Piste zu zeigen.

Bei uns am Hof geht nun alles in die Wintervorbereitung und Felder, Hof und Alm werden schneefest gemacht. Der Schnee ist im Talboden zwar wieder weg, allerdings werden auch die Tiere bald „eingestellt“, das heißt, sie werden geschert und in den Stall gebracht und dort gefüttert und kommen nicht mehr täglich auf die Weide. Was dann mit den Wiesen in nächster Zeit geschieht, folgt bei der nächsten Bauernhof-Geschichte.

Nach getaner Arbeit im Stall und am Hof freut man sich sehr über ein warmes Getränk, um den Körper wieder zu wärmen. Ein Rezept möchte ich gerne teilen, da es nicht nur gut schmeckt, sondern auch gesund ist, einfach und schnell zu machen geht und den Körper für die kalten Tage stärkt!

INGWER PUNSCH

Ingwer 100 g frisch geschnitten oder gerieben

Salbeiblüten

100 ml Zitronensaft

200 g Rohrzucker

100 ml Wasser

Alles aufkochen und auf die Seite stellen. Zitronensalbei, Zitronenverbene oder  ein anderes gut riechendes Kraut dazu geben.

Abseihen und etwas abkühlen lassen.

In Flaschen füllen und in den  Kühlschrank stellen.

Punschansatz mit heißem Wasser oder Apfelsaft aufgießen – fertig.

Für die Großen kann nach Belieben etwas Rum dazu gegeben werden!

Dieser Ingwerpunsch ist einfach praktisch, wenn Besuch kommt, man hat ihn immer im Kühlschrank und braucht ihn nur mit heißem Apfelsaft aufgießen – fertig ! Was wärmt euch an kalten Wintertagen am Besten auf?

Eure Bäuerin Katharina

Der Abschied fällt schwer …

Sonnenaufgang auf der Zittraueralm

Für insgesamt mehrere Wochen hat sich Marianne aus Oberösterreich entschieden, ihr Sommer-Praktikum bei uns am Bauernhof zu absolvieren. Es war für uns eine schöne, gemeinsame Zeit mit vielen Erlebnissen und gerade wenn man solche Perlen am Hof hat, ist es schon schwer Abschied zu nehmen. Marianne, die gerade mal 18 Jahre alt ist, wird aber nicht alleine nach Hause fahren, sie hat sich in Gastein verliebt und verlässt den Zittrauerhof gemeinsam mit unserer Red Frisian Kuh Carola, sie wird sie dann in Oberösterreich weiter verwöhnen und melken.

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Marianne übt schon mal das Führen mit Carola.

In den nächsten Zeilen schreibt Marianne ein wenig über ihre Zeit am Hof, ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gefühle:

Ich habe mein mehrwöchiges Praktikum am Zittrauerhof in Bad Hofgastein absolviert. Mir war schon beim Schnuppern im Frühjahr klar, dass das der passende Betrieb für mich wird. Ich wurde von Anfang an voll und ganz in die Familie integriert und aufgenommen. Auch mit Katharina, Matthias und den Kindern habe ich mich auf Anhieb sehr gut verstanden und so herrschte eigentlich immer ein gutes und auch lustiges Arbeitsklima. Katharina hat mir sehr viel beigebracht, von der Käseherstellung über das Kochen von Marmeladen und Sirupsorten bis hin zu  vielen verschiedenen Gerichten sowie alltägliche Tipps und Tricks in Haushalt, Stall und Garten. Darüber bin ich sehr froh und auch dankbar!

Auch meine Back- und Kochleidenschaft kam nie zu kurz. So stand fast jeden zweiten Tag ein neues Gebäck oder Backwerk auf dem Plan und erfüllte dann die Küche mit himmlischen Düften.

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Ebenso zum Praktikum gehörten kleine Tollpatschigkeiten wie zerbrochene Gläser und Teller. Doch Katharina meinte dazu, dass Scherben Glück bringen würden und nahm es nicht so tragisch „wo man arbeitet, fallen Späne“.

Katharina sagte mir bereits bei meiner Bewerbung, dass ich sehr vielseitig eingesetzt werden würde, im Garten, sowohl im Stall als auch bei der Reinigung der Zimmer und Ferienwohnungen. Als dann der erste „Putztag“ in Angriff genommen werden musste, wurde mir erst klar, worauf man alles achten muss. Doch sobald mich das Putzfieber erst einmal gepackt hatte, verging die Zeit wie im Flug.

Morgens übernahm ich, in den ersten Wochen den Stalldienst im Kinderstall.

2016-04-zicklein-auf-der-welt-fleckyFlecki musste gemolken, die Boxen wurden ausgemistet und die Tiere gefüttert und auf die Weide gebracht werden. Die Ziegen wuchsen mir im Laufe der Wochen sehr ans Herz, ebenso wie Nelly, die Hofhündin.  Auch an das Abkehren der Spinnweben und Weberknechte mussten rund um den Hof immer abgekehrt werden. Abends half ich fallweise beim Melken der Holstein-Kühe. Schon bald hatte ich eine Lieblingskuh: Carola. Mir machte die Arbeit im Stall und mit den Tieren sehr großen Spaß, ebenso wie das Reiten auf Kria, mit Johanna als Lehrerin.

Im Hochsommer half ich bei der Heuernte mit, es war eine schöne medidative Arbeit, meist halfen auch die Kinder mit. „Viele Hände machen der Arbeit ein Ende“. img_8474

Ein großes Highlight war für mich auch die Übernachtung auf der Alm und das damit verbundene Wipferl plücken für den Honig.

IMG_5606 (2)Besonders die Aussicht, die Ruhe und die gute Luft waren faszinierend und beruhigend. Hias und Sepp nahmen mich auch mit beim Holz richten und Einlagern für das nächste Jahr, eine schöne gemeinsame Arbeit und ein Erlebnis. Danke.

Mich hatte von Anfang an die Direktvermarktung auch sehr interessiert und begeistert, so durfte ich Topfen, Joghurt, Frischkäse und auch Camembert erlernen und herstellen, sowie Marmeladen und Sirupsorten. Ich werde davon ganz sicher zu Hause einiges nachmachen!

Abends spielte ich ab und zu mit Johanna auf der Steirischen Harmonika und wir lernten uns gegenseitig einige neue Lieder.

Mein Praktikum wird mir ganz sicher immer in Erinnerung bleiben, da ich so viele liebe Menschen kennenlernen durfte und sehr viele Dinge erlebt und erlernt habe. Ich bin froh, dass ich auf diesen Betrieb gestoßen bin und ich werde mit Sicherheit wieder einmal auf Besuch vorbeischauen!       

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Marianne

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Marianne für die wundervollen Wochen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Bäuerin Katharina & Familie

Herbst liegt in der Luft …

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Der Herbst ist für uns auch eine Zeit zum Aufräumen, zum Ernten, zum Wegräumen …  Beim Zusammenräumen im Haus ist mir ein Buch in die Hände gekommen von den Mumins, diese liebenswerte Fabelwesen, die ich als Kind sehr gern mochte. Wer kann sich noch an die niedlichen Nilpferd-Figuren erinnern ?

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Als Erwachsener haben die Bücher immer noch ihren besonderen Wert, aber man sieht die Texte mit anderen Augen.

 Die Geschichten der Tove Jansson sind verspielt, doch zugleich auch ernsthaft, manchmal melancholisch und sehr traurig, mit einem guten Ende, doch sind sie immer sehr liebevoll erzählt. Ihre Geschichten sind jedoch keineswegs nur Märchen, die eine heile Welt vorgaukeln.

„Der friedliche Übergang des Herbstes zum Winter ist keine schlechte Zeit. Es ist eine Zeit, in der man aufbewahrt und Vorräte sammelt, soviel man kann. Es ist schön, wenn man alles sammelt, was man ganz nah bei sich hat, seine Wärme und seine Gedanken, und wenn man sich weit innen einen sicheren Ort gräbt, wo man das verteidigt, was wichtig ist und kostbar und was man besitzt. Dann können Kälte und Stürme und die Dunkelheit kommen, soviel sie nur wollen. Sie tasten über die Wände und suchen nach einem Eingang, doch alles ist verschlossen.“herbstfoto.JPG

Aus Tove Janssons „Herbst im Mumintal“

Es grüßt euch die Bäuerin Katharina vom Zittrauerhof.

 

Erdäpfel haben immer Saison ..

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Bei uns kommen Kartoffeln das ganze Jahr auf den Tisch – sie sind so vielseitig verwendbar und schmecken in jeder Variation köstlich. Vor kurzem haben wir ein typisch ländliches Gericht gekocht – bei uns heissen Sie „Erdäpfel-Nidei“. Sie sind einfach zu machen und auch die Kinder essen sie gerne. Bei uns gibt es diese „Kartoffeln-Nudeln“ meist mit Sauerkraut, sie schmecken aber auch mit einer Schnittlauch-Sauerrahmsoße und einem grünen Salat herrlich. Oder – eine Spezialität im vegetarischen Restaurant in Hofgastein, Kraut & Rüben, Nidei mit Brokkoli und Parmesan überbacken – schmeckt ebenso vorzüglich!

Rezept:

Erdäpfelnidei mit Sauerkraut oder Sauerrahmsoße

600g festkochende Erdäpfel
200g Mehl griffig
Salz
Muskat reinreiben
1-2 Eier (ganz)

Zum Rausbraten: Butterschmalz oder ein gutes Öl

Als Beilage: 250g Sauerkraut, Lorbeer, Wacholder, Pfefferkörner ganz
Speckwürfel

Die Erdäpfel kochen, bisschen salzen, schälen und noch warm pressen. Brett herrichten und alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten, zu einer ca. fingerdicken Rolle formen und in 1 cm grosse Stücke schneiden. Mit Butterschmalz oder gutem Öl (es soll heiss sein, bevor man die Nidei in die Pfanne gibt)  in der Pfanne goldgelb braten.
Sauerkraut mit Kümmel in wenig Wasser dünsten und mit gebratenen Speckwürfeln garnieren. Wir trinken zu den Nidei mit Sauerkraut ein Häferl Milch dazu.

erdapfelnidei-2Beim zweiten Mal kocht man die Nidei sicherlich schon ohne Mengen-Angaben. Einfach und lecker ! Das ist das schönste, nach Gefühl zu kochen🙂

Mahlzeit und schöne Grüße vom Zittrauerhof, Katharina Schwaiger.